In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um die Visionen aus Hesekiel Kapitel 10 und 11. Die komplexe Beschreibung der Cherubim und ihrer Räder wird beleuchtet, wobei die göttliche Herrlichkeit und ihre Bewegung im Mittelpunkt stehen. Weiterhin wird die prophetische Botschaft an die falschen Führer Jerusalems thematisiert, die das Volk in die Irre führen, und die Ankündigung von Gottes Gericht und Wiederherstellung.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 10:9-11:11
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 860 und sind noch in Hesekiel Kapitel 10 und werden auch Kapitel 11 beginnen. Und bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, führ uns heute durch dein Wort. Gib uns deinen Heiligen Geist, dass wir es gut verstehen, dass wir vor allem etwas ganz persönlich für unser Leben heute mitnehmen. Dafür danke ich dir. Amen.
[0:55] Wir beginnen in Vers 9 von Kapitel 10 und es heißt: „Und ich schaute und siehe, da waren vier Räder bei den Cherubim, ein Rad bei dem einen Cherub und das andere Rad bei dem anderen Cherub. Und die Räder aber waren anzusehen wie der Glanz eines Chrysolithsteins.“ Also die Räder waren auch wie ein Edelstein, kostbar, nicht einfach nur aus Metall, sondern schönes Material. Dem Ansehen nach waren sie alle vier von ein und derselben Gestalt, als wäre ein Rad mitten im anderen. Also wir sind hier wieder an dem Punkt, dass wir sagen müssen: Das ist eine physikalische Unmöglichkeit, wie der Thron Gottes hier ja rollt und uns gebaut ist. Wenn sie gingen, so sie nach ihren vier Seiten, keines wandte sich um, wenn es gegen, sondern wohin sich das Haupt wandte, dahin gingen sie ihm nach und sie wandten sich nicht um im Gehen. Ihr ganzer Leib und ihr Rücken und ihre Hände und ihre Flügel, auch die Räder waren alle ringsum voller Augen. Alle vier hatten ihre Räder. Also interessant, dass diese, das ist noch ein neues Detail, was er bisher noch nicht gelesen hat, dass überall Augen sind und ihre Räder. Sie nannte er vor meinen Ohren Räderwerk. Aber jeder einzelne Cherub hatte vier Gesichter und das wissen wir schon aus Kapitel 1, aber es gibt eine kleine Veränderung. Vielleicht fällt sie euch auf: Das erste war das Gesicht eines Cherubs, das zweite das Gesicht eines Menschen, das dritte das Gesicht eines Löwen und das vierte des Gesicht eines Adlers. Wir haben eine kleine Veränderung, denn in Kapitel 1 haben wir ein Stier gehabt und ein Menschen, dein Löwen und ein Adler. Und hier haben wir einen Cherub und ein Menschen und ein Löwen und ein Adler. Also hier sieht er sozusagen noch eine etwas andere Facette.
[2:55] Und die Cherubim erhoben sich. Es war das lebendige Wesen, dass ich am Fluss Kebar gesehen hatte. Also noch mal die Klammer zu Kapitel 1. „Wenn nun die Cherubim gingen, so gingen auch die Räder neben ihnen mit. Und wenn die Cherubim ihre Flügel schwangen, um sich von der Erde empor zu heben, so wandten sich auch die Räder nicht von ihrer Seite. Wenn jene still standen, so standen auch diese still. Wenn jene sich empor hoben, so erhoben sich auch die Räder mit ihnen, denn der Geist des lebendigen Wesens war in ihnen.“ Und die Herrlichkeit des Herrn ging von der Schwelle des Tempels hinweg und stellte sich über die Cherubim. Also wir sind noch mal zurück am Anfang von Kapitel 10. Die Herrlichkeit war am Brandaltar, dann ist sie über die Schwelle in den Tempel gegangen und nun bewegt sich die Herrlichkeit wieder über die Cherubim, also über dieses Räderwerk, das schwangen die Cherubim ihre Flügel und erhoben sich von der Erde vor meinen Augen. Als sie hinausgingen, auch die Räder, die mit ihnen vereinbart, aber beim Eingang des östlichen Tores am Haus des Herrn blieben sie stehen und oben über ihnen war die Herrlichkeit Gottes Israels. Also diese, dieses Konstrukt, diese Rede, diese lebendigen Wesen, die schwingen ihre Flügel und heben sich von der Erde hoch und die Herrlichkeit Gottes ist oben drauf. Wir haben also gesehen, der untere Teil und der obere Teil können in der Tat direkt voneinander unter, getrennt voneinander agieren und sich woanders bewegen, aber die Herrlichkeit Gottes wird transportiert durch diese Räder.
