In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Apostelgeschichte 7 bis 8,13. Der Sprecher beleuchtet die mutige Predigt des Stephanus vor dem Hohen Rat und seinen Märtyrertod. Anschließend wird die Ausbreitung des Evangeliums durch Verfolgung und die Mission des Diakons Philippus in Samaria thematisiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Begegnung mit Simon dem Zauberer und der Bedeutung des Heiligen Geistes.
Gott auf (m)einer Seite: Apostelgeschichte 7:53-8:13
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: ApostelgeschichtePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1144. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten aus der Geschichte lernen. Wir danken dir, dass du uns die biblische Geschichte gegeben hast, dass wir im Alten und im Neuen Testament sehen, wie du gewirkt hast und wie Menschen sich für dich entschieden haben, sich gegen dich entgegen entschieden haben, Menschen Fehler gemacht haben, wie du ihnen geholfen hast, die Menschen sich verhärtet haben, wir sind Ruinen gerannt, sind wie du Wunder getan hast. Aus all dem wollen wir lernen. Wir wollen diese Geschichten nicht einfach ignorieren, sondern sie auf unser persönliches Leben anwenden. Und auch sehen, wie du in der Geschichte der Kirche, der die Hunde über die hunderten Weg geführt und geleitet hast. Noch dort wollen wir aus den Fehlern lernen. Herr, mach unsere Augen und unsere Ohren und zu Herzen auf, damit wir von dir unterrichtet werden können. Das bitten wir jetzt auch, wenn wir dein Wort lesen. Im Namen Jesu. Amen.
[1:38] Wir sind in der Apostelgeschichte 7. Stephanus steht vor dem Hohen Rat, muss sich verantworten, weil er fälschlich angeklagt worden ist. Und er hält eine Predigt, die durch das gesamte Alte Testament, erfüllt vom Heiligen Geist, hindurchgeht und Lektionen zeigt, die deutlich machen, dass er voll und ganz hinter dem Alten Testament steht. Ja, dass die Predigt, die er predigt über Jesus, in völliger Harmonie ist mit den Prinzipien und Gedanken, die schon Mose aufgeschrieben hat und die die Propheten geäußert haben. Und mitten in seiner Predigt, als er gerade durch das Alte Testament hindurchgeht und bei Salomo angekommen ist, da bricht er seine Predigt ab. Er hat noch mehr, er hätte noch mehr predigen können und wohl auch wollen, bin ich ganz fest von überzeugt. Aber er bricht seine Predigt ab, weil er merkt, es niemand ihm zuhört. Die Herzen sind zu. Der Heilige Geist, der durch ihn spricht. Es ist ja der Heilige Geist, der dreieinhalb Jahren in Fülle auf der Gemeinde, der jetzt als letzte Option noch gegeben worden ist, nachdem alle Propheten umgebracht worden sind, nachdem der Sohn Gottes gekreuzigt worden ist. Der Heilige Geist gekommen. Aber wenn der Heilige Geist abgelehnt wird, dann gibt es keine Hoffnung mehr. Denn der Heilige Geist hat die Möglichkeit, noch einmal Jesus in all seiner Schönheit zu offenbaren, ihn zu erhöhen. Das, was wir gesehen haben in den Predigten, die Petrus über die die Jahrgang gehalten hat in diesen ersten Jahren in der Apostelgeschichte. Und Stephanus hält jetzt diese letzte große Predigt, nicht einer der Apostel, sondern Stephanus, der Diakon, durch ihn spricht der Heilige Geist in Vollmacht. Und er wird völlig abgelehnt.
[3:15] Und Stephanus ruft aus: "Ihr seid unbeschnitten an Herz und Ohren!" Mit anderen Worten, ihr seid wirklich unbekehrt. Ihr habt das Prinzip des Evangeliums, das Reich Gottes nicht verstanden. So wie alle Generationen zuvor die Propheten verfolgt haben, habt ihr den umgebracht, auf den alle Propheten durch Weissagung hingewiesen haben: Jesus Christus. Hier widerstrebt dem Heiligen Geist. Das bedeutet nichts anderes als Sünde gegen den Heiligen Geist.
