In dieser Predigt wird die Geschichte von Schadrach, Meschach und Abed-Nego aus dem Buch Daniel (Kapitel 3) beleuchtet. Es geht um ihren unerschütterlichen Glauben und ihre Weigerung, ein goldenes Standbild anzubeten, selbst unter Androhung der Verbrennung in einem Feuerofen. Die Predigt thematisiert die Bedeutung von Standhaftigkeit im Glauben und die Frage, wer Gott wirklich ist, der uns aus jeder Not retten kann.
Gott auf (m)einer Seite: Daniel 3:1-3:18
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, DanielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen die Seite 915 und beginnen das Kapitel 3 im Buch Daniel. Und bevor wir sehen, was Daniels Freunde auch für standhafte Männer sind und wie sie ihren Glauben gekämpft haben, lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, wenn wir heute dieses besonders beeindruckende Kapitel lesen über junge Männer, die ganz fest im Glauben standen, dann lass es auch uns beeindrucken und unsere Herzen tief eingeprägt werden. Danke. Amen.
[1:07] Wir beginnen in Kapitel 3 ab Vers 1. Der König Nebukadnezar ließ ein goldenes Standbild anfertigen, 60 Ellen hoch und 6 Ellen breit. Das stellt in der Ebene Dura in der Provinz Babel auf. Und der König Nebukadnezar ließ diese traben Vorsteher und Statthalter versammeln, die Räte und hofstattmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern in der Mitte zur Einweihung des Bildes, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte. Also Nebukadnezar lässt hier alle Männer von Rang und Namen kommen, die ganze Elite. Und dieses gemachte Standbild, das ein Götzen darstellt, anbeten. Sobald nun dieser traben Vorsteher und Stadt halter, die Rede Ruf Schatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern zur Einweihung des Bildes versammelt waren, dass der König Nebukadnezar aufgestellt hat und vor dem Bild standen, das Nebukadnezar aufgestellt hatte, da rief der Herold mit gewaltiger Stimme: "Das lasst euch gesagt sein, ihr Völker, Stämme und Sprachen!" Und diese Anrede erinnert uns ja sehr an Offenbarung 14, an die erste Engelsbotschaft. Ein Herold ist ja auch nur ein Bote des Königs, genauso wie die Engel in Offenbarung 14 Boten des Königs sind. "Sobald ihr den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und alle Arten von Musik hört, sollt ihr niederfallen und das goldene Standbild anbeten, das der König Nebukadnezar aufgestellt hat."
[2:35] Dieser Vers ist anders, dafür, dass manche behaupten, das Buch Daniel ist viel später geschrieben worden, denn die Musikinstrumente, die ihr aufgezählt werden, haben teilweise griechische Namen und Griechisch waren und natürlich damals noch keine Handelssprache. Es war Aramäisch, es war natürlich Arkadisch, aber manche Musikinstrumente sind ja mit griechischen Namen benannt. Und dieser Vorwurf ist natürlich interessant, aber man und als Musiker kann ich sagen, es gibt Instrumente, die haben natürlich andere Namen, haben keine deutschen Namen. Ein Beispiel dafür ist die Gitarre, die vom griechischen "kithara" kommt. Und diese Worte aus dem Kulturbereich haben sich viel, viel schneller tradiert als Alltagsworte. Und wir wissen ja, dass damals auch schon Handelsbeziehungen waren. Es gab auch schon griechische Söldner in babylonischen Armeen und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich solche Instrumente dann auch verbreitet haben und natürlich auch deren Namen. Und so kann man das ein bisschen herleiten, dass es hier keine aramäischen oder arkadischen Namen für Instrumente nur sind in diesem Vers, die übrigens viermal in diesem Kapitel auftauchen, was wiederum deutlich macht, dass die Musik bei dieser ganzen Zeremonie der Anbetung einen ganz hohen Stellenwert und eine ganz wichtige Rolle gespielt hat.
[4:14] "Wer aber nicht niederfällt und anbetet, der soll augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen werden." Darum fehlten zu bestimmter Zeit, dass alle Völker den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und alle Arten von Musik hörten, alle Völker, Stämme und Sprachen fielen nieder und beteten das goldene Bild an, das König Nebukadnezar aufgestellt hatte.
[4:35] Deswegen trafen zur selben Stunde etliche chaldäische Männer herbei und verklagten die Juden. Sie ergriffen das Wort und sprachen zu König Nebukadnezar: "Oh König, mögest du ewig leben! Du hast du König Befehl gegeben, dass jeder Mann, der den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, lauten, Harfen und alle Arten von Musik hört, niederfallen wird, das goldene Standbild anbeten soll. Wer aber nicht niederfällt und anbietet, der soll in den glühenden Feuerofen geworfen werden." Nun sind da die jüdischen Männer, die du über die Verwaltung der Provinz Babel bestellt hast, Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Diese Männer, König, achten nicht auf dich, dienen deinen Göttern nicht und beten das goldene Bild nicht an, das du aufgestellt hast."
