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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Apostelgeschichte 7:28-52 ein. Er beleuchtet die Verteidigungsrede des Stephanus vor dem Hohen Rat und zeigt, wie Stephanus durch biblische Beispiele aus dem Alten Testament aufzeigt, dass das Volk Israel immer wieder Gottes Gesandte abgelehnt hat. Die Predigt verdeutlicht die Parallele zwischen Mose als Erretter und Jesus Christus und warnt vor der Sünde gegen den Heiligen Geist.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute, seit 11:43, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dich kennen dürfen. Danke, dass wir mit dir verbunden sein dürfen, dass du durch den Heiligen Geist durch uns auch zu anderen Menschen sprechen möchtest. Wir möchten dich bitten, dass du uns so sehr veränderst, dass schon unser Gesichtsausdruck, unser Verhalten, unser Äußeres bezeugt, dass wir frei und fröhlich in dir sind, Frieden haben und dich kennen. Herr, mach uns zu Lichtern in dieser Welt heute, an diesem Tag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:23] Wir sind in der Apostelgeschichte 7. Stephanus ist angeklagt vor dem Hohen Rat und in seiner Verteidigung hält er eine Predigt, die bei Abram beginnt und durch das Alte Testament, durch die Geschichten in 1. Mose und 2. Mose sich hindurchgeht und Stück für Stück die Geschichten abhandelt, wo er offensichtlich deutlich zeigt, dass er mit voller Überzeugung hinter all dem steht, was das Alte Testament sagt und das Evangelium, das er predigt, genau auf diesem Alten Testament basiert.

[1:54] Wir lesen weiter in Vers 28 in seiner Predigt. Er ist gerade an dem Punkt, wo Mose einen Ägypter getötet hat, weil er das Volk retten wollte, aber das nicht als solches verstanden worden, sondern jetzt Mose selbst angegriffen worden ist von einem seiner Volksgenossen. In Vers 28 heißt es: „Wie ein Israelit zu ihm sagt: ‚Willst du mich etwa töten, wie du gestern den Ägypter getötet hast?‘“ Da floh Mose auf dieses Wort hin und wurde ein Fremdling im Land Midian, wo er zwei Söhne zeugte.

[2:32] Und als 40 Jahre erfüllt waren, erschien ihm in der Wüste des Berges Sinai der Engel des Herrn in der Feuerflamme eines Busches. Das sind, wenn 2. Mose Kapitel 3. Diese Predigt von Stephanus ist auch deswegen wichtig, weil sie uns auch hilft, in der Chronologie von dem Alten Testament mit den Jahreszahlen Dinge zusammenzubringen. Als Mose das sah, verwunderte er sich über die Erscheinung. Als er aber hinzutrat, um sie zu betrachten, da ging die Stimme des Herrn an ihn: „Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.“ Mose aber zitterte und wagte nicht hinzuschauen.

[3:15] Da sprach der Herr zu ihm: „Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen, denn der Ort, wo du stehst, ist heiliges Land. Ich habe die Misshandlung meines Volkes, das in Ägypten ist, sehr wohl gesehen und habe ihr Seufzen gehört und bin herabgekommen, um sie herauszuführen. Und nun komme ich, will dich nach Ägypten senden.“

[3:33] Diesen Mose, den sie verwarfen, indem sie sprachen: „Wer hat dich zum Obersten und Richter eingesetzt?“, diesen sandte Gott als Obersten und Erlöser durch die Hand des Engels, der ihm im Busch erschien war. Hier macht Stephanus offensichtlich einen Punkt: Gott sendet den Mose als Erretter, den die Israeliten selbst nicht als der Retter haben wollten. Und der Punkt ist zu offensichtlich, als dass man ihn nicht sehen könnte. Gott hat Jesus gesandt und er ist der Erretter, auch wenn viele im Volk Israel ihn nicht als Erretter haben wollen.

[4:13] Denn Mose ist ja ein Vorbild auf den Erretter. Mose selbst hat gesagt, dass ein Prophet wie er kommen würde, auf den sollen alle hören.

[4:25] Stephanus benutzt also das Alte Testament, Geschichten, die jeder dort, auch die Sadduzäer und die Pharisäer, alle glaubten, um zu zeigen, dass ihr Verhalten nicht mit der Bibel übereinstimmt.

