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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Ereignisse in Apostelgeschichte 9:34-10:16. Er thematisiert die Heilung des Äneas durch Petrus in Lydda und die Auferweckung der Tabitha in Joppe. Anschließend wird die göttliche Offenbarung an Kornelius, einen römischen Hauptmann, und die Vision des Petrus, die die Grenzen zwischen Juden und Heiden aufhebt, detailliert erklärt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1147. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken von ganzem Herzen, dass du uns lieb hast, dass du für uns da bist, dass du uns Frieden schenkst, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass du uns Wachstum im Glauben schenkst und dass wir auch geistliche Gemeinschaft mit Brüdern und Schwestern haben dürfen. Dank für diesen Vorgeschmack auf den Himmel. Von ganzem Herzen dafür danken, dass wir merken, wie du uns erleben segnest. Und wir wünschen uns, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst und uns mit dem Heiligen Geist erfüllst und dein Wort so zu verstehen, dass wir in dir wachsen dürfen. Es bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:29] Wir sind in der Apostelgeschichte 9. Petrus ist nach Lydda gekommen und trifft dort einen Gelähmten namens Äneas. Wir lesen weiter, Vers 34: Und Petrus sprach zu ihm: „Äneas, Jesus Christus macht dich gesund. Steh auf und mach dir dein Bett selbst.“ Und zugleich stand er auf. Und alle, die in Lydda und Saron wohnten, sahen ihn und sie bekehrten sich zu dem Herrn. Wir haben jetzt hier eine Reihenfolge von drei interessanten Geschichten, die man miteinander in Zusammenhang lesen sollte. Die erste ist in Lydda. Petrus kommt nach Lydda, heilt den Äneas in einer spektakulären Heilung, und das bewirkt, dass viele Menschen in der ganzen Gegend sich zu Gott bekehren.

[2:17] Vers 36: In Joppe aber war eine Jüngerin namens Tabitha, was übersetzt Gazelle heißt. Diese war reich an guten Werken und Wohltätigkeit. Diese übte hier war eine Schwester in der Gemeinde, die mit ihrer sozialen Arbeit die Liebe Gottes wirklich repräsentiert. Und ich bin mir sicher, auch wir kennen solche Menschen, die in andere investieren, die das Wohl von anderen Menschen zur Priorität machen, die mit vielen guten Werken dafür sorgen, dass es anderen Menschen gut geht. Und hoffentlich wirkt auch der Geist Gottes an uns, dass wir solche Menschen sind. Die Gemeinde braucht solche Menschen ganz besonders.

[2:59] Und es geschah in jenen Tagen, dass sie krank wurde und starb. Und man wusste, sie und legte sie ins Obergemach. Weil aber Lydda bei Joppe liegt und die Jünger gehört hatten, dass Petrus dort war, sandten sie zwei Männer zu ihm und baten ihn: „Zögere nicht, zu uns zu kommen.“ Die Gläubigen in Joppe hören, dass Petrus gerade in Lydda einen Gelähmten geheilt hat. Oder obwohl Tabitha schon gestorben ist, senden sie zwei Abgesandte, die zu Petrus kommen und sagen: „Du könntest du bitte uns helfen?“ Es heißt in Vers 39: Da stand Petrus auf und ging mit ihnen. Er hat gehört, dass diese Frau gestorben ist, und als sie ihn bitten: „Kannst du uns helfen?“, hat er so viel Glauben, dass er sofort losgeht. Und als er angekommen war, führten sie ihn in das Obergemach, und alle Witwen traten zu ihm, weinten und zeigten ihm die Röcke und Kleider, die Tabitha gemacht hatte, als sie noch bei ihnen war. Da ließ Petrus alle hinausgehen, kniete nieder und betete. Dann wandte er sich zu dem Leichnam und sprach: „Tabitha, steh auf!“ Sie aber öffnete ihre Augen, und als sie Petrus sah, setzte sie sich auf.

[4:13] Wenn wir die Geschichte genau liest, stellt man erstaunliche Parallelen fest zu der Geschichte, als die Tochter des Synagogenvorstehers Jairus auch gestorben war und Jesus sie auferweckt hat, bis in die Wortwahl hinein finden wir hier ganz interessante Parallelen. Auch Jesus hatte damals die Menschen aus dem Raum hinausgescheucht und hat nur ganz wenige, unter anderem Petrus, dabei gehabt. Und Petrus, und das ist jetzt der Punkt hier in der Geschichte, er handelt hier so wie Jesus. Er macht einen Gelähmten gesund und dann lässt er sogar eine Tote durch sein Gebet von den Toten auferstehen. Also steht sie von den Toten auf, weil er so handelt wie Jesus. Er imitiert Jesus. Und so geschehen auch die gleichen Wunder, die gleichen Werke.