[5:24] Also, wir haben hier eine richtige Denunziation von diesen drei Freunden von Daniel, die hier in Verruf gebracht werden, weil sie nicht den Befehl Folge leisten bei dem ganzen musikalischen Klang, der hier ertönt, der sicherlich auch nicht leise war, vor diesem goldenen Götzenbild niederzufallen, niederzuknien. Und sicherlich waren diese drei Freunde und auch Daniel sehr stark beunruhigt von den Chaldäern, denn sie waren ja Ausländer und sie hatten sich hochgearbeitet. Sie hatten beim König großes Ansehen genossen und natürlich gab es Neider, die sie in Verruf bringen wollten.
[6:14] Der befehlende König Nebukadnezar brachte sie vor den König. Liebe Chaldäer, griff das Wort und sprach zu ihnen: "Vorsätzlich, dass ihr meinen Göttern nicht dient und das goldene Bild nicht anbietet, dass ich aufrichten lasse, dass ich habe aufrichten lassen?" Und man muss hier Nebukadnezar zugute halten, dass er sie vorher noch befragt, dass er nicht einfach dem Urteil der anderen vertraut und sagt: "Okay, lass den Feuerofen werfen", sondern dass er sie kommen lässt, sie selbst befragt. Denn so ist auch Gott erstellt. Er stellt die Fakten noch mal gegenüber. Befehl, verurteilt und Nebukadnezar tut das hier auch.
[6:55] Nun, wenn ihr bereit seid, sobald ihr den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, lauten, Harfen und Sackpfeifen und alle Arten von Musik hören werdet, niederzufallen und das Bild anzubieten, dass ich gemacht habe, dann ist es gut. Wenn es aber nicht, dann betet so. Sollte die augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen werden. Und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand erretten könnte?" Und diese Frage, die Nebukadnezar stellt, das ist ja wie die Schlüsselfrage dieses Kapitels. Und sie klingt fast wie eine Frage aus dem Kapitel 13 aus der Offenbarung, wo es heißt: "Wer ist dem Tier gleich und wer vermag mit ihm zu kämpfen?" Und er fragt hier: "Wer ist dem Gott, wer ist denn euer Gott, der euch aus meiner Hand retten könnte?" Und wenn wir Kapitel 2 gerade gelesen haben, verwundert uns es sehr, dass Nebukadnezar, dass er hier so verhält, pur doch den Gott des Himmels so gepriesen hat, nachdem Daniel ihm die Deutung erklärt hatte von seinem Traum. Und nun weiß er anscheinend nichts mehr davon.
[7:55] Schadrach, Meschach und Abed-Nego antworteten und sprachen zum König Nebukadnezar: "Wir haben es nicht nötig, dir darauf ein Wort zu erwidern." Das ist eine sehr interessante Antwort und sehr mutig. Und sie sagen eigentlich nichts, sie sagen nur: "Du weißt es eigentlich besser, wir müssen dir nichts mehr erklären." Und dabei belassen sie ihr Urteil beim Nebukadnezar. Also, ich kann mir vorstellen, wenn ich in so eine Situation gewesen wäre, ich hätte mir glaub den Mund fusselig geredet und Nebukadnezar erklärt, warum ich nicht niederfallen kann und mich gerechtfertigt. Aber diese drei jungen Männer sagen einfach nur: "Du weißt, warum wir nicht niederfallen, wir müssen dir das nicht erklären."
[8:32] "Wenn es so sein soll, unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen retten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten. Und König, auch wenn es nicht so sein soll, so wissen wir, König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Standbild nicht anbeten werden, das du hast aufstellen lassen." Und das klingt hier ein bisschen wie Königin Esther, die sagt: "Paris i Paris, wenn ich umkomme, dann komme ich um." Und sie haben hier diesen Geist der Märtyrer. Sie haben Gott auf ihrer Seite, das wissen sie genau. Und sie legen ja ihr ganzes Leben in Gottes Hand. Und sie sagen: "Wenn Gott es erhält, erhält das. Wenn wir dabei sterben, sterben wir." Und das ist natürlich eine ganz bewundernswerte Einstellung, die diese drei jungen Männer hier an den Tag legen. Und wir werden morgen sehen, ob diese Einstellung beeindruckt oder nicht. Lass uns beten.
[9:28] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir für so standfeste junge Männer, die den Glauben vertreten haben und sich nicht haben beirren lassen. Schenk auch uns so einen Glauben und arbeite in unseren Herzen. Herzen. [Musik]
Lizenz
Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.