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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt zu Galater 2:17-3:18 beleuchtet Christopher Kramp Paulus‘ Argumentation gegen die Rechtfertigung durch Gesetzeswerke. Er betont, dass Erlösung allein durch den Glauben an Jesus Christus geschieht und nicht durch die Einhaltung jüdischer Bräuche. Der Sprecher unterstreicht, dass Gläubige mit Christus gekreuzigt sind und durch seinen stellvertretenden Tod am Kreuz leben. Dies bekräftigt die universelle Bedeutung des Evangeliums für alle Völker, wie es schon Abraham verheißen wurde.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Galater 2:17-3:18. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprichst und dass wir erleben dürfen, dass deine Gnade uns wirklich guttut. Und Herr, wir möchten unter allen Umständen bei dir bleiben und wir möchten dich bitten, dass wir lernen, das Evangelium wirklich von ganzem Herzen zu schätzen. Das nicht einfach nur verteidigen, weil es richtig ist, sondern dass wir es verteidigen, weil wir eine persönliche, lebendige Erfahrung damit haben, weil wir wissen, dass wir ohne das Evangelium verloren sind, dass wir nicht stehen können ohne es, dass wir dich so dringend brauchen. Und dass wir Menschen, dass wir für das Evangelium nicht aus Rechthaberei kämpfen, sondern weil es unser Leben ist und auch anderen Menschen das ewige Leben schenken möchte, weil du alle Menschen lieb hast. Und Herr, gib uns deinen Geist in diesem Sinne mit einer solchen Gesinnung für das Evangelium zu kämpfen, um nicht Feinde zu machen, sondern Menschen zur ganzen Wahrheit zu führen. Und Herr, schenk uns die Bereitschaft, dass wir auch bereit sind, uns mit unseren Geschwistern abzusprechen, dass wir nicht einen Unabhängigkeitsgeist haben, sondern dass wir uns danach sehnen und danach streben, dass möglichst viele gemeinsam das Evangelium in seiner Schönheit und Klarheit und Kraft verkündigen, dass wir nicht unseren eigenen Spezialideen hinterherrennen, sondern uns mit dem begnügen, was du uns als Botschaft gegeben hast. Und Herr, damit wollen wir uns jetzt beschäftigen. Bitte sprich du zu uns und hab Dank dafür von ganzem Herzen. Wir wollen dir glauben und haben dich lieb. Amen.

[2:42] Wir sind in Galater Kapitel 2. Paulus berichtet von seinem Dienst als Missionar, wie er eigenständig das Evangelium gelernt hat und wie er nicht viel Kontakt zu den Aposteln gehabt hat. Er berichtet von den zwei Momenten, wo er in Jerusalem gewesen ist: einmal nach drei Jahren nach seiner Bekehrung, dann noch mal nach 14 Jahren beim Apostelkonzil. Und er berichtet dort, wie auch ein Titus nicht beschnitten werden musste und wie er sich darum bemüht hat, mit den führenden Aposteln, mit Petrus, mit Johannes, auch mit Jakobus, dem Gemeindeleiter, dem Bruder von Jesus, eine Einigung zu finden, eine gemeinsame Linie, die sie vertreten konnten. Und wie er auch dort von den Aposteln offiziell auch als Apostel und Missionar bestätigt worden ist, weil sie gesehen haben, dass sein Evangelium das wahre Evangelium ist, das auch sie gelernt haben und dass er einen besonderen Dienst für die Missionsgebiete unter den Heiden hat.

[3:44] Und er berichtet dann davon, wie er sogar dem Petrus ins Angesicht widerstanden hat, wie er ihn korrigiert hat, als Petrus sich hat ja dazu hinreißen lassen, einen Kompromiss zu machen und das Evangelium nicht ganz so deutlich ausgelebt hat. Hat den Heidenchristen nicht, trotz besseren Wissens, sozusagen nicht dazu stehen wollen, dass die Heidenchristen genauso voll Gottes sind wie die Judenchristen, als nämlich einige besonders ja auf das jüdische Christentum pochende Gläubige gekommen waren. Sogar Barnabas ist davon mitgerissen worden, aber Paulus hat für das Evangelium Partei ergriffen.

