In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf die dramatische Bekehrung von Saulus (dem späteren Paulus) ein, wie sie in Apostelgeschichte 9 beschrieben wird. Er beleuchtet die Begegnung mit Jesus auf dem Weg nach Damaskus, die Rolle von Ananias und die anfängliche Skepsis der Jünger. Die Botschaft betont, wie Gott auch scheinbar unverbesserliche Menschen verändert und wie wichtig es ist, neu Bekehrte in der Gemeinde willkommen zu heißen.
Gott auf (m)einer Seite: Apostelgeschichte 9:5-9:33
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: ApostelgeschichtePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1146. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns begegnen möchtest und danke, dass du uns aufhalten möchtest, wenn wir auf falschen Wegen unterwegs sind. Danke, dass auch heute, wenn auch nur in einem symbolischen, einem geistlichen Sinne, Licht vom Himmel auf unseren Weg scheint, um uns zu zeigen, wo wir uns geirrt haben und zu zeigen, wo wir umkehren müssen. Herr, schenkt uns heute echte Buße und die Bereitschaft, dir von ganzem Herzen nachzufolgen. Wir bitten im Namen Jesu. Amen.
[1:23] Wir sind in der Apostelgeschichte, Kapitel 9. Wir haben die Bekehrung und Taufe des Kämmerers aus Äthiopien gesehen und die Reise von Saulus nach Damaskus, der, autorisiert vom Hohenpriester in Jerusalem, sich auf den Weg gemacht hat, um in Damaskus die Juden, Menschen, die an Jesus glauben und ihn bekennen, zu finden, um sie gefangen nach Jerusalem zu führen, weil er diese neue Bewegung der Anhänger Jesu ausrotten wollte. Aber auf dem Weg erscheint ihm genau dieser Jesus und fragt den Saulus: "Warum verfolgst du mich?"
[2:02] Er aber sagte: "Wer bist du, Herr?" Der Herr aber sprach: "Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden gegen den Stachel auszuschlagen." Das sprach er mit Zittern und Schrecken. "Was willst du, dass ich tun soll?" Und der Herr antwortete ihm: "Steh auf und geh in die Stadt hinein, so wird man dir sagen, was du tun sollst."
[2:30] Saulus begegnet seinem Herrn. Er begegnet Jesus, den er bekämpft hat, obwohl er meinte, selbstgerecht zu sein, obwohl er sogar meinte, Gott einen Gefallen zu tun, obwohl er meinte, der Bibel zu folgen. Hat er durch sein Leben Jesus bekämpft, aber Jesus tötet ihn nicht mit einem Blitzschlag. Jesus offenbart sich ihm. Er lässt Licht vom Himmel scheinen und sagt: "Wer ist, stellt sich ihm in den Weg, um dem Saulus eine Gelegenheit zu geben, umzukehren." Genau das macht Jesus auch mit uns, die wir vielleicht ein gutes Bild von uns selbst gehabt haben, aber die wir gegen Jesus gekämpft haben mit jeder Sünde, die wir begangen haben, wo wir oft in Selbstgerechtigkeit auf andere Menschen eingedroschen haben und gar nicht gemerkt haben, dass wir eigentlich damit Jesus verfolgt haben. Das mag in meinem Leben so gewesen und bestimmt in deinem Auto.
[3:32] Und doch hat Jesus uns nicht einfach tot umfallen lassen. Er offenbart sich uns, zeigt, wer er ist, und er zeigt uns, dass jede Sünde, die wir begehen, eigentlich ihn selbst verwundet und verletzt, dass wir mit jeder Sünde gegen ihn kämpfen, ihn verfolgen, er, der für uns gestorben ist und unser Herr sein möchte.
[4:09] Er wendet sich um in seinem Herzen. Er fragt: "Was soll ich tun?" Ungefähr genauso wie die Menschen, die auf die Predigt von Petrus gefragt haben, als es ihnen das Herz dann: "Ihr Brüder, was sollen wir tun?"
[4:22] Mit diesen weiteren Vers 7: "Die Männer aber, die mit ihm reisten, standen sprachlos da, denn sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand da stehen." Saulus von der Erde auf. Gleich seine Augen geöffnet waren, sah er niemand. Sie leiteten ihn aber nach der Hand und führten ihn nach Damaskus.
[4:43] Vorher war er physisch sehend, doch geistlich blind. Jesus hat ihm das offenbart, indem er ihn jetzt physisch blind gemacht hat, damit er anfangen kann, geistlich den Durchblick zu bekommen, geistlich zu sehen, wer Jesus wirklich ist. Und er konnte drei Tage lang nicht sehen und aß nicht und trank nicht.
