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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt analysiert Rabea Kramp anhand von Hesekiel 16:14-37 die tiefe Untreue des Volkes Israel gegenüber Gott. Sie beleuchtet, wie Gott sein Volk einst mit Liebe und Schmuck versorgte, dieses aber seine Gaben missbrauchte und sich anderen Göttern zuwandte. Die Predigt zeigt die verheerenden Folgen dieses Abfalls auf und betont, dass wahre Zufriedenheit und Erfüllung nur in Gott zu finden sind.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:31] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen zusammen heute seit Seite 866. Wir sind immer noch in Kapitel 16, ein ganz langes Kapitel im Buch Hesekiel. Wir haben gestern gelesen von dem Bild, das Gott gebraucht als einem Ehegelöbnis zwischen ihm und seinem Volk. Und wir werden heute noch tiefer einsteigen in den Ehebruch, den sein Volk gegenüber Gott begangen hat. Ein sehr ungeschöntes Kapitel und sehr drastische Aussagen, die wir heute lesen werden. Und bevor wir hineingehen, lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, du möchtest unser Ehemann sein. Dein Volk ist eine Braut, heißt es in Offenbarung, und du möchtest so viel Intimität mit uns erleben im geistlichen Sinne, wie Mann und Frau miteinander leben. Und lass uns das noch besser verstehen und vor allem dann in unserem Leben umsetzen. Und dafür danke ich dir. Amen.

[1:34] Wir beginnen in Vers 14 von Kapitel 16. "Und dein Ruhm verbreite sich unter den Heidenvölkern wegen deiner Schönheit; denn sie war vollkommen durch meinen Schmuck, den ich dir angelegt habe, spricht Gott, der HERR. Du aber hast dich auf deine Schönheit verlassen und auf deine Berühmtheit hingehört und hast deine Hurerei über jeden ausgegossen, der vorüberging; er bekam sie." Ja, Gott hat dieses kleine Baby, was ausgesetzt war, eigentlich dem Tode geweiht, aufgenommen, gewaschen, gepflegt, großgezogen. Und jetzt, wo es großgezogen hat, geschmückt hat, gehegt hat, geht es fremd. Und das ist natürlich der Götzendienst, der dahinter steckt, dass das Volk sich anderen Göttern angebiedert hat. Und es klingt hier ein bisschen wie in Hesekiel 28 bei der Beschreibung Luzifers, den Gott ja auch mit Schönheit und Schmuck versehen hat. Und dem aber seine eigene Schönheit zu Kopf gestiegen ist und der zu stolz wurde. Und genauso ist es mit dem Volk auch gegangen.

[2:42] "Du hast auch von deinen Kleidern genommen und dir bunte Höhen gemacht und du hast auf ihnen Hurerei getrieben, wie sie niemals vorgekommen ist und nie wieder getrieben wird. Du hast auch deine prächtigen Schmucksachen von meinem Gold und meinem Silber genommen, die ich dir gegeben hatte, und hast dir Bilder von Männern daraus gemacht und mit ihnen Hurerei getrieben." Also alles, was Gott an Segen gegeben hat, haben sie missbraucht, um damit Götzendienst zu betreiben. Sie haben quasi die guten Dinge zweckentfremdet. Und das ist etwas, was wir ganz oft machen im Leben. Wir bekommen Gaben von Gott und statt sie für Gott zu verwenden und dafür, dass andere Menschen dadurch gesegnet werden, benutzen wir sie für egoistische Zwecke. Das ist im Prinzip nichts anderes.

[3:36] "Du hast auch deine bunt gewirkten Kleider genommen und sie damit bekleidet und mein Öl und mein Räucherwerk hast du ihnen vorgesetzt. Meine Speise, die ich dir gegeben hatte, Weißbrot, Öl und Honig, womit ich dich speiste, hast du ihnen vorgesetzt zum lieblichen Geruch." Ja, das ist geschehen, spricht Gott, der HERR. Wir haben hier so ein paar Begrifflichkeiten, die uns versetzen ins in die Heiligtumssprache. Denn das Öl, das Räucherwerk, auch den Schmuck, Gold, Silber, Speise, Öl, Honig, das ist alles auch sowas, was wir im Heiligtum wiederfinden. Und sie haben quasi den Heiligtumsdienst, den Gott ihnen gegeben hatte, verkehrt und haben eine falsche Anbetung betrieben mit ihren Götzen.

