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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die ersten beiden Kapitel des Buches Daniel. Sie erklärt, wie Daniel und seine Freunde trotz ihrer Gefangenschaft in Babylon standhaft blieben und Gottes Prinzipien treu waren. Zudem wird Nebukadnezars berühmter Traum und die Herausforderung, die er für die Traumdeuter darstellte, thematisiert. Die Botschaft betont Gottes Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen Weisheit und Führung zu schenken.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo und herzlich willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 912 und wir werden das erste Kapitel im Buch Daniel abschließen und das zweite beginnen. Und bevor wir hineingehen in das Wort Gottes und es versuchen zu verstehen, lass uns dafür beten.

Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für dieses ganz besondere Buch Daniel, dass du uns gegeben hast. Nicht nur, damit wir ganz viel für die Zukunft lernen, dass wir die Prophetie verstehen können, sondern auch, damit wir sehen können, wie sich ein heidnischer König bekehrt und wie sich junge Männer für ihren Glauben einsetzen und dafür stehen, komme was da wolle. Es sind so viele Lektionen im Buch Daniel für uns enthalten. Wir möchten dich bitten, dass wir heute davon etwas mitnehmen können. Amen.

[1:28] Amen. Wir beginnen in Kapitel 1 ab Vers 5. Diesen bestimmten der König den täglichen Unterhalt von der feinen Speise des Königs und von dem Wein, den er selbst trank, und ordnete an, dass man sie drei Jahre lang erziehen sollte und dass sie danach dem König dienen sollten. Unter ihnen befanden sich von den Söhnen Judas Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja.

Wir erinnern uns, dass Nebukadnezar befohlen hatte seinem Rabsaris, dass er junge Männer, schöne Männer, kluge Männer von königlichem Geschlecht aussuchen sollte, damit sie am Königshof in Babylon dienen sollten. Und diese vier waren nun einige davon. Aber es geschah noch mehr, denn diesen gab der oberste Kämmerer anderer Namen. Und zwar nannte er Daniel Beltsazar, Hananja Sadrach, Mischaël Misaël und Asarja Abed-Nego.

Vielleicht habt ihr in eurer Bibel auch Anmerkungen zu den Namen. In meiner Schlachter Bibel habe ich solche Anmerkungen und ich muss ehrlich zugeben, dass die Anmerkungen nicht ganz aktuell übersetzt sind. Denn Sadrach heißt so viel wie "Ich bin sehr in Furcht versetzt" und das ist natürlich eine sehr gute Beschreibung für die Menschen, die im Exil gelandet sind, denn sie wussten nicht, wie ihre Zukunft aussieht. Sie waren sehr unsicher, sie haben sich gefürchtet, sie wussten nicht, wo sie hinkommen. Und sie haben den Hananja so benannt nach jemandem, der sehr furchtsam ist. Der Mischaël wurde Misaël genannt und das heißt "Ich bin gering geachtet". So waren natürlich die Exilanten nicht Menschen, die hoch angesehen waren, sondern Menschen, auf die man herabgeschaut hat. Und Abed-Nego ist ein aramäischer Name und der heißt so viel wie "Der Herr ist meine Hilfe".

[3:40] Daniel aber nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der feinen Speise des Königs und mit dem Wein, den er trank, zu verunreinigen. Er erbat sich vom obersten Kämmerer, dass er sich nicht verunreinigen müsse. Interessant ist hier, dass in Vers 7 und Vers 8, die wir gerade gelesen haben, das gleiche Verb verwendet wird, wenn der oberste Kämmerer den vier jungen Männern andere Namen gibt. Ist das das gleiche Verb wie Daniel nahm sich in seinem Herzen vor? Das heißt nämlich eigentlich: "Er ersetzte ihnen Namen". Und Daniel setzte sich in seinem Herzen etwas fest, nämlich diesen guten Vorsatz.

Und da haben wir so ein kleines Wortspiel, dass die Babylonier diese judäischen jungen Männer umbenennen mit Namen, die nicht ihre eigenen sind, die ihren Zustand im Exil beschreiben oder auch den babylonischen Götzen glauben. Aber auf der anderen Seite haben wir Daniel, dass ich auch etwas setzt in seinem Herzen, nicht einen Namen, aber einen Vorsatz. Und wir werden im ganzen Buch Daniel sehen, dass Daniel ein sehr prinzipientreuer junger Mann war.

[4:56] Und Gott gab Daniel Gnade und Barmherzigkeit vom obersten Kämmerer. Und der oberste Kämmerer sprach zu Daniel: Ich fürchte nur meinen Herrn, den König, der euch eure Speise und euer Getränk bestimmt hat. Denn warum sollte er wahrnehmen, dass euer Aussehen weniger gut wäre als das der anderen jungen Männer in eurem Alter? Dann wärt ihr schuld, wenn ich auf meine, wenn ich meinen Kopf beim König verwirke.