[5:07] Es war aber in Damaskus ein Jünger namens Ananias. Sprach der Herr in einem Gesicht: "Ananias!" Er sprach: "Hier bin ich." Der Herr sprach zu ihm: "Steh auf und geh in die Gasse, die man die Gerade nennt, und frage im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus von Tarsus, denn siehe, er betet." Und er hat in einem Gesicht einen Mann namens Ananias gesehen, der rein kam und ihm die Hand auflegte, damit er wieder sehen werde.
[5:38] Jesus weiß, wo wir sind, ganz egal, was wir in unserem Leben getan haben, ganz egal, was uns gerade widerfahren ist, wie es uns gerade geht. Jesus weiß, wo wir wohnen, er weiß, wie es uns geht, er weiß, was wir brauchen, und er kann auch andere Menschen dazu bewegen, uns zur Seite zu stehen, für uns da zu sein. Jesus weiß, wo wir sind, erkennt unsere Straße, er kennt das Haus, in dem du wohnst.
[6:06] Der antwortete Ananias: "Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat, und hier hat er Vollmacht von den obersten Priestern, alle, die deinen Namen anrufen, gefangen zu nehmen." Was für eine interessante Szene. Der Herr selbst, Jesus, sagt ihm, was er tun soll, und Ananias sagt: "Aber ich habe gehört aus zuverlässigen Quellen, ich habe mir das sagen lassen von vertrauenswürdigen Zeugen." Vielleicht weißt du es noch nicht, das scheint ja fast die Implikation zu sein, aber natürlich weiß Gott alles.
[6:41] Lasst uns niemals das Gerücht, das von höheren sagen weitergetragen worden ist, das ist uns niemals höher einschätzen als das, was Jesus uns selbst sagt. Vielleicht sind wir erstaunt, wie freundlich Jesus mit Menschen umgeht, die wir für eine gewaltige Gefahr halten. Vielleicht haben wir sichere Gerüchte darüber gehört, sichere Informationen, was alles andere Menschen uns antun wollen, vielleicht sogar Politiker, Menschen in hohen Positionen, von denen wir gehört haben, dass sie schlechte Absichten haben.
[7:12] Er soll nicht überrascht sein, denn Jesus denkt besser von ihnen, als wir es für möglich halten. Wenn Jesus jeden einzelnen von diesen Menschen auch retten möchte, ja sogar unsere Mitarbeiter dabei erwidert.
[7:31] Aber der sprach zu ihm: "Geh hin, denn dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, um meinen Namen vor Heiden und Könige und vor die Kinder Israel zu tragen. Denn ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen." Jesus sagt mit anderen Worten: "Du hast das und jenes über ihn gehört, aber es geht nicht darum, was er in der Vergangenheit getan hat, sondern das, was ich jetzt aus ihm machen werde."
[7:55] Jesus wird sein Leben verändern. Er hat eine große Zukunft für diesen Mann Saulus.
[8:05] Dagegen Ananias hin und trat in das Haus, und er legte ihm die Hände auf und sprach: "Bruder Saul."
[8:14] Das ist derjenige, der, wenn er ihn angetroffen hätte, gefangen genommen, in Ketten abgeführt hätte nach Hause nehmen. Die Liebe Jesu verändert das Herz des Ananias, und er sagt zu ihm: "Bruder Saul, kannst du auch denen dein Bruder, deine Schwester nennen, die vielleicht Böses gegen dich geplant haben?" Aber Gott hat eingegriffen oder die Herzen verändert. Kannst du ihn dann auch vergeben, wie Ananias dem Saul vergeben hat?
[8:46] "Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf der Straße, die du erklärst, damit du wieder sehen wirst und erfüllt wirst mit dem Heiligen Geist." Und sogleich fielen vieles wie Schuppen von seinen Augen, und er konnte augenblicklich wieder sehen und stand auf und ließ sich taufen und dann aß er Speise zu sich und kam zu Kräften.
[9:06] Und Saulus war etliche Tage bei den Jüngern in Damaskus und sogleich verkündete er in den Synagogen Christus, dass dieser der Sohn Gottes ist. Kaum hat er sich bekehrt, musste schon das, was in deinem Herzen war, hinaus. Sobald man ein Kind Gottes ist, ist man auch gleichzeitig ein Missionar für das Königreich Gottes. Jeder, der Jesus kennengelernt hat, sein Leben Jesus gegeben hat, möchte auch von ihm erzählen.