[4:41] Es war das lebendige Wesen, dass ich am Fluss Kebar unter dem Gott Israels gesehen hatte. Und ich erkannte, das ist Cherubim. Also jetzt versteht ihr, seht ihr das noch ein bisschen besser? Es ist ein bisschen wie im Buch Daniel, wo Daniel eine große Vision bekommt, den Kapitel 2 und dann bis zu Kapitel 11 wird es immer detaillierter und er bekommt immer mehr Einblicke. Und so ist es hier bei Hesekiel. Er sieht in Kapitel 1 die Herrlichkeit, den Thron Gottes und der ist richtig überwältigt von dem Bild und kann es gar nicht fassen, wie das Räderwerk funktioniert. Und nun versteht das immer besser, weil immer mehr Details sichtbar werden. Jeder hatte vier Gesichter und jeder vier Flügel und etwas wie Menschenhände war unter ihren Flügeln. Auch ein neues Detail in Kapitel 10, dass diese Menschenhände da sichtbar sind. Was aber die Gesichter betrifft, so waren es die gleichen Gesichter, die ich am Fluss Kebar gesehen hatte. Ihre Erscheinung und sie selbst, jeder ging gerade vor sich hin.
[5:40] Nun haben wir einen ganz interessanten Umstand in diesem Vers. Sagte es waren die gleichen, fehlerbändigen Wesen, gleichen Gesichter, die ich gesehen habe am Fluss Kebar. Aber am Fluss hat er ein Stier gesehen und hier sieht er ein Cherub. Also entweder hat das ganz viel Ähnlichkeit miteinander, oder er hat es nicht richtig erkannt. Das kann man noch ein bisschen tiefer studieren, um das vielleicht noch zu verstehen. Vielleicht ist es auch, weil in diesem Kapitel 10 es vor allem auch um Engel geht, um die Cherubim, die eine größere Rolle spielen. Das ja, das sozusagen zum Vorschein kommt. Wie auch immer, wir können diesen Thron nicht ganz erklären. Wir bleiben ein bisschen sprachlos zurück über dieses wahnsinnig komplexe Gebilde.
[6:25] Kapitel 11: „Und der Geist hob mich empor und führte mich zum östlichen Tor des Hauses des Herrn, das nach Osten sieht.“ Also er ist jetzt ein bisschen ums Haus rum und siehe, 25 Männer waren am Eingang des Tores, unter denen ich Jaasanja, den Sohn des Asur, und Pelatja, den Sohn des Benaja, die Obersten des Volkes, erblickte. Und er sprach zu mir: „Menschensohn, das sind die Leute, die auf Unheil sinnen und bösen Rat erteilen in dieser Stadt.“ Also diese 25 Männer, die sind sozusagen der Kern des Götzendienstes, des Bösen, die hier die Stadt wirklich in den Ruinen treiben. Sie sagen: „Man wird nicht bald wieder Häuser bauen. Wird man nicht bald wieder Häuser bauen? Sie ist der Topf und wir das Fleisch.“ Und da sind wir jetzt wieder inhaltlich beim Buch Jeremia, wo ja auch deutlich wird, dass die Menschen in Jerusalem gesagt haben: „Hört nicht auf Jeremia, die Prophezeiungen werden nicht eintreffen. Wir werden hier nicht wegziehen. Die Babylonier werden uns nicht wegholen. Wir werden hier bleiben und alles wird wieder gut werden.“ Und so sind diese 25 Männer auch die, das Volk ja in ihre Lügen mit ihren Lügen speisen. Darum sollst du gegen sie weissagen. Sage, Menschensohn, und der Geist des Herrn fiel auf mich und sprach zu mir: „Sage, so spricht der Herr: Ihr, das Haus Israel, redet so, und was in eurem Geist aufsteigt, weiß ich wohl. Ihr habt viele in dieser Stadt umgebracht und habt ihre Gassen mit Erschlagenen gefüllt. Darum, so spricht Gott, der Herr: Eure Erschlagenen, die ihr in Jerusalem hingestreckt habt, sind das Fleisch und Jerusalem ist der Topf. Euch aber wird man aus ihm hinausführen.“
[8:18] Also Gott dreht quasi dieses Sprichwort, dass sie sich zurechtgelegt haben, um und sagt: Ja, Jerusalem wird der Topf sein und ihr das Fleisch, aber nicht ihr lebendigen seit das Fleisch, sondern ihr werdet abtransportiert werden. Sondern die Erschlagenen ist quasi tot, ist Fleisch im Topf, es ist verdorben. Ihr fürchtet das Schwert, aber das Schwert will ich über euch bringen, spricht Gott, der Herr. Ich will euch, das Haus, will euch aus Jerusalems Mitte herausführen und euch an Fremde ausliefern und das Urteil an euch vollstrecken. Ihr sollt durchs Schwert fallen auf dem Gebiet Israels will ich euch richten, und ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin. Diese Stadt wird nicht euer Topf sein und ihr werdet nicht das Fleisch darin sein, sondern ich will euch richten auf dem Gebiet Israel.
[9:08] Und hier kündigt Gott wieder an, dass er dem ganzen Treiben ein Ende machen wird, diesen ganzen Götzendienst und diesen bösen Tun. Gott bringt alles in ein Gericht und er schafft wieder Gerechtigkeit und bringt dann den Überrest, der an ihn glaubt, wieder zurück in die Heimat. Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, nach uns wirst du eines Tages wieder in die Heimat bringen, wirst uns holen zu dir nach Hause, in Wohnungen, die du bereitet hast, wirst uns auf die neue Erde wieder zurückbringen, damit wir in Ewigkeit hier in Glück und Harmonie leben dürfen. Und dafür möchten wir dir danken. Amen.
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