[4:19] "Ferner hast du deine Söhne und deine Töchter genommen, die du mir geboren hattest, und hast sie ihnen zum Fraß geopfert. War nicht schon deine Hurerei genug, dass du noch meine Kinder geschlachtet und sie dahin gegeben hast, indem du sie für jene durchs Feuer gehen ließest?" Diese zwei Verse beschreiben ein sehr dunkles Kapitel in der Geschichte des Volkes. Schon unter meiner Nase ist das geschehen, dass ja Menschen ihre Kinder geopfert haben, durchs Feuer gehen ließen für den Moloch, für andere Götter, und diese Kinder dabei tatsächlich umgekommen sind.

[4:55] "Und bei allen deinen Gräueln und deinen Freveln hast du nicht an die Tage deiner Jugend gedacht, wie du damals nackt und bloß da lagst und in deinem Blut zappeltest." Sie sind so undankbar gewesen gegenüber Gott, der ihnen alles gegeben hat, was sie sind, zu dem gemacht hat, was sie gewesen sind, und sie haben sich nicht daran erinnert, sondern sind einfach anderen Göttern nachgelaufen.

[5:20] "Und es geschah nach all dieser deiner Bosheit: Wehe, wehe dir!, spricht Gott, der HERR. Da hast du dir auch noch Götzenkapellen gebaut und Höhen gemacht an jeder Straße, an allen Weggabelungen hast du deine Höhen gebaut und hast deine Schönheit geschändet. Du spreiztest deine Beine gegen alle, die vorübergingen, und hast immer schlimmer Hurerei getrieben." Und wir bekommen aus diesen Versen den ja berückenden Eindruck, wie Gott sich dabei gefühlt haben muss. Er hat dieses Volk groß gemacht, er hat es gehegt und gepflegt, gesorgt, er hat für sie alles getan, was sie brauchten, und gedankt haben sie ihm mit Untreue.

[6:03] Und so, ja, ohne jede Scham, ohne jedes Schamgefühl haben sie einfach Gott verlassen und haben sich anderen Göttern angebetet. "Du hattest mit den Söhnen Ägyptens deine Nachbarn, die große, die großes Fleisch hatten, und hast immer mehr Hurerei getrieben, um mich zum Zorn zu reizen. Aber siehe da, streckte ich meine Hand gegen dich aus und minderte dir meine Kost, deine Kost." Und ich habe gab dich den Mutwillen deiner Feindinnen, der Töchter der Philister. Vor deinem verruchten Treiben schämten. Also sie haben so schlimm getrieben, dass sogar die Philister sich davor geschämt haben, was das Volk Gottes tut.

[6:46] "Da holtest du mit den Söhnen nach Syriens, weil du unersättlich warst, du hurtest mit ihnen, wurdest aber doch nicht satt. Da triebst du noch mehr Hurerei bis hin zu dem Händlerland Kanaan. Aber auch da wurdest du nicht satt." Und daraus können wir eine sehr tiefe Lehre entnehmen. Wir, die wir an Gott glauben, die wir erlebt haben, was der Glaube im Leben bewirken kann und wie satt und zufrieden mein geistlich ist, wenn man an Gott hängt. Umso größer ist der Kontrast, wenn man vielleicht wieder ja den umgekehrten Weg geht, sich an irdische Dinge klammert.

[7:26] Gott verlässt und versucht ja sein Glück zu finden auf ganz egoistische Art mit den Dingen dieser Welt. Und Gott sagt: "Du wurdest nicht satt, denn die Dinge dieser Welt können unsere unsere Herzen nicht mit Frieden füllen und nicht zufrieden machen. Das kann tatsächlich nur Gott." Und so geht es jedem, der Gott verlassen hat, dass er merkt, er kriegt woanders einfach nicht das, was Gott ihm gegeben hat.

