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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Apostelgeschichte 4:20-5:8 ein und beleuchtet die mutige Haltung von Petrus und Johannes trotz Verfolgung. Er erklärt, wie die frühe Gemeinde durch den Heiligen Geist geeint war und wie dieses Gebet um Freimütigkeit und die Einheit der Gläubigen zu einem kraftvollen Zeugnis führte. Die Predigt thematisiert auch das tragische Beispiel von Ananias und Saphira, um die Wichtigkeit von Ehrlichkeit und Demut im Glauben hervorzuheben.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1139. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:44] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du tausend Wege hast, von denen wir nichts wissen. Und auch wenn wir aufgrund des Evangeliums behindert werden, verfolgt werden, angegriffen werden, dürfen wir wissen, dass du niemals aufgehalten werden kannst. Auch wenn wir vielleicht negative Dinge erleben müssen, kommst du immer ans Ziel und deine Botschaft verbreitet sich überall. Und Herr, danke, dass wir von dir so geehrt werden, dass wir mitarbeiten dürfen, dir mithelfen dürfen bei der Verbreitung dieser Botschaft. Gib, dass wir niemals aus den Augen verlieren, dass du alles unter Kontrolle hast. Und wenn wir jetzt in deinem Wort lesen, der Apostelgeschichte, dann hilf uns zu sehen, wie du das Werk deiner Evangeliumsverkündigung in dieser Welt voranbringst, dass wir uns das zum Vorbild nehmen und mit dir zusammenarbeiten. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:56] Wir sind in der Apostelgeschichte, Kapitel 4. Petrus und Johannes sind gefangen genommen worden, über Nacht ins Gefängnis gesetzt worden, weil sie diesen gelähmten an der schönen Pforte im Tempel von Jerusalem geheilt haben und entsprechend die Predigt über die Kraft und Macht Jesu gesprochen haben und Menschen aufgefordert haben, ihr Leben Jesus zu geben. Insbesondere die Sadduzäer sind darüber aufgebracht, weil sie gar nicht an eine Auferstehung der Toten glauben und dass sie dieses Wunder nicht leugnen können, da sie nicht... dass sie damit umgehen müssen, dass es tatsächlich passiert ist und viele Menschen davon gehört haben. Wollen sie einfach das Ganze jetzt begrenzen, indem sie Johannes und Petrus verbieten wollen, über Jesus zu reden. Aber diese sagen: "Wir müssen Gott mehr gehorchen als den Menschen."

[2:53] Für diesen weiteren Vers 20, wo Petrus und Johannes noch antworten: "Denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben." Was wird echte Mission in dieser Welt bewirken, wenn wir Dinge mit Jesus erlebt haben, die Dinge, die wir gesehen haben, die wir gehört haben, die wir von Jesus selbst gelernt haben, die müssen doch gerne weiter erzählen. Die wollen wir gerne weiter erzählen. Wenn Mission etwas ist, wo uns etwas aufgetragen wird, was wir auswendig lernen, was wir dann irgendwie nach einer Methode weitergeben, dann wird es nie den Effekt haben. Dann kann der Heilige Geist nie mit uns so wirken, arbeiten.

[3:29] Und wir werden das, was wir gesehen und gehört haben, weiter erzählen, erfüllt vom Heiligen Geist. Sie aber drohten ihnen noch weiter und ließen sie frei, weil sie wegen des Volkes keinen Weg fanden, sie zu bestrafen, denn alle priesen Gott über dem, was geschehen war. Sie ihn drohten, aber sie konnten sie nicht wirklich bestrafen. Das Volk war zu beeindruckt. Der Mensch, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war, war nämlich über 40 Jahre alt.

[3:56] Als sie aber freigelassen waren, kamen sie zu den ihren und verkündeten alles, was die obersten Priester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten. Und als sie es hörten, erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: "Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was darin ist."

