In dieser Predigt wird der biblische Text aus Daniel 2:6-2:28 beleuchtet. Die Sprecherin erklärt, wie Nebukadnezar seine Berater unter Druck setzt, um einen Traum zu deuten, den er vergessen hat. Sie zeigt auf, wie Daniel durch göttliche Offenbarung die Lösung findet und wie wichtig es ist, Gott für seine Weisheit und Macht zu danken.
Gott auf (m)einer Seite: Daniel 2:6-2:28
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Daniel, Daniel 2Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wir lesen heute zusammen Seite 913 und werden uns weiter mit Kapitel 2 im Buch Daniel beschäftigen. Wir haben ein spannendes, ein interessantes, ein sehr geschichtsträchtiges Kapitel vor uns. Bevor wir es versuchen zu verstehen, lass uns beten. Lieber Vater, wir möchten dich bitten um deinen Heiligen Geist, dass er uns führt und alle Wahrheit, dass du uns aus diesem Kapitel, was wir vielleicht auch gut kennen, trotzdem neue Sachen zeigst und dass dein Wort jeden Morgen unser frischt und belebt und uns belehrt. Amen.
[1:13] Wir beginnen in Kapitel 2 ab Vers 6. Hier spricht Nebukadnezar zu seinen Wahrsagern, Zauberern und Traumdeutern: "Wenn ihr mir aber den Traum und seine Deutung verkündet, so sollt ihr von mir Geschenke und Gaben und große Ehre empfangen. Darum sagt mir den Traum und seine Deutung." Also benutzt er hier schon Druckmittel, damit sie mit der Sprache rausrücken.
[1:37] Antworteten sie zum zweiten Mal und sprachen: "Der König möge seinen Knechten den Traum erzählen, so wollen wir die Deutung verkünden." Der König aber antwortete und sprach: "Ich weiß nun sicher, dass ihr Zeit gewinnen wollt, weil ihr seht, dass mein Entschluss unwiderruflich feststeht. Wenn ihr mir den Traum nicht mitteilt, so bleibt für euch nur ein Urteil, denn ihr habt euch vorgenommen, lügenhaft und trügerische Worte vor mir zu reden, bis ich die Zeiten ändere. Darum sagt mir den Traum, damit ich weiß, dass ihr mir auch die Deutung verkünden könnt."
[2:12] Genau, dass seine Wahrsager und Traumdeuter hier mit einer Hinhaltetaktik arbeiten. Und ja, natürlich können sie nicht in den Kopf von Nebukadnezar schauen und wissen, was er geträumt hat. Sie brauchen die Fakten, damit sie die Deutung verkünden können. Und Nebukadnezar ist hier sehr skeptisch und prüft sie. Und ja, für ihn ist es so eine Probe auf Exempel. Wenn sie den Traum nicht sagen können, dann wie sollen sie erst die Deutung auch vertrauenswürdig, wie soll die Bedeutung vertrauenswürdig sein?
[2:46] Die Chaldäer antworteten dem König und sprachen: "Es gibt keinen Menschen auf Erden, der verkünden könnte, was der König befiehlt. Deshalb hat auch nie irgendein großer, mächtiger König so etwas von irgendeinem Traumdeuter, Wahrsager oder Chaldäer verlangt." Also man merkt, sie stellen sich hier völlig mit den Händen in die Luft erhoben und hissen die weiße Flagge und sagen: "Das konnte nie jemand." Das sind hier völlig hilflos, ratlos. Die Sache, denn die Sache, die der König verlangt, ist schwer.
[3:19] Es gibt auch niemand, der es dem König mitteilen könnte, ausgenommen die Götter, deren Wohnung nicht bei den Menschen ist. Und das ist hier so ein Offenbarungseid, den sie abgeben. Sie geben zu, dass sie eigentlich keine Verbindung zu den Göttern haben, denn nur die könnten hier den Traum erzählen. Denn wenn sie eine Verbindung hätten, könnten ihnen die Götter ja zeigen, was einer geträumt hat.
[3:41] Hierüber wurde der König aufgebracht und sehr zornig und er befahl, alle Weisen von Babel umzubringen. Also er ist so unzufrieden mit seinen, ja, mit seiner geistlichen Elite, mit den Klerikern sozusagen, und auch mit seiner eigenen Religion, dass er kurzen Prozess macht. Und der Befehl ging aus und die Weisen von Babel sollten getötet werden. Und man sucht auch Daniel samt seinen Gefährten, um sie zu töten.
[4:10] Da wendete sich Daniel an Arioch, den Obersten der Scharfrichter des Königs, der ausgezogen war, um die Weisen zu töten, mit klugen und verständigen Worten. Er begann und sprach zu Arioch, dem Bevollmächtigten des Königs: "Warum ist dieser strenge Befehl vom König ausgegangen?" Der klärte Arioch die Sache.
[4:29] Den Daniel Daniela beging hinein und bat den König, meine Frist zu gewähren, damit der König, damit er dem König die Deutung verkünden könne. Daniel wird hier als eine der Weisen aufgesucht und er reagiert ganz freundlich, ganz höflich, fühlt sich nicht bedrängt, jedenfalls dem ersten Augenschein nach.
[4:58] Und es scheint fast so, als wenn diese Tötungsserie schon begonnen hat und Arioch schon unterwegs ist und ein nach dem anderen gefangen nimmt oder umbringt. Und Daniel möchte erstmal wissen, worum es geht und verwickelt in ein Gespräch. Und Daniel geht hier zur Nebukadnezar und bittet um eine Frist.