[4:31] Wir lesen weiter ab Galater 2, Vers 17: "Wenn wir aber, weil wir in Christus gerechtfertigt zu werden suchen, auch selbst als Sünder erfunden würden, wäre demnach Christus ein Sündendiener? Das sei ferne!" Paulus sagt, wir können ja nicht gleichzeitig das Evangelium annehmen und in der Sünde dann weiter verharren, weil dann würde Christus ja ein Diener für Sünder sein. "Denn wenn ich das, was ich niedergerissen habe, wieder aufbaue, so stelle ich mich selbst als Übertreter hin." Mit anderen Worten, wenn wir die Bestimmung, die wir im Apostelkonzil als nicht gültig für die Heidenchristen bestimmt haben, jetzt wieder als gültig darstellen, dann haben wir selbst uns widersprochen.

[5:17] "Nun bin ich aber durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, um für Gott zu leben." Er sagt, es ist ja die Botschaft der Bibel selbst gewesen, dass diese bestimmten, allein für das jüdische Volk geltenden Bestimmungen nicht mehr im Evangelium diese Position haben sollen. "Ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe ich aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat."

[5:52] Paulus sagt, im Evangelium bin ich geistlich... können wir den Vers noch mal lesen? Tut mir leid, ich muss mal einhaken, ich habe mich versprochen. Ja, ich mache Vers 20 noch mal, ja, bei derselben Kameraeinstellung. Du kannst... "Ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe ich aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat."

[6:30] Paulus sagt, im Evangelium bin ich tot, ich bin mit Christus gekreuzigt. Denn es sind ja meine Sünden, sind meine Fehler, meine Vergehen, meine Verbrechen, die dort am Kreuz hängen. Jesus hat sich mit mir identifiziert, also möchte ich mich auch mit ihm identifizieren. Paulus fasst ja das zusammen, was er auch schon in Römer 7 beschrieben hat, dass solange wir nicht wirklich tot sind, solange unser "wir" nicht dem Fleisch, dem sündigen Fleisch gestorben sind, der Sünde gestorben sind, solange können wir nicht wirklich Gott dienen. Und versuchen wir die Gebote zu halten, aber wir scheitern immer. Und das ist die Erfahrung, die wir alle in unserem Leben gemacht haben, dass wir versucht haben, Gott zu dienen und gleichzeitig mit unserem Fleisch auch weiterleben zu können, immer wieder unseren eigenen Willen durchzudrücken.

[7:34] Aber diese Erfahrung, diese Realität des Alten Bundes, wo man glaubt, dass Gott existiert und wo man glaubt, dass sein Wort gut ist und seine Gebote gerecht, heilig und richtig, man aber selbst nicht sein ganzes Leben Jesus übergeben hat und versucht, aus eigener Kraft das zu halten, das funktioniert nicht, das scheitert immer. Und Paulus sagt, im Evangelium bin ich tot, ich bin mit Christus gekreuzigt. Und physisch lebe ich natürlich, aber ich lebe jetzt nicht mehr, weil ich selbst für mich lebe, sondern ich lebe im Glauben an Jesus.

[8:13] Und ich habe in meinem Leben erlebt, dass es nicht ausreicht zu wissen, dass Gottes Wort richtig ist und gut ist und dass ich es versuche zu halten. Ich habe erlebt, dass es nur eine Hoffnung gibt, das sage ich aus ganzer tiefer Überzeugung: Es gibt nur eine echte Hoffnung, wenn wir unser Leben Jesus ganz geben, wenn er durch den Geist unseren alten Menschen töten darf, wenn wir der Sünde gestorben sind, wenn wir mitgekreuzigt sind und wenn wir durch Jesus leben, mit Jesus leben und für Jesus leben. Denn dann sind wir frei und dann sind wir mit Jesus verbunden und dann entfaltet das Evangelium seine gesamte Kraft.

[9:03] "Ich verwerfe die Gnade Gottes nicht; denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben." Paulus sagt, wenn wir einfach nur durch das Einhalten von Regeln vor Gott gerecht sind, wozu ist Jesus dann gestorben? Paulus ist es wichtig, dass das Kreuz von Jesus seine ultimative Bedeutung für die Erlösung von uns nicht verliert, dass wir nicht zu einem Punkt kommen, wo das Kreuz weniger wichtig wird und weil wir glauben, durch richtiges Tun und richtiges Handeln und Einhalten von Geboten uns bei Gott irgendwie beliebt zu machen.

