Veröffentlicht am
275 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt wird der Traum Nebukadnezars aus Daniel Kapitel 2 analysiert und gedeutet. Rabea Kramp erklärt die Bedeutung des riesigen Standbilds, das verschiedene Königreiche symbolisiert, und wie dieses Bild die Geschichte bis zur Aufrichtung eines ewigen Königreichs Gottes darstellt. Die Predigt beleuchtet Gottes Souveränität über die Geschichte und wie er seine Pläne offenbart, um Vertrauen zu wecken.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen seit dem 9. Kapitel 2 und werden Kapitel 2 beenden und endlich den Traum und die Deutung des Traumes lesen. Bevor wir das tun, lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du durch das Buch Daniel und besonders durch Kapitel 2 schon viele Menschen zum Glauben geführt hast, weil dieses Kapitel ein ganz besonderes ist. Das zeigt, dass du die Zukunft kennst und dass die Zukunft auch genauso eintritt und eintrifft, wie du es vorher sagst. Und gerade durch dieses ganz besondere Kapitel können wir ganz viel Vertrauen in die Bibel gewinnen und auch an dich. Und dafür danken wir dir. Amen.

[1:15] Amen. Wir beginnen in Kapitel 2 ab Vers 29. Dir, oh König, stiegen auf deinem Lager Gedanken darüber auf, was nach diesen geschehen werde. Und da hat dir der Herr, der welche die Geheimnisse offenbart, mitgeteilt, was geschehen wird. Also Gott hat direkt zu Nebukadnezar gesprochen, hat in die Zukunft mitgeteilt. Gott hat es nicht Daniel mitgeteilt, nur in zweiter Linie sozusagen, sondern zuerst, lieber Nebukadnezar, du hast ein ganz großes Interesse daran, die Zukunft zu kennen. Und Gott hat dieses Interesse gestillt. Mir aber ist dieses Geheimnis nicht durch eine Weisheit, die ich vor allem Lebenden voraus hätte, offenbart worden, sondern damit dem König die Deutung bekannt gemacht werde, und du erfährst, was dein Herz zu wissen wünscht.

[2:10] Du, König, schautest und siehe, ein riesiges Standbild. Dieses Bild war gewaltig und sein Glanz außergewöhnlich. Es stand vor dir und sein Anblick war furchterregend. Also Nebukadnezar sah so ein großes Standbild und ein Stempel war durchaus ein sehr vertrauter Gegenstand für ihn, denn in seinem Palast gab es unzählige Standbilder jeglicher Art. Und ganz interessant ist hier, dass die Bibel sagt, dass Prophetie ist das, was dein Herz zu wissen wünscht, also die Zukunft. Und echte Prophetieauslegung, und das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, führt auch zu Lösung von Herzensproblemen. Und Nebukadnezar hatte ganz sicher auch Herzensprobleme, denn er hat einen sehr ungestümen Charakter, war ein sehr herrischer Herrscher. Und dadurch, dass er die Prophetie versteht, die Gott ihm in Träumen zeigt und Daniel ihn dann auslegt, lernt er Gott Stück für Stück kennen und Gott kann sich ihm nähern. Und ja, es ist auch quasi wie eine so kleine Mini-Evangelisation, die Gott hier mit Nebukadnezar durchgeht. Er bringt ihm den Glauben nahe.

[3:29] Das Haupt dieses Bildes war aus gediegenem Gold, seine Brust und seine Arme aus Silber, sein Bauch und seine Lenden aus Erz, seine Oberschenkel aus Eisen, seine Füße teils das Eisen und teils aus Ton. Und das natürlich interessant, wenn wir hier über Ton lesen, denn auch der Turmbau zu Babel, denn wir sind ja gerade in Babel, war ja aus gebranntem Ton. Du sahst zu, bis sich ein Stein losriss, ohne Zutun von Menschenhänden, und das Bild an seinen Füßen traf, die aus Eisen und Ton waren, und sie zermalmte. Da wurden Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold miteinander zermalmt und sie wurden wie Spreu auf den Sommer-Tennen und der Wind verwehte sie so, dass keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild zertrümmert hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.