[5:29] Und es ist interessant, wie Nebukadnezar auch reagiert. Das heißt, weiter darauf zog sich Daniel in sein Haus zurück und teilte die Sache seinen Gefährten mit: Hananias, Mischaël und Asarja, damit sie von Gott, von dem Gott des Himmels, Erbarmen erflehen möchten wegen dieses Geheimnisses, dass nicht Daniel und seine Gefährten samt den übrigen Weisen von Babel umkämen.
[5:51] Also hat ihm tatsächlich diese Frist gewährt. Und das zeigt uns, dass Daniel doch ein gewisses Vertrauen genossen haben muss am Hof und bei Nebukadnezar, denn sonst hätte er ihm nicht einfach so diese Frist gewährt. Und Daniel zieht sich hier mit seinen Freunden zurück und sie bitten Gott.
[6:08] Hierauf wurde dem Daniel in einem Gesicht bei Nacht das Geheimnis offenbart. Der pries Daniel den Gott des Himmels.
[6:15] Da begann Daniel und sprach: "Gepriesen sei sein Name, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn seines beides Weisheit und Macht."
[6:29] Ganz interessant, dass er hier sagt: Gott ist Weisheit und Gottes Macht. Denn wenn Gott nur weise wäre, aber nicht mächtig, dann könnte er nicht herrschen. Wenn Gott nur mächtig wäre, nicht weise, dann wäre seine Herrschaft wahrscheinlich keine gute. Und so ist es wichtig, dass Gott hier weise und mächtig ist und dass er Daniel durch seine Weisheit den Traum sagen kann und dass er so mächtig ist, sie auch davor zu bewahren, dass sie umbringt.
[6:57] Er führt andere Zeiten und Stunden herbei, setzt Könige ab und setzt Könige ein. Er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand. Er offenbart, was tief verborgen ist. Er weiß, was in der Finsternis ist, und bei ihm wohnt das Licht. Dir, dem Gott meiner Väter, sage ich Lob und Dank, dass du mir Weisheit und Kraft verliehen hast und mich jetzt wissen lassen hast, was wir von dir erbeten haben, denn die Sache des Königs hast du uns wissen lassen."
[7:26] Und dies ist das Gesamtgebet, das Daniel betet aufgrund der Offenbarung, die er bekommen hat. Dann wird es nicht sofort aufgestanden, nachdem er den Traum hat und ist in den Palast gerannt. Er hat sich Zeit genommen, er hat erstmal Gott gedankt. Und das ist ein schönes Vorbild für uns, dass wenn Gott unsere Gebete erhört, dass wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern dass wir uns Zeit nehmen, Gott zu danken und ja, Gott preisen für das und ein dankbares Herz zeigen.
[7:58] Daraufhin ging Daniel zu Arioch, den der König beauftragt hatte, die Weisen von Babel umzubringen. Er nahm ihn beiseite und sprach zu ihm: "Bringe die Weisen von Babel nicht um. Führe mich vor den König, so will ich ihm die Deutung verkündigen."
[8:11] Verkünden. Also Daniel hat hier tatsächlich die Deutung für Nebukadnezar bereit. Darauf führte Arioch den Daniel rasch vor den König und sprach: "Sieh, ich habe unter den Weggeführten von Juda einen Mann gefunden, der dem König die Deutung verkünden will."
[8:29] Der König antwortete und sprach zu Daniel: "Bist du im Stande, mir den Traum, den ich gehabt habe, und seine Deutung mitzuteilen?" Daniel antwortete vor dem König und sprach: "Das Geheimnis, das der König fragt, können Weise und Wahrsager, Traumdeuter oder Sternendeuter dem König nicht verkündigen. Aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart.
[8:55] Der hat dem König Nebukadnezar wissen lassen, was am Ende der Tage geschehen soll mit deinem Traum und den Visionen deines Hauptes auf deinem Lager. Verhält es sich so." Und Daniel meint hier mit dem "was am Ende der Tage geschieht" natürlich die Zukunft, nicht nur die ganz ferne Zukunft, sondern auch Nebukadnezars Zukunft.
[9:21] Und er lässt Nebukadnezar hier von Anfang an wissen, dass es nicht auf Daniels Weisheit passiert, was er ihm gleich sagen wird, sondern dass sein Gott ihm diese Dinge gegeben hat. Und ein Wort, das hier in Kapitel 2 ganz häufig vorkommt, ist das Wort "Geheimnis".
[9:38] Und es trägt uns natürlich ins Neue Testament, wo auch vom Evangelium gesagt wird, es ist ein Geheimnis, was offenbart wird. Und Nebukadnezar ist jetzt ganz nah dran, dass Gott zu ihm spricht, dass Gott ihm Dinge offenbart durch Daniel. Und Daniel lässt sich hier gebrauchen. Und was der Traum beinhaltete und seine Deutung, das werden wir morgen lesen. Lass uns beten.
[10:02] Lieber Vater im Himmel, Dank, dass du Geheimnisse offenbarst, dass du zu Menschen sprichst als leise Stimme, als Traum, durch andere Menschen. Herr, du hast tausend Wege und wir danken dir, dass du auch zu uns sprichst heute an diesem Tag und auch in der Zukunft. Und dafür danken wir dir. Amen.
Lizenz
Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.