In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Esther 6:1-7:7. Er zeigt, wie Gottes souveräne Hand die Ereignisse lenkt, indem König Ahasveros‘ schlaflose Nacht Mordechai zu Ehren verhilft und Hamans Hochmut zu seiner eigenen Demütigung führt. Das Video gipfelt in Esthers mutiger Offenbarung von Hamans bösem Plan und warnt eindringlich vor den Folgen von Neid und Selbstüberhöhung.
Gott auf (m)einer Seite: Esther 6:1-7:7
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, EstherPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 549. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du uns Mut schenkst, dass wir zu dir bekennen und für die Wahrheiten einstehen, die du uns gegeben hast, auch wenn es riskant sein mag in dieser Zeit. Dass du uns den Mut schenkst, für dein Volk einzustehen, auch wenn es vielleicht verachtet ist. Und wir möchten dich bitten, dass du uns heute mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast. Dafür danken wir dir im Namen Jesu.
[1:14] Wir sind in Esther und beginnen heute mit Kapitel 6. Esther ist tatsächlich zum König Ahasveros gegangen. Er hat sein goldenes Zepter entgegengestreckt, und sie hatte ihn eingeladen zu einem kleinen Mahl mit Haman gemeinsam und sie auf den nächsten Tag erneut eingeladen. Haman glaubt, dass dies eine besondere Ehre ist, und er fühlt sich sehr erhaben mit all dem, was er schon bekommen hat und wie er geehrt worden ist dabei. Er möchte unbedingt den Mordechai, der sich nicht vor ihm beugen möchte, umbringen. So bekommt er im kleinen Familien- und Freundeskreis den Rat erteilt, schon einen Balken, einen großen Holzstamm besser gesagt, vorzubereiten, an dem dann der charmante – Verzeihung – der Mordechai hängen soll.
[2:07] Wir lesen jetzt Kapitel 6 und dort Vers 1: „In derselben Nacht konnte der König nicht schlafen, und er ließ das Buch der Denkwürdigkeiten, die Chronik, herbeibringen. Daraus wurde dem König vorgelesen.“ Das ist mir sehr sympathisch, dass man, wenn man nicht schlafen kann, ein bisschen Geschichtsbücher liest. „Da fand sich das darin geschrieben war, wie Mordechai angezeigt hatte, dass Bigtan und Teresch, die beiden Kämmerer des Königs, die die Schwelle hüteten, danach getrachtet hatten, Hand an den König Ahasveros zu legen. Und der König sprach: Was für Ehre und Würde haben wir dafür Mordechai zuteilwerden lassen? Da sprachen die Knechte des Königs, die ihm dienten: Man hat ihm gar nichts gegeben. Und der König fragte: Wer ist im Hof? Nun war Haman gerade in den äußeren Hof des königlichen Hauses gekommen, um dem König zu sagen, er solle Mordechai an den Holzstamm hängen lassen, den er für ihn bereitet hatte.“ Wir sehen, wie sehr Gott hier alles unter Kontrolle hat. Auch wenn unsere Feinde kurz davor sein mögen, ihr Ziel zu erreichen, Gott hält alles in der Hand. Und er, der Nebukadnezar eine schlaflose Nacht bereitet, um zu zeigen, was die Zukunft bringt, hat hier dem König Ahasveros eine schlaflose Nacht bereitet, um ihn daran zu erinnern, was die Vergangenheit gebracht hatte. Gott hat tausend Wege, von denen wir nichts wissen, und dafür dürfen wir ihm von Herzen dankbar sein. Ich bin dankbar dafür, du auch?
[3:34] „Da sprachen die Knechte des Königs zu ihm: Siehe, Haman steht im Hof. Der König sprach: Er soll hereinkommen. Als nun Haman hereinkam, sprach der König zu ihm: Was soll man mit dem Mann machen, den der König ehren möchte? Haman aber dachte in seinem Herzen: Wem anders sollte der König Ehre erweisen wollen als mir? Und Haman sprach zum König: Für den Mann, den der König ehren möchte, soll man ein königliches Gewand herbeibringen, was der König selbst trägt, und ein Pferd, auf dem der König reitet und auf dessen Kopf ein königlicher Kopfschmuck gesetzt worden ist. Und man soll das Gewand und das Pferd den Händen eines der vornehmsten Fürsten des Königs übergeben. Der wird dann den Mann bekleiden, den der König ehren möchte. Man soll ihn auf dem Pferd in den Straßen der Stadt umherführen und vor ihm her ausrufen lassen: So macht man es mit dem Mann, den der König ehren möchte! Da sprach der König zu Haman: Eile, nimm das Gewand und das Pferd, wie du gesagt hast, und mach es so mit Mordechai, dem Juden, der vor dem Tor des Königs sitzt. Lass es an nichts fehlen von allem, was du gesagt hast! Da nahm Haman das Gewand und das Pferd und bekleidete Mordechai und führte ihn auf den Straßen der Stadt und rief vor ihm her: So macht man es mit dem Mann, den der König ehren möchte!“ Was für eine Demütigung für den Haman! Aber eine Demütigung, die nicht von dem König kam, auch nicht von Gott. Seine Demütigung, die dadurch entstanden ist, dass er sich selbst so sehr vermessen hat und jetzt die Realität für ihn so demütigend erschien.
