In dieser Predigt wird die Geschichte von Daniel in der Löwengrube aus Kapitel 6 des Buches Daniel beleuchtet und Parallelen zu Jesus aufgezeigt. Anschließend taucht Rabea Kramp in die prophetischen Visionen von Daniel Kapitel 7 ein und erklärt die Bedeutung der vier Tiere und des kleinen Horns als Symbole für Weltreiche und politische Mächte, die sich bis in die heutige Zeit erstrecken.
Gott auf (m)einer Seite: Daniel 6:18-7:8
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: DanielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen die Seite 921, wir werden Kapitel 6 beenden und sehen, ob Daniel aus der Löwengrube errettet wird. Und wir werden in die prophetischen Kapitel einsteigen, Kapitel 7, und das wird natürlich ganz besonders interessant und spannend. Und ich werde mich bemühen, dass wir die 10 Minuten nicht sprengen und trotzdem das Nötigste erkläre. Lass uns vorher beten. Lieber Jesus, wir danken dir für dein Wort, das so interessante Geschichten, aber auch große Prophezeiungen enthält, die uns die Zukunft verkünden. Und wir dürfen wissen, dass du die ganze Welt, aber auch unser Leben ganz persönlich in deine Hand hältst. Und dafür danken wir dir. Amen.
[1:19] Wir beginnen Kapitel 6 ab Vers 18. Und es heißt hier: "Und man brachte einen Stein und legte ihn auf die Öffnung der Grube." Daniel ist jetzt schon in der Löwengrube, und der König versah ihn mit seinem Siegel und mit dem Siegel seiner Gewaltigen, damit in der Sache Daniels nichts geändert werde. Es gab schon mal oder wird noch in der Bibel eine Geschichte geben, wo auch jemand in einer Grube ist, ein Stein davor geschoben wird und ein Siegel angebracht wird. Und das ist Jesus, der ja auch einen großen Stein und ein Siegel vor seinem Grab hatte. Und Daniel wird hier ja, er lebt hier ähnliches. Überhaupt müssen wir sagen, dass in Kapitel 6 Daniel ganz viele Dinge erlebt, die Jesus ähnlich sind und ganz viele Parallelen bestehen zwischen Jesus und Daniel.
[2:22] Dann zog sich der König in seinen Palast zurück und er verbrachte die Nacht fastend und ließ keine Frauen zu sich führen, und der Schlaf floh von ihm. Also der König ist richtig unruhig, fastet und betet die ganze Nacht, weil er Daniel erretten möchte. Beim Anbruch der Morgenröte aber stand der König auf und begab sich rasch zu der Löwengrube. Also du kannst gar nicht erwarten und läufst sofort hin. Und als er sich der Grube näherte, rief er Daniel mit Angst vor der Stimme. Der König begann und sprach zu Daniel: "Du Knecht des lebendigen Gottes, hat dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, dich von den Löwen retten können?"
[3:03] Da sprach Daniel zu dem König: "Oh König, mögest du ewig leben! Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den Rachen der Löwen verschlossen, dass sie mir kein Leid zufügten, weil vor ihm meine Unschuld offenbar war und ich auch dir gegenüber, oh König, nichts Böses verübt habe." Und dies war ein großes Wunder. Der Engel hat Daniel beschützt und Daniel sagt hier, er hat ja sich nichts vorwerfen können. Er hat den König nicht betrogen, er hat nichts Schlechtes ihm gegenüber getan. Er war völlig im Reinen mit sich. Und das zeigt natürlich dem Darius, dass er richtig lag mit der Einschätzung von Daniel.
[3:51] Da wurde der König sehr froh und befahl Daniel aus der Grube herauszuziehen. Als man aber Daniel aus der Grube heraufgebracht hatte, fand sich keine Verletzungen an ihm, denn er hatte seinem Gott vertraut. Ja, Daniel war nicht einmal mit einem Kratzer aus der Grube gestiegen. Er war völlig bewahrt worden. Und das ist ein schönes Bild dafür, dass auch Gott uns völlig bewahren kann, wenn wir in Schwierigkeiten sind.
[4:19] Der befahl der König jene Männer herbei zu holen, die Daniel verleumdet hatten, und man warf sie in die Löwengrube, sie, ihre Kinder und Frauen. Und ehe sie noch den Boden der Grube berührten, waren die Löwen schon über sie hergefahren und zermalmten ihnen alle Gebeine. Und das ist natürlich eine traurige Sache, aber der König macht hier kurzen Prozess mit den Verleumdern, mit denen, die auch ihn betrogen hatten, denn ihr ganzes Anliegen mit dem Edikt war nicht ehrlich und nicht lauter.