[4:18] Endet auch an das vierte Gebot, den Sabbat. Du hast durch den Mund deines Knechtes David gesagt: "Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges?" Das ist Psalm 2. "Die Könige der Erde lehnen sich auf und die Fürsten versammeln sich miteinander gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten." Ja, wahrhaftig gegen deinen heiligen Knecht Jesus, denn du gesalbt hast, haben sich Herodes und Pontius Pilatus versammelt, zusammen mit den Heiden und dem Volk Israel, um zu tun, was deine Hand und dein Rat davor bestimmt hatte, dass es geschehen sollte.

[4:59] Die Gemeinde sieht immer deutlicher, je mehr sie mit dem Heiligen Geist zusammenarbeitet, wie die verschiedenen Stellen des Alten Testamentes auf Jesus und das ganze Geschehen am Kreuz hinweisen. Psalm 2 spricht davon, wie die verschiedenen Völker sich gegen Gott und seinen Gesalbten, den Messias, versammeln und verabreden. Und sie verstehen plötzlich, dass sich genau das erfüllt hat, als nämlich Pontius Pilatus und Herodes, die eigentlich ja verfeindet waren, und erst am Tag der Kreuzigung plötzlich Freunde wurden, die sich zusammenkamen, die Römer und Juden für sich zusammengearbeitet haben, obwohl sie sich vorher gehasst haben. Und das zeigt uns auch, wie am Ende der Zeit Völker, die bis dahin zum Teil Krieg gegeneinander geführt haben, die nicht alle schon seit Jahrhunderten oder einer Decke stecken – nein, nein, nein, nein, das ist nicht biblisch, sondern die seit die immer noch Krieg gegeneinander führen und die sich gegenseitig bekämpfen – dass die unter dem Eindruck des vierten Engels auf Morgen 18 oder der Verbreitung des Evangeliums in Macht und Ehrlichkeit, dass diese ganzen verschiedenen sündigen Nationen sich ganz kurz, plötzlich alle vereinen werden, sich verabreden werden. Und zwar nicht, um die Bevölkerung auszurotten, sondern um die Nachfolge Jesu auszuhalten.

[6:16] Die werden sich für einen Grund, und das ist das Evangelium, das ist der einzige Grund: die Feindschaft gegen Gott, der sie alle zusammenschweißt. Aber sie werden nicht aneinander kleben bleiben. Sie werden nicht in der... deine zwei, sie werden sich wieder gegenseitig zerstören.

[6:38] Und wiederum macht auch dieses Gebet der Gemeinde deutlich: Zwar haben sich die Heiden und das Volk Israel, Herodes und Pontius – das sind alle gegen Jesus versammelt. Und doch ist am Ende das Geschehen, was Gott von vornherein geplant hatte, denn selbst der größte Anschlag Satans vermag nicht Gottes Plan aus der Bahn zu werfen. Gottes Plan ist unaufhaltbar.

[7:04] Er ist zu tief gelegt, als dass man ihn irgendwie verändern könnte oder stoppen könnte. Und jetzt, Herr, sie ihre Drohungen an und verleihe deinen Knechten dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden. Sie sehen, dass die Feindschaft gegen Jesus nicht aufgehört hat. Jesus ist zwar jetzt im Himmel, aber sie als die Gemeinde Gottes sind seine Vertreter, sind erfüllt mit demselben Heiligen Geist, mit dem Jesus erfüllt war, als er auf der Erde predigte und heilte. Und entsprechend ist der Kampf jetzt auch gegen sie gerichtet. Und sie wissen, dass sie nicht aus eigener Kraft Freiwilligkeit haben. Sie wissen, dass die mutige Antwort von Petrus nicht seine Persönlichkeit geschuldet war, sondern dem Heiligen Geist. Und deswegen bitten sie weiter um Freiheit, weil ohne die Freiheit, die von Gott kommt, werden sie keine Freimütigkeit haben, indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung und das Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.