[5:05] „Er reicht ihr die Hand und richtete sie auf. Und er rief die Heiligen und die Witwen und stellte sie ihnen lebend vor.“ Es wurde aber in ganz Joppe bekannt, und viele wurden gläubig an den Herrn. Wir haben also ein Wunder durch Petrus in Lydda, die Heilung eines Gelähmten, der acht Jahre lang gelähmt gewesen ist, und viele in der Umgebung bekehren sich. Dann haben wir ein Wunder in Joppe, wo nicht ein Kranker gesund gemacht wird, sondern eine Tote aufersteht. Petrus hat einen gigantischen Einfluss hier. Viele Menschen bekehren sich in ganz Joppe.

[5:42] Und es begab sich, dass er viele Tage in Joppe bei einem gewissen Simon, einem Gerber, blieb. Er war in Lydda. Jetzt ist er in Joppe, aber die Geschichte geht noch weiter, auch wenn jetzt ein neues Kapitel hier beginnt, aber das ist später eingefügt worden. Eigentlich müssen diese Geschichten im direkten Kontext gelesen werden. In Cäsarea lebt aber ein Mann namens Kornelius, ein Hauptmann der sogenannten italischen Kohorte. Er ist ein Zenturio, ein römischer Offizier, der über eine Einheit gebietet, die offenbar tatsächlich aus Italien kommt, was bei den römischen Heeren damals nicht selbstverständlich war. Es gab auch viele Hilfstruppen aus dem lokalen Soldaten.

[6:29] Ein echter, ein echter Römer. Sein Name Kornelius macht das ganz deutlich. Die Familie der Kornelii war eine sehr angesehene, weit verzweigte römische Familie, die sehr viele bedeutende Politiker auch hervorgebracht hat. Der war fromm und gottesfürchtig mit seinem ganzen Haus und gab dem Volk viele Almosen und betete ohne Unterlassen zu Gott. Ein Römer in Palästina, der sich zu Gott bekehrt hatte, aber kein Jude geworden war und trotzdem zu Gott betete, immer und immer wieder, und auch die jüdische Gemeinde dort unterstützte.

[7:05] Der sah um die neunte Stunde des Tages in einem Gesicht deutlich einen Engel Gottes zu mir reinkommen, der zu ihm sprach: „Kornelius!“ Er überblickte ihn an, erschrak und sprach: „Was ist, Herr?“ Er sprach zu ihm: „Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgekommen vor Gott, so dass er ihrer gedacht hat. Gott hat deine Gebete gehört, und er hat gesehen, dass du nicht am Geld klebst, dass du freigebig anderen hilfst, dass das Wohl anderer Menschen dir wichtig ist. Das hat Gott gesehen.“

[7:34] Lieber Freund, liebe Freundin, Gott sieht unsere Gebete und er sieht auch die vielen kleinen Dienste, die wir für andere tun. Er sieht die vielen kleinen Dinge, die wir machen, um anderen Menschen das Leben erträglicher zu machen. Und nun sende Männer nach Joppe und lass Simon holen, mit dem Beinamen Petrus. Dieser ist Gast bei einem Gerber Simon, dessen Haus am Meer liegt. Der wird dir sagen, was du tun sollst.

[8:03] Als nun der Engel, der mit Kornelius redete, hinweggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen gottesfürchtigen Kriegsknecht von denen, die stets um ihn waren. Also er war nicht der einzige, der dort an Gott geglaubt hat. Auch ein anderer Soldat hier war ein Gläubiger. Er erzählt ihm alles und sandte sie nach Joppe. Erinnern wir uns gerade zuvor sind Männer von Joppe ausgesandt worden und baten Petrus aus Lydda zu holen, und zwar mit dem Anliegen: Da ist jemand gestorben, tot, und wir brauchen deine Hilfe. Und wir haben gelesen, Petrus ist sofort aufgestanden und hat selbstverständlich im Glauben geholfen. Jetzt kommt wieder eine Delegation, diesmal von Cäsarea nach Joppe, und wird wieder den Petrus fragen, aber nicht, um einen Toten aufzuwecken, sondern um einen Römer zu treffen.