[4:26] Das ist der Traum. Nun wollen wir vor dem König auch seine Deutung verkünden. Und bevor wir hineingehen, wollen wir noch mal kapitulieren. Wir haben ja dieses große Standbild, das aus mehreren Abschnitten besteht. Es beginnt mit deinem Haupt aus Gold, dann kommt ein Rumpf aus Silber, die Lenden aus Erz, also das Bronze, und dann die Oberschenkel, das Eisen, und Füße aus Eisen und Ton. Und dieses Bild ist sehr furchteinflößend und es steht direkt vor Nebukadnezar, und er ist wahrscheinlich überwältigt von dieser Größe, von dieser ja Wucht, die das Standbild auch hat. Und Gott spricht davon, dass hier der ein Stein kommt, der das Bild zertrümmern wird. Also dieses ganz furchteinflößende Bild, was Angst einflößt, wird einfach zerstört werden. Und hier haben wir so einen Anklang an Psalm 1, dass die Trümmer wie Spreu auf den Sommer-Tennen verweht werden. Die das Neue Testament spricht häufig mit diesem Bild davon, dass die Gottlosen wie Spreu im Wind verweht werden.

[5:37] Und nun kommt die Deutung. Du bist, König der Könige, dem der Gott des Himmels das Königtum, die Macht, die Stärke und die Ehre gegeben hat. König der Könige ist tatsächlich ein ganz offizieller Titel, der damaligen Sprache "Scharrani" hieß. Und Daniel kennt ja hier die Form und die Anreden und deswegen benutzt er sie auch. Und überall, wo Menschenkinder wohnen, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels, hat er sie in deiner Hand gegeben und dich zum Herrscher über sie alle gemacht. Du bist das Haupt aus Gold. Also von diesem ganzen Standbild, wo oben ein goldener Kopf ist, da sagt Daniel: Hier, Nebukadnezar, bist du. Du bist das Haupt aus Gold. Und er hat ja um ihn so angesprochen als König der Könige, der König, der das Haupt ist. Und er sagt dem, der Gottes Himmels das Königtum, die Macht und die Stärke gegeben hat. Und für die babylonischen Menschen war das eine ganz vertraute Idee, dass es Königtum vom Himmel kommt, denn ja, die Mesopotamier hatten das als ganz, ganz was Normales in ihrer Religion gehabt, dass ein Königtum vom Himmel kommt und dass auch der König vom ja Himmel bestimmt ist. Und das gibt natürlich auch einen guten Beweis dafür, dass die, dass dieses Buch zur Zeit der Babylonier geschrieben wurde, denn es finden sich hier so ganz typisch kulturelle Ansprachen und Elemente.

[7:16] Es heißt weiter: Nach dir aber wird ein anderes Reich aufkommen, geringer als du. Und ein nachfolgendes drittes Königreich, das eher eine wird über die ganze Erde herrschen. Und ein viertes Königreich wird sein, so stark wie Eisen. Ebenso wie Eisen alles zermalmt und zertrümmert und wie Eisen alles zerschmettert, so wird es auch all jene zermalmen und zerschmettern. Dass du aber die Füße und Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen bestehend gesehen hast, bedeutet, dass das Königreich gespalten sein wird, aber es wird etwas von der Festigkeit des Eisens in ihm bleiben, gerade so, wie du das Eisen mit lehmigem Ton vermengt gesehen hast. Und wie die Zehen seine Füße teils das Eisen und teils aus Ton waren, so wird das Reich zum Teil stark und zum Teil zerbrechlich sein. Dass du aber Eisen mit Tonerde vermengt gesehen hast, bedeutet, dass sie sich zwar mit den Menschensamen vermischen, aber doch nicht aneinander haften werden. Sie sind zwar Eisen und Ton, aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird. Und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden. Es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen. Es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen, ganz so, wie du gesehen hast, dass ich von dem Berg ein Stein ohne Zutun von Menschenhänden los ist. Und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte.

