In dieser Predigt werden die biblischen Kapitel Hesekiel 17 und 18 behandelt. Es wird erklärt, wie König Zedekia für seinen Verrat und seine gebrochenen Eide bestraft wird und wie Gott ein neues Königtum durch einen zarten Schössling verspricht, das in Jesus Christus seine Erfüllung findet. Anschließend wird das Sprichwort „Die Väter haben saure Trauben gegessen und die Kinder bekommen stumpfe Zähne“ entkräftet und die individuelle Verantwortung für die eigenen Taten und die Gerechtigkeit vor Gott betont.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 17:17-18:15
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 869, werden das Kapitel 17 mit dem Gleichnis beenden und anfangen, Kapitel 18 zu lesen. Und bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, deine Wege sind unergründlich und die Bibel sagt, dass deine Wege so viel höher sind als das, was wir verstehen können. Herr, und trotzdem möchten wir deinen Willen für unser Leben erkennen und wir möchten ja, deine Wege verstehen. Und du hast sie uns ja auch offenbart in deinem Wort. Und bitte hilf uns auch heute, dein Wort zu verstehen und deine Wege und dein Denken, dass wir einen Einblick bekommen, wie der Himmel funktioniert und wie du, Gott, denkst. Amen.
[1:24] Wir beginnen Kapitel 17 in Vers 17. Auch wird ihm der Pharao nicht mit großem Heer und zahlreichem Volk im Krieg beistehen. Gemeint ist Zedekia, wenn man einen Wall aufschüttet und Belagerungstürme baut, um viele Seelen umzubringen. Er hat ja den Eid verachtet und den Bund gebrochen. Und siehe, er hat seine Hand darauf gegeben und doch das alles getan. Er wird nicht entkommen. Darum, so spricht Gott, der Herr: So wahr ich lebe, ich will den bei mir geschworenen Eid, den er verachtet, und den vor mir geschlossenen Bund, den er gebrochen hat, auf seinen Kopf bringen. Ich will mein Netz über ihn ausspannen und er soll in meinem Fang gefangen werden. Ich will ihn nach Babel führen. Dort will ich mit ihm ins Gericht gehen, wegen des Treubruchs, den er an mir gegangen hat. Aber alle seine Flüchtlinge in allen seinen Truppen sollen die Schwert fallen und die übrig gebliebenen sollen in alle Winde zerstreut werden. So werdet ihr erkennen, dass ich, der Herr, geredet habe.
[2:33] Also, Zedekia war eigentlich der Vasall Nebukadnezars, der ihm die Treue gebrochen hat. Und er hat auch Gott damit die Treue gebrochen und hat sich von Gott entfernt. Und Gott sagt, ja, weil du alles gemacht hast, obwohl du es hättest besser wissen können, weil ich habe Jeremia immer und immer wieder zu dir geschickt und er hat dich bekniet und gebeten, dass du auf das Wort, auf die Prophezeiung hörst. Und Zedekia hat es nicht getan. Er war einfach nur neugierig, was das Wort Gottes ist und was es sagt, was die Prophezeiung zu sagen hat, aber befolgt hatte sie nicht, weil er Gott nicht vertraut hat, weil er gedacht hat, er muss selber alles in die Hand nehmen. Und Gott sagt, es wird alles auf deinen Kopf zurückkommen.
[3:25] So spricht Gott, der Herr: Ich will auch einen Schössling vom Wipfel des hohen Zedernbaumes nehmen und will ihn einsetzen. Also, ganz interessant, wir hatten am Kapitel 17 zu Beginn die Babylonier, die vom Zipfel des Libanon etwas nehmen. Und nun sagt Gott, das mache ich auch. Von dem obersten seiner Schösslinge will ich ein zartes Reis abbrechen und will es auf einen hohen oder haben den Berg pflanzen. Also, er will so ein kleines Korn, seinen kleinen Sprossen nehmen, sein kleines, dünnes Reis, kleinen und will es auf einen hobenden und er haben den Berg pflanzen. Und was könnte das bedeuten? Auf dem hohen Berg Israels will ich jetzt pflanzen, damit es zwei getreibe und Früchte bringe und zu einem prächtigen Zedernbaum werde, dass allerlei Vögel und allerlei Geflügel unter ihm wohnen und unter dem Schatten seiner Äste bleiben können. Gott spricht hier vom Königtum, nicht von irgendeinem, sondern von dem von Jesus, das aus David hervorsprießen wird. Und wir haben ja eine ganz ähnliche Sprache, wie auch bei den Bibelstellen, wo es um David geht, ja auch als ein Spross, als ein Schössling beschrieben wird. Und so heißt es ja auch von Jesus, und er wird das ihm so ein prächtigen Federbaum machen, dass alle unter dem Baum Platz haben werden. Und das passt natürlich auch hauptsächlich auf Jesus, der alle Völker vor sich versammeln wird, ein Herrscher für alle Völker sein wird. Und gleichzeitig ist dieser Vers aber auch ein Bild, das wir aus Daniel 4 kennen.