[9:42] Paulus sagt, das ist zum Scheitern verurteilt. Und jede Tat, die in diese Richtung weist, und dass Petrus sich abgesondert hat, sollte ja darauf hinweisen, dass die Juden irgendwie einen Vorteil haben, dass sie irgendwie bei Gott angesehener sind und deswegen nicht mit den Heiden mitessen können. All das führt zu einer Minimierung der Kraft des Evangeliums. Das Evangelium sagt, dass wir alle Sünder sind, alle auf der gleichen Stufe sind und wir alle allein durch die Gnade Jesu am Kreuz von Golgatha gerettet werden können, und zwar dann, wenn wir bereit sind, diesen Tod als für uns geschehen anzunehmen. Das heißt, dass wir mit ihm gekreuzigt sind, dass wir wirklich glauben, dass unser altes Leben dort gestorben ist, dass es dort am Kreuz hing, weil er ja stellvertretend für uns hing. Wir sind zwar nicht buchstäblich gestorben, aber geistlich ist es so zu verstehen, dass es ja unser Leben ist, das dort gerichtet worden ist. Du hast jemand für uns eingesprungen und deswegen leben wir jetzt aus Gnade und wir leben jetzt dadurch, dass wir glauben, dass Jesus für uns eingesprungen ist und wir jetzt aus seiner Kraft, aus Gnade leben.

[11:02] "Oh ihr unverständigen Galater, wer hat euch verzaubert, dass ihr der Wahrheit nicht gehorcht, euch, denen Jesus Christus als unter euch gekreuzigt vor die Augen gemalt worden ist?" Paulus ist richtig, richtig ergriffen, weil er gar nicht verstehen kann, wie es möglich ist, dass jemand, der schon Christus so gut verstanden hat – er sagt, ich habe euch das Kreuz deutlich vor Augen gemalt – jetzt seid ihr wieder davon abgefallen. Das zeigt uns, dass man nicht einmal gerettet, immer gerettet ist, sondern dass es notwendig ist, dass wir uns immer wieder tagtäglich neu mit dem Kreuz beschäftigen. Ja, wenn wir jeden Tag eine Stunde uns Zeit nehmen würden, über das Kreuz nachzudenken, dann würde genau das hier nicht passieren, dass wir uns von Menschen verzaubern lassen, verwirren lassen, in die Irre führen lassen.

[11:47] "Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch die Verkündigung vom Glauben?" War es eure Anstrengung, war es euer eigener Gehorsam, eure guten Taten, die dazu geführt haben, dass ihr mit dem Heiligen Geist erfüllt worden seid, oder kam die Erfüllung mit dem Heiligen Geist dadurch, dass ihr an Jesus geglaubt habt, euer Leben ihm gegeben habt, weil ihr euch so hilflos gefunden habt? Lieber Freund, liebe Freundin, wie war es bei dir? Wann hast du die Erfüllung mit dem Heiligen Geist erlebt? In Momenten, wo du stolz auf dich selbst warst, wo du alles versucht hast, selbst zu tun, um Gott zu gefallen, oder hast du es erlebt, als du dein Leben Jesus übergeben hast, als du ihm vertraut hast, als du auf ihn geschaut hast, als du ihn geehrt hast und seine Gnade für dich in Anspruch genommen hast? War es nicht dann, als der Heilige Geist dein Leben erfüllt hat?

[12:35] "Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen und wollt es nun im Fleisch vollenden? So viel habt ihr umsonst erlitten, wenn es wirklich umsonst ist." Paulus sagt, wenn ihr jetzt wieder auf eigene Werke vertraut, auf eigene Kraft, dann ist das umsonst. Dann habt ihr im Geist angefangen, aber seid wieder ins Fleisch zurückgefallen. Und wir wissen aus dem Römerbrief, dass das Fleisch uns nicht zu Gott führen kann. Das Fleisch ist gegen Gottes Gesetz gerichtet und kann Gott nicht gefallen.