[3:47] Und dann kommt ein sehr bedeutungsschwerer Satz, voller Tragik. Vers 53: "Ihr, die ihr das Gesetz auf Anordnung von Engeln empfangen und es nicht gehalten habt." Die dreieinhalb Jahre nach dem Kreuz des du Jesus sind zu Ende. Die letzten sieben Jahre aus Daniel 9, die letzte Woche, in denen der Bund bekräftigt und bestärkt werden soll, wo jeder, der möchte, den neuen Bund empfangen kann. Dreieinhalb Jahre durch den Dienst von Jesus auf der Erde, dann in der Mitte durch seinen Tod, als er das Blut des neuen Bundes, sein Blut des neuen Bundes vergoss, damit jeder, der einen glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat, sondern sich eine Auferstehung zum himmlischen Heiligtum dann auffährt, um dort als Mittler des neuen Bundes zu dienen. Und dann dreieinhalb Jahre in der Heilige Geist diese fundamentalen Wahrheiten in Jerusalem predigt durch die Apostel, um diesen um die Bestätigung des Bundes allen zu erklären. Diese drei Einheiten, diese insgesamt sieben Jahre enden hier. Der Bund, den Gott mit dem Volk Israel am Bund am Sinai geschlossen hat, dass sie sein Volk sein sollen, dass das Evangelium die ganze Welt tragen soll, endet hier. Denn es ist der Heilige Geist selbst, der durch Stephanus den führenden Vertretern des Volkes Israel attestiert, dass sie den Bund Gottes, der ihnen vor anderthalb Jahrtausenden zuvor gegeben hatte, nicht gehalten haben.
[5:47] Einen neuen Bund, der eigentlich nicht neues, den Gott schon immer wollte und der schon dem Glauben nach schon immer da gewesen ist. Aber dieser Bund, dieser neue Bund, der das Erlösung, den Gott auch hier am Sinai eigentlich ihnen geben wollte, der kann nur durch Jesus funktionieren. Es gibt keinen anderen Bund außerhalb von Jesus. Und weil sie Jesus ablehnen und das Evangelium von Jesus ablehnen, endet Gottes bundesbeziehung mit seinem Volk, mit dem Volk Israel an dieser Stelle. Jesus hatte den Pharisäern gesagt, dass das Reich Gottes von ihnen genommen wird und einem anderen Volk gegeben wird.
[6:35] Es endet hier. Aber damit endet nicht die Geschichte des Volkes Gottes. Denn es gab ja übrigens, gab ja Juden, die Jesus angenommen haben. Es gab ja Israeliten, die die Prophezeiung geglaubt haben. Und alle, die bilden den Grundstock, auf den jetzt die Heidenchristen eingepfropft werden, nach Römer 11. Auf diesen Grundstock der Übrigen. Aber mit dem nationalen Volk Israel endet der Bundesfluss hier.
[7:05] Als sie aber das hören, schnitt es ihnen ins Herz und sie knirschten mit den Zähnen über ihn. Als Petrus vom Heiligen Geist erfüllt deutlich machte, dass das Volk Jesus, das Volk schuld ist am Tod von Jesus, da haben sie da drangehen gerufen: "Was sollen wir tun?" Hier macht Stephanus durch den Heiligen Geist deutlich, dass der Tod, dass sie die obersten tot Jesus zu verantworten haben, ebenfalls im besonderen Maße sogar, weil sie ja eine besondere Verantwortung trugen. Auch ihnen schneidet es ins Herz. Aber statt zu fragen: "Was sollen wir tun?", statt um Vergebung zu suchen, statt Buße anzunehmen, knirschen sie mit den Zähnen, nicht über sich, sondern über den Botschafter, der diese Botschaft Gottes überbringt.
[7:56] Er aber, voll Heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen. Und er sprach: "Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen." Jesus steht ihm bei in dem Moment, in dem er jetzt bald sein Leben verlieren wird. Aber der erste Märtyrer für die christliche Kirche.
