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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Ereignisse aus Apostelgeschichte 5:33-6:14. Er thematisiert die mutige Haltung der Apostel trotz Verboten und die weise Intervention Gamaliels. Weiterhin wird die Entstehung des Diakonenamtes aufgrund wachsender Gemeindegliederzahlen und aufkommender Spannungen behandelt, um die Apostel für ihre Kernaufgabe freizustellen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit seiner 1141. Lasst uns gemeinsam beten.

Wir kommen auch heute zu Dir, weil wir Deine Hilfe brauchen, auch Deine Hilfe, um Dein Wort zu verstehen. Wir brauchen Deine Hilfe, um den ganzen Tag mit Dir in Verbindung zu bleiben. Vor allem brauchen wir Deine Hilfe, dass wir auch in Dingen, von denen wir wissen, dass sie nicht gut sind, aber vielleicht selbst keine innere *Knechtschaft* und Reue darüber empfinden, dass sie von Dir Buße schenkst und echte Vergebung unserer Sünden. Herr, darum bitten wir Dich und danken Dir, dass Du es uns so gerne schenken möchtest. Erfüll uns heute auch mit Deinem Heiligen Geist. Gib, dass wir Dein Wort gut verstehen und habe Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:31] Wir sind in der Apostelgeschichte 5. Die Sadduzäer und viele von den Obersten der religiösen Führung der Juden haben die Apostel in öffentliche Gewahrsam genommen. Aber ein Engel hat sie befreit. Sie werden dann aus dem Tempel zurückgeholt, wohin der Engel sie gesandt hatte, wo sie gepredigt haben. Und sie werden vor den Sanhedrin gestellt, vor den Hohen Rat. Und dort werden sie gefragt, warum sie immer noch weiter predigen. Und Petrus macht ganz deutlich, dass sie das Redeverbot nicht beachten können, weil Jesus von Gott erhöht worden ist. Und sie deswegen von Jesus reden müssen. Sie müssen Gott mehr gehorchen als den Menschen. Und deren Jesus, den die Pharisäer und Sadduzäer umgebracht haben, der ist der Retter, der Erlöser. Und er wird auch ihnen Buße und Vergebung schenken, wenn sie es denn möchten. Und sie bezeugen das, weil der Heilige Geist mit ihnen bezeugt.

[2:32] Wir lesen weiterhin Vers 33: „Als sie aber das hörten, wurden sie tief getroffen und fassten den Beschluss, sie umzubringen.“ Die Volksmenge, die die Predigt in der Apostelgeschichte 2 von Petrus gehört hat, denen brannte es ins Herz. Aber sie wollten nicht umbringen, sondern sie haben gefragt: „Was sollen wir tun, ihr Brüder?“ Auch hier wirkt der Heilige Geist mächtig. Aber die Art und Weise, wie wir mit dem Wirken des Heiligen Geistes umgehen, hängt immer an uns, ob wir es annehmen und verändert werden zum Positiven, oder ob wir es ablehnen und verhärtet werden.

[3:03] Jetzt fassen wir den Beschluss nicht nur Jesus umzubringen, sondern auch was sie getan hatten, sondern auch seine Apostel. Es stand aber im Hohen Rat ein Pharisäer namens Gamaliel, auf ein ganzes Volk angesehener Gesetzeslehrer. Und er befahl, die Apostel für kurze Zeit nach draußen zu bringen. Dann sprach er zu ihnen: „Ihr Männer von Israel, nehmt euch in acht, was ihr mit diesen Menschen tun wollt. Denn vor diesen Tagen trat Theudas auf und gab vor, er wäre etwas. Ihm hing eine Anzahl Männer an, etwa 400. Er wurde erschlagen und alle, die ihm folgten, zerstreuten sich und wurden zunichte. Nach diesem trat Judas der Galiläer auf in den Tagen der Volkszählung und brachte unter seiner Führung viele aus dem Volk zum Abfall. Auch er kam um, und alle, die ihm folgten, wurden zerstreut. Und jetzt sage ich euch: Lasst von diesen Menschen ab und lasst sie gewähren. Denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen ist, so wird es untergehen. Ist es aber von Gott, so könnt ihr es nicht vernichten, dass ihr nicht etwa als solche erfunden werdet, die gegen Gott kämpfen.“

