In dieser Predigt über Hebräer 3:7-4:14 warnt Christopher Kramp eindringlich vor einem ungläubigen Herzen, indem er die Geschichte der rebellischen Israeliten in der Wüste als Mahnung nutzt. Er betont, dass Gottes Verheißung der Ruhe, die über das irdische Kanaan hinausgeht, noch heute durch Glauben in Jesus Christus erreichbar ist. Das lebendige Wort Gottes dient dabei als scharfes Schwert, das unsere wahren Probleme offenbart und uns dazu aufruft, standhaft am Bekenntnis festzuhalten und in Gottes geistliche Ruhe einzugehen.
Gott auf (m)einer Seite: Hebräer 3:7-4:14
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, HebräerPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“ heute mit Seite 1269. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir Jesus haben, der unser Bruder ist, dass wir durch ihn zu dir Zugang haben und dass er auf unserer Seite steht, dass er für uns da ist und dass wir durch ihn dich kennen dürfen. Herr, sprich du auch heute durch ihn, seinen Heiligen Geist, zu unserem Herzen und gib, dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:20] Wir sind in Hebräer Kapitel 3. Paulus zeigt, welch überragende Bedeutung Jesus hat, der noch größer ist als Mose, der zu alttestamentlichen Zeiten als der bedeutendste Mann Gottes galt, der ja auch die fünf Bücher Mose und das Buch Hiob, auf denen so viel basierte, geschrieben hatte, der treu gewesen war. Aber Jesus ist noch eine ganz andere Kategorie. Er ist nämlich Schöpfer und Erlöser, er ist Mensch gewordener Gott, der für uns gelitten hat und unser Bruder geworden ist.
[2:02] Wir lesen weiter in Vers 7 von Kapitel 3: „Darum, wie der Heilige Geist spricht: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht wie in der Auflehnung am Tag der Versuchung in der Wüste.“ Paulus zitiert erneut aus den Psalmen, aus Psalm 95, und sagt, dass hier speziell der Heilige Geist spricht, auch zu uns, und uns auffordert, dass wenn wir Gottes Stimme zu unserem Herzen hören, dass wir dann unser Herz nicht zumachen, dass wir es nicht verstocken, sondern zuhören, was Gott uns an heilsamen Dingen sagen möchte.
[2:43] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn Gott heute durch sein Wort zu dir spricht, höre auf das, was Gott dir sagen möchte. In Psalm 95 bezieht es sich auf die Geschichte, als die Israeliten in Kadesch-Barnea sich auflehnten, rebellierten gegen Gott und nicht in das gelobte Land hineinziehen wollten.
[3:08] Vers 9: „Wo mich eure Väter versuchten, sie prüften mich und sahen meine Werke 40 Jahre lang. Darum wurde ich zornig über jenes Geschlecht und sprach: Immer gehen sie in ihrem Herzen in die Irre, und sie haben meine Wege nicht erkannt, sodass ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.“ Und diese Verse sind jetzt ein ganz wesentlicher Schlüssel für all das, was Paulus in den nächsten Abschnitten entwickeln möchte.
[3:42] Hier gab es Israeliten, die Gott aus Ägypten erlöst hatte, die er befreit hatte aus der Knechtschaft, die aber doch nicht das Ziel erreichten. Sie sind vom Glauben abgeglitten. Wir haben gesehen, wie schon in Kapitel 2 Vers 1 Paulus davor warnt, dass man nicht etwa abgleitet.
[4:04] Damals hatten sich die Menschen, die Israeliten der ersten Generation des Auszugs, aufgelehnt. Sie hatten so gelebt und sich so verhalten, dass Gott zornig wurde über sie und dass er dann geschworen hat, dass sie nicht in das Land Kanaan hineingehen würden. Mehr noch, dass sie nicht in seine Ruhe eingehen würden. Dieses Wort „Ruhe“ bedeutet eigentlich auch ein Ruheort, ein Ort, wo man zu Hause ist, dort, wo Gott zu Hause ist. Gott wollte sie zu sich bringen, aber sie hatten seine Wege nicht erkannt. Sie hatten sein Wesen, seinen Charakter, seine Liebenswürdigkeit, seine Vertrauenswürdigkeit nicht geglaubt, und deswegen ist das Herz in die Irre gegangen, und sie sind dann noch 40 Jahre in der Wüste weiter, also fast 40 Jahre in der Wüste weiter marschiert und sind dort in der Wüste gestorben.
[4:59] Paulus nimmt das jetzt auf und richtet einen ganz zu Herzen gehenden Appell, nicht nur an die Hebräer damals, sondern auch an dich und an mich: „Habt acht, ihr Brüder, dass nicht in einem von euch ein böses, ungläubiges Herz sei, das im Begriff ist, von dem lebendigen Gott abzufallen.“ Hab acht, lieber Freund, liebe Freundin, habe auch du acht! Wir müssen acht haben, dass unser Herz nicht anfängt, in die Irre zu gehen und dass wir von dem wahren, lebendigen Gott uns abwenden lassen.
