In dieser Andacht beginnt Rabea Kramp eine neue Serie über das Buch Daniel. Sie taucht ein in die ersten Verse des Buches und beleuchtet die historische Situation zur Zeit der Wegführung nach Babylon. Dabei wird die Rolle von König Nebukadnezar und die Auswahl junger Männer für den Dienst im babylonischen Palast thematisiert.
Gott auf (m)einer Seite: Daniel 1:1-1:4
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: DanielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 911 und wir beginnen ein neues Bibelbuch, das Buch Daniel. Was viele von euch sehr gut kennen und das natürlich spannend ist. Und wir wollen vielleicht versuchen, in diesen Andachten in den nächsten über zwei Wochen, zweieinhalb Wochen, zu versuchen, vielleicht auch neue Dinge im Buch Daniel zu erkennen, die uns vielleicht nicht ganz so geläufig sind. Und das Buch, auch wenn wir es vielleicht gut kennen mögen, doch spannend werden zu lassen.
[1:04] Und bevor wir das tun und die ersten Verse heute lesen, wir werden nur vier Verse heute lesen auf diese ersten Seite, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du hast Daniel gerufen als einen der allergrößten Propheten. Du hast ihm so große Prophezeiungen, so wichtige Prophezeiungen anvertraut und wir sind so dankbar, dass wir sie in der Bibel haben dürfen, weil sie so viel Aufschluss geben über den Plan, den du mit der Welt hast bis heute. Und wir möchten nicht um besondere Weisheit bitten, wenn wir jetzt dein Wort lesen und dir danken dafür. Amen.
[1:44] Ja, Daniel war auch einer der Exilanten, die weggeführt wurden nach Babylon, weil Juda abgefallen war von Nebukadnezar. Und die Strafe waren dann die Wegführung. Und hier heißt es im dritten Jahr der Regierung Jojakims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König von Babel, nach Jerusalem und belagerte es. Hier spricht es von der ersten Belagerung im Jahr 665 durch die Babylonier. Nebukadnezar kam hier zur Zeit Jojakims nach Jerusalem.
[2:23] Und diese Verse, diese ersten vier Verse spielen höchstwahrscheinlich auch in Jerusalem und noch nicht in Babylon. Und das heißt, der Herr gab Jojakim, dem König von Juda, und seine Hand, also auch einen Teil der Geräte des Hauses Gottes. Diese führte hinweg in das Land Sinear, in das Haus seines Gottes und er brachte die Geräte in die Schatzkammern seines Gottes. Also Nebukadnezar nahm hier die Geräte des Hauses weg. Es gab hier drei Wegführungen und bei jeder Wegführung wurden immer wieder Geräte aus dem Tempel mit nach Babylon verschleppt.
[3:05] Es war Jojakims viertes Jahr und Nebukadnezars erstes Jahr. Denn zu diesem Zeitpunkt der ersten Belagerung war Nebukadnezar noch gar nicht der König von Babylon, denn es war noch sein Vater Nabopolassar, der aber während dieser Belagerung verstarb, weswegen Nebukadnezar dann schnell nach Babylon zurückgereist ist, um den Thron zu sichern und sich selber als neuen König auszurufen. Und das war natürlich sein großer Antrieb, diese weite Reise wieder zurück zu machen. Und das spielt eine große Rolle für die nächsten beiden Verse und das sollten wir im Hinterkopf behalten, dass Nebukadnezar zurückreisen musste.
[3:55] Und der König Nebukadnezar befahl Aschpenas, dem obersten seiner Kämmerer, dass er ihm etliche von den Söhnen Israels bringen solle, die von königlichem Samen und von den vornehmsten sein sollten, junge Männer ohne Makel, schön von Gestalt und klug in aller Weisheit, einsichtsvoll und das Wissens kundig, die tüchtig wären, den Palast des Königs zu dienen und dass man sie in der Schrift und Sprache der Chaldäer unterwiesen.
[4:21] Nun Nebukadnezar, der heute die Völker nach Babylon zurückreisen musste, beauftragt hier Aschpenas, das ist ein persischer Name und eigentlich heißt dieser Name Rabschereschi oder auch Rapsaris genannt. Und das war ein sehr hoher militärischer General, nicht irgendein Hof, sondern ein sehr hoher militärischer General, der hier von Nebukadnezar den Auftrag bekommt, eine Elite, nämlich die königliche Elite, die ja schönen Männer von königlichem Geschlecht nach Babylon zu bringen.
[5:00] Zu mir zu bringen, sagt er ja, und das liegt natürlich auch nahe, dass Nebukadnezar jetzt hervorgereist ist. Er wollte diese Männer haben, um sie zu unterweisen in der Schrift. Hier steht das Wort "Schrift" im Plural, was auch Literatur heißen kann. Sie mussten natürlich Aramäisch lernen, diese und wahrscheinlich auch so mehrere und dann aber auch die Literatur studieren, diese Ebenen, die es dann damals auch gab.
[5:33] Und ja, sich in die Kultur der Chaldäer auch einweisen lassen. Und Nebukadnezar delegierte also diese Aufgabe an seinen Aschpenas, an seinen Rabschereschi, der ihm diese Männer bringen sollte. Und wie es mit diesen Männern weitergeht und wer diese Männer waren, das werden wir in den nächsten Andachten sehen. Und wir dürfen gespannt sein, wohin uns diese Geschichte tragen wird. Wir werden noch viel über diese jungen Männer erfahren, von denen es hier gleich am Anfang vom Buch Daniel ganz prominent spricht.
[6:13] Und wir dürfen gespannt sein, wie uns die Geschichte weiter durch das Buch trägt. Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, ich danke so sehr, dass wir jetzt das Buch Daniel lesen dürfen, dass wir vielleicht auch etwas Neues lernen können. Aber vor allem gibt uns diese Geschichten dieser jungen Männer, berühren werden auch die Geschichte Nebukadnezars, auch die Geschichte Daniels. Und lass sie uns eine Mahnung sein, aber auch eine eindrucksvolle Geschichte, die unser eigenes Leben beeinflusst. Und dafür danke ich dir in deinem Namen. Amen. [Musik]
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