[4:09] Gott hat tausend Wege, von denen wir nichts wissen. Manchmal benutzt Gott die ungewöhnlichsten Umstände, die unerwarteten Menschen, um durch sie zu reden. Das war ein sehr weiser und kluger Rat von Gamaliel. Wir wissen nicht ganz genau, wie er in seinem Herzen zu all den Punkten stand, die Petrus und Johannes predigten und die anderen Apostel. Aber wir können ganz deutlich Gottes Hand hier sehen, wie er diesen Gamaliel geführt hat, um seine Gemeinde zu beschützen. Es war zur Zeit von Luther beim Reichstag in Worms, als einer der größten Kritiker von Luther aufgestanden ist und die katholische Kirche – war der der Herzog Georg, der dann die katholische Kirche scharf kritisiert hat und damit der Sache Luthers sehr geholfen hat, ohne dass er selbst Luther gemacht hat. Gott hat tausend Wege, von denen wir nichts wissen.

[5:03] Und auch wenn die Gemeinde mit dem Heiligen Geist eng zusammenarbeitet, ist der Heilige Geist nicht auf die Gemeinde alleine beschränkt. Er hat 1000 Wege, die völlig unerwartet Rettung geben können, von Seiten, mit denen wir nicht gerechnet haben. Und das können wir hier auch ganz deutlich sehen. Wenn wir sehen, dass Menschen falsche Dinge sagen. Wir haben zwar die Aufgabe, unsere eigene Gemeinde vor ihren Lehren zu schützen. Wir haben nicht die Aufgabe, andere Religionen, andere Gruppen, andere Konfessionen, andere Vorstellungen, andere Ideen, andere Auslegungen zu bekämpfen und auszusortieren. Wenn sie falsch sind, wird Gott sich darum kümmern. Und wenn sie wahr sind, wollen wir nicht gegen Gott kämpfen. Wir haben den Auftrag, die Gemeinde zu bewahren, aber niemals den Auftrag, ihre Lehren auszurotten. Das ist nicht unsere Aufgabe. Gott wird sich darum kümmern.

[6:09] Und so können wir diesen Rat Gamaliels jetzt auf uns persönlich ja in Anspruch nehmen. Wir wollen nicht gegen Gott kämpfen. Wir wollen für Gott kämpfen, für seine Wahrheit und immer auch belehrbar bleiben. Denn es kann sein, dass auch wir etwas persönlich nicht richtig verstanden haben. Und das ist ganz wichtig, dass man sich das erhält.

[6:29] Und sie fügten sich ihm und riefen die Apostel dabei und gaben ihnen Schläge und verboten ihnen, in dem Namen Jesu zu reden und entließen sie. Ganz interessant: Das Todesurteil ist abgewendet, aber sie werden trotzdem geschlagen. Jesus wurde ja auch geschlagen und gegeißelt, obwohl er gar nichts Böses getan hatte. Und wieder wird ihnen dieses Redeverbot erteilt. Das heißt, und sie nun gingen voll Freude vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, Schmach zu leiden um seines Namens willen. Jesus hatte für sie Schmach erlitten, und sie empfanden es als eine Ehre, verfolgt zu werden. Nicht, dass sie danach gesucht hätten, aber als verfolgt worden sind, haben sie verstanden: Uns geht es nicht besser als Jesus. Er hat gesagt: „Der Knecht ist nicht über seinem Meister.“ Und sie haben verstanden, dass das ein Beweis dafür ist, dass, wenn diejenigen, die Jesus verfolgen, sie verfolgen, dann ist das ein Hinweis darauf, dass sie wirklich mit Jesus eng verbunden sind.