Ja, Daniel hat darum gebeten, dass sie eine andere Speise bekommen. Zum einen war natürlich das Essen nicht zu den Vorschriften gepasst, die die Juden anhand von 3. Mose 11 befolgt haben. Aber auch waren die Speisen natürlich ihren Göttern geweiht, den Götzen geweiht. Und es war ein doppelter Grund für Daniel, sich nicht mit der feinen Speise vom Tisch des Königs zu verunreinigen und auch nicht mit dem Alkohol. Und der Kämmerer hier, das ist der Aspenas. Das ist nicht der, von dem wir vorher gelesen haben, von dem die jungen Männer ausgewählt hat. Nein, es ist jetzt der Aspenas hier und der fürchtet natürlich um seinen Kopf, denn Nebukadnezar war ein sehr herrschsüchtiger und sehr mächtiger und temperamentvoller König. Und es war wahrscheinlich nicht so aus der Luft gegriffen, dass der Aspenas um seinen Kopf gefürchtet hat.

[6:29] Antwortete Daniel dem Aufseher, den der oberste Kämmerer über Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja gesetzt hatte: Versuche es doch zehn Tage lang mit deinen Knechten, dass man uns Gemüse zu essen und Wasser zu trinken gebe. Danach soll man vor dir unser Aussehen und das Aussehen der anderen jungen Männer anschauen, die von der feinen Speise des Königs essen. Nachdem, was du dann sehen wirst, handle weiter mit deinen Knechten.

Daniel macht hier diesen Vorschlag und er würde den Vorschlag nicht machen, wenn er sich absolut sicher wäre, dass das Ganze zum Ziel führt und dass er erfolgreich sein wird, damit dass sie tatsächlich gesünder und klüger sind nach diesen zehn Tagen. Aber es fällt auch auf, dass Daniel hier sehr höflich reagiert. Er fordert nicht einfach nur und besteht auf seinem Recht, was er aufgrund seines Glaubens und seiner Gewissensfreiheit sich einfordert. Sehr höflich und versucht voller Respekt hier mit dem Aspenas umzugehen.

[7:37] Und er bittet ihn: Da hörte er auf sie in dieser Sache und versuchte es zehn Tage lang mit ihnen. Und nach den zehn Tagen sah man, dass sie besser aussahen und wohlgenährter waren als alle jungen Männer, die von der feinen Speise des Königs aßen.

Der nahm der Aufseher ihre feine Speise und den Wein, den sie trinken sollten, weg und gab ihnen Gemüse. Die Bibel übersetzt hier, das ist Gemüse. Ich weiß nicht, wie es in eurer Bibel übersetzt ist. Hier steht eigentlich das Wort "zeru'im" und das bedeutet eigentlich alles samen tragende, was wächst. Das können Früchte sein, das kann Gemüse sein, das können auch Nüsse sein, Getreide, alles, was Samen enthält. Also eigentlich eine pflanzliche Ernährung.

[8:27] Und Gott gab diesen vier jungen Männern Kenntnis und Verständnis für alle Schrift und Weisheit. Daniel aber machte er verständlich in allen Gesichtern und Träumen. Nachdem nun die Zeit verflossen war, nach welcher der König ihrer Vorstellung befohlen hatte, führte der oberste Kämmerer sie vor Nebukadnezar. Also nach dieser Frist, nach diesen drei Jahren, die sie in der Ausbildung sein sollten. Es war nicht ganz drei volle Jahre, aber von 300 von 65 bis 63 sollten sie nun vor Nebukadnezar kommen und zeigen, was sie gelernt hatten.

Da redete der König mit ihnen, aber keine unter ihnen allen wurde gefunden, der Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja gleichgekommen wäre. Und sie traten in den Dienst des Königs. Also sie haben das Ziel erreicht, dass sie tatsächlich für so fähig befunden wurden, in den Dienst des Königs am Königshof in Babylon zu treten. So klug, so weise, so verständig und so ja körperlich gesund waren sie. Und in allen Angelegenheiten, die Weisheit und Einsicht erforderten, nachdem der König sie fragte, fand er sie zehnmal besser als alle Traumdeuter und Wahrsager, die in seinem ganzen Reich hatte.

[9:43] Und Daniel blieb es zum ersten Jahr des Königs Kyros. Ja, Gott hat ihnen diese besondere Weisheit und diese Verstandesschärfe geschenkt. Das war nicht nur aufgrund der gesunden Ernährung, dass sie das bekommen haben. Es war natürlich auch Gottes Kraft, Gottes Geist, Gottes Weisheit, die ihnen das geschenkt hat. Und Daniel, so haben wir gerade gelesen, blieb hier im Königshof, bis Babylon gefallen war, bis König Kyros kam und darüber hinaus. Und wir wissen ja, dass er da noch nicht gestorben ist zur Zeiten von Kyros, sondern dass er noch weitere Könige erlebt hat.

