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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Esra 4:19-5:16. Er erklärt die chronologische Abfolge der persischen Könige und die anhaltenden Versuche der Samaritaner, den Tempelbau zu behindern. Trotz eines königlichen Verbots ermutigen die Propheten Haggai und Sacharja das Volk, Gottes Befehl über menschliche Anordnungen zu stellen und den Bau fortzusetzen, was zu einer überraschenden Gunst bei den persischen Statthaltern führt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Esra 4:19-5:16. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für dein Wort und dass wir sehen können, dass es sich auch in der Geschichte nachweisen lässt, dass dein Wort wahr ist. Und dass wir mit dem Blick auf die Geschichte auch sehen können, dass sich all die Prophezeiungen erfüllt haben und die Geschichten so ereignet haben. Wir möchten Danke sagen für die Lektion, die wir daraus lernen können aus deinem Wort. Und möchten dich auch bitten, dass wir in unserem Leben lernen, keine falschen Allianzen, keine falschen Verbindungen einzugehen mit denen, die nur oberflächlich behaupten, dir zu dienen, in Wirklichkeit aber eigentlich gegen dich arbeiten oder deine Lehre und dein Wesen nicht anerkennen wollen. Wir bitten, dass du uns Weisheit schenkst und dass du uns im großen Auf und Ab dieser Weltgeschichte beweist, dass wir ganz fest zu dir stehen. Das bitten wir im Namen Jesu. Sprich jetzt gleich dein Wort zu uns. Amen.

[1:38] Wir sind in Esra Kapitel 4. Die Samaritaner versuchen seit einiger Zeit, den Bau des Tempels zu behindern und zu stoppen. Sie haben schon Kyros angeschrieben und zur Zeit von Kyros dagegen agitiert. Sie haben also zur Zeit von Kambyses versucht, das zu verhindern und schreiben nun einen Brief zur Zeit des falschen Smerdis, der hier in Esra 4 Artaxerxes genannt wird, aber wohl nichts mit dem späteren Artaxerxes, dem Artaxerxes I., zu tun hat, sondern in dieser Zeit, 522 vor Christus, als dieser falsche Bardiya für eine oder mehrere [Monate], weswegen die Griechen ihn später nannten, für einige Monate regiert und dort eine sehr, ja, eine sehr rigide Religionspolitik verfolgt hat, viele lokale Religionen verboten hat, dort ein offenes Ohr plötzlich fanden, um ihr Anliegen, den Tempelbau zu behindern, voranzubringen.

[2:42] Der Brief, den einige der Feinde der Israeliten, des Volkes Gottes, dort gesandt haben, ist an den falschen Smerdis, an den falschen Artaxerxes, gelangt und er hat ihn gelesen und schreibt jetzt eine Antwort, die wir auf Vers 19 weiterlesen. Da sagt er: „Und ich habe Befehl gegeben, und man hat nachgeforscht und hat gefunden, dass diese Stadt sich von alters her gegen die Könige empört hat und Aufruhr und Aufstände darin verübt worden sind.“

[3:15] Eine Recherche unter den Tontafeln und auf Pergamentpapier, die in Akkadisch und Aramäisch die Geschichte der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte verzeichnet war, hat tatsächlich ergeben, dass diese, meine, aufständische Stadt gewesen ist. Tatsächlich hatte der negative Ruf des abgefallenen Juda zur Zeit von Nebukadnezar jetzt seine Wirkung, und die war fatal. Auch sind mächtige Könige über Jerusalem gewesen, die über alles geherrscht haben, was jenseits des Stromes ist, und von denen Steuer, Zoll und Wegzoll zu entrichten war.

[3:50] „So gebt nun Befehl, dass man diesen Männern wehrt, damit diese Stadt nicht gebaut wird, bis es von mir angeordnet wird. Und seid hiermit gewarnt, dass ihr in diese Sache keinen Fehler begeht, denn warum sollte der Schaden groß werden zum Nachteil für die Könige?“

[4:09] Als nun der Brief des Königs Artaxerxes vor Rehum und Schimschai, dem Schreiber, und ihren Genossen verlesen worden war, eilten sie nach Jerusalem zu den Juden und wehrten ihnen mit Gewalt und Macht. Damals hörte das Werk am Haus Gottes in Jerusalem auf, und es kam zum Stillstand bis in das zweite Jahr der Regierung des Königs Darius von Persien.

