In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ wird der biblische Text aus Daniel 5:10-27 beleuchtet. Rabea Kramp erklärt die dramatische Szene, in der König Belsazar die mysteriöse Schrift an der Wand nicht deuten kann und die weisen Männer Babylons versagen. Die Königinmutter erinnert an den Propheten Daniel, der schließlich die göttliche Botschaft entschlüsselt und Belsazars Schicksal verkündet.
Gott auf (m)einer Seite: Daniel 5:10-5:27
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: DanielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Seite 919 und wir werden weiter Kapitel 5 studieren. Und wir werden sehen, wie Belsazar auf die Deutung der Schrift an der Wand reagiert und ob er sie sich zu Herzen nimmt oder auch nicht. Lasst uns davor gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir heute entdecken dürfen, was passiert, wenn man sich dein Herz, dein Wort zu Herzen nimmt und auch, wenn man das nicht tut. Denn alles hat seine Konsequenzen, auch in unserem Leben hat alles seine Konsequenz. Und wir bitten dich, dass wir das heute erkennen durch dein Wort. Amen.
[1:21] Wir beginnen Kapitel 5 ab Vers 10. Auf Wunsch des Königs und seiner Großen kam die Königin Mutter in den Trinksaal. Also, die Weisen konnten ja die Schrift nicht deuten und Belsazar weiß nicht anders zu helfen, als seine Mutter zu holen. Die Königin begann und sprach: "Oh König, mögest du ewig leben! Deine Gedanken sollen dich nicht erschrecken und dein Aussehen verändere sich nicht. Es gibt einen Mann in deinem Königreich, in dem der Geist der heiligen Götter ist und bei dem in den Tagen deines Vaters Erleuchtung, Verstand und Weisheit gleich der Weisheit der Götter gefunden worden ist, so dass dein Vater, der König Nebukadnezar, zum Obersten der Traumdeuter, Wahrsager, Chaldäer und Zeichendeuter bestimmt hat." Ja, dein Vater, okay, König.
[2:08] Die Königin hat hier keinen Zweifel, dass es diesen Mann gibt und sie meint natürlich Daniel, der hier helfen kann, der die Schrift lesen und sie auch erklären kann. Sie sagt mehrfach, dass eine Vaters war er war, aber tatsächlich der Opa. Aber es war im Orient ganz normal, dass man auch den Opa einen Vater genannt hat. Er war sozusagen ein Vorvater von Belsazar. Das Belsazar den Daniel allerdings nicht kennt und dass seine Mutter ihn auf ihn hinweisen muss, ist natürlich eine interessante Sache, die uns überlegen lässt: Kann es sein, dass Daniel in den letzten zehn Jahren, denn seit zehn Jahren für Belsazar hier die Regierungsgeschäfte, dass Daniel in dieser Zeit gar keine große und bedeutende Rolle mehr in Babylon gespielt hat? Und wahrscheinlich war das der Fall. War vielleicht ein ganz normaler Verwalter, ein Beamter im Staatsapparat, aber niemand, der groß für Belsazars Erscheinung getreten ist.
[3:21] Und die Königin sagt weiter: "Ganz allein deshalb, weil bei ihm ein vertrefflicher Geist, Verstand und scharfer Sinn gefunden wurde zur Deutung von Träumen, zur Erklärung von Rätseln und zur Auflösung von Knoten, nämlich bei Daniel, dem der König den Namen Belsazar gab. So lasse man nun Daniel rufen, der würde die Deutung sagen." Die Königin nennt hier tatsächlich der Daniel auch bei seinem hebräischen Namen und sagt nur den Mann Belsazar nennt. Und das zeigt, dass Daniel hier seine Identität so gewahrt hat und dass er immer als Daniel wahrgenommen wurde und sein Name Belsazar eigentlich ihm zwar gegeben wurde, aber nie so richtig angehaftet hat.
[4:06] Sobald nur Daniel vor den König hineingeführt worden war, ergriff der König das Wort und sprach zu ihm: "Bist du der Daniel, einer der weggeführten von Juda, die mein Vater, der König, aus Juda hergebracht hat? Ich habe von dir gehört, dass der Geist der Götter in dir sei und dass Erleuchtung, Verstand und außerordentliche Weisheit bei dir gefunden werden."
[4:32] Also, diese Fragen machen deutlich, nochmal, dass Belsazar den Daniel wirklich nicht kannte. Nun sind die Weisen und Wahrsager vor mich geführt worden, um diese Schrift zu lesen und mir ihre Bedeutung mitzuteilen. Sie waren aber nicht imstande, die Bedeutung der Worte zu erklären. Und von dir habe ich gehört, dass du Deutungen geben und Knoten auflösen könntest. Wenn du nun diese Schrift lesen und mir ihre Bedeutung erklären kannst, so sollst du mit Purpur bekleidet werden und eine goldene Kette an deinem Hals tragen und als Dritter im Königreich herrschen."
[5:07] Also, er verspricht ihm ja genau das, was er auch schon in Vers 7 gesagt hat, dass er ihn zum Dritten im Königreich macht, ihm quasi wie königliche Würde gibt, ihn mit Purpur kleidet, mit einer goldenen Kette.
