In dieser Predigt, die auf Daniel 4:25-5:9 basiert, beleuchtet Rabea Kramp die Geschichte von König Nebukadnezar und König Belsazar. Sie erklärt, wie Nebukadnezar durch seinen Stolz gedemütigt wurde, aber durch Gottes Gnade eine zweite Chance erhielt und seine Herrschaft wiedererlangte. Anschließend wird die dramatische Szene mit Belsazar geschildert, der durch seine Hybris und Entweihung heiliger Gefäße Gottes Gericht herausfordert. Die Predigt betont Gottes Souveränität und seine Fähigkeit, Gerechtigkeit walten zu lassen.
Gott auf (m)einer Seite: Daniel 4:25-5:9
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: DanielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 918. Wir werden Kapitel 4 beenden und sehen, ob die Prophezeiung und der Traum aus Kapitel 4 sich auch erfüllt haben. Und wir werden Kapitel 5 beginnen, ein sehr spannendes Kapitel, in dem Gott mit seinem eigenen Finger schreibt. Und bevor wir hineingehen und das alles lesen wollen, lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir aus dem Wort lernen dürfen, dass so viele spannende Geschichten und so viel interessante Dinge lehren. Und wir bitten dich, lass uns mit deinem Heiligen Geist hindurchleiten.
[1:15] Wir beginnen Kapitel 4, Vers 25. Dies alles ist über den König Nebukadnezar gekommen. Also hier haben wir schon mal die Vorwegnahme, dass die Prophezeiung eingetroffen ist. Und eigentlich hätte das nicht passieren müssen, denn es war eine Warnungsbotschaft, es war ein Traum, den Nebukadnezar von Gott bekommen hat. Und er wollte eigentlich nicht, dass er das durchmachen muss. Deswegen hat er ihn vorher gewarnt. Aber es steht weiter: Zwölf Monate später, nämlich er ging an sich auf seinem königlichen Palast in Babel. Da begann der König und sprach: Ist das nicht das große Babel, das ich mir erbaut habe zur königlichen Residenz mit meiner gewaltigen Macht und zu Ehren meiner Majestät? Also, wir merken schon, wie viel Stolz hier strotzt aus diesen Worten. Der zwar war ein großer Baulöwe, das bezeugen auch viele außerbiblische Tafeln. Er hat unglaublich viel gebaut. Und man kann vielleicht davon ausgehen, dass zu diesem Zeitpunkt wir gegen Ende seines Lebens sind und er eigentlich alles schon getan hat, was er sich vorgenommen hatte, seine vielen Bauten vollendet hat, Babel groß gemacht hat und dass er jetzt sehr stolz auf sich ist. Interessant ist, dass er auf dem Dach des Palastes wandelt und hier ja diese Sünde tut, dass er sich selber preist. Und es gab schon mal jemand im Alten Testament, der auch auf dem Dach seines Palastes gewandelt ist und in Sünde fiel, und das war David, der Bathseba gesehen hat.