[13:06] "Der euch nun den Geist reicht und Kräfte in euch wirken lässt, tut es durch die Werke des Gesetzes oder durch die Verkündigung vom Glauben?" Es war die Predigt vom Evangelium, die zur Erfüllung mit dem Heiligen Geist geführt hat. "Gleichwie Abraham Gott geglaubt hat und es ihm zur Gerechtigkeit angerechnet wurde." Erinnern wir uns an Römer 4, wo Paulus auch diesen Punkt macht, dass schon Abraham, der Vater aller Gläubigen, auf den die Juden sich ja so besonders beriefen, wenn wir an Johannes 8 zum Beispiel denken, dass er durch den Glauben gerechtfertigt worden ist.

[13:39] "So erkennt auch: Die aus Glauben sind, diese sind Abrahams Kinder." Wenn dort Menschen kommen und sagen, ihr müsst euch beschneiden lassen, damit ihr Abrahams Kinder seid, vergesst es, das stimmt nicht. Abraham hatte schon Glauben, bevor er beschnitten war. "Da es nun die Schrift voraussah, dass Gott die Heiden aus Glauben rechtfertigen würde" – denn Gott hatte diesen Plan schon immer, die Bibel hat das immer schon deutlich gemacht – "hat sie dem Abraham im Voraus das Evangelium verkündigt: In dir sollen alle Völker gesegnet werden." Auch das aus dem Alten Testament, 1. Mose 12. Als Gott den Abraham berufen hat, hat er deutlich gemacht, das, was ich dir schenken möchte, den Segen, der soll allen Völkern zuteilwerden. Gott wollte schon immer alle Völker segnen. Er hatte niemals vor, nur ein ethnisches Volk hervorzuheben, um es allein zu erretten.

[14:28] "So werden nun die, welche aus Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham." Paulus sagt, ihr müsst euch nicht beschneiden lassen, um Kinder Abrahams zu sein, sondern ihr müsst Glauben haben wie Abraham. Das passt zu dem, was Jesus gesagt hat, dass die die Kinder Abrahams sind, die die Werke Abrahams haben, die so handeln und so denken und so glauben wie er.

[14:47] "Denn alle, die aus den Werken des Gesetzes sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben steht, um es zu tun." Paulus sagt, wenn ihr aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt werden möchtet, wisst ihr, was das bedeutet? Das bedeutet, dass ihr niemals einen Fehler machen dürft. Denn wenn ihr einen Fehler macht, seid ihr unter dem Fluch und es gibt nichts, was euch davon erretten kann. Denn das Gesetz ist euch nur für das Leben gegeben, wenn ihr darin bleibt. Das Problem ist aber, dass ein Mensch aus dem Fleisch heraus, aus eigener Kraft, es gar nicht halten kann. Und deswegen sagt er, seid unter dem Fluch, nicht weil das Gesetz Fluch bringt, sondern weil ein Mensch, der ohne den Heiligen Geist, ohne Glauben, versucht, das Gesetz zu halten, ohne Jesus, der ist deswegen unter dem Fluch, weil er es gar nicht halten kann. Und weil übrigens auch seine bisherigen Sünden, die er schon begangen hat, die auch nicht vergeben werden können durch das Halten des Gesetzes alleine, durch das Versuchen, werden sie nicht vergeben und dadurch bleibt er unter dem Fluch.

[15:55] "Das aber durch das Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar; denn der Gerechte wird aus Glauben leben." Einer der ganz großen Lieblingsverse von Paulus in Habakuk Kapitel 2, Vers 4, wo deutlich wird, dass wir an dem Wort Gottes festhalten sollen, selbst wenn es sich scheinbar verzögert. Wer dem Wort Gottes glaubt, der wird als Gerechter leben. Paulus hat das als die Quintessenz des Evangeliums in Römer 1, Vers 16 und 17 deutlich gemacht, dass der, der glaubt, leben wird, dass die Gerechtigkeit Gottes sich im Evangelium offenbart, jedem, der glaubt, und durch den Glauben wird sie uns angerechnet, durch den Glauben wird sie uns verliehen.

[16:42] "Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern der Mensch, der diese Dinge tut, wird durch sie leben." Das Gesetz muss man tun. "Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch wurde um unsertwillen; denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt." Der Fluch des Gesetzes ist, wenn man es nicht hält, und davon hat Christus uns losgekauft. Und deswegen brauchen wir Christus, denn nur mit Christus können wir das Gesetz halten. Ohne ihn sind wir immer unter dem Fluch. Und dieser Fluch der Sünde, den hat Christus auf sich genommen, als er am Kreuz hing. Es war deutlich, dass er einen Fluch auf sich hatte, nicht weil er selbst gesündigt hatte, sondern weil er meine Sünde und deine Sünde getragen hat, den Fluch, den meine vielen Sünden mit sich gebracht haben, der lag auf Jesus.

