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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt wird Daniel Kapitel 9 und 10 behandelt. Es geht um Daniels Gebet für Jerusalem und die Antwort Gottes durch den Engel Gabriel. Die 70 Wochen Prophezeiung wird detailliert erklärt, inklusive ihrer Bedeutung für den Messias und die Zeit bis zu seiner Ankunft. Anschließend wird Daniels Trauer und Fasten im dritten Jahr des Königs Kyros beleuchtet, was zu einer weiteren Vision und Offenbarung führt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen Daniel Kapitel 9, wir werden das Gebet, das Daniel in Kapitel 9 betet, beenden und auf die Antwort heute eingehen und ein ganz bisschen Kapitel 10 beginnen. Und bevor wir das tun, lasst uns beten.

[0:49] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dich bitten, dass du uns Verständnis schenkst, aber dass du die Worte und die Prophezeiung auch ganz persönlich in unser Herz einträgst und auch in unser Gedächtnis, damit wir es uns merken, weil es sind so wichtige Prophezeiungen, die wir kennen sollten und dass wir sie auch anderen erklären können. Dafür danke ich dir. Amen.

[1:14] Wir beginnen in Kapitel 9 ab Vers 15. Nun aber, Herr, und Daniel ist ja immer noch anbetend, unser Gott, der du dein Volk mit starker Hand aus dem Land Ägypten herausgeführt hast und dir einen Namen gemacht hast bis zum heutigen Tag. Wir haben gesündigt, wir haben gottlos gehandelt. Oh Herr, lass doch um all deine Gerechtigkeit willen deinen Zorn und Grimm sich abwenden von deiner Stadt Jerusalem, von deinem heiligen Berg. Denn wegen unserer Sünden und der Missetaten unserer Väter ist Jerusalem und dein Volk allen seinen Nachbarn zum Gespött geworden.

[1:50] So höre nun, unser Gott, auf das Gebet deines Knechtes und auf sein Flehen und lass dein Angesicht leuchten über deinem verwüsteten Heiligtum um des Herrn willen. Daniel betet hier für das Heiligtum. Wir wissen, das Heiligtum war zerstört worden damals von den Babyloniern nach der dritten Wegführung. Und Daniel betet hier vielleicht auch für das Heiligtum, weil er in der Prophezeiung in Kapitel 8 gelernt hat, dass das Heiligtum wieder geweiht und gereinigt werden soll. Vermutlich hat er nicht ganz verstanden, dass es sich hier in Kapitel 8 eigentlich um das himmlische Heiligtum handelt. Und so ist er so beunruhigt, weil er ja um das Heiligtum in Jerusalem fürchtet.

[2:42] Neige dein Ohr, mein Gott, und höre. Tue deine Augen auf und sieh unsere Verwüstung und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist. Denn nicht um unsere eigenen Gerechtigkeit willen bringen wir unsere Bitten vor dich, sondern um deiner großen Barmherzigkeit willen. Und das ist ein schöner Vers, der von der Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht, dass wir Gott um etwas bitten, weil Gottes Gerechtigkeit so groß ist und weil wir wegen seiner Barmherzigkeit wissen dürfen, dass er auf uns hört.

[3:15] Und dieser letzte Vers dieses Gebetes ist so ergreifend. Er sagt: Herr, höre! Er vergibt, Herr, achte darauf und handle und zögere nicht um deiner selbst willen, mein Gott, denn nach deinem Namen ist die Stadt und dein Volk genannt. Also Daniel hat sich hier wirklich das Herz aus der Seele gebetet. Er hat gefastet, er hat sich in Asche gekleidet, er hat Sünden bekannt und er hat sich wirklich erniedrigt vor Gott. Und nun antwortet er ihm.

[3:42] Während ich noch redete und betete und meine Sünde und die Sünde meines Volkes Israel bekannt und meine Bitte für den heiligen Berg, also Jerusalem und den Tempel meines Gottes, vor den Herrn, meinen Gott, brachte, ja, während ich noch redete und betete, rührte mich der Mann Gabriel an, den ich am Anfang im Gesicht gesehen hatte, als ich völlig erschöpft war, um die Zeit des Abendopfers. Wir erinnern uns, Gabriel hat den Daniel schon einmal aufgesucht, ihn gestärkt und der unterwies mich und redete mit mir und sprach: Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lehren.

