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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ spricht Christopher Kramp über Apostelgeschichte 25-26. Er beleuchtet die Situation von Paulus vor König Agrippa und Festus, der sich verteidigen muss. Dabei wird deutlich, dass Paulus seine Vergangenheit als Verfolger der Christen offenlegt und seine Bekehrung und Berufung durch Jesus Christus darlegt. Die Predigt betont die Bedeutung des Glaubens und der Hoffnung auf den Messias, selbst wenn dies zu Anfeindungen führt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1170. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns immer wieder Gelegenheiten schenkst, dich besser kennenzulernen, unser Leben dir zu übergeben und auch anderen zu helfen und für sie da zu sein. Herr, gib, dass wir die Gelegenheiten, die du uns vor die Füße legst, die Gelegenheit, die du uns vor Augen stellst, dass wir sie erkennen als goldene, geistliche Gelegenheit, die von dir kommen. Dass wir sie nutzen und nicht aufschieben, nicht vernachlässigen. Gib, dass wir heute erkennen, wo wir im Alltag für einen anderen Menschen ein Segen sein können, wo wir das Richtige tun können in deiner Kraft und mit deiner Hilfe und wo wir richtige Entscheidungen für dich fällen können. Wir wollen mit dir gehen und dank dir von ganzem Herzen für deinen Segen. Ich möchte dich auch bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir es gut verstehen können und dass wir eben glauben an dich im Alltag einen Unterschied machen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:49] Wir sind in Apostelgeschichte Kapitel 25. Paulus ist immer noch in Gefangenschaft, jetzt bei Porcius Festus, der als Nachfolger von Felix Statthalter von Judäa ist. Eines Tages kommt Herodes Agrippa der Zweite, der im Nordosten vom See Genezareth ein kleines Königtum hat, mit Bende, wo Festus sich aufhält. Und dieser erzählt dem von dem ganzen Vorgang mit Paulus, den er dort quasi als Gefangenen geerbt hat, sozusagen übergeben bekommen hat von Felix und von dem erneuten Versuch der Juden, ihn zu verklagen, und der Verwunderung, die er selbst, Festus, hat, dass es ja überhaupt gar nicht um wirkliche kriminelle Straftaten geht, sondern um Fragen der Religion, um die Frage, wer Jesus sei und ob dieser noch lebe.

[2:48] Wir lesen weiter in Kapitel 25 in Vers 20. Da ich aber nicht wusste, wie ich über diese Sache eine Untersuchung anstellen sollte, fragte ich, ob er nach Jerusalem ziehen und sich dort hierüber richten lassen wolle. Da sich aber Paulus darauf berief, dass er bis zur Entscheidung des Kaisers in Gewahrsam bleiben wollte, befahl ich ihn in Haft zu behalten, bis ich ihn zum Kaiser sende. Agrippa aber sprach zu Festus: Ich möchte den Menschen auch gerne hören. Und er antwortete: Morgen sollst du ihn hören.

[3:18] Agrippa hat ein Interesse daran, Paulus zu hören. Am folgenden Tag nun kamen Agrippa und Bernike mit großem Prunk und gingen mit den Obersten und den angesehensten Männern der Stadt in den Gerichtssaal. Und dann wurde Paulus auf Befehl des Festus gebracht. Was für ein Bild muss das gewesen sein! Der römische Statthalter Porcius Festus und dann dieser kleine König Agrippa und Bernike mit ihrem ganzen Hofstaat, die dort sich einstellen und dann der Gefangene Paulus, der jetzt reden soll.

