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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Video aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ spricht Christopher Kramp über Apostelgeschichte 21:29-22:14. Er beleuchtet die dramatischen Ereignisse um Paulus‘ Ankunft in Jerusalem, seinen Aufruhr im Tempel und seine Verhaftung. Der Sprecher analysiert auch Paulus‘ bewegende Verteidigungsrede, in der er seine eigene Bekehrungsgeschichte erzählt und Brücken zu seinen Anklägern baut.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1165. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du unser Leben ganz genau kennst und dass du einen Plan für unser Leben hast. Und Herr, wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, aber du weißt es. Wir wollen heute unser Leben erneut in deine Hand legen. Ich möchte dich bitten, dass du mich so führst, wie es dein Wunsch und dein Plan ist, und dass du das für jeden einzelnen tust, der das Video sieht und hört. Wir danken dir, dass du das Beste für uns möchtest und bitten dich, dass du auch heute durch dein Wort zu uns so deutlich sprichst, dass wir erkennen, wie wir heute im Alltag mit dir zusammenleben können, was du für uns vorbereitet hast und wie du uns helfen möchtest. Das alles bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:32] Wir sind in der Apostelgeschichte, Kapitel 21. Paulus ist in Jerusalem angekommen und die Ältesten der Gemeinde sagen ihm, dass es dort sehr viele Juden-Christen mittlerweile gibt, die einen großen Eifer für das Gesetz gesetzt haben, für die spezifischen jüdischen Bestimmungen. Und sie raten dem Paulus, wenn er in den Tempel geht, entsprechend auch Handlungen vorzunehmen, die deutlich machen, dass er das jüdische Gesetz sehr wohl einhält. Trotzdem kommt es zu einem Aufruhr, als er dort im Tempel ist. Juden aus Asien, aus Kleinasien, sehen sie dort und rufen die Menschen zusammen, um den Paulus und klagen ihn an. Wir lesen in Vers 29: Sie hatten nämlich vorher in der Stadt den Epheser Trophimus mit ihm gesehen und meinten, Paulus habe ihn in den Tempel geführt. Sie hatten behauptet, dass Paulus auch unbeschnittene Griechen in den Tempel geführt hätte. Da kam die ganze Stadt in Bewegung und es entstand ein Volksauflauf und sie ergriffen den Paulus und schleppten ihn zum Tempel hinaus und sogleich wurden die Türen verschlossen.

[2:53] Als sie ihn aber zu töten suchten, kam die Meldung hinauf zu dem Befehlshaber der Schar, das heißt der Soldatentruppe, die dort in Jerusalem Verordnung sorgen sollte. Das ganze Jerusalem war froh. Wir haben gesehen, dass immer wieder Paulus und seine Botschaft Aufruhr erzeugt haben, so auch schon in Ephesus, einige Kapitel zuvor. Da nahm er so gleich Soldaten und Hauptleute mit sich und eilte zu ihnen hinab. Als sie aber den Befehlshaber und die Soldaten sahen, hörten sie auf, den Paulus zu schlagen. Das Ganze war also schon extrem handgreiflich geworden. Paulus musste wirklich körperlich leiden.

[3:34] Da kam der Befehlshaber dazu und verhaftete ihn und ließ ihn mit zwei Ketten fesseln und erkundigte sich, wer er denn sei und was er getan habe. Interessant, wie das damals so vor sich ging. Er wurde erst verhaftet, gefesselt und dann hat man sich überhaupt erstmal seine Identität aufgenommen und gefragt, was er denn gemacht hat. In der Menge aber schrien die einen dies, die anderen das. Und das erinnert uns auch wieder an Ephesus, wo ein Großteil der Menge nicht einmal wusste, warum sie zusammengekommen war. Und da er wegen des Tumults nichts Gewisses erfahren konnte, befahl er ihn in die Kaserne zu führen.

[4:07] Als er aber an die Stufen kam, musste er von den Soldaten getragen werden wegen der Gewalttätigkeit der Volksmenge. Aber wirklich, was los! Die Römer mussten den Paulus quasi schützen vor dem wütenden Mob, denn die Masse des Volkes folgte nach und schrie: "Hinweg mit ihm!" Und als Paulus in die Kaserne geführt werden sollte, sprach er zu dem Befehlshaber: "Darf ich etwas zu dir sagen?" "Ja, aber", sprach er, "verstehst du Griechisch?" Was also ein Hinweis darauf ist, dass hier längst nicht alle in der Stadt natürlich Griechisch gesprochen haben. "Bist du also nicht der Ägypter, der vor diesen Tagen einen Aufruhr erregte und die 4000 Mann Meuchelmörder in die Wüste hinausführte?" Wir sehen also, dass man über Paulus im Prinzip noch gar nicht wirklich viel wusste. Man hatte andere Dinge im Kopf und hat ihn dann einfach ungefragt damit verbunden.