[4:22] Und hier knüpft Gabriel an Kapitel 8, Vers 27 an. Als du anfängst zu beten, er ging ein Wort, und ich bin gekommen, es zu verkünden, denn du bist ein viel geliebter Mann. So achte nun auf das Wort und verstehe das Gesicht. Eine ganz, ganz praktische und sehr schöne Sache, die wir aus diesem Vers entnehmen können, ist, dass als Daniel erst angefangen hat zu beten, hat Gabriel von Gott schon den Auftrag gekriegt: Geht zu Daniel und erklärt ihm das Gesicht. Und wofür gebetet hat. Also es zeigt uns, dass Gott unsere Gedanken kennt, die noch vorhaben zu beten, und die Antwort sich schon auf den Weg macht, wenn wir noch gar nicht alles ausgesprochen haben.

[5:08] Und ja, das ist so schön, dass im Gebet zu wissen ist, es kommt nicht auf unsere Worte an. Gott kennt unser Herz und er kennt unsere Gedanken.

[5:18] Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, um Gesicht und Weissagung zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben. In diesem Vers steckt ganz viel drinnen. Wir beginnen mal mit den 70 Wochen. 70 Wochen, wenn man das mal die sieben Tage nimmt, dann kommen wir auf 490 Tage und dann umgerechnet mit dem Jahr-Tag-Prinzip auf 490 Jahre.

[5:53] Nun, was ist damit gemeint? Die sind bestimmt, es kann auch heißen, sie sind abgeschnitten für dein Volk. Wenn man etwas abschneidet, dann muss man auch etwas Längeres haben, wovon man etwas abschneidet. Und damit ja, ist eine längere Zeit Prophezeiung gemeint, von der diese 490 Jahre abgeschnitten sind. Das sind natürlich die Zeit Prophezeiung, die wir in Daniel 8, Vers 14 gesehen haben. Und es soll auch geschehen, um eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, also das ewige Evangelium soll gepredigt werden.

[6:33] Um Gesicht und Weissagung zu versiegeln. Das heißt nicht versiegeln im Sinne von unverstehbar zu machen, sondern zu versiegeln im Sinne von einen Stempel aufzudrücken und es als eine beschlossene Sache zu sehen. Und dann Allerheiligstes, oder es kann auch heißen, einen Allerheiligsten zu salben, was dann der Messias sein könnte. Also man hat ja ein bisschen mit der Übersetzung ist manchmal ganz hilfreich, wenn man dann doch in den Urtext gucken kann oder ein paar Übersetzungsvarianten weiß.

[7:10] Aber dieser Vers sagt, diese 490 Jahre sind bestimmt, um ja, über die Sünde zu siegen, den Sieg über die Sünde herbeizuführen und das Evangelium und der Messias spielen dabei eine sehr, sehr große Rolle.

[7:24] So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zu Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen sieben Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wieder aufgebaut und zwar in bedrängter Zeit. Nicht umsonst sagt Gabriel: Wisse und verstehe, denn das, was er gleich sagt, ist nicht so einfach. Es geht hier um einen Erlass, der eine Wiederherstellung und den Wiederaufbau von Jerusalem beinhaltet. Und diese Erlasse, die finden wir im Buch Esra.

[8:02] Wir finden aber im Buch Esra nicht nur ein Erlass, sondern drei, bzw. drei und eine, die noch mal bekräftigt, also fast vier. Der erste Erlass, der ging um Jerusalem wieder aufzubauen, der kam von Kyrus. Der zweite Erlass, um das zu tun, kam von Darius. Und der dritte Erlass, der dann schließlich auch zum Ziel führte und dazu führte, dass Jerusalem tatsächlich aufgebaut wurde, der kam von Artaxerxes. Und das war der entscheidende Erlass. Und der fand statt im Jahr 457. Und das ist die wichtige Zahl, die wir brauchen, um zu wissen, wo diese 490 Jahre starten und damit auch die 2300 Abende und Morgen starten. Das ist dieses Jahr des dritten Erlasses aus dem Jahr 457.