[8:27] Sie überschrien mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu und stürmten einmütig auf Stephanus. Hier ist eine Einmütigkeit, die wir niemals wollen. Ist eine Einmütigkeit gegen das Evangelium, eine Einmütigkeit, um das Evangelium kaputt zu machen. Sie wollen nicht hören, was der Heilige Geist sagt. Sie halten sich die Ohren zu. Sie schreien, damit sie nicht hören müssen, was Gottes Geist zu ihnen spricht. Und das zeigt, dass egal, was Gott jetzt noch tun würde, diese Menschen wären nicht mehr zu erreichen. Sie begehen die Sünde gegen den Heiligen Geist. Gott löst seinen Bund mit ihnen auf. Oder vielmehr besser gesagt, sie haben den Bund mit ihm aufgelöst. Er protokolliert das jetzt sozusagen nur. Er macht deutlich, dass es jetzt vorbei ist.
[9:14] Und als sie ihn zur Stadt hinaus gestoßen hatten, steinigten sie ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider zu den Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß. Und sie steinigen den Stephanus, der betete und sprach: "Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!" Oder kniete nieder und rief mit lauter Stimme: "Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!" Und nachdem das gesagt hatte, entschlief er. Starb so mit der gleichen Herzenseinstellung wie sein Herr und Meister Jesus, der gesagt hatte: "Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Und das zeigt, wie sehr ein Mensch, der vom Heiligen Geist erfüllt ist, Jesus ähnlich wird. Und er starb als einer, der Jesus ähnlich war.
[10:09] Sterben werden, oder ob wir Jesus in den Wolken des Himmels in unserer Lebenszeit wiederkommen sehen werden. Ich hoffe das zweite, aber wir wissen es nicht. Aber eins wissen wir, dass wenn wir den Heiligen Geist unser Leben lassen, dann dürfen wir am Ende unseres Lebens Jesus ähnlich geworden sein. Das ist eine wunderbare Hoffnung, die wir haben.
[10:32] Saulus aber hatte seiner Ermordung zugestimmt. Saulus wird jetzt hier in der Geschichte eingeführt, weil er natürlich dann eine der Hauptrollen in diesem Buch noch spielen wird. Und an jedem Tag erhob sich eine große Verfolgung gegen die Gemeinde in Jerusalem und alle zerstreuten sich in die Gebiete von Judäa und Samaria, ausgenommen die Apostel, die halten die Stellung in Jerusalem. Aber alle anderen ziehen sich in andere Gegend zurück. Jesus hat er gesagt, sie sollen von Jerusalem nach Judäa und dann nach Samaria gehen. Offensichtlich war das bisher noch kaum wirklich geschehen. Man hatte sich vielleicht auch etwas sehr eingelebt in die Hose nehmen, was Evangelium musste hinaus. Und Gott benutzt diese Verfolgung und jetzt die Boten des Kreuzes in die nächsten Gegner zu senden.
[11:13] Und gottesfürchtige Männer begruben den Stephanus und veranstalteten eine große Trauer um ihn. Saulus aber verwüstete die Gemeinde, drang überall in die Häuser ein, schleppte Männer und Frauen fort und brachte sie ins Gefängnis. Diejenigen nun, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündigten das Wort, das Evangelium. Satan versucht die Gemeinde kaputt zu machen, aber die Verfolgung führt dazu, dass das Evangelium sich jetzt verbreitet. Die Verfolgung führt letztendlich dazu, dass Jesu Auftrag, das Evangelium in eine Welt zu bringen, einen nächsten Schritt macht.
[11:41] Und Philippus kam hinab in eine Stadt von Samaria und verkündigte ihnen Christus. Das ist nicht der Philippus, der Apostel, denn wir haben gerade gelesen in Vers 1, dass die Apostel in Jerusalem geblieben sind. Wir wissen aber aus Apostelgeschichte 6, dass neben Stephanus auch ein Philippus als Diakon genannt wird. Bis Kapitel 6 haben wir die Geschichte der Apostel. Jetzt schlägt die Stunde der Diakone. Stephanus hält, erfüllt vom Heiligen Geist, die vielleicht heilsgeschichtlich eine der bedeutendsten Predigten in der Geschichte Israels überhaupt. Den letzten Aufruf an das Volk, bevor es seine Stellung als Volk Gottes, als ethisches Israel als Volk Gottes verliert. Und das erste Märtyrer in der Geschichte der Kirche.
