In dieser Predigt über Esther 4:11-5:14 beleuchtet Christopher Kramp Esthers mutige Entscheidung, sich für ihr Volk einzusetzen, obwohl dies ihr Leben kosten könnte. Er betont Mordechais eindringliche Aufforderung, die Esther dazu bewegt, trotz der Gefahr vor den König zu treten. Die Predigt zeigt auch Hamans wachsende Arroganz und seinen Racheplan gegen Mordechai und mahnt dazu, nicht zu schweigen, wo Gottes Volk bedrängt wird.
Gott auf (m)einer Seite: Esther 4:11-5:14
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: EstherPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“, heute mit Esther Kapitel 4, Vers 11 bis Kapitel 5, Vers 14. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du eine Mehrheit bist und dass, wenn du auf unserer Seite bist, wenn wir uns mit dir verbünden, dass selbst wenn die ganze Welt sich gegen uns verbünden sollte, wir doch wissen dürfen, dass wir in deiner Hand geborgen sind. Und dafür möchte ich persönlich Danke sagen. Ich möchte dich bitten, dass du uns niemals die Augen... dass du uns immer hilfst zu verstehen und wir immer sehen dürfen, dass du für uns da sein möchtest, auch heute an diesem Tag. Und zu bitten werde ich, dass du durch dein Wort, durch den Heiligen Geist jetzt zu uns sprichst und wir Kraft und Trost und Stärke diesen Tag bekommen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:19] Wir sind in Esther Kapitel 4. Mordechai hat von dem Plan Hamans gehört, der sich in ein Gesetz von Ahasveros umgesetzt, verwandelt hat und umgesetzt worden ist, nämlich das Volk der Juden auszurotten binnen eines Jahres von überall im Land. Trauernde Juden. Und Mordechai lässt jetzt die Esther bitten, sich einzusetzen für das Volk der Juden, ihr eigenes Volk. Wir lesen ab Vers 11, das, was Esther ihm jetzt als Antwort zukommen lässt. Vers 11, Zitat:
[2:01] „Alle Knechte des Königs und die Leute in den königlichen Provinzen wissen, dass wer irgend in den Innenhof zum König hineingeht, es sei Mann oder Frau, ohne gerufen zu sein, nach dem gleichen Gesetz sterben muss, es sei denn, dass ihm der König das goldene Zepter entgegenstreckt, damit er am Leben bleibe. Ich aber bin nun seit 30 Tagen nicht gerufen worden, dass ich zum König hineingehen sollte.“
[2:33] Sich für das Volk einzusetzen war lebensgefährlich. Esther sagt mit anderen Worten: Ich kann nicht, es würde mich mein Leben wahrscheinlich kosten. Als nun Esthers Worte dem Mordechai mitgeteilt wurden, da ließ Mordechai der Esther antworten: „Denke nicht in deinem Herzen, dass du vor allen Juden entkommen würdest, weil du im Haus des Königs bist. Denn wenn du jetzt schweigt, so wird von einer anderen Seite her Rettung und Rettung für die Juden kommen. Du aber und das Haus deines Vaters werden untergehen. Und wer weiß, ob du nicht gerade wegen einer Zeit wie dieser zum Königtum gekommen bist?“
[3:16] Was für eine besondere Aufforderung!
[3:20] Wir wissen nicht genau, warum wir in dieser Zeit leben, in der wir jetzt gerade leben. Aber Gott hat uns einen Auftrag gegeben, hat uns eine Identität gegeben, das ist eine Botschaft gegeben. Und wir können deutlich sehen, dass die Botschaft, die er uns gegeben hat, für diese Zeit genau das Richtige und Wichtige ist. Und wenn wir schweigen zu den Themen, wo wir reden sollten, wenn wir schweigen und nicht uns einsetzen für die Gerechtigkeit und für die Botschaft des Volkes Gottes, wenn Gottes Evangelium und sein Volk bedrängt werden, dann wird Gott von einer anderen Seite immer noch genügend Optionen haben, sein Volk zu beschützen. Aber wehe uns, wenn wir schweigen, wo wir reden sollten, wenn es um Gottes Volk und sein Evangelium geht.
[4:06] Da ließ Esther dem Mordechai antworten: „Geh hin, versammle alle Juden, die in Susa anwesend sind, und fastet für mich drei Tage lang bei Tag und Nacht. Esst und trinkt nicht. Auch ich will mit meinen Mädchen so fasten. Und dann werde ich zum König hineingehen, obgleich es nicht nach dem Gesetz ist. Komme ich um, so komme ich um.“ Was für ein Satz!