[3:52] Und Festus sprach: König Agrippa und ihr Männer, die ihr mit uns anwesend seid, da seht ihr den, um dessen willen mich die ganze Menge der Juden anging in Jerusalem und hier, indem sie lautschrien, er dürfe nicht länger leben. Das heißt, das, was sie damals schon im Tempel gemacht hatten, als der Lysias nur mit Mühe Paulus retten konnte aus dem Mob, das haben sie hier vor Porcius Festus wiederholt. Weil ich aber feststellte, dass er nichts getan hat, was den Tod verdient, und er selbst sich auch auf den Kaiser berufen hat, so habe ich beschlossen, ihn abzusenden. Ich weiß jedoch dem Herrn nichts Gewisses über ihn zu schreiben. Sagt also: Ich weiß gar nicht, was ich dem Nero schreiben soll, dem Kaiser. Ich kenne mich mit der Sache nicht aus. Darum habe ich ihn euch vorgeführt und besonders dir, König Agrippa, damit ich nach erfolgter Untersuchung etwas zu schreiben weiß. Denn es scheint mir unvernünftig, einen Gefangenen abzusenden, ohne die gegen ihn erhobenen Klagen anzugeben.

[4:51] Der Porcius Festus ist so wenig in der Materie, dass er nicht einmal weiß, wie den Fall eigentlich beschreiben soll und hofft, dass Agrippa ihm dabei helfen kann.

[5:02] Agrippa aber sprach zu Paulus: Es ist dir erlaubt, für dich zu reden. Da streckte Paulus die Hand aus und verteidigte sich: So, ich schätze nicht glücklich, König Agrippa, mich heute vor dir verantworten zu dürfen, wegen all der Anklagen, die die Juden gegen mich erheben. Da du ja alle Gebräuche und Streitfragen der Juden genau kennst, darum bitte ich dich, nicht geduldig anzuhören.

[5:21] Agrippa war im Gegenteil, so wie Festus, jemand, der tatsächlich die verschiedenen Glaubensrichtungen innerhalb des Judentums in der Antike, damaligen Zeit, gut kannte und wusste, was so die wenigsten Eisen waren, währenddessen man sich in Israel immer wieder stritt. Mein Lebenswandel von Jugend auf, den ich von Anfang an unter meinem Volk in Jerusalem führte, ist allen Juden bekannt, da sie mich von früher her kennen. Wenn sie es bezeugen wollen, dass ich nach der strengsten Richtung unserer Religion gelebt habe als ein Pharisäer.

[5:56] Paulus bekommt erneut die Gelegenheit, sein Zeugnis zu geben, als sein Zeugnis gegeben vor dem großen Mob in Jerusalem auf den Stufen des Tempels. Jetzt bekommt er die Gelegenheit, vor mächtigen Staatsmännern zu bezeugen, was Jesus für ihn getan hat. Auch wir werden in der Endzeit solche Gelegenheiten bekommen, vor Gerichte geführt werden und vor hohen Menschen erzählen dürfen, wie Jesus unser Leben verändert hat.

[6:29] Und jetzt stehe ich vor Gericht wegen der Hoffnung auf die Verheißung, die von Gott an die Väter ergangen ist, zu welcher unsere zwölf Stämme durch Tag und Nacht anhaltenden Gottesdienst zu gelangen hoffen. Wegen dieser Hoffnung werde ich, König Agrippa, von den Juden angeklagt sein. Punkt ist also: Ich glaube genau das, woran eigentlich, worauf Israel die ganze Zeit gehofft hat. Ich glaube, dass ich das erfüllt hat. Das ist meine Überzeugung, die der Glaube und die Hoffnung auf den Messias.

[6:53] Und er macht diesen Punkt: Stell dir vor, dass du weißt, ganz genau, wie die Juden seit Jahrhunderten auf den Messias warten. Du weißt das ganz genau und deswegen, wegen dieser Hoffnung, die eigentlich alle teilen, werde ich angeklagt.

[7:09] Warum wird es bei euch für unglaublich gehalten, dass Gott Tote auferweckt? Ich habe zwar auch gemeint, ich müsste gegen den Namen Jesu des Nazareners viel Feindseliges verüben, was ich auch in Jerusalem tat und viele der Heiligen ließ sich ins Gefängnis schließen, wozu ich von den obersten Priestern die Vollmacht empfangen hatte. Und wenn sie getötet werden sollten, gab ich die Stimme dazu.

[7:31] Ein weiterer Punkt, den er aufbringt, ist die Hoffnung auf die Auferstehung der Toten. Das Evangelium beinhaltet jetzt zwingend die Botschaft der Auferstehung, denn Jesus ist von den Toten auferstanden. Und das ist eine Streitfrage im Judentum gewesen, die wir gesehen haben, die sollte sehr und damit sehr viele Oberste der Juden haben das abgelehnt. Und Paulus stellt diese rhetorische Frage: Warum wird das für euch als unglaublich gehalten, dass Gott Tote auferweckt?

