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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt taucht Rabea Kramp tief in die biblischen Kapitel Daniel 8:23-9:14 ein. Sie beleuchtet Daniels Gebet als Vorbild für ernsthaftes Beten und erklärt die prophetischen Zusammenhänge, die sich auf die Geschichte und die Zukunft beziehen. Die Ausführungen verbinden die alttestamentlichen Prophezeiungen mit praktischen Lehren für das heutige Glaubensleben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 924. Wir haben noch den Rest von Kapitel 8 für uns und werden Kapitel 9 beginnen. Ein Gebet, das Daniel gesprochen hat und das ja uns viel sagt über ihn als Person. Und wir werden ihn daher heute noch ein bisschen besser kennenlernen. Lass uns beten.

[0:53] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir, dass du nicht nur Geschichten und Prophezeiungen hast ins Buch Daniel schreiben lassen, sondern auch ein Gebet. Und dieses Gebet steht ganz vorbildhaft dafür, wie auch wir beten sollen. Lasst uns heute davon lernen, ganz praktisch für unser eigenes Leben. Und dafür danke ich dir. Amen.

[1:17] Wir beginnen in Kapitel 8, ab Vers 23. Wir sind immer noch in der Prophezeiung, die Gabriel dem Daniel nun auslegt über die Prophezeiung über den Widder, den Ziegenbock, das kleine Horn und die 2300 Jahre. Aber am Ende ihrer Regierung, am Ende der Diadochen, wenn die Frevler das Maß voll gemacht haben, wird ein frecher und lästiger König auftreten. Also hier mit dem Übergang von Griechenland zu Rom. Und diese dieses Rom hat ja wiederum die weltliche Komponente und die geistliche Komponente. Da gibt es ein Republikum und da gibt es dann später aber auch das Papsttum, das römische. Und der Papst, wissen wir, hat keine eigene Macht. Und deswegen heißt es in Vers 24: "Und seine Macht wird stark sein, aber nicht in eigener Kraft." Also der Papst braucht immer eine andere militärische Macht, weil er selber eine geistliche Macht eigentlich ist. Und der wird ein erstaunliches Verderben anrichten und sein Unternehmen wird ihm gelingen. Und er wird starke verderben. Und das Volk der Heiligen, wir wissen, dass die Römer auch die Christen natürlich verfolgt haben, die zu Haufen Kolosseum und an anderen Orten umgebracht wurden sind. Und wegen seiner Klugheit und weil ihm der Betrug in seiner Hand gelingt, erhebt sich damit ist der Papst, das Papsttum gemeint, sich in seinem Herzen erheben und viele in ihrer Sorglosigkeit oder auch neben Frieden verderben. Und er wird gegen den Fürsten der Fürsten, das ist Jesus, auftreten, aber ohne Zutun von Menschenhand zerschmettert werden.

[3:08] Und das bringt uns wiederum zu Daniel 2, wo auch von etwas die Rede ist, das ohne Zutun von Menschenhand geschieht, nämlich der Stein, der kommt und das ganze Standbild zertrümmern wird. Warum hat das Papsttum sich gegen Jesus erhoben? Ja, weil sie sich auf den Stuhl gesetzt haben und gesagt haben: "Das ist der Stellvertreter Jesu Christi auf Erden." Und damit haben sie etwas geschaffen, was in der Bibel nicht zu finden ist, nämlich, dass es einen menschlichen Mittler braucht zwischen dem Gläubigen und Jesus. Jesus ist ja eigentlich der Mittler. Wenn wir den Heiligtumsdienst richtig interpretieren und so lesen, wie die Bibel ihn erklärt, dann ist Jesus unser Mittler zwischen uns und dem Vater. Und die Bibel kennt keinen menschlichen Mittler, der dann noch mal dazwischen geschaltet werden soll.

[4:00] Was aber über das Gesicht von den Abenden und morgen gesagt worden ist: "Das ist wahr, und du sollst das Gesicht verwahren, denn es bezieht sich auf fernliegende Tage." Und hier, ja, bekommt er noch mal diese 2300 Abende natürlich ins Gedächtnis gerufen, aber er bekommt keine weiteren Informationen. Er sagt nur: "Es liegt sehr fern." Aber ich, Daniel, lag mehrere Tage krank, ehe ich wieder aufstehen und die Geschäfte des Königs besorgen konnte. Ich war aber entsetzt über das Gesicht und niemand verstand es.