[4:52] Darauf schrieb der König Darius an alle Völker, Stämme und Sprachen: "Neben dem ganzen Land, wohnt euer Friede nehme zu! Es ist von mir ein Befehl erlassen worden, dass man sich im ganzen Reich meiner Herrschaft vor dem Gott Daniels fürchten und scheuen soll. Denn er ist der lebendige Gott, welcher in Ewigkeit bleibt und sein Königreich wird nie zugrunde gehen und seine Herrschaft hat kein Ende."
[5:18] Interessant ist, dass Darius hier das verkünden lässt an alle Stämme und Sprachen drumherum. Das erinnert uns auch an Offenbarung 14, wo auch ein Evangelium durch die ganze Welt geht. Aber die Feinde von Daniel haben genau das Gegenteil von dem erreicht, was sie wollten. Sie wollten, dass der Gott des Himmels nicht angebetet wird, und jetzt haben sie ist genau das Gegenteil der Fall. Der Gott wird bekannter gemacht unter den Völkern drumherum. Er rettet und befreit, er tut Zeichen und Wunder am Himmel und auf Erden. Er hat Daniel aus der Gewalt der Löwen errettet.
[5:58] Und diesem Daniel ging es von da an gut unter der Regierung des Darius und unter der Regierung Kyros des Persers. Kyros war der General, der Babel erobert hat. Und weil Darius, der ja schon älter war, nur kurz geherrscht hat, übernahm dann Kyros später die Regierung und wurde der Herrscher über das große persische Reich. Und Daniel hat diesen Kyros noch erlebt.
[6:32] Und bevor wir jetzt in das Kapitel 7 gehen, sage ich kurz, dass wir noch mal einen kleinen Zeitsprung machen, aber nicht weiter nach vorne, sondern wieder zurück. Wir haben jetzt in chronologischer Reihenfolge die Geschichtskapitel gelesen und nun greift hier Daniel wieder zurück zwischen Daniel 4 und Daniel 5. Wir sind nämlich im ersten Jahr der Besatzung, das ungefähr das Jahr 552 vor Christus war. Im ersten Jahr der Besatzung des Königs von Babel hatte Daniel einen Traum und Gesichte seines Hauptes auf seinem Lager. Er schrieb den Traum sogleich auf und dies ist der vollständige Bericht.
[7:10] Also jetzt hat nicht der König einen Traum, sondern Daniel selber. Daniel begann und sprach: "Ich sah bei Nacht in meinem Gesicht und sehe die vier Winde des Himmels brachen los auf das große Meer und vier große Tiere stiegen aus dem Meer empor, jedes verschieden vom anderen." Also er sieht hier die Winde, die stehen die Kriege, und diese Winde wühlen das Meer auf. Das Meer steht für Völker und die großen Tiere sind Königreiche, und die sind alle unterschiedlich. Und die steigen alle hervor. Also die Kriege wühlen die Völker auf und dadurch entstehen neue Königreiche. Das ist so der große, große Zusammenhang dieses Kapitels.
[7:56] Das erste gleicht einem Löwen und hatte Adlerflügel. Den Löwen kennen wir aus der Bibel als ein Tier, das für verschiedene Dinge steht. Zum einen steht der Löwe für Jesus, aber er steht auch für Satan. Er steht für den Yoda, er steht aber auch für Babylon und für Syrien. Also wird öfter benutzt für gewaltige und ja, große Dinge. Ich schaute, bis ihm die Flügel ausgerissen wurden und es von der Erde aufgerichtet und wie ein Mensch aufrecht auf seine Füße gestellt wurde und wie ein menschliches Herz gegeben wurde. Und das beschreibt hier den Nebukadnezar, der ein menschliches Herz bekam, ein bekehrtes Herz. Und er steht hier als der Herr von Babylon.
[8:43] Und natürlich für das erste Tier, den Löwen. Und siehe, das andere zweite, täglich einem Bären und es war nur auf einer Seite aufgerichtet und hatte drei Rippen in seinem Maul und zwischen seinen Zähnen. Und es wurde zu ihm gesprochen: "Steh auf und frisst, frisst viel Fleisch!" Und dieser Bär, der steht für Medo-Persien, für Medien und Persien, die ja noch zusammen regiert haben. Medien war das kleinere Persien, das größere Reich. Deswegen ist der Bär auf einer Seite aufgerichtet und so ein bisschen schief. Er hat drei Rippen in seinem Maul, weil er drei Länder erobert hat. Das war zum ersten Lydien, dann hat es natürlich Babylon erobert, davon haben wir Kapitel 5 gelesen, und später dann noch Ägypten. Und er hat viel Fleisch gefressen, das heißt, er hat viel Eroberung und ja, Überfallskriege gemacht.