[2:56] Noch war das Wort im Mund des Königs, da erklang eine Stimme vom Himmel herab. Und das ist auch eine sehr außergewöhnliche Stelle, denn es gibt nicht viele Stellen im Alten Testament, wo eine Stimme direkt vom Himmel kommt. Und sie sagt: Dir wird gesagt, König Nebukadnezar, das Königreich ist von dir genommen. Und man wird dich von den Menschen verstoßen, und du sollst dich bei den Tieren des Feldes aufhalten. Mit Gras wird man dich füttern wie die Ochsen, und sieben Zeiten sollen über dir vergehen, bis du erkennst, dass der Höchste Macht hat über das Königtum der Menschen und es gibt, wem er will. Im selben Augenblick erfüllte sich das Wort. Nebukadnezar wurde von den Menschen ausgestoßen, fraß Gras wie ein Ochse, und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis sein Haar so lang wurde wie Adlerfedern und seine Nägel wie Vogelkrallen. Wir sehen, wie Nebukadnezar hier von einem Moment auf den anderen wirklich verrückt wird, wie er zum Tier wird. Und dieses große Babylon, dieses Menschen gemachte System, ja, hat auf einmal einen Herrscher, der nicht mehr ganz bei Sinnen ist, der mit den Tieren auf dem Feld lebt. Aber nach Verlauf dieser Zeit, und wir erinnern uns, das waren sieben Jahre, hob ich Nebukadnezar meine Augen zum Himmel, und mein Verstand kehrte zu mir zurück. Da lobte ich den Höchsten und pries und verherrlichte den, der ewig lebt, dessen Herrschaft eine ewige Herrschaft ist und dessen Reich von Geschlecht zu Geschlecht währt, gegen welchen alle, die auf Erden wohnen, wie nichts zu rechnen sind. Er verfährt mit dem Herrn des Himmels und mit denen, die auf der Erde wohnen, wie er will. Und es gibt niemand, der seine Hand wehren oder zu ihm sagen dürfte: Was machst du? Und hier beschreibt es natürlich Gott. Und wir haben gestern gelesen, dass Gott Könige einsetzt und Könige absetzt, und diese Macht wird hier noch ein bisschen beschrieben und ausgeschmückt. Niemand könnte Gott fragen: Was machst du da? Weil Gott muss sich nicht erklären. Gott tut die Dinge. Zur selben Zeit kam mir mein Verstand zurück, und mit der Ehre meines Königreichs kehrte auch meine Herrlichkeit und mein Glanz zurück. Meine Räte und meine Großen suchten mich auf, und ich wurde wieder über mein Königreich gesetzt und erhielt noch größere Macht.
[5:19] Und das ist Gott, dass ein Nebukadnezar, der durch Stolz gedemütigt wurde von Gott, wenn er erkennt, dass er einen Fehler gemacht hat, Gott ihn nicht nur wieder zurückversetzt in seinem Amt, sondern ihn noch mehr segnet als vorher. Das sehen wir bei so vielen Männern und Frauen in der Bibel. Das Gott so verfährt. Denken wir nur an Petrus, der nach seiner Verleugnung von Jesus an eine noch größere und bedeutendere Aufgabe bekommt als zuvor. Nebukadnezar war sicher geläutert. Er hatte eine sehr harte Lektion lernen müssen. Aber wir werden ja, wir stellen fest, dass hier dieses Kapitel von dieser Bekehrung von Nebukadnezar spricht. Und Daniel hat einen ganz großen Anteil daran, dass dieser Mann, der so gewaltig und gewalttätig und herrscherisch und temperamentvoll war, dass er sein ganzes Sein und Wollen unter Gottes Leitung gestellt hat und dass ein Gotteskind wurde.
[6:26] Nun lobe und erhebe und verherrliche ich Nebukadnezar, den König des Himmels, denn all sein Tun ist richtig und seine Wege sind gerecht. Wer aber hochmütig wandelt, den kann er demütigen. Und das war Nebukadnezars Erfahrung. Der Hochmütige, den demütigt er. Und wir haben zwar schon in den letzten Kapiteln immer wieder gelesen, dass Nebukadnezar nach der Deutung der Träume Gott hochgepriesen hat, aber es waren Worte. Es war noch nicht in seinem Herzen angekommen. Aber hier in Kapitel 4 ist es in seinem Herzen angekommen.
[7:01] Und mit dem Sprung zu Kapitel 5 machen wir auch einen zeitlichen Sprung, denn zu dieser Zeit ist tot und sein Enkel König Belsazar sitzt hier in Babylon. Der König Belsazar veranstaltete für seine 1000 Großen ein prächtiges Mahl und trank Wein vor den 1000. Also, er gibt hier ein großes Festmahl und er lädt hier ganz viele ein, während die Perser, so werden wir nachher gleich lesen, während die Perser vor der Stadt stehen und sie eigentlich bedrohen. Also, in einer ausweglosen Situation. Belsazar ist ein König, der auch aus der biblisch bezeugt werden kann, über den es Quellen gibt. Seine Existenz ist historisch gesichert, allerdings aber auch noch nicht sehr lange. Und während er sich den Wein schmecken ließ, befahl Belsazar, man solle die goldenen und silbernen Gefäße herbringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel in Jerusalem weggenommen hatte, damit der König samt seinen Großen, seinen Frauen und seinen Nebenfrauen daraus trinken können. Er hat sich also diese heiligen Gefäße holen lassen, um bei diesem Trinkgelage, was moralisch von ganz unterste Kategorie war, aus den heiligen Tempelgefäßen Wein zu trinken. Da wurden die goldenen Gefäße herbeigebracht, die man aus dem Tempel, aus dem Haus Gottes in Jerusalem weggenommen hatte. Weil einer der drei Werkführung hat man ja Tempelgeräte mitgenommen. Und der König trank daraus, samt seinen Großen, seinen Frauen und seinen Nebenfrauen. Sie tranken Wein und priesen die Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen und Holz und Stein. Also, nicht nur, dass sie die Gefäße entweiht haben, sie haben gleichzeitig auch noch Gotteslästerung und Götzendienst betrieben. Und das war eindeutig zu viel.