[12:26] Und dann kommen wir zu Philippus, der ebenfalls als Diakon jetzt in den Vordergrund gerückt und als Missionar aktiv wird. Und die Volksmenge achtete ein, würde ich auf das, was Philippus sagte, als sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. Auch hier haben wir wieder eine Einmütigkeit, die wir haben wollen. Vor hatten wir die Einmütigkeit der Obersten, die gegen Stephanus Kinder star und ihn in verfolgt haben und ihn töten wollten. Hier wieder die Einmütigkeit des Volkes, das Stephanus, Verzeihung, Philippus zu hat.
[12:57] Denn aus vielen, die unreine Geister hatten, fuhren diese mit großem Geschrei aus. Es wurden aber auch viele gelähmte geheilt und solche, die nicht gehen konnten. Und es herrschte große Freude in jeder Stadt. Aber ein Mann namens Simon hatte zuvor in der Stadt Zauberei getrieben und das Volk von Samaria an seinen Bann gezogen, indem er sich für etwas Großes ausgab. Man auch noch ein bisschen im Hinterkopf behalten. Er war ein Zauberer gewesen, deswegen wird er manchmal auch heute Simon Magus genannt. Er hat sich selbst erhöht. Ihm hängen alle an, Klein und Groß, indem sie sprachen: "Dieser ist die große Kraft Gottes." Die hängen ihm aber an, weil er sie so lange Zeit durch seine Zaubereien in seinen Bann gezogen hatte. Und das ist interessant, weil das eine Parallele ist zu Offenbarung 18, das heißt, dass du die Zaubereien, ja, das Wort "Pharmakeia" bedeutet dort Zaubereien und ja, Verführung bewirkt, dass viele Menschen dort dem antichristlichen Macht Babylon folgen.
[13:59] Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reich Gottes und vom Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sich Männer und Frauen taufen. Simon aber glaubte auch und hielt sich, nachdem er getauft war, beständig zu Philippus. Und als er sah, dass Zeichen und große Wunder gefahren, rief er außer sich: "Hier haben wir jemanden, der in die Gemeinde getroffen, der auch tatsächlich geglaubt hat." Simon, nicht Simon Petrus, sondern Simon Magus.
[14:23] Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass in Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. Diese kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen, denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur getauft auf den Namen des Herrn Jesus. Da legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist.
[14:46] Als aber Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Heilige Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld und sprach: "Gibt auch mir diese Vollmacht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt." Er wollte eine geistliche Gabe für Geld kaufen. Das hat man später im Mittelalter nach ihm Simonie genannt. Dieser Simon ist sehr bemerkenswert. Er war ein Zauberer, er hat sich selbst etwas Großes gehalten, hat das Volk manipuliert. Er ist dann aber Christ geworden. Aber wir hier sehen, was eine Bekehrung nicht gründlich und er bringt jetzt Prinzipien, ja, vor als Heide hatte in das Christentum hinein. So weit wir sehen können, ist er der erste, der heidnische Prinzipien jetzt im Christentum wachsen lässt. Er möchte geistliches für Geld kaufen.
[15:46] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, das ist unser großer Wunsch, dass egal, was uns im Leben passiert, auch wenn alle über uns mit den Zähnen knirschen und unseren Tod sich wünschen, dass wir durch deinen Heiligen Geist dir ähnlich sein dürfen. Dass wir durch unser Leben und wenn es sein muss, auch durch unser Sterben zeigen, dass du unser Leben in deiner Hand hast, unser Leben verändert hast, dass du unser Leben prägst. Herr, erfüll uns dazu mit deinem Heiligen Geist heute an diesem Tag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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