In dieser Predigt über Hesekiel 13 befasst sich Rabea Kramp mit den Warnungen Gottes vor falschen Propheten. Sie erklärt, wie diese Propheten das Volk Israel durch Trug und Lügen in die Irre führten, anstatt sie vor den Konsequenzen ihrer Sünden zu warnen. Die Predigt beleuchtet die zerstörerischen Folgen dieser falschen Botschaften und betont die Wichtigkeit, Gottes wahres Wort zu erkennen und zu befolgen.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 13:5-13:23
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen Seite 863 und werden das Kapitel in Hesekiel beenden, das Kapitel 13, wo es um die falschen Propheten geht. Und was diese falschen Propheten so falsch gemacht haben, das wollen wir heute verstehen. Und bevor wir das tun, lasst uns beten. Lieber Herr Jesus, wir möchten dich bitten um deinen Heiligen Geist, dass wir das, was wir lesen heute, auch richtig verstehen und einordnen und auch auf unsere Zeit anwenden. Und dafür danke ich dir. Amen.
[1:05] Wir beginnen in Vers 5 von Kapitel 13, und es spricht hier zu den falschen Propheten: Ihr seid nicht in die Risse getreten und habt keine Mauer um das Haus Israel gebaut, damit es im Kampf standhalten könnte am Tag des Herrn. Nun, was meint das, dass sie nicht in die Risse getreten sind? Sie haben quasi nicht die Brücken gefüllt, die Lücken, die ja die Löcher in der Mauer. Sie sind nicht eingestanden für das Volk. Sie haben im übertragenen Sinne, denn es ist ja geistlich gemeint, sie haben die Sünde nicht beim Namen genannt. Sie haben Irrelehren nicht aufgedeckt. Sie haben also zugelassen, dass sich das geistliche, die geistliche Verfassung des Volkes Israel immer mehr zerkrümelt und ja, kaputt geht, so wie diese Mauer. Sie schauen Trug und lügenhafte Wahrsagung. Sie, die sagen: "So spricht der Herr", obwohl der Herr sie nicht gesandt hat. Und sie machen dem Volk Hoffnung, dass ihr Wort sich erfülle. Wir erinnern uns noch mal an Jeremia, wo wir auch davon gelesen haben, dass die falschen Propheten das Volk ja gegen Jeremia und andere Propheten aufgewiegelt hat und versucht hat, sie in schöne Botschaften einzulullen, die sie nicht von Gott hatten. Und das meint hier dieser Vers: "Habt ihr nicht trügerische Gesichte gesehen und lügenhafte Wahrsagung ausgesprochen und dabei gesagt: 'So spricht der Herr', während ihr doch nicht geredet habt?"
[2:49] Also, die falsche Prophetie besteht darin, in erster Linie, dass das Wort, was die falschen Propheten sprechen, nicht von Gott kommt. Aber sie geben vor, dass es von Gott kommt. Deswegen ist es so trügerisch. Darum, so spricht Gott der Herr: "Weil ihr Trug redet und Lügen schaut, darum siehe, komme ich über euch." Das spricht Gott der Herr, und meine Hand soll über die Propheten kommen, die Trug schauen und Lügen wahrsagen. Sie sollen nicht dem geheimen Rat meines Volkes angehören und nicht in das Verzeichnis des Hauses Israel eingetragen werden. Sie sollen auch nicht in das Land kommen, in das Land Israel kommen. Ja, ihr werdet erkennen, dass ich Gott der Herr bin.
[3:33] Nun, es war ganz wichtig für Israeliten, in das Verzeichnis eingetragen zu werden, sozusagen wie so ein Stammbaum des Volkes. Und Gott sagt: "Ihr werdet in diesen Stammbaum nicht eingetragen werden, weil ihr dem Volk nicht gedient, sondern ihr geholfen habt, es zu hören." Und das Äquivalent, das geistliche Äquivalent zu diesem Verzeichnis ist natürlich das Buch des Lebens im Himmel, wo sie natürlich dann folgedessen auch nicht auftauchen. Darum, ja, darum, weil sie mein Volk irregeführt und von Frieden geredet haben, wo doch kein Friede ist.
[4:10] "Jena baut eine Wand und diese übertünchen sie mit Kalk." Und dieser Ausspruch ist ein verächtlicher Ausdruck. Etwas mit Kalk übertünchen ist eine, ja, eine beschönigende Falschprophetie. Das ist sozusagen richtig ein verächtliches Wort, was man über Propheten gesagt hat. Sie haben Friede gepredigt, wo Gott Krieg gepredigt hat, also genau das Gegenteil. Sie haben Gott widersprochen. "So sage nun denen, die mit Kalk übertünchen, dass sie fallen wird." Es meint Jerusalem. Es soll ein überschwemmender Platzregen kommen und Hagelsteine werden fallen und ein Sturmwind wird losbrechen. Also es wird einige gewaltige Zerstörung dieser Mauer geben, im buchstäblichen Sinne und auch natürlich übertragen, geistlich. Ja, "siehe, die Wand wird fallen. Wird man dann nicht zu euch sagen: Wo ist nun die Tünche, die ihr darüber getüncht habt?"