[5:30] Ermahnt einander vielmehr jeden Tag, solange es „heute“ heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde. Solange der Heilige Geist durch Gottes Wort zu uns spricht, solange es heißt „noch heute, da ihr seine Stimme hört“, solange wir Gottes Stimme hören können, solange gibt es die Möglichkeit, sich zu ändern, solange gibt es die Möglichkeit, an Gott festzuhalten und umzukehren, wenn wir das gerade nicht tun. Und deswegen sagt er: „Ermahnt euch gegenseitig, dass Gottes Wort nicht vergeblich an euren Herzen wirkt, denn die Sünde betrügt uns, und sie verstockt uns, und sie führt irgendwann dazu, dass, obwohl Gott zu uns spricht, wir nicht mehr hören wollen.“
[6:13] Denn wir haben Anteil an Christus bekommen, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende standhaft festhalten. Das ist ein ganz entscheidender Punkt bei Paulus: Immer und immer wieder die Zuversicht in Christus besteht nicht darin, dass wir einmal Erlösung erfahren und erlebt haben, sondern dass wir dabei bleiben, dass wir sie festhalten. Ich habe zu viele Menschen gesehen, die echte Zuversicht in Christus gehabt haben und diese wieder haben fahren lassen, nicht festgehalten haben und die sich haben verstocken lassen durch den Betrug der Sünde.
[6:46] Solange gesagt wird: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht wie in der Auflehnung.“ Denn einige lehnten sich auf, als sie es hörten, aber nicht alle, die durch Mose aus Ägypten ausgezogen waren.
[7:07] Dieser Vers ist möglicherweise in der Schlachter nicht besonders gut übersetzt. Die Elberfelder und die Zürcher haben hier eine bessere Übersetzung, die dem Gesamtkontext eigentlich besser entspricht. Es ist nämlich eigentlich als eine Frage zu verstehen: Wer sind diejenigen gewesen, die sich aufgelehnt haben? Waren es nicht diejenigen, die aus Ägypten ausgezogen sind? Das passt dann ganz gut zu den weiteren Fragen in Vers 17 und 18: „Über wen war er aber 40 Jahre lang zornig? Waren es nicht die, welche gesündigt hatten, deren Leiber in der Wüste fielen? Welchen schwor er aber, dass sie nicht in seine Ruhe eingehen sollten, wenn nicht denen, die sich weigerten zu glauben?“
[7:51] Wir hatten in Vers 8, 9, 10 und 11 gesehen, dass dort Menschen sich aufgelehnt hatten, dass Gott zornig gewesen ist und dass er ihnen geschworen hatte, nicht in die Ruhe zu gehen. Und diese drei Punkte werden jetzt quasi in rhetorischen Fragen in Vers 16, 17 und 18 aufgegriffen: „Wer hat sich aufgelehnt, als er das Wort Gottes hörte? Über wen ist Gott 40 Jahre lang zornig gewesen? Und wem hat er geschworen, dass sie nicht in die Ruhe eingehen?“ Und dann kommt immer die Antwort: „Es waren diejenigen, die aus Ägypten gezogen sind. Es waren diejenigen, die dann in der ersten Generation, also in der Wüste gestorben sind. Es waren diejenigen, die sich weigerten zu glauben.“
[8:30] Der Gedanke ist also: Es war die erste Generation, die aus Ägypten ausgezogen ist. Diesen Gedanken, den haben wir auch im Judasbrief in Judas 5, dass wir uns daran erinnern sollen, dass diejenigen, die Gott aus Ägypten herausgeführt hat, am Ende doch in der Wüste gestorben sind aufgrund ihres Unglaubens.
[8:51] Und das ist die Schlussfolgerung von Paulus jetzt in Vers 19: „Und wir sehen, dass sie nicht eingehen konnten wegen des Unglaubens.“ Der ganze Abschnitt hat also folgenden Gehalt, folgende Idee: Gott hat Menschen auf den Weg des Lebens gebracht, sie haben Erlösung erlebt und Befreiung und sind am Ende doch nicht gerettet worden, weil sie vom Glauben wieder abgefallen sind, weil sie sich aufgelehnt haben trotz der erlebten Erlösung.
[9:19] Deswegen sagt Paulus: „Habt acht, dass das nicht euch passiert! Habt acht, dass ihr nicht durch Unglauben und Ungehorsam in eine Rebellion kommt, die euch vom ewigen Leben dann doch wieder austrennt, obwohl ihr einmal erfahren habt, dass Jesus euer Erlöser ist.“ Das ist der Gedankengang in diesem Abschnitt.
