In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Esra Kapitel 2 und 3. Er spricht über die Rückkehr der Israeliten aus der babylonischen Gefangenschaft und ihre Priorität, zuerst den Altar und den Tempel in Jerusalem wieder aufzubauen, noch bevor sie ihre eigenen Häuser instand setzen. Die Predigt thematisiert die Hingabe des Volkes, die Wiederaufnahme der Opferdienste und die gemischten Gefühle beim Legen des Tempelgrundsteins, wo Freude und Trauer über die verlorene Pracht des ersten Tempels aufeinandertreffen.
Gott auf (m)einer Seite: Esra 2:68-3:13
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: EsraPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Teil 518. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen auch heute zu dir und sind dankbar für Leben und Erlösung, für alles, was du für uns tust, für deine Gnade, Barmherzigkeit, deine Treue. Und Herr, wir wünschen uns heute von ganzem Herzen, dass unser Name im Buch des Lebens steht und dort bleibt. Und was immer notwendig ist, damit das geschieht, so bitten wir dich, dass du das in unserem Leben tust. Herr, sprich doch heute durch dein Wort kraftvoll in unser Leben hinein. Und wir danken dir dafür, dass du es tun wirst. Das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt und versprochen hat, dass der Heilige Geist uns in alle Wahrheit führen wird. Amen.
[1:35] Wir sind in Esra Kapitel 2, wo beschrieben wird, wie eine Gruppe von Israeliten auf Geheiß des Königs Kyrus wieder nach Jerusalem, nach Juda, zurückkehrt. Und wir haben eine Auflistung gesehen all derer, die sich auf den Weg gemacht haben. Wir lesen in Vers 68: "Und als sie zum Haus des Herrn nach Jerusalem kamen, gaben etliche von den Familienhäuptern freiwillige Gaben für das Haus Gottes, damit man es an seiner früheren Stätte wieder aufbauen könnte. Und zwar gaben sie nach ihrem Vermögen für den Bauschatz 61.000 Gold-Darichen und 5.000 Silberminen und 100 Priestergewänder. Und die Priester und die Leviten und die aus dem Volk und die Sänger und die Torhüter und die Tempeldiener ließen sich in ihren Städten nieder und alle Israeliten in ihren Städten." Was hier steht, ist ziemlich gewaltig. Die Israeliten waren ja zu lang, über ein halbes Jahrhundert, nicht in ihrer Heimat gewesen. Und sie kommen zurück nach einer beschwerlichen Reise dort in Nordmesopotamien und Nordsyrien. Sie kommen zurück. Und das Erste, was sie aufsuchen, sind nicht ihre eigenen Heimatstädte. Sie schauen nicht zuerst, wie sieht es in meinem Dorf, in meiner Ortschaft, in meiner Stadt aus, steht mein Haus noch? Das ist völlig verwüstet. Sie gehen zuerst nach Jerusalem, dort, wo das Heiligtum stand. Sie suchen zuerst Gottes Stätte auf und geben für den Aufbau des Tempels etwas, noch bevor sie an ihren eigenen Ort gegangen sind, um zu sehen, was dort alles aufgebaut werden muss.
[3:24] Hier sehen wir etwas von der Priorität, wie das Werk Gottes im Leben dieser Menschen gehabt hat. Diese Erweckten, die Gottes Geist erweckt hat, die bereit waren, ihre prophetische Bestimmung, die sie durch die Prophezeiung von Jesaja und Jeremia hatten, ermutigt durch den Erlass des Kyrus, zu erfüllen.
[3:48] Als aber der siebte Monat nahte und die Kinder Israels nun in ihren Städten waren, versammelte sich das Volk wie ein Mann in Jerusalem. Es ist der Monat, der mit dem Posaunenfest beginnt, oder an den großen Versöhnungstag und das Laubhüttenfest kennt. Und Jeschua, der Sohn Jozadaks, und seine Brüder, die Priester, und Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und seine Brüder machten sich auf und bauten den Altar des Gottes Israels, um Brandopfer darauf darzubringen, wie es geschrieben steht im Gesetz Moses, des Mannes Gottes. Der Tempel stand noch nicht, man wollte aber mindestens schon einmal Opfer geben können. Und sie errichteten den Altar auf seiner Grundfeste, denn Furcht vor den Völkern der umliegenden Länder lastete auf ihnen. Und sie opferten dem Herrn Brandopfer darauf, Brandopfer am Morgen und am Abend. Das hatte Gott versprochen: auch wenn noch die Mauern noch nicht stehen würden, auch wenn der Tempel nicht gebaut würde, sie könnten trotzdem schon beginnen, denn Gott würde für sie sorgen. Gott hat immer versprochen, dass wenn das Volk im Glauben vorangeht, so schon beim Auszug aus Ägypten, dass die Feinde von ihnen in Schach gehalten werden würden, sodass das Volk keinen Schaden befürchten muss. Und sie feierten das Laubhüttenfest, so wie es geschrieben steht, und opferten Brandopfer Tag für Tag in der vorgeschriebenen Zahl, was für jeden Tag bestimmt war. Das kann man ja in den Mose-Büchern noch einmal nachlesen, da gibt es sehr genaue Bestimmung, was wann wie viel geopfert werden sollte. Danach auch das beständige Brandopfer, auch