[8:53] Im selben Augenblick erschienen Finger einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand des königlichen Palastes. Und der König sah die schreibende Hand, das ein Finger eine Schrift in der schreibt. Das haben wir in der Bibel gar nicht so häufig. Drei Stellen sind mir eingefallen, wo das so ist: Gott schreibt mit seinem eigenen Finger die Zehn Gebote in die Tafeln. Wir haben hier in Daniel 5, wo der Finger Gottes eine Schrift an die Wand schreibt. Und wir haben Jesus im Neuen Testament, der in der Geschichte mit der Ehebrecherin die Sünden der Pharisäer in den Sand schreibt.
[9:39] Da verfärbte sich das Gesicht des Königs, und seine Gedanken erschreckten ihn, und alle Kraft wich aus seinen Gliedern, und seine Knie schlotterten. Also, er hat richtig Angst gekriegt. Der Belsazar, der König, schrie mit lauter Stimme, man solle die Wahrsager, Chaldäer und Zeichen holer holen. Und der König begann und sprach zu den Weisen von Babel: Derjenige, welcher diese Schrift lesen und mir sagen kann, was sie bedeutet, der soll mit Purpur bekleidet werden und eine goldene Kette um seinen Hals tragen und als Dritter im Königreich herrschen. Also, er wollte unbedingt wissen, was das bedeutet, weil er merkte, das ist hier überirdisch, das ist nichts, was man leicht auf die leichte Schulter nehmen kann. Und warum bietet er die dritte Stellung im Reich an? Weil er selber nicht der Erste war. Er war der Zweite, denn sein Vater Nabonit war zu dieser Zeit eigentlich König. Nun, aber nicht hatte mit dem Regieren nicht so viel am Hut, hat sich lieber den Künsten und der Literatur zugewandt. Und Belsazar sollte hier die Regierungsgeschäfte verwalten. Und Daniel, bzw. und der, der die Deutung dieser Schrift hätte geben können, der sollte Dritter im Reich werden. Und alle Weisen des Königs kamen herbei, aber sie konnten weder die Schrift lesen, noch ihre Bedeutung dem König erklären. Und diese dieses Muster zieht sich durchs Buch Daniel hindurch, dass die Weisen wieder Träume erraten können und noch sie auslegen können, wie schon in Kapitel 2 und 4. Da wurde der König Belsazar sehr bestürzt, und sein Gesicht verfärbte sich, und seine Großen waren ganz verwirrt. Also, es greift eine unglaubliche Bestürzung diesen großen Festsaal, wo alle wahrscheinlich schon sehr betrunken sind, um sich. Und trotz ihrer ihres vielleicht etwas verwirrten Zustandes verstehen sie doch, dass diese Schrift an dieser Wand, die mit einem sichtbaren Finger, einer Hand gezeichnet wurde, dass die Unheil verkündet.
[11:46] Und wie es morgen weitergeht, das werden wir sehen, ob diese Schrift gedeutet werden kann und was Nebukadnezar daraufhin tut. Darauf könnt ihr gespannt sein in der morgigen Andacht. Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, du machst der Sünde ein Ende, so wie wir auch in diesem Kapitel sehen können. Du lässt die Ungerechtigkeit nicht bis in alle Ewigkeit walten. Und ja, um sich greifen, und dafür danken wir dir, dass du sie eindämmst und dass du Recht schaffst eines Tages auf der ganzen Welt in deinem Namen.
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