Christopher Kramp beleuchtet in dieser Predigt Esther 9:22-10:3 und die Entstehung des Purimfestes. Er erklärt, wie dieses Fest als Erinnerung an Gottes Befreiung und Sieg über die Feinde des Volkes Israel dient. Die Botschaft ermutigt dazu, sich an Gottes Wirken in der Vergangenheit zu erinnern, um Kraft für die Zukunft zu schöpfen, und Mordechais Beispiel zu folgen, der das Wohl seines Volkes suchte.
Gott auf (m)einer Seite: Esther 9:22-10:3
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: EstherPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute wird Seite 552. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du für uns sorgst, danke, dass du uns lieb hast und dass du für uns kämpfst und dass du uns nicht verloren gibst, dass, wenn wir auf dich vertrauen, du uns den Sieg schenken wirst in jeder Lebenslage. Wir möchten dir von Herzen danken, dass wir es schon so oft erlebt haben und auch Kraft schöpfen können für das, was in der Zukunft auf uns zukommt. Herr, bitte offenbare du dich jetzt auch heute durch dein Wort, indem der Heilige Geist spricht. Und darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.
[1:13] Wir sind in Esther Kapitel 9. Nachdem die Juden sich im ganzen persischen Reich verteidigen durften zur angegebenen Zeit gegenüber ihren Feinden und danach am Tag und folgenden Tag, um 14. beziehungsweise 15. in Susa, folgenden Tag geruht haben und einen Festtag gemacht haben, hat man heute auch die Begebenheiten dieses Buches aufgeschrieben. Überall, wo Juden ansässig waren, einen besonderen Gedenktag zu feiern, nämlich den 14. und 15. Tag des Monats. Vers 22. Lesen wir weiter: „Als die Tage, an denen die Juden vor ihren Feinden zur Ruhe gekommen waren, und als den Monat, in welchem ihr Kummer in Freude und ihre Trauer in einen Festtag verwandelt worden war, dass sie diese feiern sollten als Tage des Gastes und der Freude, an denen sie einander Geschenke machen und die Armen beschenken sollten.“
[2:13] Hier ist also interessanterweise ein Fest eingeführt worden, das so in der Form in 3. Mose 23 noch gar nicht vorgesehen gewesen. Das als Erfahrung und aus der Erfahrung heraus und aus Dank für das, was Gott bewirkt hat in dieser Zeit, hat man sich entschlossen, Jahr für Jahr daran zu denken und das zu einem fröhlichen Fest zu machen. Und zu einem fröhlichen Fest gehören auch Geschenke. Oder: „Die Juden machten sich das, was sie zu tun angefangen hatten und was ihnen Mordechai vorgeschrieben hatte, zur Gewohnheit. Denn Haman, der Sohn Hammedathas, der Agagiter, der Feind aller Juden, hat den Plan gefasst, die Juden umzubringen und hatte das Pur, das ist das Los, werfen lassen, um sie zu vernichten und umzubringen. Und als es vor den König kam, gefiel es diesem durch einen Brief, dass Hamans böser Anschlag, den der gegen die Juden erdacht hatte, auf seinen eigenen Kopf zurückkam, so dass man ihn und seine Söhne an das Holz hängte. Darum werden diese Tage Purim genannt. Das ist nach dem Wort Pur. Deshalb, wegen all dessen, was in dem Schriftstück stand und dass sie selbst gesehen und erfahren hatten, setzten die Juden dies Fest und nahmen es als Brauch an für sich und ihre Nachkommen und alle, die sich ihnen anschließen würden, dass sie nicht davon abgehen sollten, jährlich diese zwei Tage zu feiern, wie sie vorgeschrieben und bestimmt worden waren. Und so sollen diese Tage im Gedächtnis bleiben und gefeiert werden von Geschlecht zu Geschlecht in allen Sitten, in allen Provinzen und Städten, so dass diese Purim-Tage nie verschwinden sollen unter den Juden und die Andenken bei ihren Nachkommen nicht aufhören soll.“
