In dieser Predigt, basierend auf Apostelgeschichte 26, spricht Christopher Kramp über die Bedeutung des Zeugnisses und die Umkehr zu Gott. Er beleuchtet, wie Paulus vor König Agrippa seine Bekehrung schildert und wie wichtig es ist, die Botschaft Jesu nicht nur zu hören, sondern auch anzunehmen. Die Ausführungen zeigen, dass ein beinahe Christsein nicht ausreicht und die Wahrheit sofort ergriffen werden sollte.
Gott auf (m)einer Seite: Apostelgeschichte 26:19-27:10
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: ApostelgeschichtePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1171. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du ganz außergewöhnliche Pläne hast und Wege hast, damit wir auch in der Öffentlichkeit, vielleicht an ungewöhnlichsten Orten, den Glauben an dich bezeugen können. Wir wollen heute unser Herz öffnen, wir wollen dir die Gelegenheit geben, dass du uns in Situationen bringst, die uns die Gelegenheit geben, von unserer Liebe zu dir zu reden. Schenk uns die Weisheit, lass uns die Gelegenheit erkennen, dass wir sie nicht verpassen und schenk uns den Mut und die Freiwilligkeit und die Liebe im Herzen zu verlorenen Menschen, dass wir ihnen zeigen, wie du uns, die wir auch verloren gewesen sind, den Weg gezeigt hast, wie du uns ergriffen hast, wie du uns gerettet hast, verändert hast und so Schuld genommen hast und uns berufen hast, mit dir zusammen zu leben und für die Rettung von Menschen zu arbeiten. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen und bitten dich, dass du uns auch heute durch dein Wort ermutigst, das verstehen, was du uns sagen möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:52] Wir sind in der Apostelgeschichte, Kapitel 26. Paulus bekommt die Gelegenheit, sich vor dem kleinen König Agrippa II. in Gegenwart des Statthalters Porcius Festus zu verteidigen. Und er nutzte die Gelegenheit erneut, sein Zeugnis zu geben. Er hat berichtet, wo er herkam, was sein Hintergrund ist, hat seine Sünden, sein Leben ohne Jesus beschrieben und dann erzählt, wie Jesus überraschend in sein Leben getreten ist, wie Jesus ihn verändert hat, wie Jesus ihm eine neue Identität gegeben hat und einen Auftrag: die Botschaft des Auferstandenen in die Welt zu tragen, zu den Juden und vor allem auch zu den Heiden, damit Menschen sich bekehren von Satan zu Gott, von der Finsternis zum Licht, dass ihnen die Augen geöffnet werden.
[2:41] Für diesen weiter in Vers 19: "Daher, König Agrippa, bin ich der himmlischen Erscheinungen nicht ungehorsam gewesen, sondern ich verkündete zuerst denen in Damaskus und in Jerusalem und dann im ganzen Gebiet von Judäa und auch den Heiden, sie sollten Buße tun und sich zu Gott bekehren, indem sie Werke tun, die der Buße würdig sind." Hier sehen wir, dass Paulus also keineswegs ein Evangelium predigt, wo es keine Werke gibt, sondern sie soll, hier sehen wir ganz deutlich, dass das die Werke Folge der Bekehrung sind. Durch die Gnade Gottes können wir unser Leben ändern, und das zeigt sich in den Werken, die deutlich machen, dass wir wirklich umgekehrt sind und Buße getan haben. Sie also nichts ferner von der Wahrheit als zu behaupten, dass Paulus die Werke keine Rolle gespielt hätten. Das wird dir ganz deutlich. Übrigens sieht man, dass Paulus ein paar Verse über sein Leben ohne Jesus als Sünde berichtet, als er die Gemeinde verfolgt hat. Dann sehen wir den Hauptteil, die meisten Verse über die Begegnung mit Jesus. Das ist das Zentrum seines Zeugnisses. Manchmal werden heute hier und dort Zeugnis gegeben, wo sehr viel über das alte Leben gesprochen wird und ganz am Ende vielleicht dann kurz die Bekehrung. Aber wir wollen dem alten Leben ohne Gott nicht übermäßig viel Platz geben.
[4:01] Ja, wir müssen bekennen, was wir falsch gemacht haben, müssen unsere Sünden bekennen und ungeschönt zeigen, dass wir ohne Jesus nicht gerecht leben konnten. Aber der große Schwerpunkt unseres Zeugnisses sollte immer sein: Wie hat Jesus sich mir offenbart? Wie ist Jesus in mein Leben getreten? Was hat er für mich getan? Und wie hat sich jetzt mein Leben durch Jesus verändert? Denn das ist, was er jetzt, da Vers 19 beschreibt, in einigen Versen, wie er jetzt mit Jesus lebt und wir aus Glauben auch gehorsam ist und das tut, was Jesus ihm gezeigt hat.