[8:00] Er berichtet weiter von seinem alten Lebenswandel, und wir kennen diese Geschichte aus Kapitel 8 und 9 und auch schon auf seine Bericht aus Kapitel 22. Und in allen Synagogen wollte ich sie oft durch Strafen zur Lästerung zwingen und über die Maßen wütend gegen sie verfolgte ich die sogar bis in die auswärtigen Städte. Er zeigt also ganz ungeschönt, wie er gewesen ist. Er versucht das nicht zu entschuldigen und nicht zu sagen, dass er vielleicht angestiftet worden sei und dass er gar nicht genau gewusst hätte, sondern er stellt seine Sünde in all seiner Sündhaftigkeit dar. Jemand, der sein echtes Zeugnis gibt, für die Sünde nicht verherrlichen wird, nicht sagen, ja, gar nicht so schlimm, sondern wird wirklich deutlich machen, dass er die Verantwortung dafür trägt, dass er schwere Sünde getan hat, ja, über die Maßen mehr gesündigt hat als andere.

[8:55] Als ich dabei mit Vollmacht und Erlaubnis von den obersten Priestern auch nach Damaskus reiste, da sah ich mitten am Tag auf dem Weg, oh König, vom Himmel her ein Licht heller als der Glanz der Sonne. Das nicht und meine Reisegefährten umleuchtete.

[9:09] Paulus hat kurz und knapp berichtet, in aller Deutlichkeit, aber ohne zu verherrlichen, was er damals vor seiner Bekehrung falsch gemacht hat. Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt: seine Bekehrung. Und die berichtet er im ausführlichsten.

[9:25] Als sie aber zur Erde fielen, hörte ich eine Stimme zu mir reden in hebräischer Sprache, sagen: Saul, warum verfolgst du mich? Es wird dir schwer werden gegen den Stachel auszuschlagen. Ich aber sprach: Wer bist du, Herr? Er aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Aber steh auf und stelle dich auf deine Füße, denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zum Diener und Zeugen zu bestimmen für das, was du gesehen hast, und für das, worin ich mich dir noch offenbaren werde. Und ich will dich retten von dem Volk und den Heiden, unter die ich dich jetzt sende, um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.

[10:15] Jesus hat dem Paulus von Anfang an gesagt, bei seiner Bekehrung, dass er als ein Missionar berufen ist. Nicht, weil er sich so gut dafür qualifiziert hat, nicht, weil er eine ausreichende Zeit sich bewährt hat, sondern weil Gott ihn ohnehin dafür berufen hatte. Gott hat ihn dazu berufen und seine Qualifikation war die Tatsache, dass Gott ihn berufen hat, dass Gott ihm die Gnade schenkt, dass Gott ihm die Weisheit geben wird, dass Gott ihn erhalten wird.

[10:42] Wir können uns einen Ruf nicht verdienen. Wir können nicht unsere Aufgabe, Wert Gottes, uns erarbeiten. Wir können nur im Glauben und Vertrauen auf Gottes Gnade, der unser Leben verändert. Im Vertrauen auf Gott können wir den Ruf annehmen, den er schon längst für uns vorbereitet hat, damit wir in seinen Werken wandeln, die er zuvor bereitet hat, weil er uns aus Gnade errettet hat.

[11:11] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns nicht nur unsere Sünden vergibst, dass du uns nicht nur errettest, sondern uns gleichzeitig berufst, ein Zeuge für dich zu sein. Vielleicht sind wir kein Paulus, der vor Staatsmännern eloquent das Evangelium präsentieren kann, aber egal, wo wir sind, egal, wo du uns hingestellt hast, haben wir die Gelegenheit zu bezeugen, was wir mit dir erlebt haben. Und wir möchten anderen Menschen erzählen, wie du unser Leben verändert hast. Schenke uns heute dazu die Gelegenheit zu deiner Ehre. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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