[8:07] Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.

[8:16] Zu einem Zeitpunkt, als die beiden Apostel ein Redeverbot erhalten bekommen und sagen: "Das können wir nicht beachten." Betet die ganze Gemeinde, dass sie alle so predigen wie Johannes und Petrus. Sie wollen alle das Wort Gottes mit Vollmacht predigen, im vollen Bewusstsein, dass sie dafür ins Gefängnis gehen könnten. Sie beten nicht nur dafür, dass Petrus und Johannes mehr Freiheit haben, sie beten, dass sie selbst dieselbe Freiheit haben wie Johannes und Petrus. Und das zeigt uns, dass diese Gemeinde wirklich, dass sie alle das Evangelium verbreiten wollten.

[8:52] Und während Satan versuchte, durch die er jetzt Johannes und Petrus irgendwie zu stoppen, hat Gott tausend Wege, von denen sie nichts wussten. Und stattdessen ist jetzt die ganze Gemeinde so freimütig wie vorher diese beiden Apostel und predigen das Wort Gottes. Es breitet sich wie ein Tsunami aus, bricht alle Barrieren und alle Schranken. Und hier haben wir einen Vorgeschmack dessen, was passiert, wenn Gottes Gemeinde endlich, sich endlich Buße tut, einig wird und Gottes Wort studiert, sich vom Heiligen Geist erfüllen lässt und vorwärts geht. Wenn wir genau das erleben, dann werden einige verhindert werden, einige werden versucht werden, eingeschüchtert zu sein. Aber stattdessen wird die Gemeinde in noch viel größere Herrlichkeit das Evangelium in der ganzen Welt verbreiten. Das wünsche ich mir so sehr, du dir auch. Lass uns dafür beten und lass unser eigenes Leben so vor Gott bringen, dass er das in uns bewirken kann.

[9:52] Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam, weil sie mit dem Heiligen Geist verbunden haben, weil sie mit voller Überzeugung und Liebe die volle Wahrheit, das gesamte Evangelium von Jesus, basierend auf der Prophetie, gepredigt haben. Deswegen war der echte Einheit und eine herzliche Einheit, eine echte geistliche Tiefe, Harmonie und Verbindung.

[10:21] Und wie wir schon vorher in Kapitel gesehen haben, waren sie bereit, von ihren eigenen Gütern zu verkaufen, um anderen zu helfen. So weit ging ihre Einheit.

[10:32] Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus, die er von den Sadduzäern abgelehnt wurde aus theologischen Gründen. Und große Gnade war auf ihnen allen. Die Apostel predigen mit Vollmacht. Es lädt auch niemand unter ihnen Mangel. Denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Und man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war.

[10:59] Wir sehen hier also, es war kein Kommunismus. Das war die Bereitschaft der Reichen, ihren Reichtum aufzugeben, um den Armen zu helfen, so dass niemand bedürftig sein musste. Josef aber, der von den Aposteln den Beinamen Barnabas erhalten hatte, das heißt übersetzt "Sohn des Trostes", ein Levit aus Zypern gebürtig, besaß einen Acker und verkauft ihn und brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen. Das ist sozusagen das positive Beispiel für diese Gewohnheit, die diese gemeindliche gehabt hat.

[11:31] Aber jetzt kommt das negative Beispiel. Ein Mann aber namens Ananias verkauft einen Grundstück zusammen mit seiner Frau Saphira und schaffte etwas von dem Erlös für sich beiseite, mit Wissen seiner Frau. Und er brachte einen Teil davon und legte ihn den Aposteln zu Füßen.

[11:47] Offensichtlich, das sehen wir gleich, sehen den nächsten Versen, hat er den Eindruck zu erwecken gesucht, versucht, dass er viel geopfert hat und deswegen auch besonders angesehen sein sollte. Wäre dann wirklich nicht so viel geopfert hat, wie er vorgegeben hat. Er wollte also, es wäre, er hat den Eindruck erweckt, mehr für Gottes Volk zu tun, als er tatsächlich tat.