[8:49] Der große Gott hat den König wissen lassen, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig und seine Deutung steht fest. Also Daniel zweifelt hier überhaupt nicht anders, dass das, was Gott ihm gezeigt hat, tatsächlich auch der Traum ist, den Nebukadnezar geträumt hat. Und dass die Deutung ist, dass sich hundertprozentig sicher. Und das gibt Nebukadnezar natürlich auch viel Vertrauen in Daniel. Ja, diese verschiedenen Bereiche, die hier aufgezählt werden, die werden wir im Verlaufe des Buches Daniel noch näher untersuchen, aber wir können schon mal ein bisschen das Geheimnis lüften. Denn wir haben ja gesehen, dass das Haupt, das Gold, Babylon ist. Dann wird ein geringeres Königreich, ein silbernes, kommen, das steht für Persien. Dann kommt das bronzene Königreich, das für Griechenland steht. Das eiserne Königreich in den Beinen steht für Rom. Und die Füße aus oder die ja die Füße und Zehen, das Eisen und Ton, sind dann das geteilte Königreich, das Kirche und Staat miteinander verbinden möchte.

[9:58] Und am Ende steht dieser Stein, der der bedeutet, dass ein neues Königreich kommen wird. Alle diese Königreiche werden zergehen, sie werden zerstört sein, im Winde verweht sein. Und ein ewiges Königreich wird aufgerichtet werden. Da fiel der König Nebukadnezar auf sein Angesicht und verneigte sich tief vor Daniel und befahl, ihm Speise und Räucherwerk dazu zu bringen. Es ist unglaublich, dass hier der König von Babel, Nebukadnezar, sich tief vor Daniel verneigt. Das ist eine sehr ungewöhnliche Geste und hat sich ja auch Daniel sehr verwundert, aber Nebukadnezar sehr dankbar, dass Daniel ihm hier alles offenbart hat.

[10:42] Der König ergriff dann das Wort und sprach zu Daniel: Wahrlich, euer Gott ist der Gott der Götter, also es Pendant zu "Du bist der König", ein König der Könige, und der Herr der Könige, und ein Offenbarer der Geheimnisse, dass du dieses Geheimnis offenbaren konntest. Also wir sehen, das Wort "Geheimnis" spielt später eine große Rolle im Kapitel 2. Darauf machte der König den Daniel groß und gab ihm sehr viele Geschenke und setzte ihn zum Herrscher über die ganze Provinz Babel und zum Haupt über alle Weisen von Babel. Daniel aber bat sich vom König, dass er Schadrach, Meschach und Abed-Nego über die Verwaltung der Provinz Babel einsetzte. Daniel aber blieb beim Hof des Königs. Ja, wir sehen auch am Ende dieses Kapitels, dass Daniel nicht nur an sich denkt, sondern auch an seine Freunde. Und es unterscheidet ihn hier von dem Mundschenk und dem Bäcker, die er mit Josef eingekerkert waren, die Josef vergessen hatten, sobald sie aus dem Kerker raus waren. Daniel hat seine Freunde nicht vergessen, er hat sie befördern lassen und hat ihnen gute Positionen vermacht.

[11:53] Und wie es morgen weitergeht. Morgen starten wir mit Kapitel 3, und da werden wir uns mit den drei Freunden von Daniel beschäftigen. Darauf könnt ihr gespannt sein. Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du ein Offenbarer von Geheimnissen bist, dass du uns nicht im Finstern lässt, sondern dass du uns die Zukunft mitteilst, damit wir dir vertrauen und nicht Angst haben müssen, sondern dass wir fest gegründet sind auf dem Fels des Glaubens und der Bibel. Und dafür danke dir. Amen.


Lizenz

Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.