die Brandopfer für die Neumonde und alle heiligen Festtage des Herrn, dazu die Brandopfer für jeden, der dem Herrn eine freiwillige Gabe darbrachte. Am ersten Tag des siebten Monats fingen sie an, dem Herrn Brandopfer darzubringen, obwohl der Grund für den Tempel des Herrn noch nicht gelegt war. Und das war also hier das Posaunenfest, wie man in 3. Mose 23 noch einmal selbst nachlesen kann. Sie gaben aber den Steinmetzen und Zimmerleuten Geld und den Leuten von Sidon und Tyrus Speise, Trank und Öl, dass die Zedernhölzer vom Libanon auf dem Meer nach Jaffa bringen, wie es ihnen Kyrus, der König von Persien, erlaubt hatte. Das ist eine interessante Parallele, denn Salomo dasselbe gemacht hatte, auch Materialien und auch Handwerker von den Phöniziern angeworben für den Bau des ersten Tempels. Also hier gibt es eine klare Parallele. Wir hatten damals schon gesehen, dass es nicht das Ideal war, dass hier Heiden am Tempel bauen sollten, aber wir hier sehen wir, dass das wieder auch geschehen ist. Wir sehen auf jeden Fall auch, dass man sich deutlich an dem ersten Tempel orientieren wollte und ihn wieder aufbauen wollte, jetzt nach so langer Zeit. Und im zweiten Jahr nach ihrer Ankunft bei dem Haus Gottes in Jerusalem, im zweiten Monat, also im späten Frühjahr, begannen Serubbabel, das ist dieser, wie wir ihn kennengelernt haben in Kapitel 1, der Sohn Schealtiels, und Jeschua, der Sohn Jozadaks, und ihre übrigen Brüder, die Priester und die Leviten und alle, die aus der Gefangenschaft nach Jerusalem waren. Und sie bestimmten die Leviten von 20 Jahren an und darüber zur Aufsicht über das Werk am Haus des Herrn. Also jetzt beginnt, nachdem so diese Wintermonate vorbei gewesen sind, jetzt beginnt die strukturierte, organisierte Arbeit am Werk Gottes. Und Jeschua samt seinen Söhnen und Brüdern, und Kadmiel samt seinen Söhnen, die Söhne Judas, traten an wie ein Mann, um Aufsicht zu führen über die, welche das Werk am Haus Gottes taten. Auch die Söhne Henadads samt ihren Söhnen und Brüdern, die Leviten.
[7:47] Und als die Bauleute den Grund zum Tempel des Herrn legten, stellten sich die Priester in ihren Gewändern auf mit Trompeten, und die Leviten, die Söhne Asaphs, mit Zimbeln, um den Herrn zu loben nach der Anordnung Davids, des Königs von Israel. Ungefähr ein halbes Jahrtausend zuvor hatte David diese Anweisung gegeben. Und jetzt nach all den vielen kulturellen Veränderungen in der Umgebung, war man immer noch der Meinung, dass die Musik, die David eingesetzt hatte, dass geistliche Musik geeignet war für diese feierliche, geistliche Zeremonie. Und sie stimmten einen Wechselgesang an und dankten dem Herrn und lobten ihn, dass er so gütig ist und dass seine Gnade ewiglich währt über Israel. Und das ganze Volk lobte den Herrn mit großem Freudengeschrei darüber, dass nun der Grund für das Haus des Herrn gelegt war.
[8:44] Aber viele der alten Priester und Leviten und Familienhäupter, die den früheren Tempel gesehen hatten, ja, so vielleicht sehr jung gewesen waren, als dann bei der dritten Belagerung Jerusalems schlussendlich der Tempel zerstört worden ist, die das noch mit eigenen Augen gesehen hatten, weinten laut, als der Grund für dieses Haus vor ihren Augen gelegt wurde, während viele ihre Stimme zu einem Freudengeschrei erhoben. Was für ein Spektakel! Viele freuen sich und jubeln, und andere, die gesehen haben, wie es früher einmal war, die gesehen haben, dass der Tempel früher viel größer und spektakulärer war, das jetzt schon am Grundriss sehen konnten, dass das nur noch ein Abglanz der alten Herrlichkeit sein würde, die weinen und klagen und haben damit ganz offensichtlich auch den Eifer und den Mut und die Zuversicht der Bauenden ziemlich, ziemlich getrübt und gehemmt, sodass das Volk das Freudengeschrei nicht unterscheiden konnte von dem lauten Weinend im Volk, denn das Volk erhob ein großes Jubelgeschrei, sodass man den Schall weithin hörte.
[10:00] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten auch lernen, dein Werk, dich, deine Botschaft an die erste Stelle in unserem Leben zu setzen. Und Herr, wenn wir ehrlich sind, haben wir das nicht immer getan, aber wir möchten dir unsere volle Priorität geben, weil wir wissen, dass du uns niemals ausnutzt und niemals sonst nur benutzt, um uns dann ja wegzuwerfen, sondern wenn wir dir unsere höchste Priorität gegeben, hast du versprochen, dass wir das beste Leben haben, das man überhaupt nur leben kann. Du hast versprochen, dass wenn wir dir die höchste Priorität geben, dass wir ein Leben im Überfluss haben werden. Und Herr, darum bitten wir dich heute. Ich bitte dich darum, und ich hoffe, jeder, der das Video jetzt auch sieht, im Namen Jesu. Amen.
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