[9:38] Danach schaute ich weiter und sehe ein anderes Tier wie ein Panther, das hatte vier Vogelflügel auf seinem Rücken und vier Köpfe hatte dieses Tier und ihm wurde Herrschaft verliehen. Und diese, dieser Panther steht für Griechenland. Das werden wir nachher alles noch sehen. Und diese vier Köpfe stehen für die vier, die ja doch, die ja die Nachfolger von Alexander dem Großen waren. Und diese vier, die ja doch waren Kassander, Lysimachos und Ptolemäus und Seleukos.
[10:11] Und nach diesen sah ich in der Nacht in den Nachtgesichten und siehe, ein viertes Tier, furchterregend, schrecklich und außerordentlich stark. Es hatte große eiserne Zähne, fraß und zermalmte und zertrat das Übrige mit den Füßen. Es war ganz anders als alle vorherigen Tiere und hatte zehn Hörner. Und dieses vierte schreckliche Tier wird als Eisen beschrieben und das passt natürlich zu Daniel 2, wo auch das vierte Reich die Beine aus Eisen sind. Und diese zehn Hörner stehen für die zehn germanischen Stämme, die daraus hervorgehen oder darin sind.
[10:48] Während ich acht gab auf die Hörner, siehe, da stieg ein anderes kleines Horn zwischen denselben auf und drei der vorherigen Hörner wurden vor dem ausgerissen. Und siehe, dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das große Dinge redete.
[11:07] Und dieser Vers 8, der ist so reichhaltig an Dingen, denn wir können durch Vers 8 genau identifizieren, wer das kleine Horn ist. Es ist klein, es ist ein kleiner Staat. Es ist zwischen den anderen, also es ist mitten in Europa. Es kommt aus dem vierten Tier, das er Rom ist, hervor. Das heißt, es ist auf dem Territorium Roms, auf dem Gebiet. Es ist auch ein Horn, aber ein bisschen anders. Das heißt, es ist auch ein Königreich, aber ein bisschen anders in seiner Herrschaftsart.
[11:46] Ja, es ist, es kommt nach den anderen. Es kam nach 476 nach Christus, wo das weströmische Reich untergegangen ist. Es ist dem gefolgt und es hat diese drei Hörner ausgerissen. Und diese drei Hörner sind drei dieser Stämme, nämlich die Ostgoten, die Heruler und die Wandalen.
[12:11] Und es hat Augen wie Menschenaugen. Das heißt, es ist nicht so wie das erste Tier, wo es ein menschliches Herz hatte, was für eine Bekehrung steht. Ja, das Herz ist etwas, ja, was Gott bekehren kann. Das ist etwas Innerliches, was Menschen nicht sehen können. In der Bibel heißt es: "Der Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr sieht aber das Herz." Und die Augen stehen dann sozusagen für das Äußerliche. Wenn das Herz für die innere Bekehrung steht, dann stehen die Augen für eine äußere, äußerliche Bekehrung, für eine scheinbare Bekehrung, für ein scheinbares Christentum. Und es redet große Dinge, es betreibt sozusagen Blasphemie und das macht sich zu Gott.
[13:03] Und alle diese Punkte, die hier so reichhaltig in Vers 8 vorhanden sind, führen uns nur zu einer Macht, die dann in der Konsequenz hier gemeint sein kann, und das ist das päpstliche Rom mit seiner politischen Autorität, die hier in Kapitel 7 ganz besonders betont ist. Der der Vatikanstadt, das Papsttum mit seiner politischen Macht, die es bekam. Und wie es mit diesen kleinen Horn weitergeht und wie es Daniel damit er diese Prophezeiung zu verstehen und zu begreifen, das werden wir morgen sehen.
[13:41] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir für diese unglaublich tiefen, auch ein bisschen schwer zu verstehenden Verse, aber dass wir die Bibel haben, um Vers mit Vers zu vergleichen und miteinander auszulegen. Und lass uns dein Wort noch besser verstehen. In deinem Namen. Amen.
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