In dieser Predigt geht Rabea Kramp auf die biblischen Begebenheiten von Daniel in der Löwengrube ein. Sie beleuchtet die Deutung der Schrift an der Wand für Belsazar und die anschließende Ernennung Daniels zum hohen Beamten unter Darius dem Meder. Die Predigt thematisiert auch die Intrigen gegen Daniel und wie er trotz eines königlichen Verbots seinem Glauben treu bleibt.
Gott auf (m)einer Seite: Daniel 5:28-6:17
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: DanielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 920. Wir werden noch drei Verse von Kapitel 5 lesen und dann in Kapitel 6 hineingehen. Das spannende Kapitel mit der Löwengrube. Und bevor wir das lesen, werden wir lass uns gemeinsam beten.
[0:50] Lieber Herr Jesus, wir wollen dir danken, dass du der Retter bist. Du bist der Erlöser, nicht nur unserer Seele, sondern manchmal auch ganz praktisch und ganz hautnah, so wie in Kapitel 6, dass du Daniel vor den Löwen gerettet hast. Und wenn wir das heute lesen, dann lass uns doch bewusst werden, dass du uns auch im Alltag ganz oft rettest und wir dir eigentlich viel dankbarer sein sollten, dass unser Leben so oft bewahrst. In deinem Namen, Amen.
[1:20] Wir haben gestern davon gelesen, dass Belsazar diese Schrift an der Wand gesehen hat, dass Daniel geholt wurde, um sie zu lesen und zu deuten, denn sie war anscheinend in einer Schriftsprache, die niemand kannte und dann schon gar nicht die Deutung geben konnte. Aber Daniel konnte das. Und es ist eigentlich gar nicht geklärt, in welcher Schrift diese Worte da an der Wand erschienen sind, aber Daniel konnte sie anscheinend lesen. Und interessant ist ja, dass die Kaldea, die Weisen und Zeichenleute, genau Experten für Schriften waren, aber diese Schrift Gottes, die konnten sie nicht lesen. Das überstieg ihr Vermögen.
[2:07] Und wir haben gestern gesehen, dass es hieße, "Mene" steht für "Mina", das sind 50 Schekel, als eine Gewichtseinheit. "Tekel" steht für "Schekel". Und das letzte Wort heißt "Peres" oder "Parsin". Und da heißt es: "Perez" bedeutet, dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben werden. Das Wort "Perez" hat eigentlich drei Bedeutungen. Es ist zum einen eine Gewichtseinheit. Mina waren 50 Schekel, Tekel ist ein Schekel. Und Perez ist eigentlich der Bruchteil von etwas Größerem, also es nimmt quasi ab. Dann ist Perez aber auch ein Verb, das heißt, dass man etwas teilt, etwas abbricht. Und es steht auch für die Perser, die natürlich vor den Toren Babylons stehen und die Babylonier in dieser Nacht erobern werden. Also drei Bedeutungen. Und dieser Spruch: "Mene, Mene, Tekel, Parsin" sollte besser das Fürchten lehren und ihm zeigen, was rasch geschehen soll.
[3:13] Sogleich befahl Belsazar, dass man den Daniel mit Puppen begleiten und ihm eine goldene Kette um den Hals legen und von ihm ausgerufen werden solle, dass er der dritte Herrscher im Königreich sein soll. In derselben Nacht wurde Belsazar, der König der Chaldäer, umgebracht, eben weil die Perser eingefallen sind in Babylon. Gott hat ihm noch mal zeigen wollen, dass das, was er getan hat, zu seinem Tod führen wird.
[3:44] Und nun beginnen wir mit Kapitel 6. Und wir sind hier, machen wieder einen Zeitsprung von Kapitel 5 zu Kapitel 6 und sind in der Zeit von Darius dem Meder. Und Darius dem Meder empfing das Königreich, als er 62 Jahre alt war. Also schon ein älterer Herr. Darius aber befand es für gut, 120 Statthalter über das Reich zu setzen, die im ganzen Reich verteilt sein sollten. Und über diese drei Minister, von denen Daniel einer war, diesen sollten jene Statthalter Rechenschaft ablegen, damit der König keinen Schaden erleide. Also es gab diese 120 Statthalter und da gab es drei Minister, die diese Statthalter vorstanden. Und von diesen drei Ministern war Daniel einer. Und sie hatten die Aufgabe, Schaden vom König abzuwenden. Das heißt, diese drei Minister genossen das absolute Vertrauen von Darius. Und das zeigt uns natürlich, dass Daniel wieder ein sehr integerer Charakter war, ein sehr höflicher, ein sehr loyaler.
[4:53] Da sich nun dieser Daniel von allen Ministern und Statthaltern auszeichnete, also noch von diesen dreien war ja auch wieder der Beste, weil ein sofort trefflicher Geist in ihm war, so nahm sich der König vor, ihn über das ganze Reich zu setzen. Also wollte ihn noch höher machen. Da suchten die Minister und Statthalter meine Anklage gegen Daniel zu finden im Hinblick auf die Regierungsgeschäfte, aber sie konnten keine Schuld oder irgendetwas nachteiliges finden, weil er treu war und keine Nachlässigkeit noch irgendein Vergehen bei ihm gefunden werden konnte. Das sprach: "Jede Menge, wir werden gegen diesen Daniel keinen Anklagegrund finden, es sei denn im Gesetz seines Gottes."