[5:18] Da antwortete Daniel und sprach vor dem König: "Diese Antwort ist denkbar nüchtern. Deine Gaben mögen dir verbleiben und gib deine Geschenke einem anderen. Jedoch die Schrift will ich dem König lesen und erklären, was sie bedeutet."
[5:36] Ja, Daniel hatte kein Interesse an dieser Lobhudelei und an irgendwelchen großen Stellungen, denn er war sicher gewiss, dass die Perser vor der Stadt stehen und erkannte die Zukunft und er wusste, dass Babylon sehr bald untergehen würde.
[5:53] "Oh König, Gott der Allerhöchste hat deinen Vater Nebukadnezar des Königs tun die Macht, die Ehre und die Herrlichkeit verliehen. Also, Daniel beginnt hier gar nicht mit dem Lesen der Schrift, sondern mit der Geschichte mit seinem Großvater und wegen der Majestät, die er ihm gab. Also, er mein Gott zitterten und beten vor ihm alle Völkerstämme und sprachen, denn er tötete, wen er wollte und ließ leben, wen er wollte, er erhöhte, wen er wollte und er erniedrigte, wen er wollte."
[6:21] Also, beschreibt Nebukadnezar als ein herrischen König, der einfach nach seinem Impuls gehandelt hat, dass ich aber sein Herz erhob, also er stolz wurde und sein Geist übermütig wurde bis zur Vermessenheit. Wurde er von seinem königlichen Thron gestürzt und seine Würde wurde ihm genommen. Man versteht ihn von den Menschenkindern und sein Herz wurde den Tieren gleich. Er wohnte bei den Wildeseln und man fütterte ihn mit Gras wie die Ochsen und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis er erkannte, dass Gott der Allerhöchste Macht hat über das Königtum der Menschen und darüber, wer es setzt, wen er will.
[7:03] Und wieder haben wir die Aussage hier im Buch Daniel, dass Gott die Könige einsetzt und absetzt. Und er argumentiert hier vor Belsazar mit seinem Großvater und sagt, er war auch eines Tages, er war auch ein sehr stolzer, sehr vermessener und Gott hat ihn gedemütigt.
[7:25] Und jetzt schwenkt er um in die Gegenwart: "Du aber, Belsazars Sohn, hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du das alles wusstest." Also, Belsazar hat die Lektionen aus dem Leben seines Großvaters sich nicht zu Herzen genommen und hat sie nicht auf sein eigenes Leben angewandt, sondern du hast dich über den Herrn des Himmels erhoben und man hat die Gefäße seines Hauses vor dich gebracht und du und deine Gewaltigen, deine Frauen und Nebenfrauen, ihr habt Wein daraus getrunken und du hast die Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen und Holz und Stein gepriesen, die weder sehen, noch hören, noch verstehen.
[8:03] Den Gott aber, in dessen Hand dein Atem und alle deine Lebenszeit sind, hast du nicht geehrt. Infolgedessen wurde von ihm diese Hand gesandt und diese Schrift geschrieben.
[8:17] Ja, er macht deutlich, Daniel macht hier deutlich: Du hast alles, was du hast, aus Gottes Hand empfangen, sogar den Atem, der in deiner Nase ist. Aber weil du dich nicht gedemütigt hast, hat Gott diese Hand gesandt, die diese Schrift schreibt.
[8:37] Und diese Zweckentfremdung und Daniel erwähnt es ja hier, dass sie die Gefäße des Hauses genommen haben, daraus getrunken und währenddessen auch noch ihre fremden Götter angebetet haben. Und diese Zweckentfremdung der heiligen Gefäße führte dann zu diesem sehr raschen Fall Babylons. So lautet aber die Schrift, die geschrieben steht: "Mene, Mene, Tekel, Parsin."
[8:55] Und du hast, und das ist die Bedeutung des Spruches: "Bedeutet: Gott hat die Tage deines Königtums gezählt und ihm ein Ende bereitet."
[9:13] Wurde das Königtum wieder zurückgegeben, aber Belsazar wird es jetzt für immer genommen werden. "Tekel" bedeutet: "Du bist auf eine Waage gewogen und zu leicht gefunden worden."
[9:26] "Tekel" ist nichts anderes als Schekel, und das ist eine Maßeinheit und beschreibt dieses Wiegen auf der Waage. Und Daniel sagte dem Belsazar: "Du bist für zu leicht befunden worden. Du bist nicht geläutert, nicht gedemütigt und es wiegt nichts im Gegensatz zur Gerechtigkeit."
[9:52] Und was das letzte Wort bedeutet, werden wir morgen sehen und wie dieser Spruch zu Ende geht und wie Belsazar reagiert.
[10:00] Lass uns beten. Lieber Herr Jesus, wir danken dir, dass du diese ernsten Kapitel ins Buch Daniel hast schreiben lassen, damit sie uns eine Warnung sind und wir auch heute in unserem Alltag darauf aufmerksam werden, wo du uns auch ermahnst, wo du uns zurechtweisen möchtest und helfen möchtest, besser zu leben und dir ähnlicher zu werden. Amen.
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