[5:13] „Mordechai aber kehrte zum Tor des Königs zurück. Haman aber eilte niedergeschlagen und mit verhülltem Haupt nach Hause.“ Man kann sich die Frage stellen, wie wohl Mordechai in diesem Moment diesen Moment erlebt hat. Er wusste ja, dass es Haman war, der seinen Untergang und den Untergang seines ganzen Volkes plante, und der ihn jetzt so herumführte. Mordechai wird gewusst haben, dass Gott alles unter Kontrolle hat. „Und Haman erzählte seiner Frau Seresch und allen seinen Freunden alles, was ihm begegnet war. Da sprachen seine Weisen und seine Frau Seresch zu ihm: Wenn Mordechai, von dem du zu fallen begonnen hast, vom Samen der Juden ist, so kannst du nichts gegen ihn ausrichten, sondern du wirst gänzlich vor ihm fallen. Während sie aber noch mit ihm redeten, kamen die Kämmerer des Königs und führten Haman rasch zu dem Mahl, das Esther zubereitet hatte. So kamen der König mit Haman zum Trinkgelage bei der Königin Esther. Da sprach der König zu Esther auch am zweiten Tag beim Weintrinken: Was bittest du, Königin Esther? Es soll dir gegeben werden! Und was forderst du? Wäre es auch die Hälfte des Königreichs, es soll geschehen! Da antwortete die Königin Esther und sprach: Habe ich Gnade dafür gefunden, oh König, und gefällt es dem König, so schenke mir das Leben um meiner Bitte willen und mein Volk um meines Begehrens willen! Denn wir sind verkauft, ich und mein Volk, um vertilgt, erschlagen und umgebracht zu werden. Wenn wir nur zu Knechten und Mägden verkauft würden, so wollte ich schweigen, obwohl der Feind nicht imstande wäre, den Schaden des Königs zu ersetzen. Da sprach der König Ahasveros zu der Königin Esther: Wer ist es, der sich vorgenommen hat, so etwas zu tun, und wo ist er? Und Esther sprach: Der Widersacher und Feind ist dieser böse Haman! Da erschrak Haman vor dem König und der Königin. Der König aber stand in seinem Grimm auf vom Weintrinken und ging in den Garten des Palastes. Haman aber blieb zurück und bat die Königin Esther um sein Leben, denn er sah, dass sein Verderben beim König beschlossen war.“
[7:16] Wer andere versucht zu verderben, der wird am Ende selbst verdorben werden. Wer andere versucht, umzubringen, ihnen zu schaden, sie zu vernichten, der wird ewiges Leben nicht sehen können. Wenn wir uns selbst erhöhen auf Kosten von anderen, werden wir schwerlich zugrunde gehen. Das bezeugt die Geschichte Luzifers, das bezeugt die Weltgeschichte von Anfang an, das bezeugen unsere eigenen Erfahrungen, und so wird es ganz am Ende sicher kommen. Lasst uns davor hüten, uns selbst auf Kosten von anderen erhöhen zu wollen.
[7:56] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du kennst uns, du weißt, was in unseren Herzen ist. Du kennst unsere geheimen Gedanken und verborgenen Sünden. Wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass du uns den Spiegel vorhältst und dass wir erkennen, wo wir versucht haben, uns selbst zu erhöhen und wo wir versucht haben, anderen Schaden zuzufügen, schlecht über andere gedacht haben. Wir möchten dich von Herzen bitten, dass du uns das vergibst, dass du uns reinigst und uns Kraft gibst, dass wir Überwinder werden können. Ja, wir wollen nicht so enden, wie Haman geendet ist. Gib, dass wir nicht gut von uns selbst denken, sondern dass wir unsere eigene Unwürdigkeit erkennen und gut von dir denken. Das bitten wir im Namen Jesu.
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