[5:33] Und wenn wir das lesen, dann merken wir, dass es hier eine gewisse Parallele zu Jesus gibt, der auch von den Dienern des Reiches, von den Pharisäern ja gesucht wurde, dass er, dass man Fehler an ihm finden möge. Und sie ihn auch mit dem Gesetz versucht haben, in denen sie ihm lauter komische Fragen gestellt haben, ihm Fallen stellen wollten.
[6:00] Daraufhin bestimmten jene Fürsten und Statthalter den König und sprachen: "König Darius, mögest du ewig leben! Sämtliche Minister des Königreichs, die Vorsteher, Statthalter, die Rede und die Statthalter erachten es für ratsam, dass seine königliche Verordnung aufgestellt und ein Verbot erlassen werde, wonach jeder, der innerhalb von 30 Tagen irgendeine Bitte an irgendeinen Gott oder Menschen richtet, außer an dich allein, oh König, in die Löwengrube geworfen werden soll." Und das war natürlich ein großer Hinterhalt, den sie hier geplant haben, dem König einfach so eine Verordnung unterzujubeln, die einfach unterschrieben, ohne wirklich drüber nachzudenken. Und das war ein fataler Fehler, den Darius hier begangen hat.
[6:48] Nun, König, erlasse das Gebot und unterschreibe das Edikt, das nicht abgeändert werden darf nach dem Gesetz der Meder und Perser, welches unwiderruflich ist. Und das haben wir ja sozusagen heute noch in unserem Volksmund, dass wir sagen: "Das steht fest wie das Gesetz der Meder und Perser." Und wir haben diesen Spruch aus diesem Kapitel aus der Bibel. Und anscheinend ist das so gewesen, dass ex cathedra gesprochen wurde. Würden wir heute sagen: "Daraufhin unterschrieb der König das Edikt und Verbot."
[7:17] Als nun Daniel erfuhr, dass das Edikt unterschrieben war, ging er hinauf in sein Haus, wo er in seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem hatte. Hin hatte und er fiel drei Mal am Tag auf die Knie nieder und betete und dankte vor seinem Gott, ganz wie es zuvor immer getan hatte. Also dann jetzt Reaktion auf dieses Verbot ist nicht, dass er aufhört, sein Gebetsleben so zu führen, wie es vorher geführt hat, sondern er macht ganz normal weiter, weil er weiß, er tut dem König Darius damit kein Unrecht und er möchte seinem Gott weiter dienen.
[7:53] Da stürmten jede Menge herein und fanden Daniel betend und flehend vor seinem Gott. Sogleich erschienen sie vor dem König und brachten das königliche Verbot zur Sprache: "Hast du nicht ein Verbot unterschrieben, wonach jeder, der innerhalb von 30 Tagen von irgendeinem Gott oder Menschen etwas erbittet, außer von dir, König, in die Löwengrube geworfen werden soll?" Der König antwortete und sprach: "Die Sache steht fest nach dem Gesetz der Meder und Perser, das unwiderruflich ist."
[8:24] Da antworteten sie und sprachen vor dem König: "Daniel, einer der weggeführten von Juda, nimmt keine Rücksicht auf dich, König, und achtet nicht auf das Verbot, das du unterzeichnet hast, sondern er verrichtet dreimal am Tag sein Gebet." Und da haben sie ihn jetzt natürlich in der Falle gehabt. Als der König das hörte, wurde er sehr betrübt und er sah darüber nach, wie er Daniel retten könnte und gab sich Mühe bis zum Sonnenuntergang, ihn zu befreien. Also Darius mochte Daniel, er hatte wirklich den Daniel sehr gerne.
[9:01] Und wir sehen aber, dass selbst so der mächtigste Herrscher der Welt, und das war Darius zum damaligen Zeitpunkt, dass der mächtigste Mann der Welt hier diesen Daniel nicht retten kann. Nur Jesus konnte Daniel retten. Da bestimmten jene Männer den König und sprachen: "Bedenke, oh König, dass nach dem Gesetz der Meder und Perser kein Verbot und keine Verordnung, die der König aufgestellt hat, abgeändert werden darf." Also sie reizen hier den Darius richtig, sie erinnern ihn zum wiederholten Male daran, dass sein Gesetz feststeht. Und ja, sie freuen sich wahrscheinlich voller Boshaftigkeit und Schadenfreude, dass sie dem Daniel hier erfolgreich eine Falle gestellt haben.
[9:43] Da befahl der König, dass man Daniel herbringe und in die Löwengrube werfe. Der König begann und sprach zu Daniel: "Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, der rette dich!" Und da Darius hatte hier großes Mitgefühl und hat sich unglaublich gewünscht, dass er diesen Fehler, dieses Edikt zu unterschreiben, nicht getan hätte. Und er konnte Daniel jetzt nur noch in die Hände Gottes geben.
[10:08] Und wie es damit weitergeht und ob Daniel die Löwengrube überlebt hat und was mit seinen Anklägern passierte, das werden wir morgen lesen. Lasst uns beten.
[10:17] Lieber Herr Jesus, wir danken dir, dass du alles siehst, dass du jeden boshaften Gedanken siehst und alles, was Böses auf der Welt geschieht, und dass du es ins Gericht bringen wirst, so wie du auch diese Männer ins Gericht gebracht hast. Herr, wir danken dir, dass du so gerecht bist, dass du voller Liebe bist und dass wir uns darauf verlassen können, dass du uns rettest, wenn wir zu dir beten. Amen.
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