[4:32] Deswegen ergriffen mich die Juden im Tempel und suchten mich umzubringen. Aber da mir Hilfe von Gott zuteil wurde, so stehe ich fest bis zu diesem Tag und lege Zeugnis ab vor kleinen und großen, was er gerade tut. Er steht gerade vor einigen großen Staatsmännern. Paulus hat jede Gelegenheit genutzt, egal wo er war, ob es unbedeutend oder bedeutend nach menschlichem Maßstab, nach politischen Maßstäben, unbedeutend oder bedeutende Menschen waren. Er hat überall als Zeugnis gegeben, wo es passend war und wo es möglich war. Und lehre nichts anderes als was die Propheten und Mose gesagt haben, dass es geschehen werde, nämlich, dass der Christus leiden müsste und dass er als der Erstling aus der Auferstehung der Toten Licht verkündigen werde, dem Volk und auch den Heiden. Er sagt mit anderen Worten: Was ich tue, ist nichts weiter als die Predigt des Alten Testaments. Ich predige, dass das Alte Testament sich erfüllt hat und dass das, was dort steht, sich im Leben von Jesus gezeigt hat. Er basiert, wie wir das schon immer gesehen haben, sein neutestamentlichen Glauben auf das Alte Testament und sagt: Ich habe nichts Neues erfunden, ich predige nur das, was im Alten Testament steht. Jesus hat all das erfüllt.
[5:42] Als er aber dies zu seiner Verteidigung vorbrachte, sprach Festus mit lauter Stimme: "Paulus, du bist von Sinnen! Das viele Studieren bringt dich um den Verstand." Volk ist Festus hatte nicht viel übrig für diese ganzen Fragen, kannte sich kaum aus, hatte auch kein wohl kein offenes Herz dafür und hat das alles abgetan.
[6:03] Er aber sprach: "Hochedler Festus, ich bin nicht von Sinnen, sondern ich rede wahre und wohl überlegte Worte. Denn der König versteht dies sehr wohl. An ihn, richtig, meine freimütige Rede und dein ganzes..."
[6:15] ...hat er Punkt. Paulus impliziert ja, dass er auch weiß, dass Porcius Festus nicht wirklich offen gewesen ist. Aber Paulus weiß, dass Agrippa möglicherweise sehr offen ist und dass er sehr viel von dem versteht, weil er sich schon längere Zeit mit der Frage des Judentums beschäftigt hat. Er kennt das Judentum sehr genau, wie wir in Kapitel 26 am Anfang gelesen haben. Denn ich bin überzeugt, dass ihm nichts davon unbekannt ist, denn dies ist nicht im Verborgenen geschehen.
[6:42] Und dann richtet er seinen Augenmerk direkt auf Agrippa und sagt: "Glaubst du den Propheten, König Agrippa? Ich weiß, dass du glaubst." Paulus weiß, König Agrippa ist nicht nur jemand, der sich ein bisschen mit dem Judentum beschäftigt hat. Er kennt das Judentum sehr gut und er glaubt auch dem Alten Testament. Er ist ein überzeugter Leser des Alten Testaments, er glaubt das, was dort steht. Und deswegen sieht Paulus diese große Gelegenheit, ihm zu zeigen, dass all diese Prophezeiungen sich in Jesus erfüllt haben. Und auch wenn der Pork das Fest, das das Ganze abtut und mit lauter Stimme als Verrücktheit abtun will, lässt sich Paulus nicht so leicht abwimmeln. Er sieht die Gelegenheit, dass König Agrippa für Christus gewonnen werden kann. Und obwohl der Statthalter ihn abkanzelte hat, hält er dagegen höflich und freundlich und sagt: "Nein, das sind keine dummen Worte, das ist sehr überlegt, und ich weiß, der König, der weiß das auch."
[7:36] Und ich weiß, er glaubt den Propheten. Und wenn er mir genau zuhört, dann macht er die Verbindung und sieht, dass Jesus tatsächlich diese Propheten erfüllt hat.
[7:51] Das sagte Agrippa zu Paulus: "Es fehlt nicht viel, und überredest mich, dass ich ein Christ werde." Es fehlt nicht viel.
[8:02] Der König war kurz davor, Jesus als Erlöser anzunehmen. Paulus aber sprach: "Ich wünschte mir von Gott, dass über kurz oder lang nicht allein du, sondern auch alle, die mich heute hören, inklusive Porcius Festus, der nichts hören wollte, solche würden, wie ich bin, ausgenommen..."