[7:55] "Wie schmachtete dein Herz, spricht Gott, der HERR, als du dies alles triebst, das Treiben eines zügellosen Weibes, dass du deine Götzenkapellen an jeder Weggabelung bautest und deinen Höhen an jeder Straße machtest. Ist nur darin warst du nicht wie eine andere, dass du den Hurenlohn verschmähtest?" Oh, du ehebrecherische Frau, du Fremde, die Fremde annimmt anstatt ihres Ehemannes. Sonst gibt man allen Lohn, du aber gibst allen deinen Liebhabern Lohn und beschenkst sie damit, sie von allen Orten zu dir kommen und Hurerei mit dir betreiben.

[8:34] Gott deckte etwas auf, was ja dem ganzen noch die Krone aufsetzt. Eine bekommt normalerweise Geld für ihren Dienst, wenn man es so nennen möchte. Aber das Volk Gottes hat nicht einmal davon profitiert, hat sich nicht etwas ja davon Vorteile davon bekommen, sondern es hat auch noch die Liebhaber bezahlt. Und das Volk Gottes hat natürlich ja auch immer materiell bezahlt, denn sie haben ja ihr Seelenheil verloren. Es geht bei dir in der Hurerei umgekehrt wie bei anderen Frauen. Dir stellt man nicht nach, um Hurerei zu treiben, denn da du Hurenlohn gibst, die aber kein Lohn gegeben wird, ist es bei dir umgekehrt.

[9:16] Darum, du höre das Wort des Herrn. So spricht Gott, der HERR: Weil du dein Geld so verschwendet hast und mit deiner Hurerei deine Blöße gegen alle deine Liebhaber aufgedeckt und gegen alle deine gräuelhaften Götzen entblößt hast, und wegen des Blutes deiner Kinder, die du geopfert hast, darum, siehe, will ich alle deine Liebhaber versammeln, denen du gefallen hast, alle, die du geliebt und alle, die du gehasst hast. Ja, ich will sie von allen Seiten ringsum gegen dich versammeln und deine Blöße vorhin aufdecken, dass sie deine ganze Blöße sehen sollen. Und damit meint er die Götzen dienerischen Völker, die ja Israel überfallen haben, ins Heiligtum gegangen sind, alles mitgenommen haben, die das Volk Israel so in die Knie gezwungen haben, dass sie verhungert sind, dass sie an Pest gestorben sind.

[10:13] Sie sind wirklich zu Boden gesunken, denn die einstige Pracht und den Ruhm, die sie hatten, sind in den Staub gekommen, weil sie ihr Vertrauen auf fremde, götzendienerische, heidnische Völker gesetzt haben und deren Götzen. Und Gott gibt ihnen genau das, was sie die ganze Zeit verlangt haben.

[10:37] Irgendwann im Leben eines Menschen, wenn er Gott nicht mehr vertrauen will, wenn er sich vorsätzlich und immer immer wieder anderen Dingen unterwirft und nicht Gott, dann sagt Gott: "Okay, es ist die Zeit gekommen, dann lasse ich dich dort, wo du unbedingt hin möchtest." Und so hat Gott es mit seinem Volk getan. Er hat ihnen jetzt den Willen gegeben, den sie hatten, und es hat ihm nicht gefallen, was dann passiert ist. Und es hat diese 70 Jahre Exil gebraucht, damit sie verstehen. Und das war ja Gottes ganzes Anliegen, dass sie erkennen, dass Gott es eigentlich gut mit ihnen gemeint hat. Lass uns beten.

[11:13] Lieber Vater im Himmel, auch du meinst es gut mit uns. Und wann immer wir in die Irre gehen, holst du uns zurück und ziehst uns und ja, rufst uns beim Namen und sagst: "Warum tust du das? Warum kommst du nicht zu mir?" Herr, hilf uns, dass wir in solchen Zeiten zu dir zurückkehren und unser Herz dir anvertrauen und dass wir nicht nach den nichtigen und irdenen Dingen trachten, sondern dass wir gelöst werden, dass wir nach dem ewigen Leben uns ausstrecken. Dafür danke ich dir. Amen.


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