[4:33] Hier sieht man sehr deutlich, dass dieser Artaxerxes hier in Esra 4 vor Darius dem Großen muss, denn zu seiner Zeit, zur Zeit von Artaxerxes, hörte das Werk auf bis zum zweiten Jahr der Regierung des Königs Darius von Persien. Und Darius folgte auf diesen falschen Bardiya. Man sieht also eigentlich in Esra 4 eine ganz klare Aufeinanderfolge der persischen Könige: Kyros, Kambyses, falscher Smerdis oder falscher Bardiya und dann Darius. Und ich glaube, das ist die sinnvollste Art, diesen Text zu lesen, macht in sich und auch gesamtbiblisch den meisten Sinn.

[5:14] Die Propheten aber, der Prophet Haggai und Sacharja, der Sohn Iddos, sagten den Juden, die in Juda und in Jerusalem leben, im Namen des Gottes Israels weissagten sie ihnen. Für einige Zeit hörte das Werk am Tempel komplett auf. Zuvor oft nur mühsam gebaut, teilweise entmutigt durch diejenigen, die gesagt haben: „Alles war früher besser und es ist sowieso nicht so toll.“ Teilweise auch entmutigt durch das ständige Hin und Her mit den Samaritanern, jetzt völlig entmutigt, weil sie ein Regierungsverbot, ein Verbot von der Regierung, hatten, ein Verbot vom König. Sie durften nicht mehr bauen. So hörten sie auf zu bauen. Aber Gott sandte seine Propheten, zwei Stück, Haggai und Sacharja, und ihre Bücher, die sie geschrieben haben, die wir dann hier in der Bibel auch haben, zeugen genau von dieser Zeit, als diese beiden Propheten aufstehen und deutlich machen: „Auch wenn der König befohlen hat oder verboten hat, an dem Werk zu bauen, Gott befiehlt: Der Tempel soll gebaut werden!“ Und das ist genau der Moment, wenn Gott durch seine Propheten etwas Klares ausspricht und ein Werk in Auftrag gegeben hat – er war ja nicht erst seit Haggai und Sacharja bekannt –, dann ist es unsere nicht nur möglich, sondern unsere Pflicht, Gott mehr zu gehorchen als dem König und dem Staat. Wenn Gottes Wort eindeutig klar ist und wir eine Pflicht haben, die er gesagt hat, dann müssen wir sogar dem Gebot eines Königs nicht gehorchen, sondern müssen Gott mehr gehorchen als Menschen. Genau das ist hier passiert.

[6:46] Da machen sich Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und Jeschua, der Sohn Jozadaks, auf und fingen an, das Haus Gottes in Jerusalem zu bauen, und mit ihnen die Propheten Gottes, die sie unterstützten. Wir haben schon in den Büchern Könige und Chronik gesehen, welche große Rolle die Propheten gespielt haben in der Geschichte Israels. Auch hier sehen wir, dass zu allen Zeiten Gott den Geist der Weissagung gesandt hat, um das Werk Gottes zu beleben, wieder neu anfangen zu lassen und zu stärken und zu unterstützen. Wir brauchen den Geist der Weissagung heute, gerade dann, wenn wir in unseren Bemühungen lahm sind, wenn wir vielleicht denken, es geht nicht weiter, es gibt ja keine Möglichkeit mehr, dann brauchen wir den Geist der Weissagung, der uns deutlich macht: Wir müssen das Werk Gottes vorantreiben.

[7:34] Zu jener Zeit kam Tattenai zu ihnen, der Statthalter jenseits des Stromes, also westlich des Euphrat, und Schethar-Bosnai und ihre Genossen, und sie sprachen zu ihnen: „Wer hat euch befohlen, dieses Haus zu bauen und diese Mauer zu vollenden?“ Darauf sagten wir ihnen die Namen der Männer, die diesen Bau für das Auge ihres Gottes bauten. Gottes Auge war auf die Ältesten der Juden gerichtet, sodass ihnen nicht gewehrt wurde, bis die Sache Darius vorgelegt und danach ein Brief mit seiner Antwort zugekommen wäre. Also, statt es zu verbieten, sagten sie: „Ihr könnt erstmal weiterbauen, bis wir eine abschließende Antwort von Darius erhalten.“