[12:15] Petrus aber sprach: "Ananias, warum hat der Herr, Verzeihung, der Satan dein Herz erfüllt, so dass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast?" Mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein, bedeutet nicht, nicht mehr sündigen zu können.

[12:35] Hier war jemand, der auch in der Gemeinde war, in der früheren... gefallen war, in einer Gemeinde, die vom Heiligen Geist mächtig geführt wurde. Und trotzdem hat er die Freiheit, sich zu entscheiden, Gott zu belügen.

[12:51] Er dem Satan sein Herz geöffnet. Der Satan, der es nicht geschafft hat, die Gemeinde durch Redeverbote zu stoppen, versucht jetzt, einzelne Geschwister zur Selbsterhöhung zu bringen. Das, was ihnen selbst zum Fall gebracht hat.

[13:08] Hättest du es nicht als Eigentum behalten können? Hier wird ganz deutlich: Es ist kein Kommunismus. Niemand wird gezwungen, etwas zu verkaufen. Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt. Warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott.

[13:25] Es wäre vollkommen in Ordnung gewesen, wenn er seinen Grundstück verkauft hätte und einen Teil gespendet hat und gesagt hätte: "Diesen Teil möchte ich gerne spenden." Das Problem war nicht, dass etwas zurückgehalten hat. Das Problem war, dass er behauptete, mehr zu geben, als er gegeben hat, um damit sich besser darzustellen, mehr Achtung zu bekommen, sich selbst zu erhöhen, und das Ganze in einem frommen Gewand. Genauso arbeitet der Satan. So versuchte er, die Gemeinde kaputt zu machen.

[13:57] Lasst uns selbst nie so sein. Als aber Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied. Und es kam große Furcht über alle, die die... Gott hat sofort eingegriffen, um diese Rebellion eben keine zu ersticken, damit sie ja nicht diese gerade noch so frische junge Pflanze der christlichen Gemeinde von gleich wie ein Sauerteig durchsäuert.

[14:28] Und die jungen Männer standen auf und hüllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn.

[14:34] Und es geschah, dass nach ungefähr drei Stunden auf seine Frau hereinkam, ohne zu wissen, was sich ereignet hatte. Da richtete Petrus das Wort an sie: "Sage mir, habt ihr das gut und so und so viel verkauft?" Sie sprach: "Ja, um so viel." Und hier sehen wir, was das Problem war. Sie haben gelogen.

[14:52] Sie haben etwas behauptet, um sich selbst besser darzustellen. Und das würde die Gemeinde völlig kaputt machen. Das macht doch heute die Gemeinde kaputt, wenn wir uns besser darstellen und versuchen, einen Einfluss zu bekommen, und in Wirklichkeit nur eine Show spielen.

[15:18] Lasst uns Gott bitten, dass wir nicht so handeln wie Ananias und Saphira. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, habe Dank, dass wir sehen können, mit welcher Macht und Kraft der Heilige Geist deine Gemeinde geführt hat. Wir wünschen uns das so sehr, dass es auch in unserer Zeit wieder so geschieht.

[15:40] Wir möchten dich bitten, dass wir nicht wie Ananias und Saphira uns selbst besser darstellen wollen, sondern dass wir, erfüllt vom Heiligen Geist, nur ein Ziel haben: Jesus zu erhöhen. Dass wir nicht zu denen gehören, die das Werk Gottes behindern, sondern dass wir zu denen gehören, die das Werk voranbringen. Dass es uns nicht um uns selbst geht, sondern um Jesus.

[16:08] Denn wir haben gesehen, dass die vom Heiligen Geist erfüllten Apostel bei jeder Gelegenheit Jesus erhöht haben. Das wollen wir tun, auch an unserem Leben, in unserem Alltag. Das bitten wir im Namen Jesu.


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