[5:12] Darum, so spricht Gott der Herr: "Ich lasse in meinem Grimm einen Sturmwind hervorbrechen und ein überschwemmender Platzregen soll durch meinen Zorn kommen und Hagelsteine durch meinen Grimm zur Vernichtung." Und damit sind natürlich die Babylonier gemeint, die öfter als Sturmwind bezeichnet werden. Und die Wand, die ihr mit Kalk getüncht habt, will ich niederreißen und zu Boden werfen, dass ihr Fundament aufgedeckt wird. Und Jerusalem fällt und in ihr, in ihrer Mitte umkommt. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin.
[5:44] Und das ist immer wieder Gottes Anliegen im Buch Hesekiel. Das lesen wir so häufig, dass Gott sagt: "Ich werde diese Strafgerichte über euch kommen lassen zu einem Zweck, nämlich damit ihr mich erkennt und wieder zu mir zurückkommt." So will ich meinen Grimm vollstrecken an dieser Wand und an denen, die sie mit Kalk getüncht haben und zu euch sagen: "Die Wand ist nicht mehr", und die, welche sie getüncht haben, sind auch nicht mehr, nämlich die Propheten Israels, die über Jerusalem weissagen und gesichtetes Friedens für sie schauen, wo doch kein Friede ist, spricht Gott der Herr.
[6:21] "Und Menschensohn, richte dein Angesicht gegen die Töchter deines Volkes, die aus ihrem eigenen Herzen weissagen und weissage gegen sie und sprich: So spricht Gott der Herr: Wehe den Frauen, die Binden nähen für ihr Hand, für jedes Handgelenk und Kopfhüllen verfertigen für Köpfe jeder Größe, um Seelen zu fangen. Wollt ihr die Seelen meines Volkes fangen, um eure eigene Seele am Leben zu erhalten? Ihr entweiht mich bei meinem Volk für einige Hände voll Gerste und für etliche Bissen Brot, um Seelen zu töten, die nicht sterben sollten, und Seelen am Leben zu erhalten, die nicht leben sollten, indem ihr mein Volk anlügt, das Lügen gern Gehör schenkt."
[7:07] Ja, hier sind gleich mehrere Dinge angesprochen, die mit diesen falschen Prophezeiungen einhergehen, denn eine Sünde kommt selten allein. Und so spricht es hier von Korruption, von ja, Machenschaften, die immer nur zum eigenen Vorteil sind, ungeachtet dessen, dass vielleicht Seelen verloren gehen können. Und ganz nebenbei bemerkt, ist es interessant, dass die Bibel hier sagt, man könne Seelen töten. Das passt natürlich zur Lehre der Bibel über den Zustand der Toten, denn die Seele ist nicht etwa ein eigenständiger, intelligenter Teil unseres Seins, sondern erst die Verbindung aus Körper und Geist ergibt eine Seele. Und so gibt es keine unsterbliche Seele, wie man hier sieht, denn Seelen kann man töten.
[8:02] Darum, so spricht Gott der Herr: "Siehe, ich komme über eure Binden, mit denen ihr sie fangt. Ich will die Seelen wegfliegen lassen wie Vögel. Ich will sie euch von den Armen wegreißen und die Seelen, die ihr fangt, freilassen. Ich will die Seelen wegfliegen lassen wie Vögel, und ich will eure Kopfhülle zerreißen und mein Volk aus eurer Hand erretten, damit sie künftig nicht mehr als Beute in eure Hand fallen. Und ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin."
[8:32] Wieder haben wir hier diesen Grund genannt, weil ihr das Herz des Gerechten mit Betrug kränkt, den ihr doch nicht gekränkt haben, den ich doch nicht gekränkt haben will. Dagegen die Hände des Gottlosen stärkt, damit er sich ja nicht von seinem bösen Weg bekehrt und am Leben bleibt. Darum sollt ihr künftig keinen Trug mehr schauen und keine Wahrsagerei mehr treiben, sondern ich will mein Volk aus eurer Hand erretten, und ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin.
[9:01] Und so haben wir zum dritten Mal in diesem Kapitel diesen Ausspruch des Erkennens. Also, die falschen Propheten haben nicht nur falsche Sachen geweiht, sagt im Namen des Herrn, und sie haben nicht nur Korruption betrieben und waren hinterlistig. Sie haben auch Sünde geduldet und sie haben die Sünder in ihrem Weg bestärkt. Sie haben Sünde nicht beim Namen genannt. Das sind die Dinge, die hier in diesem Kapitel angeprangert werden. Und es ist eine wichtige Lehre für uns, denn wir Menschen sind ja, wir lächzen nach Frieden, und wir möchten Frieden haben. Aber es gibt Zeiten, in denen Gott sagt: "Nein, jetzt ist keine Friedenszeit. Ich werde ein Volk gegen das andere in den Krieg schicken." Und so war das damals, und es hatte Gott vorausgesagt, weil die Sünde des Volkes so groß war. Aber das Volk wollte lieber den Lügenpropheten hören. Mögen unsere Ohren stets auf die wahre und echte Prophetie hören und nicht auf das, wonach uns die Ohren jucken.
[10:03] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank für dein Wort, für die Prophetie, für die wahre Prophetie. Habe Dank, dass du uns in der Bibel aufgeschrieben hast, woran wir es erkennen können, was Falschprophetie ausmacht, damit wir sie auch entlarven können. Und hilf uns dabei. Amen.
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