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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Esra Kapitel 7 und 8. Er erklärt den dritten Erlass von König Artaxerxes aus dem Jahr 457 v. Chr., der Esra die Autorität zur Wiederherstellung Jerusalems und zur Durchsetzung des göttlichen Gesetzes verlieh. Der Sprecher betont, wie das vorbildliche Leben von Esra und Daniel die persischen Könige tief beeindruckte und zu ihrer Hochachtung vor dem Gott des Himmels führte. Abschließend werden die Familienhäupter vorgestellt, die mit Esra nach Jerusalem zurückkehrten, und Esras Bemühungen, Leviten für den Dienst am Tempel zu gewinnen, hervorgehoben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 523. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten unser Herz darauf richten, dein Wort zu erforschen, nicht einfach nur in diesen paar Minuten, in denen wir über dein Wort nachdenken, sondern wir möchten uns Zeit nehmen, jeden Tag unser Herz dir ganz zu geben, unser Herz zu erforschen, zu sehen, was in meinem Herzen falsch ist und dir alles zu geben und unsere Gedanken aufzurichten, von dir zu lernen. Dann möchten wir uns Zeit nehmen, dein Wort wirklich zu erforschen und uns Gedanken zu machen, Dinge besser zu verstehen, auch mal an schwierigen Texten, an denen wir längere Zeit haben zu kauen und nachzudenken. Und Herr, dann möchten wir uns vornehmen, durch deine Kraft, dass das, was du uns zeigst, wir umsetzen, dass wir es tun und anderen davon erzählen, was für ein Segen wir dadurch empfangen haben, was für wunderbare Dinge du uns gezeigt hast. Herr, danke, dass wir sehen können, wie wir Bibel lesen sollen und können und wie es uns zum Segen wird. Und ich danke dir aus eigener Erfahrung, es ist ein großer, großer, unschätzbarer Segen, das Bibelstudium für mich geworden ist in meinem Leben und ich denke, für viele, die jetzt auch zuschauen, die genau das Gleiche sagen können. Herr, ich möchte dich bitten, dass du heute durch dein Wort so sprichst und danke dafür im Namen Jesu. Amen.

[2:10] Wir sind in Esra Kapitel 7, mitten im dritten Erlass, in dem Dekret von Artaxerxes aus dem Jahr 457, das den Esra jetzt mit einer Gruppe von Israel nach Jerusalem unterwegs sein, unterwegs war und jetzt nach Jerusalem kam, ermächtigen sollte, ihn zu beauftragen und zu autorisieren, für die Wiederherstellung Jerusalems im ganzen Sinne zu sorgen. Wir lesen ab Vers 20.

[2:40] Und was sonst noch für das Haus deines Gottes notwendig sein mag, was du ausgeben musst, sollst du aus der Schatzkammer des Königs ausgeben. Es ist bemerkenswert, wie alle Könige, Kyros und vor allem auch Darius und Artaxerxes, sich bereit erklärt haben, selbst mit ihren eigenen Staatsfinanzen den Bau des Tempels, die Verschönerung hier des Tempels zu unterstützen.

[3:07] Und ich, der König Artaxerxes, habe allen Schatzmeistern jenseits des Stromes befohlen, also westlich des Euphrats in Syrien, dass alles, was Esra, der Priester und Schriftgelehrte im Gesetz des Gottes des Himmels, von euch fordern wird, pünktlich gegeben werden soll: bis zu 100 Talenten Silber und bis zu 100 Kor Weizen und bis zu 100 Bat Wein und bis zu 100 Bat Öl und unbegrenzt Salz. Alles, was nach dem Befehl des Gottes des Himmels ist, das soll für das Haus des Gottes des Himmels mit großer Sorgfalt ausgeführt werden, damit nicht ein Zorn über das Reich des Königs und seiner Söhne kommt.

[3:50] Ganz ähnlich hatte sich ja auch schon Darius in Kapitel 5 und Kapitel 6 ausgedrückt.

[3:59] Ferner soll ihr wissen, dass ihr nicht berechtigt seid, Steuern, Zoll und Weggeld irgendeinem Priester, Leviten, Sänger, Torhüter, Tempeldiener und Diener im Haus dieses Gottes aufzulegen. Da gab es also sogar ganz besondere Steuerprivilegien für alle, die am Tempel Gottes, am Heiligtum, arbeiteten.

[4:21] Garantiert vom König des persischen Weltreichs.