[4:43] Dieser führte jetzt geht es weiter für 36 mit Mose. Dieser führte sie heraus, indem er Wunder und Zeichen tat, so wie Jesus auch Wunder und Zeichen tat im Land Ägypten und am Roten Meer und in der Wüste 40 Jahre lang.

[4:55] 40 Jahre war Mose in Midian gewesen, 40 Jahre führte er sie durch die Wüste. Und das ist natürlich jetzt eine Zusammenfassung dessen, was in 2. Mose, 3. Mose, 4. Mose und 5. Mose steht. Das ist der Mose, der zu den Söhnen Israels gesagt hat: „Einen Propheten wie mich wird euch der HERR, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern. Auf ihn sollt ihr hören.“

[5:21] Und da macht Stephanus schon den deutlichen Punkt, dass Mose ein Typus ist auf den Erlöser. Das ist der, welche in der Gemeinde in der Wüste war zwischen dem Engel, der auf dem Berg Sinai zu ihm redete, und unseren Vätern, der lebendige Worte empfing, um sie uns zu geben.

[5:41] Dem unsere Väter nicht gehorsam sein wollten, sondern sie stießen ihn von sich und wandten sich mit ihren Herzen nach Ägypten.

[5:52] Stephanus' Argument ist also: Lasst uns aus der Geschichte lernen. Unsere Vorväter, als sie erlöst wurden aus Ägypten, haben denen Gott zur Rettung gesandt, den Mose. In den Herzen haben sie ihn verstoßen, haben sich lieber nach Ägypten gewandt, obwohl doch Mose ihnen Gottes Wort gegeben hat, das lebendige Wort. Die Parallele zu Jesus ist unübersehbar. Jesus hat als das Wort Gottes selbst lebendige Worte gegeben. Petrus hat ja gesagt: „Du hast Worte des ewigen Lebens.“

[6:21] Aber viele im Volk, vor allem viele Führer, hatten sich in ihrem Herzen zur Sünde hingewandt und hatten Jesus von sich gestoßen.

[6:35] Vers 40: indem sie zu Aaron sprachen: „Mache uns Götter, die vor uns herziehen sollen.“ (2. Mose 32) Denn wir wissen nicht, was diesem Mose geschehen ist, der uns aus Ägypten geführt hat. Und sie machten ein Kalb in jenen Tagen und brachten dem Götzen ein Opfer und freuten sich an den Werken ihrer Hände. Da wandte sich Gott ab und gab sie dahin, so dass sie dem Herrn des Himmels dienten.

[7:01] Die im Buch der Propheten geschrieben steht: „Habt ihr mir etwa Schlachtopfer und Speisopfer dargebracht während der 40 Jahre in der Wüste, o Haus Israel? Ihr habt die Hütte eures Gottes Moloch und das Sternbild eures Gottes Renfan umhergetragen, die Bilder, die ihr gemacht habt, um sie anzubeten. Und ich werde euch wegführen über Babylon hinaus.“

[7:26] Stephanus zeigt, indem er auch ein Zitat aus dem Propheten Amos hinzufügt, dass das Volk Israel schon damals oft gegen Gott rebelliert hat. Und das ist wichtig, ist daraus zu lernen, statt diese Fehler immer wieder zu wiederholen. Das ist der Grund, warum wir uns mit der biblischen Geschichte beschäftigen, sei sie alt ist, Testament und Neues Testament, und dann wollen wir auch die Kirchengeschichte anschauen, um zu sehen, wie Gott gewirkt hat und auch mal aus den Fehlern zu lernen, die sein Volk in der Vergangenheit gemacht hat, damit wir nicht immer wieder dieselben Fehler tun.

[8:00] Das Zelt des Zeugnisses war in der Mitte unserer Väter in der Wüste, so wie der, welche mit Mose redete, es zu machen befahl, nach dem Vorbild, dass er gesehen hatte. Das finden wir in 2. Mose 25 bis 40. Dieses brachten noch unsere Väter, wie sie empfangen hatten, mit Josua das Land, als sie es von den Heiden in Besitz nahmen, die Gott vor dem Angesicht unserer Väter vertrieb, bis zu den Tagen Davids. Im Buch Josua und dann auch Richter und Samuel bis zu David.