[3:56] Es ist wichtig, dass wir niemals vergessen, was Gott für uns getan hat und dass wir die Befreiung, den Sieg, die wir erlebt haben, die Ruhe, die Gott uns geschenkt hat nach größter Anstrengung und Bedrohung, nicht vergessen, sondern uns immer wieder daran erinnern. Vielleicht sollten auch wir uns noch genau überlegen, wie wir uns besser an das erinnern können, was Gott uns in der Vergangenheit geschenkt hat, damit wir nicht immer wieder von vorn anfangen, sondern auch Kraft schöpfen können aus der Erfahrung, die Gott uns schon geschenkt hat. Und die Königin Esther, die Tochter Abihails, und Mordechai schrieben mit allem Nachdruck, um diesen zweiten Brief betreffend die Purim zu bestätigen. Und er sandte Briefe an alle Juden in den 127 Provinzen des Königreiches von Ahasveros, Worte des Friedens und der Wahrheit. Hier sehen wir auch den Rahmen ganz an den Anfang des Buches, wo auch von den 127 Provinzen des Königs Ahasveros die Rede war, um diese Purim-Tage zu ihren bestimmten Zeiten festzusetzen, wie Mordechai, der Jude, und die Königin Esther ihnen verordnet und wie sie sie auch für sich selbst und ihre Nachkommen festgesetzt hatten, nämlich die Angelegenheit der Fasten und ihrer Wehklage. Und Esther bestätigte diese Pflichten, und es wurde in einem Buch aufgezeichnet. Oder: „König Ahasveros legte dem Festland und den Inseln des Meeres einen Tribut auf. Aber alle Werke seiner Gewalt und seiner Macht und die Beschreibung der Größe Mordechais, zu der ihn der König aufhob, ist das nicht aufgezeichnet in der Chronik der Könige von Medien und Persern? Die würde ich gerne finden und lesen, vielleicht du auch. Denn der Jude Mordechai war der nächste nach dem König Ahasveros und groß unter den Juden und beliebt bei der Menge seiner Brüder, weil er das Beste seines Volkes suchte und zum Wohl seines ganzen Geschlechts redete.“ Möge das auch von uns gesagt werden, dass wir das Beste unseres Volkes suchen, dass wir zum Wohl unserer Generation reden. Kann man von dir und von mir sagen, dass wir wirklich uns danach ausstrecken, danach trachten, danach streben, dass es unserem Volk so gut wie nur möglich geht, dass wir das Beste suchen für unsere Generation? Möge Gott uns diese Gnade schenken, die wir uns hier auch im Buch Esther gesehen haben.
[6:26] In diesem Buch kommt der Name Gottes an keiner Stelle direkt vor. Es wird keine Stelle berichtet, in der Gott wörtlich gesprochen hat. Und doch sehen wir ganz deutlich sein Eingreifen zwischen den Zeilen. Wir sehen, wie er Menschen benutzt hat, um seine Ziele zu verwirklichen, um sein Volk zu beschützen und wie Menschen selbst dadurch gewachsen sind in ihrem Glauben, in ihrem Bekenntnis zu ihrem Glauben, dass wir es an Esther gesehen haben und wie Treue und Mut für Gottes Wort sich lohnen. Lasst uns Gott dafür danken und beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für das Buch Esther und wir danken dir, dass wir daraus so viel Wichtiges lernen können für unser Leben und auch für die Zukunft, wenn wir den Antityp aus dieser großen Verfolgung erleben werden. Wir möchten dich bitten, dass du uns zu solchen Menschen machst, wie es Mordechai gewesen, dass der sich nicht hat dazu verführen lassen, seine Knie vor Haman zu beugen und der zum Besten seines Volkes geredet hat, der das Wohl seiner Generation gesucht hat. Herr, das wünschen wir uns auch für uns heute. Und bitte dich, dass du uns Kraft schenkst, dieses Wohl auch wirklich zu suchen und die richtigen Ideen, wie wir deinem Volk zum Segen sein können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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