[7:29] Und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und das Evangelium von Jesus dem Christus zu verkündigen. Das Redeverbot hat sie gar nicht interessiert. Gott hat den einen Auftrag gegeben, Jesus hatte sie ausgesandt, der Heilige Geist hat sie dazu ausgerüstet und erfüllt. Sie haben nicht aufgehört, täglich im Tempel und in den Häusern, öffentlich und in Hausgemeinden und Hauskreisen. Auch das Redeverbot hat sie nicht davon abgehalten, weiter öffentlich zu missionieren. Und das ist etwas, was wir uns merken dürfen: Wenn wir einmal, wenn uns einmal verboten wird, das Evangelium zu predigen, ist die biblische Alternative, der liebste Weg nicht, dass wir uns einfach dann in Hausgemeinden verstecken. Wir wollen natürlich weise sein und es gibt auch Umstände, in denen man sehr klug sein muss und sich vom Heiligen Geist führen lassen muss, das sowieso. Aber grundsätzlich gilt: Ein Verbot der Predigt des Evangeliums bedeutet nicht, dass wir die öffentliche Arbeit einstellen sollen. Denn hier sehen wir, dass die Apostel die öffentliche Arbeit nicht eingestellt haben.

[8:40] In jenen Tagen aber, als die Zahl der Jünger wuchs, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil ihre Witwen bei der täglichen Hilfeleistung übersehen wurden. Die Gemeinde wuchs, aber nicht alle. Es waren ja zu dem Zeitpunkt im Wesentlichen eigentlich nur Juden. Christen und nicht alle Juden Christen waren gleich. Einige kamen tatsächlich aus Palästina, aus Judäa. Andere kamen aus Gegenden, die hellenistisch waren. Und da gab es auch durchaus Meinungsverschiedenheiten, da gab es durchaus auch ein Gefühl von unterschiedlicher Zugehörigkeit. Die Einigkeit durch den Heiligen Geist zeigt hier Risse. Die Gemeinde wächst, zwischenmenschliche Probleme treten auf. Und wer von uns hat das nicht auch schon in seiner Gemeinde gesehen?

[9:25] Der Menge der Jünger zusammen und sprachen: „Es ist nicht gut, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen, um bei den Tischen zu dienen.“ Ja, es ist wichtig, dass jeder von uns praktische Hilfe leistet. Aber die Apostel haben eine Aufgabe in der Mission und sie dürfen nicht mit sozialen Diensten so eingenommen sein, mit Verwaltung so eingenommen sein, dass sie keine Zeit mehr für die Predigt und die Mission haben. Das gilt auch heute für die, die Vollzeit im Werk Gottes arbeiten. Darum, ihr Brüder, seht euch nach sieben Männern aus eurer Mitte um, die ein gutes Zeugnis haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind. Wollen wir für diesen Dienst einsetzen. Wir wollen beständig im Gebet und im Dienst des Wortes bleiben. Die Gemeinde wächst und die Organisation der Gemeinde ist nicht fix, sie ist nicht in Stein gemeißelt, sondern sie dient dem Wachstum der Gemeinde. Und dort, wo eine Adaption der Organisationsform notwendig ist, wird unter Führung des Heiligen Geistes die Organisation erweitert. Ein neues Amt eingeführt: das Amt der Diakonen, damit die Apostel weiter ihre Kernaufgabe bewältigen können.

[10:38] Und das Wort gefiel der ganzen Menge. Und sie erwählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes. Sind immer wieder betont bei Stephanus und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia. Diese stellten sie vor die Apostel, und sie beteten und legten ihnen die Hände auf. Auch diese leitenden Diakone werden ordiniert, so wie die Apostel von Jesus ordiniert worden sind. Und das Kriterium war hier, dass es Männer sein sollten, die ein gutes Zeugnis haben sollen. Das heißt, die auch in der Gesellschaft als ehrenwerte Männer bekannt waren und die voll Heiligen Geistes sein sollten und voll Weisheit. Nicht jeder sollte einfach in dieses Amt hineingepusht werden, sondern sollten Männer sein, tatsächlich auch in dieser Arbeit der Diakonie vom Heiligen Geist geleitet werden. Es liegt einfach nur soziale Intelligenz, die gefordert wird, sondern ein geistliches Verständnis und echte Weisheit von Gott.