Ja, wir müssen festhalten, dass Daniel und seine drei Freunde sehr treu waren ihren Prinzipien, die sie gelernt haben in ihrer Kindheit, denn sie waren ja hier noch sehr junge Männer, eigentlich noch fast Jünglinge. Sind sie doch sehr standfest gewesen und haben in der Fremde, unter einem fremden Volk und unter heidnischen Einflüssen, trotzdem sehr integer gehandelt, sehr sich treu geblieben und ihrem Gott treu geblieben. Und das hat sie ausgezeichnet und das hat sie auch dafür befähigt, die nächsten großen Hürden, die auf sie zu kamen, die großen Bedrohungen zu bestehen und die Prüfungen und Probleme.

[11:12] Nun kommen wir zum zweiten Kapitel, ein sehr berühmtes und sehr bekanntes. Und im zweiten Jahr der Regierung Nebukadnezars hatte Nebukadnezar Träume. Wir befinden uns hier im Frühjahr 604/603, also in diesem Jahr. So dass ein Geist sich beunruhigte und er nicht mehr schlafen konnte. Da befahl der König, man solle die Traumdeuter und die Wahrsager, die Zauberer und die Chaldäer zusammenrufen, damit sie dem König seine Träume verkündeten. So kamen sie und traten vor den König.

Also Nebukadnezar hat hier einen Traum gehabt, er ist sehr unruhig, er weiß nicht, was dieser Traum bedeuten soll. Er ist aufgebracht und er möchte nicht nur eine Deutung dieses Traums haben, er möchte auch die Fakten. Und ihr kennt das ja vielleicht auch, ihr habt etwas geträumt, ihr wisst noch, es war furchtbar, aber ihr könnt euch nicht mehr in die Details erinnern. Und so ist es, liebe, kann es anscheinend auch ergangen. Er wollte von seinen Wahrsagern, von seinen Traumdeutern und Zauberern, wollte er den Traum wissen. Er konnte es ja auch erwarten, dafür haben sie dafür auch für ihn gearbeitet. Und er wollte hier genaues von den wissen und er hat gleichzeitig sein eigenes Glaubensgebilde hinterfragt, weil er hat sie ja geprüft. Er hat ihn nicht so viel vertraut, dass er ihnen den Traum gesagt hat und gesagt hat: "Jetzt sagt mir mal die Deutung." Nein, er wollte sie prüfen. Und er hat sein eigenes Glaubenskonstrukt ja dem nicht mehr getraut.

[12:46] Da sprach der König zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt und mein Geist ist beunruhigt, bis ich den Traum verstehe. Hier fragten die Chaldäer den König aramäisch. Das war damals die Handelssprache. Zur Antwort: Oh König, mögest du ewig leben! Erzähle deinen Knechten den Traum, so wollen wir dir die Deutung verkünden.

Also beginnen hier, hier beginnt dieser aramäische Abschnitt im Buch Daniel, der ja bis Kapitel 7 geht. Und das war natürlich auch eine wichtige Sprache damals. Der König antwortete den Chaldäern: Meinen Schluss steht fest, unwiderruflich. Denn wenn ihr mir nicht den Traum samt seiner Bedeutung verkündet, so sollt ihr in Stücke zerhauen und eure Häuser zu Misthaufen gemacht werden.

[13:35] Ja, liebe Chaldäer, aber sehr ungehalten. Er war sehr exzentrisch. Er hat diese sehr scharfe, sehr große Bedrohung ausgesprochen, weil es ihm wirklich ernst war. Er hat diesen Traum ernst genommen. Er hat gewusst, das war nicht irgendeinen Traum, der mal zufällig ein Albtraum war, sondern dieser Traum, den hat er ja, hat er gemerkt, dass er von woanders kommt, nicht von ihm, sondern von außen. Und er wollte unbedingt verstehen, was das bedeutet, weil er hat schon gemerkt, dieser Traum hat zukunftsweisende Bedeutung. Und was der Traum beinhaltete und wie seine Deutung lautete, das werden wir in den nächsten beiden Tagen sehen.

[14:20] Lass uns beten. Lieber Herr Jesus, wir danken dir für dein Wort, für ja, dafür, dass du nicht nur zu Menschen sprichst, die dir nachfolgen, sondern dass du auch in die Herzen von Menschen sprichst, die weit weg von dir sind, die vielleicht Fragen im Herzen haben, die unsicher sind über ihren eigenen Glauben. Und dass du in Klarheit gibst, wie auch immer du das tust, ob durch Träume oder durch andere Menschen oder durch die Bibel. Das den Weg suchst du aus, weil du weißt, wie du ein Mensch am besten ansprechen kannst. Und wir wollen dich bitten, dass du auch uns so eine, ja, so auf die Suche, dass wir uns auf die Suche begeben nach dir, sowie Nebukadnezar getan hat, aber dass wir auch diese Treue und diese Prinzipientreue haben, die Daniel und Asarja gehabt haben, damit wir ganz fest bei dir bleiben. Darum bitten wir dich. Amen.

[15:19] Amen. [Musik]


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