[4:29] Du aber, Esra, setze nach dem weisen Gesetz deines Gottes, das in deiner Hand ist, Richter und Rechtspfleger ein, die alles Volk richten sollen, das jenseits des Stroms ist, alle, welche die Gesetze deines Gottes kennen. Und wer sie nicht kennt, den sollt ihr sie lehren.

[4:44] Warum hatte Artaxerxes, der große König Persiens, eine solch hohe Meinung von dem Gott, den er den Gott des Himmels nennt, so wie schon Daniel zu Nebukadnezar sagt, dass der Gott des Himmels gesprochen hat? Dann hat das eine hohe Meinung von dem Gesetz Gottes, das er ja das weise Gesetz Gottes nennt. Warum hat der persische Großkönig eine solche Hochachtung vor dem Wort Gottes? Ich denke, es gibt nur eine plausible Erklärung: Er hat Menschen wie Esra kennengelernt, an denen er sehen konnte, welche Wirkung intensives, gläubiges Bibelstudium auf ihr Leben, auf ihren Charakter, auf ihre Worte gehabt hat. Und so wie Nebukadnezar sehr beeindruckt war durch das Leben und das Verhalten von Daniel und dadurch immer wieder entscheidende Impulse bekommen hat, um Gott kennenzulernen, so hat auch das Leben und Wirken von Esra in Persien am Königshof entscheidend dazu beigetragen, dass Artaxerxes eine solch hohe Meinung von Gott und seinem Wort gab.

[5:46] Das ganz ähnlich wie auch Kyros, der durch Daniel vertraut gemacht worden ist mit dem Propheten Jesaja, mit dem Propheten Jeremia, vermutlich. Kyros hatte gesehen, was Daniel mit seinem Gott erlebt hat in der Löwengrube, was man in Daniel 6 nachlesen kann.

[6:04] Und entscheidend ist also für unser Leben, dass Menschen selbst in höchsten Positionen eine sehr hohe Meinung von Gott und seinem Wort haben können, wenn sie Menschen sehen, die liebevoll, taktvoll, mit Überzeugung und Vernunft und Besonnenheit ein Zeugnis sind für die Kraft des Evangeliums.

[6:27] Und jeder, der das Gesetz seines Gottes und das Gesetz des Königs nicht tun wird, über den soll gewissenhaft Gericht gehalten werden, es sei zum Tode und zur Verbannung, zu Geldbuße oder zum Gefängnis.

[6:40] Das Land ist, dass Artaxerxes es dem Esra explizit erlaubt, dass er jetzt das Gesetz Gottes wieder anwenden darf in Jerusalem. Entsprechend sollen Strukturen geschaffen werden, auch juristische Strukturen, also Strukturen der Rechtsprechung, die auf dem Wort Gottes basieren, was auch auf eine gewisse Autonomie jetzt der Verwaltung in Jerusalem schließen lässt.

[7:03] Und der König setzt sich dafür ein, dass das Wissen über das Gesetz Gottes sich verbreitet und weitergetragen wird. Und wir haben hier also einen königlichen Befehl des Königs, des Großkönigs von Persien, der befiehlt, dass das Gesetz Gottes gelehrt werden soll.

[7:19] An dieser Stelle endet dieser berühmte dritte Erlass, der die ersten beiden von Kyros und Darius ergänzt, erweitert und vervollständigt, so dass wir mit diesem dritten Erlass jetzt einen vollständigen Gesamterlass haben. Und ab diesem Zeitpunkt können wir dann deutlich machen, dass jetzt der Wiederaufbau Jerusalems absolut beschlossene Sache war. Und wir werden das für Daniel in der Prophetie noch brauchen, dieses Datum hier, dieses Jahr des Artaxerxes 457. Lasst uns das merken und an gegebener Stelle dann in der neuen wieder hier darauf zurückkommen.

[8:01] An dieser Stelle endet der Befehl, dieser berühmte dritte Befehl des Artaxerxes, und damit endet auch dieser zweite aramäische Abschnitt, und es springt wieder ins Hebräische in Vers 27.

[8:13] Gelobt sei der Herr, der Gott unserer Väter, der dies dem König ins Herz gegeben hat, um das Haus des Herrn in Jerusalem zu verherrlichen. Es war ja gebaut, aber jetzt sollte es noch geschmückt werden und noch schöner gemacht werden.

[8:25] Und der mir Gnade zugewandt hat – also hier spricht jetzt Esra in der ersten Person für die nächste Zeit in diesem Buch – und der mir Gnade zugewandt hat vor dem König und seinen Räten und vor allen mächtigen Fürsten des Königs und allen Mächtigen. Und so fasste ich Mut, weil die Hand des Herrn, meines Gottes, über mir war und versammelte die Häupter von Israel, damit...