[8:16] Paulus wünschte sich, dass jeder einzelne, egal ob sie schon viel vom Alten Testament wussten oder nicht, dass jeder einzelne Jesus annimmt, auch die, die ihn gefangen hielten.
[8:29] Und als er dies gesagt hatte, stand der König auf, ebenso der Statthalter und Bernike und die bei ihnen saßen. Der König war kurz davor, ein Christ zu werden, aber er stand auf. Pontius Pilatus stand vor der Wahrheit, fragte: "Was ist Wahrheit?" und drehte sich um und hat sich niemals für Jesus als seinen Erlöser entschieden. Felix hatte die Wahrheit gehört, war überzeugt worden, war überzeugt, dass er eine Entscheidung treffen muss und sagte: "Wenn ich eine gelegene Zeit finde, werde ich dich noch mal hören." Agrippa sagte: "Es fehlt nicht viel, beinahe bin ich ein Christ." Aber statt noch weiter zuzuhören, noch ein paar Fragen zu fragen, die vielleicht letzte Zweifel ausräumen könnten, ist er, soweit wir wissen, nie Christ geworden.
[9:24] Es reicht nicht aus, beinahe Christ zu sein. Es reicht nicht aus, in der Nähe der Wahrheit gestanden zu haben. Es reicht nicht aus zu sagen: "Ich im Grunde genommen sehe das auch so, später will ich mich entscheiden." Wenn die Wahrheit in unser Herz leuchtet, sollten wir sie jetzt ergreifen und keine Minute länger warten.
[9:45] Und sie zogen sich zurück und redeten miteinander und sprachen: "Dieser Mensch tut nichts, was den Tod oder die Gefangenschaft verdient." Agrippa aber sprach zu Festus: "Man könnte diesen Menschen frei lassen, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen hätte."
[10:03] Wenn Paulus sich nicht auf den Kaiser berufen hätte, dann wäre er hier möglicherweise tatsächlich frei gekommen und sein Dienst wäre noch einmal ganz anders verlaufen. Interessant darüber nachzudenken.
[10:16] Als es aber beschlossen worden war, dass wir nach Italien abfahren sollten, übergaben sie Paulus und einige andere Gefangene einem Hauptmann namens Julius von der kaiserlichen Schar. Hier sehen wir, dass Lukas immer noch zu den Gefährten von Paulus gehört. Nachdem wir aber ein Schiff aus Adramyttium bestiegen hatten, das die Häfen von Asien anlaufen sollte, reisten wir ab in Begleitung des Aristarchus, eines Mannes aus Thessaloniki.
[10:42] Am nächsten Tag liefen wir in Sidon ein. Das ist eine der großen Hafenstädte der Phönizier gewesen. Und Julius erwies sich freundlich gegen Paulus und erlaubte ihm, zu seinen Freunden zu gehen und ihre Pflege zu genießen. Von dort fuhren wir ab und segelten unter Zypern hin, weil die Winde uns entgegen waren. Nachdem wir das Meer bei Kilikien und Pamphylien durchsegelt hatten, kamen wir nach Myra in Lykien, Südwest-Türkei, auch am Mittelmeer gelegen. Und dort fand der Hauptmann ein Schiff aus Alexandria, das nach Italien segelte, und brachte uns auf dasselbe.
[11:19] Wir aber, während viele Tage eine langsame Fahrt hatten und nur mit Mühe in die Nähe von Knidos kamen, weil der Wind uns nicht hinzu ist, so segeln wir und der Kreta hin gegen Salmone. Und indem wir mit Mühe der Küste entlang fuhren, kamen wir an einen Ort, die schönen Häfen genannt, in dessen Nähe die Stadt Lasea war.
[11:41] Da war schon geraume Zeit verflossen war und die Schifffahrt gefährlich wurde, weil auch das Fasten bereits vorüber war, warnte sie Paulus und sprach zu ihnen: "Ihr Männer, ich sehe, dass diese Schiffsreise mit Schädigung und großem Verlust, nicht nur für die Ladung und das Schiff, sondern auch für unser Leben verbunden sein wird."
[12:04] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten nicht nur beinahe Christen sein, nicht nur fast Überzeugte, sondern von ganzem Herzen dir nachfolgen. Wenn es doch irgendetwas gibt, was in unserem Herzen sich sträubt, irgendeine ungeklärte Frage, ein Zweifel, Bedenken, dann hilf uns, dass wir sie mit deiner Hilfe ausräumen können, damit wir ganz folgen, dass wir es nicht auf später verschieben, sondern das Evangelium in seiner ganzen Fülle, das du uns heute schenken möchtest. Bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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