[17:38] "Damit der Segen Abrahams zu den Heiden komme in Christus Jesus, damit wir durch den Glauben den Geist empfingen, der verheißen worden war." Jesus ist für uns zum Fluch geworden, damit wir seinen Segen empfangen. Er hat meine Sünde auf sich genommen, damit ich seine Gerechtigkeit bekomme. Er ist den Tod gestorben, den ich verdient habe, damit ich sein Leben für immer haben kann. Gott sei gelobt dafür von ganzem Herzen.

[18:06] "Brüder, ich rede nach Menschenweise: Sogar das Testament eines Menschen hebt niemand auf oder verordnet etwas dazu, wenn es bestätigt ist." Übrigens wird ein Testament bestätigt, wenn jemand stirbt. So hat auch Jesus den Bund bekräftigt, als er am Kreuz von Golgatha gestorben ist. Er sagt, das ist das Blut des neuen Bundes.

[18:26] "Nun aber sind die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht: Und den Samen, als von vielen, sondern als von einem: Und deinem Samen, und dieser ist Christus." Paulus macht hier was ganz Interessantes. Die Galater wollen ja gerne Judenchristen sein, und er zeigt jetzt nicht einfach nur aus dem Alten Testament, sondern indem er sogar ganz fein exegetisch aus dem Hebräischen, aus der hebräischen Grammatik herauszeigt, dass im Alten Testament es nicht um die vielen Nachfolger, die vielen Kinder Abrahams geht, sondern es geht um den einen, den einen Samen, der verheißen ist: Christus. In Christus ist der Segen.

[19:05] "Das aber sage ich: Ein von Gott auf Christus hin zuvor bestätigtes Testament wird durch das 430 Jahre danach entstandene Gesetz nicht ungültig gemacht, so dass die Verheißung aufgehoben würde." Paulus sagt, über vier Jahrhunderte, bevor am Sinai nicht nur die Zehn Gebote, sondern auch all die Regeln für das jüdische Volk gegeben worden sind, der ganze Bund damals mit all seinen Opfervorschriften, mit all den Dingen gegeben worden ist, 400 Jahre zuvor, über 400 Jahre zuvor hatte Gott bereits deutlich gemacht, dass durch den Glauben, durch Jesus Christus, durch den einen Samen, alle Völker gesegnet werden können. Das heißt, Gott ändert seine Meinung nicht. Das, was am Sinai passiert ist, muss so verstanden werden, dass es mit dem, was vorher schon gesagt worden ist, in Übereinstimmung ist. Man kann nicht das Geschehen am Sinai so auslegen, dass die Verheißung in Christus aufgehoben wird. Mit anderen Worten, das, was am Sinai geschah, war niemals dazu gedacht, den Eindruck zu erwecken, dass man ein Jude sein muss, um ein ethnischer Jude durch Beschneidung gerettet zu werden. Und es war niemals dazu gedacht, das Evangelium von Jesus aufzuheben, unter gar keinen Umständen.

[20:24] "Denn wenn das Erbe durchs Gesetz käme, so käme es nicht mehr durch Verheißung. Denn Abraham aber hat es Gott durch Verheißung geschenkt." Und er sagt, mit anderen Worten, wenn ihr Kinder Abrahams sein wollt, dann glaubt so wie Abraham, und ihr werdet auch so beschenkt werden wie Abraham.

[20:45] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, Herr, wir sehen, wie leicht auch wir in unserem Leben auf unsere eigenen Taten und auf unser eigenes Tun schauen, auf unsere eigenen Werke. Aber Herr, wir möchten dich heute bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist so mächtig an uns wirkst, dass wir verstehen können, dass wir mit dir mitgekreuzigt sind, Herr Jesus, und dass am Kreuz tatsächlich unser Leben gestorben ist, dass du dort stellvertretend für uns getragen hast, dass unsere Sünde dort mit dir gestorben ist, bestraft worden ist, gerichtet worden ist, damit wir jetzt mit dir im Glauben leben. Herr, schenk uns heute diese Erfahrung und gib, dass wir sie nie wieder loslassen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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