[8:57] Und dann geht es hier bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, und bis dahin sind es 69 Wochen, also 483 Jahre. Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden, und ihm wird nichts zu Teil werden. Die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des künftigen Fürsten, also Christus, zerstören, und sie geht unter in der überströmenden Flut. Und bis ans Ende wird es Krieg geben, fest beschlossene Verwüstungen. Ja, Israel zerstörte die Stadt nicht buchstäblich, sondern durch ihre Sünden, dadurch, dass das Volk Gottes sich nicht an den Messias geglaubt hat, zerstören sie eigentlich sich selber. So ist es hier gemeint.

[9:45] Und nach diesen 69 Wochen, also 7 plus 62, wird der Messias ausgerottet werden. So steht es hier da. Damit ist natürlich Jesus am Kreuz gemeint. Und er wird mit den vielen einen festen Bund schließen, eine Woche lang, also sieben Jahre lang. Und in der Mitte der Woche wird er Schlacht und Speisopfer aufhören lassen. Wann haben Schlachtopfer aufgehört? Mit dem Kreuz Jesu. Also wird mitten in diesen sieben Jahren wird das Kreuz sein.

[10:25] Der Dienst von Jesus ging dreieinhalb Jahre. Das ist die erste Hälfte dieser sieben Jahre. Dann ist die Kreuzigung, und dann gibt es noch mal dreieinhalb Jahre Frist für das Volk Gottes, in der das Volk Gottes aber versagt, weil sie dem Messias nicht annehmen. Und Stephanus, der dann die letzte große Predigt hält und dann gesteinigt wird, setzt quasi den Schlusspunkt dieser 490 Jahre, wo die Gnadenzeit für das buchstäbliche Volk Israel dann beendet ist.

[11:01] Damit endet Kapitel 9 mit dieser 490-Jahres-Prophezeiung, die abgeschnitten ist von dieser großen 2300-Jahres-Prophezeiung. Und wir beginnen in Kapitel 10. Und wir sind wieder bei einem anderen König, nämlich im dritten Jahr des Kyros, des Königs von Persien, wurde dem Daniel, der Besatzer genannt wird, ein Wort offenbart. Und dieses Wort ist wahr und handelt von einer großen Drangsal. Und er verstand das Wort und bekam Verständnis für das Gesicht. Also Daniel hat hier wiederum eine Vision, eine Prophezeiung bekommen.

[11:38] In jenen Tagen trauerte ich, Daniel, drei Wochen lang. Warum drei Wochen? Das werden wir in diesem Kapitel, Kapitel, noch genau sehen. Er trauert wegen dem Tempelaufbau. Es heißt hier: Ich aß keine leckere Speise und kein Fleisch und kein Wein kam über meine Lippen. Auch salbte ich mich nicht, bis die drei Wochen um waren. Interessant ist hier zu verstehen, dass Daniel in einer Zeit betet und fastet und trauert, in der das Passah liegt. Er hat quasi das Passah nicht gegessen. Wir wissen ja aus Kapitel 1, dass Daniel sich eigentlich pflanzlich ernährt hat. Und nun verwundert es ein bisschen, dass er hier sagt: Ich aß kein Fleisch und Wein und so weiter. Aber natürlich hat er als Jude immer noch zu den Festen, z.B. das Passahlamm gegessen. Aber er sagt, ich habe dieses Fleisch nicht gegessen, eben weil genau in diesen Tagen das Passah lag.

[12:48] Und wie es weitergeht und welches Gesicht gehabt hat und wie das zu verstehen war, das werden wir morgen sehen. Lass uns beten.

[12:56] Lieber Herr Jesus, ich danke dir, dass Daniel so ein viel geliebter Mann war, ein gottesfürchtiger Mann, und dass du ihm so viele Dinge offenbaren konntest, dass wir sie in der Bibel haben, dass wir sie lesen und verstehen dürfen. Herr, schenkt uns auch die Sehnsucht danach, diese Dinge noch besser und immer wieder aufs Neue zu studieren, damit wir noch tiefere Einsichten bekommen. Amen.

[13:22] [Musik]


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