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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt beleuchtet Rabea Kramp die ernsten Konsequenzen von Untreue und Götzendienst anhand der biblischen Texte aus Hesekiel 22 und 23. Anhand von Gleichnissen über einen ungeläuterten Schmelzofen und zwei untreue Schwestern wird die tiefe Enttäuschung Gottes über sein Volk verdeutlicht. Die Predigt zeigt auf, wie wichtig die Treue zum Bund mit Gott ist und welche verheerenden Folgen ein Bruch dieses Bundes hat.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Hesekiel Kapitel 22 und beginnen Kapitel 23. Und wir haben ein ganz interessantes Gleichnis vor uns. Und damit wir das verstehen, lass uns vorher beten. Lieber Vater im Himmel, Dank für dein Wort und für Gleichnisse, die du gegeben hast. Viele Gleichnisse haben wir in der Bibel, nicht nur im Neuen Testament, nein, auch viel im Alten Testament und besonders im Buche Hesekiel. Und wir bitten dich um Verständnis und dass du uns führst und leitest beim Lesen deines Wortes.

[1:17] Wir sind in Vers 22 von Kapitel 22: „Wie das Silber im Schmelzofen geschmolzen wird, so sollte auch ihr darin geschmolzen werden, und ihr sollt erkennen, dass ich, der Herr, meinen grimmigen Zorn über euch ausgegossen habe.“ Wir erinnern uns noch mal, dass wir gelesen haben an diesen Läuterungsprozess der Metalle, und dass ja diese Schlacke, die dabei entstanden ist, was er der Abfall ist, dass das Volk Gottes symbolisiert hat. Und das Wort des Herrn mich folgendermaßen: „Menschensohn, und sprich zu ihm: Du bist ein Land, das nicht gereinigt worden ist, das keinen Regenguss empfangen hat am Tag des Zorns. Seine Propheten haben sich in ihm miteinander verschworen, gleich einem brüllenden Löwen, der den Raub zerreißt. Verschlingen sie Sehnen, reißen Reichtum und Gut an sich und machen viele Witwen darin.“

[2:09] Ja, die Propheten sollten ja eigentlich Prophezeiung aussprechen und auf die Sünden hinweisen. Sie sollten warnen, sie sollten ja das Volk vorbereiten auf das, was kommt. Aber sie verhalten sich überhaupt nicht so, ganz im Gegenteil. Sie sind wie Löwen, die einfach um sich reißen und ihr Lehrern verbreiten. Und diese Irrlehrerin führen dann im weitesten Sinne zum ewigen Tod der Menschen.

[2:39] Seine Priester, also erste Propheten, jetzt kommt die Priester: „Tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen meine Heiligtümer. Sie machen keinen Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen und lehren nicht zu unterscheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen. Sie verbergen ihre Augen vor meinen Sabbaten, und ich werde in ihrer Mitte entheiligt.“ Also die Priester tun auch nicht, was sie tun sollen, wie die Propheten. Und dieser Gedanke, dass Unheiliges und Unreines in das Heiligtum gebracht wird, diesen Gedanken kennen wir natürlich aus der Geschichte von Nadab und Abihu, die genau das Gleiche getan haben und dabei umkamen. Und die Priester sollen ja eigentlich das Gesetz auslegen, und was sie aber tun, ist das Gesetz falsch anzuwenden und zu entheiligen.

[3:31] Seine Fürsten, und das sind die Dritten im Bunde, die darin wohnen, sind wie Wölfe, die den Raub zerreißen. Sie vergießen Blut, verderben Sehnen nur um unrechtmäßigen Gewinn zu machen. Also sie betrügen, sie rauben, sie morden. Die Fürsten und seine Propheten streichen ihnen mit Hündchen darüber. Sie schauen Trug und Wahrsagen ihnen Lügen und sagen: „So spricht Gott der Herr“, während doch der Herr gar nicht geredet hat. Also behaupten, dass Gott bei ihnen ist, sie behaupten von Gott geführt zu sein, aber das Gegenteil ist der Fall. Und sie missachten, dass in ihrer Mitte große Sünden geschehen und sie selber wahrscheinlich auch in großer Sünde leben.

[4:15] Die vierte Gruppe ist das Volk. Das Volk des Landes ist gewalttätig und begeht Raub, unterdrückt die Armen und Bedürftigen und den Fremdlingen misshandelt es gegen alles Recht. Also das Gesetz, auch das zivile Gesetz, wird auf allen Ebenen gebrochen und missbraucht. Und ich suchte unter ihnen einen Mann, der die Mauer zu mauern und vor mir in den Riss treten könnte für das Land, damit ich es nicht zugrunde richte, aber ich fand keinen. Und diese Aussage ist unglaublich niederschmetternd. Gott sagt, wenn ich jemanden gefunden hätte, der gerecht gewesen wäre, dann hätte ich es vielleicht verschont. Aber ich habe niemanden gefunden. Das schüttete ich meinen Zorn über sie aus, rief sie auf im Feuer meines Grimmes und brachte ihren Wandel auf ihren Kopf, spricht Gott der Herr.

