In dieser Predigt von Rabea Kramp aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ wird Hesekiel Kapitel 19 und 20 behandelt. Es wird die Geschichte der Könige Israels als gefallene Löwen und Weinstöcke beleuchtet, die von den Heiden überwältigt wurden. Weiterhin wird thematisiert, wie Gott trotz der Starrsinnigkeit seines Volkes Israel in der Wüste an ihnen festhält und ihnen seine Gesetze gibt, um seinen Namen unter den Völkern zu ehren.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 19:7-20:13
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen Hesekiel Kapitel 19 und beginnen Kapitel 20. Bevor wir das tun, lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für dein Wort, das wir lesen dürfen, das uns lebendig wird und uns durch den Tag begleitet, und dass wir daraus etwas lernen für unser Leben.
[0:53] Wir haben gestern Kapitel 19 angefangen mit dem Bild von den Löwen, die für die Könige Israels stehen und die bekämpft werden von den Heiden, von Ägypten und von Babylon. Wir haben gesehen, dass diese Könige Joahas und Jojachin waren. Und wir werden lesen heute, wie es weitergeht: "Und er machte sich über ihre Paläste her und verwüstete ihre Städte, so dass das Land samt allem, was darin war, sich entsetzte vor seinem lauten Brüllen."
[1:20] Dieser Vers illustriert, wie böse Jojachin wirklich gewesen ist. Aber die Völker stellten sich ihm entgegen, ringsum aus allen Ländern. Sie spannten ihr Netz über ihn, und er wurde in ihrer Grube gefangen. Also die Heiden haben ihn überwältigt, und sie zogen ihn mit einer Nasenrinne in einen Käfig und brachten ihn zu dem König von Babel. Sie brachten ihm einen Zwinger, damit seine Stimme nicht mehr gehört würde auf den Bergen Israels. Also sie haben ihn ins Gefängnis gesteckt, und er hat fast sein ganzes Leben dort gesessen.
[1:53] Am Ende kam frei deine Mutter war wie du ein Weinstock, an Wassern gepflanzt, der viele Früchte und Reben bekam von vielen Wassern. Also er war sehr gesegnet. Sein Weinstock, seine Familie, sein Königtum, seine erste wurden so stark, dass man Herrscherstäbe daraus machen konnte. Und sein Wuchs erhob sich bis zu den Wolken, so dass er auch viel wegen seiner Höhe und wegen der Menge seiner Ranken. Also das Königtum wurde so stark, dass man Herrscherstäbe daraus machen konnte. Das Herrscherstäbe stehen auch für das Königtum und so berühmt, weil es so hoch gewachsen ist, dass jeder sehen konnte.
[2:30] Aber er wurde im Zorn ausgerissen und zu Boden geworfen, nämlich während der Wegführung durch Babylonien. Und der Ostwind hörte seine Frucht aus. Seine starken Äste wurden abgerissen und durch Feuer verzehrt. Nämlich die Babylonier. Jetzt aber ist er in der Wüste gepflanzt, in einem dürren und trockenen Land. Wo das gegen Feuer aus von einem Zweig seine Äste, das verzehrte seine Früchte, so dass ihm nun kein starker Ast mehr geblieben ist, der zu einem Herrscherstab tauglich wäre. Also das Königtum ist abgebrochen, es ist ja kaputt gegangen.
[3:07] Und wir wissen, dass das Königtum auch danach, nach der Rückführung nach den 70 Jahren Exil, nie wieder auf den Thron gekommen ist. Also es gab dann noch die königliche Linie, aber das hat nichts mehr ausgemacht. Das ist so wie die Adligen heute, die wir in Deutschland haben, oder auch in Österreich. Die haben ja nichts mehr zu sagen. Sie haben vielleicht noch ein paar Ländereien, aber keine Macht, keine Herrschaft. Und sowas bei den Israeliten auch.
[3:41] Und so kam Jesus aus diesem Königtum heraus, aber er war völlig ein ganz normaler Mensch. Das ist ein Klagelied und zum Klagegesang bestimmt uns hier. Schließt sich wieder der Bogen von Kapitel 19. Wir starten Kapitel 20. "Und es geschah im siebten Jahr, am 10. Tag des 5. Monats, das war 590, dass etliche von den Ältesten Israels zu mir kamen, um den Herrn zu befragen." Und sie setzten sich vor mir nieder.
[4:08] Also wieder kommen die Ältesten hier zu Hesekiel und sagen: "Dem wollen das Wort des Herrn hören." Und wir hatten das ja schon in den vergangenen Kapiteln. Da ging das Wort des Herrn mich folgendermaßen: "Menschensohn, rede zu den Ältesten Israels und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der HERR: Um mich zu befragen, seid ihr gekommen? So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, ich will mich nicht von euch befragen lassen."