[9:31] Aber alle, die ihn hörten, staunten und sprachen: "Ist das nicht der, welcher in Jerusalem die verfolgte, die diesen Namen anrufen, und der dazu hierher gekommen war, um sie gebunden zu den obersten Priestern zu führen?"
[9:43] Saulus aber wurde noch mehr gestärkt und beunruhigte die Juden, die Damaskus wurden, indem er bewies, dass dieser der Christus ist. Als aber viele Tage vergangen waren, beschlossen die Juden miteinander, ihn umzubringen. Und jetzt beginnt Saulus zu langsam zu lernen, was er eigentlich wirklich den anderen angetan hat. Jetzt trifft es ihn.
[10:07] Doch ihr Anschlag wurde dem Saulus bekannt, und sie bewachten die Tore Tag und Nacht, um ihn umzubringen. Die Namen der Jünger bei Nacht und ließen ihn in einem Korb über die Mauer hinab.
[10:19] Saulus ist von Anfang an ein Verfolgter, einer, dem der Satan nachstellt, weil er weiß, was für ein Potenzial der Saulus hat und wie sehr er das Evangelium verbreiten kann.
[10:30] Als unser Saulus nach Jerusalem kam, versuchte er sich den Jüngern anzuschließen, aber sie fürchteten ihn alle, weil sie nicht glaubten, dass er ein Jünger sei. Hier gibt es auch nach etlicher Zeit noch viele, die dieser Bekehrung nicht trauen, die um Angst um ihr Leben den Saulus auf Distanz halten.
[10:52] Und erzählte ihnen, wie er auf dem Weg den Herrn gesehen und dass dieser zu ihm geredet habe, und wie er in Damaskus freiwillig im Namen Jesu verkündet habe.
[11:02] Da war einer, der sich um Saulus kümmert. Vielleicht gibt es heute auch Menschen, die durch ein schreckliches Leben vor ihrer Beziehung Zweifel daran aufkommen lassen, ob jetzt ihre Bekehrung wirklich echt ist oder ob man nicht doch sie etwas mit Argwohn betrachten sollte.
[11:20] Es braucht Menschen, die eine Brücke schlagen, Menschen, die den neu Getauften, den neu Bekehrten in der Gemeinde willkommen heißen und die denen helfen, die noch Probleme haben, den neu Getauften anzunehmen. Oft Menschen, die waren aber was die einen Saulus oder den Arm nehmen und sagen: "Hier, du bist Teil der Gemeinde, du gehörst dazu, und wir freuen uns, dass du da bist."
[11:47] Und er ging in die Häuser mit ihnen aus und verkündete freiwillig im Namen des Herrn Jesus. Er redete und stritt auch mit den Hellenisten. Sie immer macht sich daran, ihn umzubringen. Hindernisse sind diejenigen, die griechisch geprägt gewesen sind und auch hier sehen wir, dass er auch in Jerusalem umgewacht werden soll.
[12:06] Als das aber die Brüder erfuhren, brachten sie nach Zacharia und schickten ihn nach Tarsus, also in seiner Heimat, in Kilizien, in Süd-Anatolien, in der heutigen Türkei.
[12:18] Als so hatten nun die Gemeinden Frieden in ganz Judäa und Galiläa und Samaria und wurden aufgebaut und wandelten in der Furcht des Herrn und wuchsen durch den Beistand des Heiligen Geistes. Was für ein wunderbarer, schöner Zustand. Die Gemeinden wachsen, der Heilige Geist ist gegenwärtig, sie haben Frieden. Sie sind in Jerusalem, in Judäa und in Samaria. Aber das ist noch nicht das Ende dessen, was Gott sich vorgestellt hat. Er hatte gesagt: Israel, Judäa, Samaria und bis an das Ende der Welt.
[12:55] Es begab sich aber, dass Petrus, als er alle besuchte, auch zu den Heiligen hinab kam, die in Lydda wohnten. Er fand aber dort einen Mann mit Namen Aeneas, der seit acht Jahren im Bett lag, weil er gelähmt war.
[13:08] Lass uns gemeinsam reden. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir lernen konnten, dass Saulus trotz seiner dramatischen Bekehrung, die allein durch dich gewirkt worden ist, er trotzdem auch Menschen brauchte: Ananias und Barnabas, Menschen, die dein Wesen verstanden haben und die ihn integriert haben, die ihn als Bruder willkommen geheißen haben. Lass uns auch solche Menschen sein, die andere willkommen heißen, wenn sie anfangen, sich für Gott zu interessieren, wenn sie Bekehrung erleben, die sie integrieren in die Gemeinde und für sie da sind. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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