[8:28] Dieser fand Gnade vor Gott und bat, ob er für den Gott Jakobs eine Wohnung finden dürfe. Salomo aber baute ihm ein Haus. Doch der Höchste wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht: „Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder wo ist der Ort, an dem ich ruhen soll? Hat nicht meine Hand das alles gemacht?“ Das ist ein Zitat aus Jesaja 66.

[9:04] Und plötzlich merkt er, dass er auf taube Ohren predigt. Die Herzen sind verschlossen, und es macht gar keinen Sinn, weiter zu predigen. Er unterbricht seine Predigt. Und wenn wir das Alte Testament mitverfolgen, dann sehen wir, es wäre noch einiges zu predigen gewesen. Es gab noch einige Geschichten, einige Zeit Epochen, die noch gar nicht angesprochen hatte. Aber er unterbricht seine Predigt und sagt: „Ihr halt starrigen und unbeschnittenen an Herz und Ohren! Ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter, so auch ihr.“

[9:41] Er bringt den Punkt jetzt gleich ganz offen zur Sprache. Es gibt keine Notwendigkeit mehr, weitere Geschichten anzuführen. Ihr Verhalten in dieser Predigt ist offensichtlich. Sie wollen davon nichts hören. Er, vom Heiligen Geist erfüllt, sagt eigentlich nur das, was das Heilige ist. Hier spricht der Heilige Geist, der versucht hat, dreieinhalb Jahre lang nach der Kreuzigung Jesu, immer noch die Obersten des Volkes, das Volk Israel zu erreichen. Aber hier wird dem Heiligen Geist die Tür zugeschlagen.

[10:12] Stephanus, erfüllt vom Heiligen Geist, sagt: „Ihr widerstrebt dem Heiligen Geist und zwar nicht nur ab und zu aus emotionalen Gründen, sondern beständig, allezeit, unbeschnitten an Herz und Ohren.“ Die sind zwar beschnitten am Fleisch, sie haben das Symbol, aber nicht das, wohin das Symbol eigentlich sie führen sollte. Das nicht bekehrt. Sie sind nicht anders als die Väter, die nach Ägypten wollten. Sie sind nicht anders als die Väter, die Mose abgelehnt haben, die sich ein Kalb gemacht haben.

[10:42] Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben die getötet, die vorher das Kommen des Gerechten ankündigten, dessen Verräter und Mörder ihr nun geworden seid.

[10:55] Alle Propheten sind nicht im Ausland gestorben. Als einmal ein Prophet ins Ausland gesandt worden ist, zu den Assyrern, dem blutdürstigsten Volk des Altertums, da hat sich das Volk bekehrt. Die Propheten sind in Israel gestorben, sind in Jerusalem gestorben, Jesus auch schon bezeugt hatte. Und diese Propheten waren nur diejenigen, die auf den Messias hingewiesen hatten.

[11:16] Die Generation, zu der jetzt Stephanus predigt, die hat nicht einen Propheten gemacht. Sie haben den Gerechten selbst umgebracht.

[11:26] Jetzt war die letzte Chance. Das waren die letzten Pfeile, die der Heilige Geist noch abschießen konnte, um ihr Herz zu erreichen. Wenn sie das jetzt abnehmen würden, in der Fülle des Heiligen Geistes, sehen aus dem Alten Testament nachgewiesen worden sind, dass sie den Messias auf dem Gewissen hatten. Wenn ihr das ablehnen würdet, dann wäre es vorbei. Dann würde die Schnur gerissen sein, denn das wäre die Sünde gegen den Heiligen Geist.

[12:01] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass unsere Ohren und Herzen immer offen und bereit sind, auf deinen Heiligen Geist zu wirken. Herr, hilf uns, wenn wir in unserem Herzen einen Gedanken der Herzenshärte weitermachen, und gib, dass wir mit deiner Hilfe und Kraft sofort ausrotten können und ausreißen können.

[12:28] Herr, wir möchten an unserem Herzen, unseren Ohren beschnitten sein. Möchte nicht unseren eigenen Willen haben, nicht unseren eigenen Gedanken folgen und uns dir überwerfen, weil du das Beste von uns möchtest. Bitten wir im Namen Jesu. Amen. [Musik]


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