[11:38] Und das Wort Gottes wuchs sich sehr in Jerusalem. Auch eine große Zahl von Priestern wurde dem Glauben gehorsam. Die Veränderung der Organisation half also der Mission. Und das ist der einzige Grund, warum man Organisation verändern und adaptieren sollte, um die Mission noch effektiver zu machen. Gottes Gemeinde hat einen Auftrag, nicht um sich selbst zu kümmern, sondern um das Wort Gottes zu predigen und zu verbreiten und Menschen wie Jesus zu gewinnen. Und alles, was das behindert, muss abgestellt werden. Und alles, was das fördert, muss getan werden, damit diese Mission erfüllt wird.

[12:17] Und Stephanus, voll Glauben und Kraft, hat Wunder und große Zeichen ohne dem Volk. Er war zwar als Diakon gewählt, aber das bedeutet nicht, dass die Diakone nicht auch mit Macht für das Evangelium wirken konnten. Die Apostel sollten zwar nicht mit den sozialen Diensten aufgehalten werden, aber die, die für die sozialen Dienste gewählt worden sind, durften trotzdem auch natürlich sich in der Mission, in der Gewinnung von Menschen einbringen. Und es ist nicht ohne Grund, dass ausgerechnet dieser Diakon und Stephanus dann jetzt gleich eine der bedeutendsten Predigten des gesamten Neuen Testaments, eine Predigt, die historisch von überragender Bedeutung ist – nicht Petrus, nicht Johannes, sondern Stephanus. Auch diese Diakone wurden zur Predigt vom Heiligen Geist befähigt.

[13:08] Aber etliche aus der sogenannten Synagoge der Libertiner und Kyrenäer und Alexandriner, also aus Nordafrika, und der Pentapolis, also aus der heutigen Südtürkei und Asien, der Westtürkei, standen auf und stritten mit Stephanus. Und sie konnten der Weisheit und dem Geist, in dem er redete, nicht widerstehen. Hier sehen wir immer wieder betont, dass es nicht Stephanus alleine war, sondern der Heilige Geist, der nicht nur die Apostel benutzte, sondern auch Diakone, egal welches Amt in der Gemeinde du hast, egal ob du große oder kleine Verantwortung hast in deiner Gemeinde, deiner Familie, auf deinem Arbeitsplatz, egal wo du bist, der Heilige Geist kann dich benutzen, mächtig, mächtiger, als du es dir vorstellen kannst.

[13:48] Das stifteten sie Männer an, die sagten: „Sie haben ihn lasterhafte Worte reden hören gegen Mose und Gott.“ Und sie wiegelten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf und überfielen ihn fort und führten ihn vor den Hohen Rat. Wieder steht einer vor dem, seine Drehen. Diesmal sind es nicht die Apostel, sondern einer der Diakone. Man hat falsche Zeugen gegen ihn bestellt. Und sie stellten falsche Zeugen, die sagten: „Dieser Mensch hört nicht auf, lasterhafte Worte zu reden gegen dieses heilige, gegen diese heilige Stadt und das Gesetz. Denn wir haben ihn sagen hören: Jesus der Nazarener wird diese Stadt zerstören und die Gebräuche ändern, die uns Mose überliefert hat.“

[14:27] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, habe Dank, dass jeder von uns nach den Gaben und Fähigkeiten und Talenten, die Du uns schenkst, eine besondere Platz im Werk Gottes hat. Wir sind nicht alle Apostel, aber jeder von uns hat eine Aufgabe. Jeder von uns kann dienen und dieser Dienst umfasst mehr, als wir uns das vielleicht menschlich oft vorstellen. Danke, dass Du uns mit Deinem Heiligen Geist erfüllen möchtest, egal wo und wie wir für Dich dienen und dass wir ein Zeugnis sein können, egal ob wir Tische bedienen oder Predigten halten. Wir danken Dir, dass Du jeden einzelnen in Deinem Werk gebrauchen kannst. Danke dafür im Namen Jesu. Amen.


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