[9:39] So lasst uns nun mit Furcht darauf bedacht sein, dass sich nicht etwa bei jemand von euch herausstellt, dass er zurückgeblieben ist, während doch die Verheißung zum Eingang in seine Ruhe noch besteht. Paulus sagt: Diese Verheißung, dass wir an Gottes Ruheort kommen können, dass wir zu ihm kommen können und geistige, geistliche Ruhe finden dürfen in Christus, die besteht noch immer. Deswegen lasst uns darauf bedacht sein, nicht in Rebellion zu verfallen. Lasst uns darauf bedacht sein, nicht durch Unglauben und Ungehorsam diese Verheißung an uns vorbeiziehen zu lassen.
[10:12] Denn auch uns ist eine Heilsbotschaft, das heißt ein Evangelium, verkündigt worden, gleich wie jenen. Das heißt, das Evangelium, das wir im Neuen Testament haben, ist dasselbe Evangelium, wie auch die Israeliten es gehört hatten – das ewige Evangelium, das die gesamte Bibel als ewiger Bund durchzieht. Aber das Wort der Verkündigung hat jenen nicht geholfen, weil es bei den Hörern nicht mit dem Glauben verbunden war.
[10:37] Paulus macht einen entscheidenden Punkt: Wenn ich das Evangelium höre und es nicht glaube, nützt es mir nichts. Die Israeliten hatten das Evangelium gehört, sie hatten es gesehen, sie hatten durch Zeichen und Wunder verstanden, dass Gott rettet und wie er rettet und wie er ist, was sein Gesetz ist, was seine Verheißungen sind. Aber sie haben es nicht geglaubt. Das zeigte sich in Kadesch-Barnea an der Grenze, als sie lieber zurück nach Ägypten wollten, als darauf zu vertrauen, dass Gott ihnen den Sieg schenkt.
[11:06] Und entsprechend konnten sie nicht in Gottes Ruhe eingehen. Denn wir, die wir gläubig geworden sind, gehen in die Ruhe ein, wie er gesagt hat: „Dass ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.“ Und doch waren die Werke seit Grundlegung der Welt beendigt. Denn er hat an einer Stelle von dem siebten Tag so gesprochen: „Und Gott ruhte am siebten Tag von all seinen Werken.“
[11:31] Paulus macht einen wichtigen Punkt: Wer gläubig ist, erfährt die Ruhe Gottes. Es ist allein durch den Glauben, dass wir diese Ruhe, die Gott uns anbietet, dass wir sie erfahren können. Und diese Ruhe, die besteht schon seit Anfang der Welt. Dieses Angebot Gottes gibt es seit der Schöpfung, und der Sabbat, der siebte Tagsabbat, ist das Zeichen dieser Einladung Gottes, die geistliche Ruhe mit ihm zu erleben.
[12:04] Der Sabbat ist schon immer der Tag gewesen, der uns daran erinnert, dass Gott uns einlädt, mit ihm Zeit zu verbringen, bei ihm zu wohnen sozusagen, in seine Ruhe einzugehen. Und an dieser Stelle wiederum: „Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.“ Da nur noch vorbehalten bleibt, dass etliche in sie eingehen sollen, und die, welchen – Verzeihung – zuerst die Heilsbotschaft verkündigt worden ist, wegen ihres Unglaubens nicht eingegangen sind, so bestimmt er wiederum einen Tag, ein „Heute“, indem er nach so langer Zeit durch David sagt, wie es gesagt worden ist: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht.“
[12:47] Paulus möchte also sagen: Wenn nach Jahrhunderten immer noch David einlädt und sagt, die Ruhe besteht noch, dann heißt es, dass die Ruhe, die Gott den Israeliten in Kadesch-Barnea geben wollte, nicht einfach in der Eroberung Kanaans bestand, sondern in einer geistlichen Erfahrung, in der Erfahrung der Erlösung, in der Erfahrung der engen Verbindung mit Gott, wie sie schon seit der Schöpfung möglich ist und wie sie durch den Sabbattag symbolisiert worden ist.
[13:19] Und um das deutlich zu machen, sagt Paulus: Gott hat noch einen weiteren Tag bestimmt, den Sabbattag als Symbol für diese Ruhe, aber einen weiteren Tag, an dem jeder diese Ruhe für sich persönlich in Anspruch nehmen kann, nämlich heute. Heute, heute ist der Tag des Heils. Heute kann ich in Gottes Ruhe eingehen, die Ruhe, die durch den Sabbat Woche für Woche symbolisiert wird. Aber heute kann ich diese Ruhe ergreifen, wenn ich Jesus glaube.