[5:01] Denn dort haben wir auch eine ein Traum, wo ein Baum vorkommt, der ganz groß ist, wo viele Platz finden. Und alle Bäume des Feldes sollen erkennen, dass ich, der Herr, den hohen Baum, nämlich den König, die Könige erniedrigt und den niedrigen Baum, nämlich Jesus, erhöht habe. Dass ich den grünen Baum verdorren ließ und den dürren Baum zum grünen brachte. Ich, der Herr, habe es gesagt und werde es auch ausführen.
[5:32] Kapitel 18. Und das Wort des Herrn ging eigentlich folgendermaßen: Was brauchte dafür ein Sprichwort im Land Israel, das besagt: Die Väter haben saure Trauben gegessen und die Kinder bekommen stumpfe Zähne. Nun, wir haben schon in Hesekiel Kapitel 12 gelesen, dass es so ein Sprichwort gab, was Gott auseinandergenommen hat. Und hier kommt das wieder vor. Und es kommt einfach so vor, als wenn Gott diese ganzen Sprichwörter, die wirklich nicht klug sind und nicht, ja, nicht wahr sind, so ein bisschen hintereinander alle entkräftet und bespricht und lassen das nachher. Bringt sie, nee, so war, ich liebe, spricht Gott, der Herr. Ihr sollt dieses Sprichwort künftig in Israel nicht mehr gebrauchen. Siehe, alle Seelen gehören mir. Wie die Seele des Vaters mir gehört, so gehört mir auch die Seele des Sohnes. Die wird, die sündigt, soll sterben. Und das ist erstmal so das Statement, was hier gesetzt wird. Und nun werden wir im Folgenden in Kapitel 18 sehen, was Gott genau damit meint.
[6:42] Also, das Sprichwort beinhaltet eigentlich das, was unsere Väter falsch gemacht haben. Zum Beispiel Manasse, ja, der war so ein böser König. Das müssen unsere Söhne und Enkel nun ausbaden. Und Gott führt jetzt quasi eine lange Argumentation, warum das nicht so ist.
[7:01] Wenn aber ein Mensch gerecht ist und Recht und Gerechtigkeit übt, wenn er nicht auf den Bergen Opferfleisch isst, seine Augen nicht zu den Götzen des Hauses Israel hebt, die Frau seines Nächsten nicht befleckt, und sich nicht seiner Frau naht, während ihrer Unreinheit, wenn er niemand bedrückt, seinem Schuldner das Pfand zurückgibt, nichts raubt, sondern dem Hungrigen sein Brot gibt und dem Entblößten bekleidet, wenn er nicht auf Wucher leiht und keinen Wucherzins nimmt, wenn er seine Hand vom Unrecht fernhält und jeder Mann der Weisheit gemäß zu seinem Recht kommen lässt, wenn er in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und sie gewissenhaft befolgt. Ein solcher ist gerecht. Er soll gewiss leben, spricht Gott.
[7:52] Daher in einem Satz: Alle, die Gottesgesetze befolgen, die sind auch gerecht. So kann man diese Verse jetzt zusammenfassen. Jetzt kommt ein neuer Kombinationsstrang oder ein zweiter. Wenn aber dieser einen gewalttätigen Sohn zeugt, also der, von dem wir gerade gelesen haben, der Blut vergießt oder irgendetwas von alledem tut, was jeder nicht getan hatte, wenn er sogar auf den Bergen Opferfleisch isst, die Frau seines Nächsten befleckt, den Armen und Bedürftigen bedrückt, Raub begeht, das Pfand nicht zurückgibt, seine Augen zu den Götzen erhebt und Gräuel verübt, wenn er auf Wucher leiht, Wucherzins nimmt, sollte er leben? Er sollte nicht leben. Er hat alle diese Gräuel getan, darum soll er unbedingt sterben. Sein Blut sei auf ihm.
[8:45] Also, wenn dieser gerechte Mann einen Sohn kriegt, also der nicht gerechte, sondern der Böses tut, dann wird dieser sterben. Aber der gerechte Vater wird leben. Und die Gerechtigkeit des Vaters wird nicht abstrahlen auf den Sohn, sondern jeder wird für das gerichtet, was er im Leben getan hat. Und siehe, wenn er wiederum einen Enkel zeugt, der alle Sünden seines Vaters sieht, diese, die dieser vollbracht hat, ja, wenn er sie sieht, aber solche nicht tut, nicht auf den Bergen Opferfleisch isst, seine Augen nicht zu den Götzen des Hauses Israel hebt, die Frau seines Nächsten nicht befleckt. Und wir werden morgen weiterlesen, wie diese Liste weitergeht. Und ihr könnt euch schon denken, was die Quintessenz dieses Argumentationsstrangs ist. In dieser drei Generationen Familie und wir können für heute festhalten, dass jeder für seine Gerechtigkeit verantwortlich ist. Jeder wird so gerichtet, nachdem, was er getan hat, nicht, was seine Eltern getan haben oder seine Vorfahren. Lass uns beten.
[9:52] Lieber Vater im Himmel, Gerechtigkeit lässt sich nicht übertragen. Auch Ungerechtigkeit lässt sich nicht übertragen. Und dafür sind wir dankbar, dass jeder Mensch allein vor dir steht mit dem, was er gemacht hat oder nicht gemacht hat, mit seiner Treue oder mit seiner Untreue. Und wir danken dir, dass du ein gerechter Richter bist. Amen.
[10:12] Amen. [Musik]
Lizenz
Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.