[4:40] Ja, Daniel ist hier richtig gelähmt von diesem Gesicht, von diesem Traum, von dieser Vision, die er gehabt hat. Und er ist bewegt, sehr stark bewegt. Er ist vielleicht auch verunsichert und er macht sich viele Gedanken über die Zukunft.

[4:57] Wenn wir jetzt mit Kapitel 9 beginnen, dann ist das nicht etwas, was chronologisch läuft, sondern wir springen wieder zurück, bzw. nach vorne, aber wir springen zu einem Kapitel zurück, dass wir gelesen haben, nämlich zu Kapitel 6. Während Kapitel 8 zur Zeit Besatz das gespielt hat, also noch während babylonischer Zeit, spielt Kapitel 9 zur Zeit ist Darius. Und da sind wir dann bei Kapitel 6 im ersten Jahr des Darius, des Sohnes von medischer Abstammung, der zum König über das Reich der gemacht worden war.

[5:40] Es ist total wichtig zu verstehen, dass dieses Kapitel 9 zeitgleich wie Kapitel 6 ist, dass das gleiche Jahr ist. Denn warum wird Daniel in Kapitel 6 in die Löwengrube geworfen? Weil er gebetet hat. Und in Kapitel 9 geht es auch um ein Gebet. Es ist nicht das Gebet, weswegen Daniel in der Löwengrube landete, aber es zeigt, dass Daniel ein Mann des Gebets ist und sich nicht hat einschüchtern lassen, wie wir in Kapitel 6 gesehen haben. Im ersten Jahr seiner Regierung als von Darius achtete ich Daniel in den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort des Herrn an dem Propheten Jeremia ergangen war, dass die Verwüstung Jerusalems in 70 Jahren vollendet sein sollte.

[6:29] Also Daniel versucht hier zu verstehen, was Jeremia aufgeschrieben hat in Jeremia 25. Und er studiert diese 70-Jahre-Prophezeiung. Und ich wandte mir mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen mit Gebet und Flehen, mit Fasten und Sacktuch und in der Asche. Also er demütigt sich im Gebet, fastet, fleht und ja, bittet Antwort.

[6:56] Ich betete aber zu dem Herrn, meinem Gott, und ich bekannte und sprach: "Ach Herr, du großer und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrte, ihn lieben und seine Gebote bewahren."

[7:12] Also, was tue ich, wenn ich etwas nicht richtig verstehe? Ich studiere die Bibel. Das hat Daniel gemacht. Der hat sich das Buch Jeremia vorgenommen. Er hat gebetet, so wie hier in Kapitel 9, und er bekennt seine Sünde. Das sind drei wichtige Aspekte für ein ganz ernstes Gebet. "Wir haben gesündigt", sagte er, "und haben Unrecht getan und gesetzlos gehandelt. Wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und deinen Rechtsordnungen abgewichen. Wir haben auch nicht auf deine Knechte, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unserem König, König Königen, unseren Fürsten und unseren Vätern und zu dem ganzen Volk des Landes geredet haben."

[7:55] Wenn wir das hier lesen, und wir haben das Buch Jeremia auch gelesen, dann kann man sagen, dieser Gedankengang ist genau der, den Jeremia immer gepredigt hat: Ihr hört nicht auf die Propheten, ihr hört nicht, was Gott zu sagen hat, und deswegen wird es euch schlecht ergehen. Und man merkt richtig, wie Daniel hier tief in das Buch Jeremia versunken und eingetaucht ist, denn diese Gedanken spiegeln sich hier im Gebet wieder.

[8:25] "Du, Herr, bist im Recht. Uns aber treibt es heute die Schamröte ins Gesicht, wie es jetzt zutage liegt, den Männern von Juda und den Bürgern von Jerusalem und dem ganzen Israel, sei es nah oder fern, in allen Ländern, wohin du sie vertrieben hast, wegen ihrer Untreue, die sie gegen dich verübt haben." Also das Volk Gottes hat gesündigt, es hat das Gesetz Gottes ignoriert und es hat die Warnungsbotschaften, also die Propheten, nicht beachtet. Es hat sie ebenfalls ignoriert. Das waren ihre beiden Fehler.