[4:59] Aber Paulus sprach: "Ich bin ein jüdischer Mann aus Tarsus, Bürger einer nicht unberührten Stadt in Kilikien. Ich bitte dich, erlaube mir zum Volk zu reden." Und als er ihm die Erlaubnis gab, stellte sich Paulus auf die Stufen und gab dem Volk ein Zeichen mit der Hand. Und als es ganz still geworden war, redete er sie in hebräischer Sprache an und sagte: "Vermutlich war das dann schon Aramäisch, was im Neuen Testament oft als Hebräisch beschrieben wird und genannt wird. Ihr Männer, Brüder und Väter, hört jetzt meine Verteidigung vor euch an."

[5:34] Da sie aber hörten, dass er hebräisch mit ihnen redete, wurden sie noch ruhiger. Oder sprach: "Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Kilikien, aber erzogen in dieser Stadt zu den Füßen Gamaliels, unterwiesen in der gewissenhaften Einhaltung des Gesetzes der Väter. Und ich war ein Eiferer für Gott, wie ihr alle es heute seid." Paulus beginnt sein Zeugnis zu geben. Er erzählt etwas über sein Leben, und dieses Kapitel gehört zu den sehr wichtigen Kapiteln für die Rekonstruktion der Lebensgeschichte des Paulus. Er sagt mit anderen Worten: "Ich kann mich sehr genau hineinversetzen. Ich bin auch so gewesen, ich weiß ganz genau, was euch umtreibt. Ich verfolgte diesen Weg", gemeint ist natürlich das Christentum, "bis auf den Tod, indem ich Männer und Frauen band und ins Gefängnis überlieferte. Das haben wir in Kapitel 8 und am Anfang von Kapitel 9 gesehen, wie mir auch der Hohepriester und die ganze Ältestenschaft Zeugnis gibt von ihnen. Empfing es sogar Briefe an die Brüder und zog nach Damaskus, um auch die, welche dort waren, gebunden nach Jerusalem zu führen, damit sie bestraft würden." Er hatte also sozusagen als besonders Beauftragter die Aufgabe, auch außerhalb von Jerusalem, quasi im Ausland, Christen in der Synagoge aufzuspüren und zu bestrafen.

[6:54] "Es geschah mir aber, als ich auf meiner Reise in die Nähe von Damaskus kam, dass mich am Mittag plötzlich vom Himmel her ein helles Licht umstrahlte." Paulus erzählt nicht nur die Details seiner Biografie, erzählt seine Bekehrungsgeschichte, sein Zeugnis. "Und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die zu mir sprach: 'Saul, Saul, warum verfolgst du mich?' Ich aber antwortete: 'Wer bist du, Herr?' Oder sprach zu mir: 'Ich bin Jesus, der Nazarener, den du verfolgst.' Meine Begleiter aber sahen zwar das Licht und wurden voll Furcht, aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hörten sie nichts. Und ich sprach: 'Was soll ich tun, Herr?' Der Herr sprach zu mir: 'Steh auf und geh nach Damaskus, dort wird man dir alles sagen, was dir zu tun bestimmt ist.' Da ich aber wegen des Glanzes jenes Lichtes nicht sehen konnte, wurde ich von meinen Begleitern an der Hand geführt und kam nach Damaskus."

[7:51] Es war die Herrlichkeit Jesu, die sich offenbarte und die dazu führte, dass Paulus vorübergehend völlig erblindet war. Aber ein gewisser Ananias, ein gottesfürchtiger Mann nach dem Gesetz, der von allen Juden, die dort wohnen, ein gutes Zeugnis hat. Hier betont der Saulus, Saulus Paulus, dass der Ananias jemand war, der das Gesetz hochgehalten hat, der auch die jüdischen Bestimmungen hochgehalten hat, wie auch die Männer und Frauen, die hier jetzt diesen Aufrufe veranstaltet haben, wie es ihm wichtig gewesen ist. Paulus möchte also ganz deutlich machen, dass er nicht provozieren möchte, er möchte nicht Dinge einfach abschaffen gegen Gottes Willen, sondern erzählt wohl Verständnis und baut Brücken zu dem Denken derer, die ihn anklagen.

[8:45] "Der kam zu mir und zwar zu mir und sprach zu mir: 'Bruder Saul!'" Und dann haben wir gesprochen, als wir Kapitel 9 gelesen haben, dass dieser Ananias ihn als Bruder angesprochen hat, obwohl er der Saulus, sein Verfolger gewesen ist. "'Bruder Saul, werde wieder sehend!' Und zur selben Stunde konnte ich ihn sehen. Er aber sprach: 'Der Gott unserer Väter hatte ich vorher bestimmt, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Mund zu hören.'"

[9:13] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir eine Erfahrung mit dir gemacht haben. Danke, dass du dich uns offenbart hast, dass wir Jesus kennenlernen durften. Und bitte schenk auch uns Gelegenheiten, unsere Erfahrung, die wir mit dir gemacht haben, zu erzählen, unser persönliches Zeugnis weiterzugeben, sei es unter solchen dramatischen Umständen wie hier bei Paulus oder ganz einfach im Alltag, dass Menschen, die dich noch nicht richtig kennen, durch unser Zeugnis erfahren, wie du bist. Wir danken dir für jede Gelegenheit dafür und bitten es im Namen Jesu. Amen.


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