[8:56] Mit Petrus auch so selbstverständlich gehen würde, auch so selbstverständlich im Glauben vorangehen, wie er vorangegangen ist, als er einen Toten aufwecken sollte. Am folgenden Tag aber, als jene auf dem Weg waren und sich der Stadt näherten, stieg Petrus auf das Dach, um zu beten. Essen etwa um die sechste Stunde. Es ist sehr wichtig. Es gibt doch eine Geschichte in der Bibel, die zur sechsten Stunde spielt, nämlich Johannes Kapitel 4, als Jesus mit der Ausländerin, der Samariterin, ein Gespräch angefangen hat, um sie zu Gott zu führen. Da wurde er sehr hungrig und wollte essen. Während man aber etwas zubereitete, kam eine Verzückung über ihn. Auch Jesus war damals hungrig. Die Jünger waren damals in die Stadt sicher gegangen, um etwas zu essen einzukaufen.

[9:49] Oder sah den Himmel geöffnet und ein Gefäß zum Herabkommen, wie ein großes leinendes Tuch, das an vier Enden gebunden war und auf die Erde niedergelassen wurde. Darin waren all die vierfüßigen Tiere der Erde und die Raubtiere und die kriechenden Tiere und die Vögel des Himmels. Und eine Stimme sprach zu ihm: „Steh auf, Petrus, schlachte und iss!“ Petrus aber sprach: „Keineswegs, Herr, denn ich habe noch nie etwas Gemeines oder Unreines gegessen.“ Nicht, sondern Niers der sagt: „Du sagst, ich soll zu Petrus zu zu Saulus gehen, aber ich weiß, dass er uns verfolgen will.“ Auch Petrus reagiert hier ganz ähnlich. Gott gibt ihm einen Auftrag und sagt: „Nein, nein, nein, nein, nein, das mache ich nicht. Das ist gegen meinen Glauben.“

[10:36] Und eine zweite Stimme sprach wiederum zum zweiten Mal zu ihm: „Was Gott gereinigt hat, das halte du nicht für gemein.“ Dies geschah dreimal, und dann wurde das Gefäß wieder in den Himmel hinaufgezogen. Nicht ohne Grund ist es dreimal gewesen. Petrus hatte Jesus dreimal verleugnet. Dreimal hatte Jesus den Petrus gefragt, ob er ihn lieb hat, und ihm dann den Auftrag gegeben: „Weide meine Schafe.“ Und jetzt wird ihm dreimal gezeigt, der Auftrag ist. Und zwar, also es heißt, es ist zwar sechste Stunde, er ist ja hungrig.

[11:18] Petrus hätte sich ändern sollen. Das einige Jahre zuvor zur sechsten Stunde ein hungriger Jesus mit einer Ausländerin gesprochen hatte und danach gesagt hatte: „Ich habe eine Speise zu essen, von der ihr nichts wisst. Meine Speise ist es, den Willen des Vaters zu tun und sein Werk zu vollenden.“ Jesus hatte damals schon versucht anzudeuten eine Lektion, die die Jünger so schwer gelernt haben, dass nämlich das Evangelium auch für die Heiden ist, dass sie nicht nur berufen sind, Juden zu Gott zurückzuführen, indem sie sie zu Jesus bringen, nicht, der berufen sind, Wunder und Zeichen zu tun, Menschen zu heilen, sogar Tote aufzuwecken, sondern auch die Nichtjuden zu Kindern Gottes zu machen.

[12:08] Einmal zeigt ihm das und sagt: „Du musst etwas essen, was du bisher nicht denkst, dass man das essen sollte.“ Du sollst mit anderen Worten, um in dem in der Parallele zu Johannes hier zu bleiben, du sollst mit Menschen über den Glauben reden, von denen du bisher denkst, dass man mit ihnen nicht reden sollte, weil du durch Tradition dahin so geprägt bist.

[12:29] Was eine sehr interessante Geschichte. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir sehen können, dass Petrus hat nicht alles auf einmal verstanden. Und auch noch Jahre nach der Ausgießung zu Pfingsten, ausgezogen des Heiligen Geistes, mussten ihm wesentliche Dinge noch erklärt werden. Es zeigt uns, dass du auch mit uns arbeiten kannst, auch wenn wir noch nicht alles verstanden haben. Aber das zeigt uns auch, dass wir einen Geist der Belehrsamkeit brauchen, dass wir auch bereit sind, neue Dinge anzunehmen, die du uns zeigst. Hey, wir wollen so sein wie Petrus, der versucht hat, in seiner Arbeit dich zu imitieren, die das gesehen haben bei der Heilung.

[13:26] Wir möchten auch so handeln, wie du, Herr Jesus, gehandelt hast, und möchten von dir lernen heute an diesem Tag. Es bitten wir in deinem Namen. Amen.


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