[4:31] Esther war bereit, ein Gebot des Königs zu brechen und den eigenen Tod zu riskieren, um für ihr Volk einzustehen, um ihrem Volk zu helfen. Wenn man die Geschichte vergleicht, da gibt es zwei Frauen: Die eine wird gerufen und geht nicht, und das aus guten moralischen Gründen. Und die andere wird nicht gerufen und entscheidet sich doch zu gehen, um ihrem Volk zu dienen.
[5:04] Und Mordechai ging hin und machte alles ganz so, wie Esther ihm geboten hatte. Und es geschah am dritten Tag – auch hier ein Beispiel für inklusive Berechnungsweise: Drei Tage soll gefastet werden, am dritten Tag – da legte Esther ihre königliche Kleidung an und trat in den Innenhof am Haus des Königs, dem Haus des Königs gegenüber, während der König auf seinem königlichen Thron im königlichen Haus saß, gegenüber dem Eingang zum Haus. Als der König die Königin Esther im Hof stehen sah, fand sie Gnade vor seinen Augen, und der König streckte das goldene Zepter, das in seiner Hand war, Esther entgegen. Da trat Esther herzu und rührte die Spitze des Zepters an. Da sprach der König zu ihr: „Was hast du, Königin Esther, und was begehrst du? Es sollte gewährt werden, und wäre es auch die Hälfte des Königreichs.“
[5:54] Esther sprach: „Wenn es dem König gefällt, so komme der König heute mit Haman zu dem Mahl, das ich ihm zubereitet habe.“ Da sprach der König: „Eilt, Haman, damit wir den Wunsch Esthers erfüllen!“ Und der König und Haman kamen zu dem Mahl, das Esther zubereitet hatte. An dem König sprach zu Esther beim Weingelage: „Was bittest du? Es sollte gegeben werden. Und was begehrst du? Wäre es auch die Hälfte des Königreichs, es soll geschehen!“ Da antwortete Esther und sprach: „Meine Bitte und mein Begehren ist: Habe ich Gnade gefunden vor dem König, und gefällt es dem König, mir meine Bitte zu gewähren und meinen Wunsch zu erfüllen, so komme der König mit Haman zu dem Mahl, das ich für sie zubereiten will. Dann will ich morgen tun, was der König gesagt hat.“
[6:36] Und Haman ging an jenem Tag fröhlich und guten Mutes hinaus. Aber als Haman den Mordechai im Tor des Königs sah, wie er nicht aufstand noch ihm Ehrfurcht erwies, da wurde er von Wut über Mordechai erfüllt. Doch Haman überwand sich. Als er aber heimkam, sandte er hin und ließ seine Freunde und seine Frau Seresch holen. Und Haman erzählte ihnen von der Herrlichkeit seines Reichtums und von der Menge seiner Söhne und wie ihn der König so groß gemacht und ihn über die Fürsten und Knechte des Königs erhoben habe. Auch sprach Haman: „Und die Königin Esther hat niemand mit dem König zu dem Mahl kommen lassen, das sie zubereitet hat, als mich. Und ich bin auch morgen mit dem König zu ihr geladen.“
[7:17] Haman hat sich selbst erhöht. Das ist immer das Problem gewesen der Sünde seit den Tagen Luzifers, der sich erhöht hat und erhöhen wollte. Er erhoben hat. Wir denken an Nebukadnezar in Babylon und an viele andere, die sich selbst für wichtiger erachtet haben, als sie in Wirklichkeit waren.
[7:38] „Aber das alles befriedigt mich nicht, solange ich Mordechai, den Juden, im Tor des Königs sitzen sehe.“ Und hier sehen wir das wahre Problem aller Selbsterhöhung: Sie befriedigt nicht. Wer sich selbst erhöht und der Stolz auf sich selbst ist, der wird nie zufrieden sein, sondern solche bösen Rachegedanken werden trotzdem immer ihren Weg finden.
[7:59] Wer sich selbst erhöht, kann Widerspruch und Opposition nicht ertragen und sinnt auf Rache und will mit Gewalt alles aus dem Weg räumen, was ihm nicht in den Kram passt. Da sprachen seine Frau Seresch und alle seine Freunde zu ihm: „Man soll einen Holzstamm zubereiten, 50 Ellen hoch. Dann sage du morgen dem König, dass man Mordechai daran hängen soll. So kannst du fröhlich mit dem König zum Mahl gehen.“ Das gefiel Haman gut, und er ließ den Holzstamm zubereiten.
[8:33] An anderer Stelle sagt die Bibel: „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ Lasst uns ehrlich und aufrichtig sein und nicht das Unheil anderer planen.
[8:46] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du uns in dieser Zeit gerufen hast, Zeugen für dich zu sein. Schenk du uns Mut und Bereitschaft, für dich einzutreten, dass wir nicht schweigen, wo wir reden sollten, und dass wir uns für dein Volk einsetzen, auch wenn es für uns selbst ein Risiko bedeutet. Schenk uns den Mut, den Esther gehabt hat. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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