[8:52] Esra hat gesehen, was Gott bewirkt hat, und er dankt Gott dafür. Wir sollten nicht nur dankbar sein, sondern diesen Dank auch Gott ausdrücken. Wahrscheinlich geht es dir auch so wie mir, dass wir oft zu wenig Gott danken für all die Dinge, die er in unserem Leben schon bewirkt hat, die Türen geöffnet hat.

[9:12] Folgendes sind die Familienhäupter, die mit mir von Babel herauszogen zu der Zeit, als der König Artaxerxes regierte, und ihre Geschlechtsregister: Von den Söhnen des Pinchas: Gerschom. Von den Söhnen des Itamar: Daniel. Von den Söhnen Davids: Hattusch. Von den Söhnen Schechanjas, von den Söhnen des Parosch: Sacharja, und mit ihm 150 eingeschriebenen männlichen Geschlechts. Von den Söhnen Pahat-Moabs: Eljoënai, der Sohn Serachjas, und mit ihm 200 männlichen Geschlechts. Von den Söhnen Schechanjas: der Sohn Jahasiëls, und mit ihm 300 männlichen Geschlechts. Von den Söhnen Adins: Ebed, der Sohn Jonatans, und mit ihm 50 männlichen Geschlechts. Von den Söhnen Elams: Jeschaja, der Sohn Ataljas, und mit ihm 70 männlichen Geschlechts. Von den Söhnen Schefatjas: Sebadja, der Sohn Michaels, und mit ihm 80 männlichen Geschlechts. Von den Söhnen Joabs: Obadja, der Sohn Jehiels, und mit ihm 218 männlichen Geschlechts. Von den Söhnen Schelomits: der Sohn Josifjas, und mit ihm 160 männlichen Geschlechts. Von den Söhnen Bebais: Sacharja, der Sohn Bebais, und mit ihm 28 männlichen Geschlechts. Von den Söhnen Asgads: Johanan, der Sohn Hakkatan, und mit ihm 110 männlichen Geschlechts. Von den Söhnen Adonikams, die letzten, und dies sind ihre Namen: Elifelet, Jeïël und Schemaja, und mit ihnen 60 männlichen Geschlechts. Von den Söhnen Bigwais: Utai und Sabbud, und mit ihnen 70 männlichen Geschlechts.

[10:52] Die Gruppe, die hier zurückkam, war noch einmal deutlich kleiner offenbar als die, die Jahrzehnte zuvor unter Serubbabel zurückkehrte. Damals waren es ja über 40.000.

[11:06] Und ich versammelte sie an dem Fluss, der nach Ahawa fließt, und wir lagerten dort drei Tage lang. Und ich schaute mich um unter dem Volk und den Priestern, aber ich fand keinen von den Söhnen Levis dort.

[11:17] Da ließ ich die Obersten Elieser, Ariel, Schemaja, Elnatan, Jarib, Elnatan, Natan, Sacharja und Meschullam rufen, und die verständigen Männer Jojarib und Elnatan. Und ich gab ihnen Befehl an Iddo, den Obersten in der Ortschaft Kasifja, und legte die Worte in ihren Mund, die sie zu Iddo und seinen Brüdern, den Tempeldienern in der Ortschaft Kasifja, reden sollten, damit sie uns Diener für das Haus unseres Gottes brächten.

[11:44] Esra, der Priester, der das Wort Gottes genau kannte, wollte nicht ohne Leviten ziehen und dafür lieber noch einen Moment länger warten, um sie dabei zu haben. Und auch davon können wir etwas lernen: Wir sollten uns Mühe geben, dass auch wirklich die, die von Gott berufenen Menschen, Teil seiner Mission und seines Werkes sind und sie ermutigen, auch dabei zu sein.

[12:08] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir haben heute einen ganz besonderen Wunsch, dass du uns durch dein Wort, durch deinen Heiligen Geist so verwandelst, dass wir zu Menschen werden, die auch Heiden, weltlichen Menschen gegenüber ein Zeugnis sind für die Kraft des Evangeliums, dass Menschen, die uns sehen, den Eindruck haben, dass du als der Gott des Himmels existierst, dass du gut bist und dass dein Wort weise ist und es sich lohnt, dieses Wort zu beachten. Herr, mache uns zu solchen Menschen, die wie Esra, wie Josef, wie Daniel leuchten in der Finsternis. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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