[4:32] Willst du sie richten? Willst du sie richten, Menschensohn? Und das fragt er hier. Sieh dir halte ihnen die Gräuel ihrer Väter vor. Wieder ist es Gott, der sagt: Ihr kommt zu mir, ihr Ältesten von Israel, und wollt das Wort des Herrn hören. Nein, ich werde es euch nicht sagen. Und wir werden ja jetzt gleich im Folgenden sehen, woran es liegt, nämlich dass ihre Herzen immer noch mit dem Götzendienst so eng verbunden sind, dass Gott sagt: Nein, ihr müsst erst eure Herzen reinigen, bevor ihr mein Wort überhaupt verstehen, aufnehmen und umsetzen können, weil ihr seid gar nicht bereit dafür.
[5:11] Und spricht zu ihnen: So spricht Gott, der HERR: An dem Tag, als ich Israel erwählte und dem Samen des Hauses Jakob schwur, und ich ihnen zu erkennen gab im Land Ägypten. Ja, als ich ihnen schwur und sprach: Ich, der HERR, bin euer Gott. Den man jenem Tag, als ich ihnen schwor, sie aus dem Land Ägypten hinauszuführen in ein Land, das ich für sie ausersehen hatte, nämlich ein Land, in dem Milch und Honig fließt, und das eine Zierde vor allen Ländern ist.
[5:34] Sprach ich zu ihnen: Jeder werfe seine Gräuel weg, die vor seinen Augen sind. Und hier spricht Gott von einer Zeit, die lange her ist, nämlich von der Zeit während Mose. Also als die Leute doch in Ägypten waren und schon damals hat Gott gesagt: Tut eure Götzen weg, denn sie sprechen nur das aus, was sie im Herzen haben, nämlich mangelndes Vertrauen zu mir. Und er sagt: Tut sie weg, sonst kann ich euch nicht retten.
[6:05] Und verunreinigt euch nicht an den Götzen Ägyptens. Ich, der HERR, bin euer Gott. Also es ist unmöglich, die Götzen anzubeten und gleichzeitig sich Gott zu nahen und Gott zu befragen. Und das ist das, was die Ältesten hier tun. Sie aber waren widerspenstig gegen mich und wollten nicht auf mich hören. Keine von ihnen warf die Gräuel, die vor seinen Augen waren, weg. Und die Götzen Ägyptens kamen sie nicht auf. Dann nahm ich mir vor, meinen Grimm über sie auszuschütten und meinen Zorn an ihnen zu vollstrecken, mitten im Land Ägypten.
[6:38] Und wir wissen, sie wohnen ja trotzdem befreit, und Gott hat sie trotzdem aus Ägypten rausgeführt. Und das zeigt uns, sie haben es eigentlich überhaupt nicht verdient. Gott hat sie nicht herausgeführt, weil sie so super gehorsam gewesen sind, sondern weil Gott ja seinen Namen groß machen wollte unter den Heiden. Und wir werden dieses Argument jetzt immer wieder lesen in den nächsten Tagen, dass Gott sagt: Ich wollte euch befreien, wollte mich an euch groß zeigen, damit die Heiden merken, dass ich wirklich ein mächtiger Gott bin. Aber ich handelte meines Namens willen, damit er nicht entheiligt würde in den Augen der heidnischen Völker und derer, denen sie wohnten, und vor deren Augen ich mich ihnen zu erkennen gegeben hatte, um sie aus dem Land Ägypten zu führen.
[7:24] Also Gottes Ruf unter den Heiden ist ein wichtiger Punkt. So führte ich sie dann aus dem Land Ägypten heraus und brachte sie in die Wüste. Und das war die Wanderung. Und ich gab ihnen meine Satzung und verkündigte ihnen meine Rechtsbestimmung, durch die der Mensch lebt, wenn er sie tut. Und das waren natürlich die Zehn Gebote, die er ihnen gegeben hat, und das Mosaische Gesetz. Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, dass ich, der HERR, der sie heiligt.
[7:54] Aber das Haus Israel war widerspenstig gegen mich in der Wüste. Sie wandelten nicht in meinen Satzungen, sondern verwarfen meine Rechtsbestimmung, durch die der Mensch lebt, wenn er sie tut. Und meine Sabbate entheiligten sie sehr. Dann nahm ich mir vor, meinen Grimm über sie auszuschütten in der Wüste und sie aufzureiben. Gott arbeitet mit seinem Volk, obwohl es so halsstarrig ist, obwohl seine Götzen weg tun möchte. Sagt Gott: Okay, ich arbeite mit euch, ich gebe euch meine Gebote, und dann werden wir schauen. Ihr werdet schon den Vergleich ziehen, dass eure Götzen nicht sind im Gegensatz dazu, wie ich lebendig bin und mit euch ja bin und mit euch lebe und euch zeige, wie der Weg wirklich geht.
[8:40] Und diese große Hoffnung hatte Gott, und die hatte er auch heute noch mit dir und mit mir. Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, habe Dank, dass du uns nicht aufgibst, dass du immer bei uns bist, auch wenn wir vor dir weglaufen, wenn wir nicht gehorsam sind, wenn wir einfach nicht verstehen wollen, dass du so viel mehr bist als das, was wir uns im Leben vielleicht so als Götzen aneignen. Herr, hab Dank, dass du uns nicht aufgibst und auch damals nicht aufgegeben hast. Amen.
[Musik]
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