[8:59] "Uns, Herr, treibt es Schames Röte ins Gesicht, unsere Könige, unsere Fürsten und unsere Väter, weil wir gegen dich gesündigt haben. Aber bei dem Herrn, unserem Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung, denn gegen ihn haben wir uns aufgelehnt."

[9:18] Und das bringt diese Hoffnung, die Daniel hier betet, dass er sagt: Ja, wir haben ganz, ganz schwer uns vergangen, Gott, aber Gott ist barmherzig und vergibt. Und wir haben nicht gehört auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, um in seinem Gesetz zu wandeln, als in seiner Lehre, dass er uns durch seine Knechte, die Propheten, vorgelegt hat. Sondern ganz Israel hat dein Gesetz übertreten und ist abgewichen, so dass es auf deine Stimme gar nicht hören wollte. Darum hat sich auch über uns ergossen, was als Fluch und Schwur im Gesetz Moses, des Knechtes Gottes, geschrieben steht, weil wir gegen ihn gesündigt haben.

[10:00] Daniel betet hier, das muss man wirklich sagen, ein ganz, ganz mustergültiges Gebet, das viele Komponenten beinhaltet. Ja, die uns ein Vorbild geben, wie man ein Gebet betet, das Gott erhören kann und will. Er bezieht sich hier auf Mose und natürlich auf den Fluch und den Segen. Und diese Kapitel finden wir natürlich im fünften Buch Mose ab Kapitel 28.

[10:30] Und so hat er seine Worte ausgeführt, die er gegen uns und unsere Herrscher, die über uns regierten, ausgesprochen hat, dass er großes Unheil über uns bringen wolle, wie es unter dem ganzen Himmel noch nirgends vorgekommen und wie es nun wirklich an Jerusalem geschehen ist. Also Daniel sagt hier, es ist genauso gekommen, wie es im fünften Buch Mose vorhergesagt ist, genauso wie es im Gesetz Moses geschrieben steht, ist all dieses Unheil über uns gekommen.

[11:00] Wir aber suchten das Angesicht des Herrn nicht, dadurch zu besänftigen, dass wir uns von unseren Söhnen abgewandt und auf deine Wahrheit geachtet hätten. Darum hat auch der Herr darüber gewacht, dass Unheil über uns zu bringen, denn der Herr, unser Gott, ist gerecht seinen Werken, der getan hat, da wir nicht auf seine Stimme gehört haben.

[11:25] Ja, Daniel liest hier Jeremia, Jeremia 25 und sagt: Genau das, was Gott hier vorher gesagt hat, ist eingetreten. Das Volk hat nicht auf Gott gehört, das Volk hat sich aufgelehnt. Und es erfüllt sich Segen, es erfüllt sich die Flüche aus 5. Mose. Erfüllen sich hier an uns. Haben sich erfüllt. Wir sind im Exil gelandet. Wir leben in Babylon. Wir haben kein Heiligtum mehr. Wir sind ja abgeschnitten. Wir sind zerstreut. Und ja, wir sind hier im fernen Land.

[12:01] Und wie es weitergeht mit dem Gebet und was Daniel noch betet, das werden wir morgen sehen. Lass uns beten. Lieber Herr Jesus, wir beten oft viel zu flapsig, vielleicht viel zu selbstverständlich und merken nicht, dass wir mit dem Gott des Himmels reden. Er vergib uns und hilf, dass wir in deiner Gegenwart Ehrfurcht haben. Dass wir uns dir nahen mit einem reinen und zerknirschten Herzen. Dass wir uns immer bewusst sind, dass wir nicht sind und du alles bist. Du bist der, der das Universum zusammenhält, der es geschaffen hat, der uns geschaffen hat.

[12:49] Herr, gib uns diese Demut, die bei Daniel offenbar ist. Die ärgert hat. Und vergib uns, dass wir im Gebet oft ja Worte benutzen, die nicht für den Himmel passend sind. Aber wir danken dir, dass du unser Mittler bist, dass du der Mittler bist.

[13:11] Ja, räucherta steht unsere Gebete so vor den Vater, bringt, dass er sie hören kann. Und dass du diesen Dienst jeden Tag tust, unaufhörlich.


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