[13:54] Denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht hätte, so würde nicht dann von einem anderen Tag gesprochen. Damit wird deutlich: Diese Ruhe ist nicht das irdische Land Kanaan, denn ansonsten hätte David nicht mehr von einer weiteren Ruhe sprechen können. Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten. Das bedeutet, die Ruhe, die Gott anbietet, ist nicht die Eroberung eines Landes, sondern die enge, tiefe Beziehung zu ihm, der Segen und die Heiligkeit, die durch den Sabbattag ausgedrückt wird. Und diese Ruhe kann jeder Mensch haben, und diese Ruhe ist nach wie vor erreichbar, und zwar heute, heute.
[14:37] Wir müssen nicht einmal auf einen Sabbat warten, um diese Ruhe heute in unser Herz zu bekommen. Wir werden sie dann am Sabbat in besonderer Weise erleben, aber wenn wir sie heute haben möchten, dürfen wir sie heute ergreifen, weil Gottes Geist heute zu uns spricht.
[14:53] Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleich wie Gott von den seinen. So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt.
[15:14] Wir wollen diese Ruhe eingehen, sagt Paulus, und ich möchte in meinem Leben – und ich möchte dich auch einladen dazu – ich möchte mich in meinem Leben dazu entscheiden, von ganzem Herzen danach zu streben, nicht mehr nach eigenen Werken zu leben, sondern die Ruhe anzunehmen, die Gott mir anbietet: bei ihm zu sein, bei ihm zu wohnen sozusagen, seinen Wohnort aufzusuchen.
[15:39] Haben nicht die ersten Jünger Jesu, der Andreas und der Johannes, ihn gefragt, als er sie fragte: „Was sucht ihr? Wo wohnst du?“ Lass uns diese Frage auch Jesus stellen: „Wo wohnst du? Wir möchten Zeit mit dir verbringen, wir möchten in deine Ruhe eingehen, wir möchten nicht mehr durch eigene Werke dir etwas beweisen. Wir möchten, dass du deine Werke in uns tust.“ Ist doch dein Wunsch? Ich möchte diesen Wunsch in meinem Herzen jeden Tag haben.
[16:12] Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.
[16:28] Wenn du dir nicht ganz klar bist, wie es um deinen Glauben steht, dann schau in die Bibel. Denn die Bibel ist kein totes Buch, nicht einfach nur tote Buchstaben auf weißem Papier. Nein, die Bibel ist lebendig, und sie dringt in unser Herz hinein, sie dringt in unsere Seele, sie scheidet die Gedanken, sie zeigt uns ganz deutlich, wer wir sind, wo wir stehen und was unsere wahren Probleme sind. Und sie offenbart uns, wenn wir Unglauben haben, sie offenbart uns, wenn wir Ungehorsam haben, sie offenbart uns, wenn unser Herz in Rebellion ist.
[17:00] Deswegen lasst uns die Bibel studieren, denn sie gibt uns echte Ruhe. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben. Wir können vor Gott unseren wahren Zustand nicht verbergen. Wenn wir nicht wirklich mit unserer eigenen Seele ehrlich umgehen, wenn wir wirklich nicht unser Herz vor ihm ausschütten, dann werden wir verloren gehen wie die Israeliten, die auch im Geheimen Rebellion hatten, bis diese dann offen ausgebrochen ist.
[17:32] Lasst uns nicht Unglauben haben, sondern lasst uns durch das Wort Gottes an Jesus Christus glauben und ihm vertrauen. Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Lasst uns nicht zurückweichen, lasst uns nicht von irgendwelchen Irrlehren beiseite schieben. Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis.
[17:56] Wir sehen also, wie hier ein großer roter Faden durch den ganzen Hebräerbrief durchgeht: nicht aufzugeben, nicht fallen zu lassen, nicht wegzugehen, nicht zu rebellieren, sondern festzuhalten an der Wahrheit, die uns schon gerettet hat, festzuhalten an der Wahrheit, die wir erlebt haben, festzuhalten an den Wahrheiten, die wir verstanden haben, festzuhalten an Jesus, der als unser Bruder und König des Universums jetzt als dein und mein Hohepriester für dich und mich eintritt.
[18:31] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass dein Wort wie ein Schwert, wie ein zweischneidiges Schwert, das egal, wo man es aufschlägt, immer eine scharfe Spitze hat, in unser Herz hineindringt und uns genau zeigt, wo wir stehen. Und Herr, wir danken dir, dass du das nicht tust, um uns zu verletzen, sondern um uns zu zeigen, wenn wir in Gefahr sind, das ewige Leben zu verlieren, weil wir Unglauben in unserem Herzen hegen.
[19:09] Herr, offenbare du dich in unserem Leben durch dein Wort jeden Tag und hilf uns, von ganzem Herzen an dir festzuhalten durch deine Kraft. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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