[5:04] Und dann kam das Gericht. Und nun beginnt in Kapitel 23 ein sehr interessantes Gleichnis. Und das Wort ist ja eine ging eigentlich folgendermaßen: „Menschensohn, es waren zwei Frauen, Töchter einer Mutter, also Schwestern, die trieben Hurerei in Ägypten in ihrer Jugend. Hurrten sie dort, wurden ihre Brüste gedrückt, und dort wurde der jungfräuliche Busen betastet. Und der Name der älteren war Ohola, und ihre Schwester hieß Oholiba. Und sie wurden meinen und gebaren Söhne und Töchter. Und was ihre Namen betrifft: Samaria ist Ohola, und Jerusalem ist Oholiba.“

[5:48] Und hier wollen wir einen Moment innehalten und ein bisschen über diese Namen nachdenken. Wir haben schon eine Erklärung in der Bibel, die hier sagt: Ohola ist Samaria, also das Nordreich. Und Oholiba ist Jerusalem, also das Süden. Und Ohola bedeutet ihr eigenes Zelt. Und wir wissen ja, dass das Nordreich ihren eigenen Anbetungsort in Bethel kreiert hat, ihr eigenes Heiligtum. Und Oholiba, mein Zelt ist in ihr. Die in der sich mein Heiligtum befindet, ist natürlich Jerusalem, wo das Heiligtum Gottes wohnt.

[6:30] Und diese beiden Schwestern haben schon seit ihrer Jugend Hurerei betrieben mit den Ägyptern. Und wenn diese beiden Schwestern für das Volk Gottes, Norden und Süden stehen, und die einst in Ägypten waren, was ja der Fall war, dort haben sie Götzendienst betrieben, als sie Sklaven waren, bis Gott sie herausgeführt hat. Aber von Götzendienst wurden sie nie wirklich befreit. Dann macht es Sinn, dass sie den Götzendienst eigentlich nie abgelegt haben.

[7:01] Aber Ohola, obwohl sie mir angehört und war heftig verliebt in ihre Liebhaber, die Assyrer, die sich ihr nahten. Also das Nordreich hat mir den Assyrern sympathisiert, Götzendienst betrieben, haben ihre Sitten angenommen, ihre Götter und wurden dann letztendlich auch von ihnen bezwungen. Gekleidet im blauen Purpur, Statthalter und Befehlshaber, lauter anmutige junge Männer, Reiter, die auf Rosen daher irrten. So drängte sie sich mit ihrer Hurerei an sie, an all die auserwesenen Söhne aus Syrien, und sie verunreinigte sich mit allen Götzen, derer für die sie entbrannte.

[7:42] Ja, das Nordreich ist gefallen, viel früher als das Südreich. Es hat den Götzendienst früher auf die Spitze getrieben, aber das Südreich kam dem hinterher. Sie ließ auch nicht ab von ihrer Hurerei mit den Ägyptern, denn diese hatten in ihrer Jugend bei ihr gelegen und ihren jungfräulichen Busen getastet und ihre Hurerei über sie ausgegossen.

[8:09] Also die Bibel benutzt hier dieses Bild des Ehebruchs und der Hurerei, um deutlich zu machen, wie eng der Bund zwischen Gott und seinem Volk war und wie schlimm dann auch dieser Bruch des Bundes, der Ehebruch für Gott war. Und wie sich angefühlt hat, als ein Volk mit den Götzen Hurerei getrieben hat, mit den Liebhabern fremdgegangen ist. Darum habe ich sie in den Händen ihrer Liebhaber preisgegeben, den Händen der Söhne aus Syrien, für die sie entbrannt war. Also Gott hat ihnen das gegeben, was sie letztendlich begehrt haben.

[8:45] Sie deckten ihre Blöße auf, nahmen ihre Söhne und Töchter weg und erschlugen sie selbst mit dem Schwert. Und sie bekam einen schlechten Ruf unter den Frauen, und sie vollstreckten an ihr das Gericht. Also sie hat nicht mein Vorteil davon gehabt, sondern sie hat auch noch ihren Ruf ruiniert durch diese Hurerei.

[9:03] Ihre Schwester Oholiba, also das Südreich, aber sah, dass doch sie trieb es mit ihrer Lüsternheit noch viel schlimmer als jene und übertraf ihre Schwester in ihrer Hurerei. Und auch das Südreich hat der syrische Kultur aufgesaugt, hat die Religion kopiert, hat ja Götter angebetet, sehr entbrannte für die Söhne aus Syrien, die Statthalter und Befehlshaber sich ihr nahten, die prächtig gekleidet waren, Reiter, die auf Frostossen daher irrten. Daher irrten lauter anmutige junge Männer.

[9:38] Und ich sah, dass sie sich verunreinigte, dass sie es beide auf dieselbe Weise trieben. Und ja, sie hat die das Volk Gottes hat sich den Heiden und den heidnischen Göttern angebiedert, hat sich ihnen die Brust geworfen und sind Gott abtrünnig geworden. Und dieses Bild ist Ehebruchs und der Hurerei ein Bild, das was er tief geht und was wir als Menschen, die auch heiraten und lieben, sehr gut nachvollziehen können.

[10:07] Und daher hat Gott es denke ich auch gebraucht, um deutlich zu machen, wie eng der Bund war und wie schmerzhaft das war, dass Gottes Volk diesen Bund gebrochen hat. Daraus können wir viel lernen. Lass uns beten.

[10:23] Lieber Gott, du hast mit jedem von uns einen Bund gemacht. Und wenn wir diesen Bund brechen, Herr, dann tut es so weh und dann geht so viel dabei kaputt. Und du hast es uns auch in diesem Gleichnis dadurch verdeutlicht. Und dafür danken wir dir, dass du uns dadurch die Augen öffnest und uns hilfst, es besser zu verstehen, was die Untreue von unserer Seite bei dir anrichtet. Danke dafür. Amen.
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