[8:11] Hier sieht man, wie Gott diese Juden mit taktvoller Bestimmtheit sich für seine Sache und für seine Mission einsetzen, wie Gott ihnen Gnade und Gunst verschafft. Wir sehen das in der Bibel immer wieder. Wir haben das bei Josef, bei den bei Daniel, seinen drei Freunden, gesehen. Es ist hier so, wenn wir aus Überzeugung Gottes Wort ehren wollen und auf einem klaren „So spricht der HERR!“ die prophetische Botschaft verteidigen wollen, dann wird Gott uns auch immer wieder Gunst geben bei denen, die Entscheidungen zu fällen haben.

[8:46] Folgendes aber ist die Abschrift des Briefes, den Tattenai, der Statthalter jenseits des Stromes, und Schethar-Bosnai und ihre Genossen, die jenseits des Stromes waren, an den König Darius geschickt haben. Sie sandten ihm einen Brief. Bericht darin war folgendes geschrieben: „Dem König Darius allen Frieden! Dem König sei zur Kenntnis gebracht, dass wir in die Provinz Juda zu dem Haus des großen Gottes gekommen sind. Es wird mit schönen, gehauenen Steinen gebaut, und man legt Balken in die Wände, und dieses Werk wird mit Eifer betrieben und geht mit gutem Gelingen unter ihrer Hand voran.“ Sie sehen den Einfluss der Propheten. „Da fragten wir diese Ältesten und sprachen zu ihnen: „Wer hat euch befohlen, dieses Haus zu bauen und diese Mauer zu vollenden?“ Wir fragten sie auch nach ihren Namen, um sie dir mitzuteilen, und wir haben die Namen der Männer, die ihre obersten sind, aufgezeichnet. Sie aber gaben uns folgende Antwort: „Wir sind Knechte des Gottes des Himmels und der Erde und bauen das Haus wieder auf, das vor vielen Jahren gebaut worden war. Ein großer König von Israel gebaut und vollendet hat.“ Gemeint ist natürlich Salomo. „Aber als unsere Väter den Gott des Himmels entzürnten, gab er sie in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, des Chaldäers, der zerstörte dieses Haus und führte das Volk hinweg nach Babel.“

[10:02] Das ist ein Zeugnis, das diese Israeliten abgeben. Sie bekennen, wie Gott sie am Anfang ihrer Geschichte oder hier bei dem Anfang des Tempelbaus geführt hat, dass sie aber aufgrund ihrer Sünde auch Rückschläge erlebt haben. Im ersten Regierungsjahr des Kyros, des Königs von Babel, befahl der König Kyros, dieses Haus Gottes wieder aufzubauen. Man sieht, dass Kyros auch als König von Babel bezeichnet wird, offensichtlich auch, um sozusagen deutlich zu machen, dass er die Handlungen von Nebukadnezar, dem König von Babel, wieder rückgängig gemacht hat. Und auch die goldenen und silbernen Geräte des Hauses Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel in Jerusalem genommen und in den Tempel von Babel verbracht hatte, nahm der König Kyros aus dem Tempel von Babel und gab sie einem Mann namens Scheschbazzar – das ist Serubbabel, den er zum Statthalter einsetzte. Scheschbazzar ist übrigens eine hier, eine jüdische, hebräisch und aramäisch verkürzte Form eines babylonischen Namens. Und er sprach zu ihm: „Nimm diese Geräte, ziehe hin und bringe sie in den Tempel, der in Jerusalem ist. Das Haus Gottes soll an seiner Stätte wieder aufgebaut werden.“

[11:15] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen für deine Propheten, die in alter Zeit, in der Zeit des Alten Testamentes, in der Zeit des Neuen Testamentes, noch heute durch den Geist der Weissagung unsere Arbeit für dich wiederbeleben und stärken. Herr, wir möchten dich um Vergebung bitten, wo wir in Dingen, die du ganz klar befohlen hast, Menschen mehr vertraut und geglaubt und gehorcht haben als deinem Wort. Sprich du durch dein Wort zu uns erneut und schenk uns den Eifer, den dein Wort allein uns geben kann. Schenk uns den Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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