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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt werden die Sünden Jerusalems aus Hesekiel 21 und 22 beleuchtet. Rabea Kramp erklärt, wie die Stadt durch Blutvergießen, Götzendienst und den Missbrauch von Macht ihre Würde verloren hat. Gott kündigt ein Gericht an, das die Stadt wie Schlacke im Schmelzofen reinigen soll, um letztendlich eine Erneuerung zu ermöglichen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 875 und wir beenden Kapitel 21 und beginnen Kapitel 22. Und wir werden noch weiter über die Sünden Jerusalems lesen und sprechen. Und bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du musst dir den ganzen Tag die Sünden aller Menschen auf der ganzen Welt ansehen. Ja, und das ist gewiss kein schöner Anblick. Und auch wenn wir heute in dein Wort schauen, wollen wir auf die vergangenen Sünden der Einwohner Jerusalems schauen und wollen davon lernen und wollen sehen, wie du mit Sünde umgehst und wie du trotzdem ein gnädiger Gott bist, auch wenn du dieses ganze Unrecht anschauen musst. Hast du Dank dafür. Amen.

[1:22] Wir beginnen Kapitel 21, Vers 35. "Stecke es wieder in seine Scheide an dem Ort, wo du es schaffen wurdest, im Land deines Ursprungs will ich dich richten. Und ich will meinen Grimm über dich ausschütten und das Feuer meines Zornes gegen dich anfachen und dich rohen Leuten ausliefern, die Verderben schmieden." Und wir erinnern uns, dass es jetzt immer noch das Gericht über Ammon ist, das noch zukünftig sein wird. Und du sollst dem Feuer zum Fraß dienen. Dein Blut soll mitten im Land vergossen werden. Man wird nicht an dich gedenken. Ja, ich, der Herr, habe es gesagt.

[2:03] Wir haben gestern gelesen, dass Nebukadnezar so ein bisschen vor der Wahl stand: Gehe ich zuerst nach Jerusalem oder zuerst nach Rama in Ammon? Und da hat er sich zuerst für Jerusalem entschieden, aber das Gericht über die Ammoniter ist später auch hereingebrochen. Und nun kehren wir zurück in Kapitel 22 zu Jerusalem. Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: "Du Menschensohn, willst du dich, willst du richten, willst du die blutdurstige Stadt richten? So halte alle Geheule vor und sprich: So spricht Gott, der Herr: Oh Stadt, die in ihrer Mitte Blut vergießt, damit ihre Zeit komme, und die sich bei sich selbst Götzen macht, damit sie sich verunreinigt."

[2:50] Es kommt nicht das erste Mal vor, dass Gott Hesekiel anbietet, selber zu richten. Warum macht Gott das? Vielleicht deswegen, weil die Sünden so offensichtlich sind, dass Hesekiel gar nicht in die himmlischen Bücher schauen muss, um die verborgenen Sünden zu sehen, die in den Herzen sind. Das, was er sieht, das ist schon völlig ausreichend. Und Gott sagt: Du kannst die Menschen richten anhand dessen, was du einfach siehst. Sünden sind so offenbar und so so offensichtlich, dass Hesekiel es richten könnte.

[3:23] "Du hast dich mit Schuld beladen durch das Blut, das du vergossen hast, und hast dich verunreinigt durch deine selbstgemachten Götzen. Du hast bewirkt, dass deine Tage heranalen und bist zu deinen Jahren gekommen. Darum will ich dich zum Hohn machen für die Heiden und zum Gespött für alle Länder." Und dieser Vers ist so ein bisschen als Zusammenfassung des ganzen Unrechts, das dort im Volk Gottes geschieht. "Sie sei nah oder fern von dir, so sollen sie dich verspotten, weil du einen schlimmen Ruf hast und völlig zerstört bist."

[4:01] Und wenn wir uns erinnern, das Volk Gottes hatte einmal einen hervorragenden Ruf. Unter der Herrschaft Salomos ist es nun ins genaue Gegenteil verkehrt. Und unter Salomo waren sie ja Gott treu, jedenfalls eine Weile lang. Die Salomo dann auch das Volk verführt hat, aber eine ganze Weile lang waren sie Gott sehr treu, haben prosperiert und die Völker drumherum sind gekommen und wollten lernen von der Weisheit Salomos und vom Reichtum. Und nun ist es genau andersherum.

[4:33] "Siehe, die Fürsten Israels haben jeder seine Gewalt in dir missbraucht, um Blut zu vergießen. Sie haben Machtmissbrauch betrieben, sie haben Gewalt angewendet. Man hat in dir Vater und Mutter verachtet, das fünfte Gebot. Man hat in deiner Mitte dem Fremdling Gewalt angetan. Man hat in dir Weisen und Witwen bedrängt, also man hat die Schutzbedürftigen angegriffen. Meine Heiligtümer hast du verachtet und meine Sabbate entweiht. Ich richte das zweite und vierte Gebot."

[5:03] "Verleumdet sind in dir Verleumder sind in dir, um Blut zu vergießen. Und man hat bei dir Opfermale gehalten auf den Bergen, man hat Schandtaten begangen in deiner Mitte." Also die Verleumder, ein Hinweis auf das neueste Gebot. Und hier sind die ganzen Sünden aufgezählt. Und es geht weiter: "Man hat in dir Blöße, die dir die Blöße des Vaters aufgedeckt. Man hat in dir die Frau schwächt wegen ihrer Unreinheit ab, die wegen ihrer Unreinheit abgesondert war." Also siebtes Gebot und andere Gebote.

[5:35] "Der eine hat mit der Frau seines Nächsten Groll verübt und dann andere hat seine Schwiegertochter mit Schandtat befleckt. Und ein anderer hat in dir seine Schwester, die Tochter seines Vaters, geschwächt." Also Ehebruch, Unzucht. Hier alles, was wir auch in 3. Mose finden. "Man hat in dir Bestechungsgeschenke angenommen, um Blut zu vergießen. Du hast Wucher und Zins genommen und deinen nächsten mit Gewalt übervorteilt. Mich aber hast du vergessen", spricht Gott, der Herr.

[6:05] Ja, Gott sagt: Du hast all diese schlimmen Sünden begangen. Du hast dich so weit von mir entfernt und über diese ganzen Sünden hast du mich völlig vergessen. Darum, siehe, ich habe meine Hände zusammengeschlagen, wieder ein Symbol dafür, dass das Gericht beschlossen ist über den unrechtmäßigen Gewinn, den du gemacht hast, und über dein Blutvergießen, dass ich das in dir geschehen ist.

[6:32] "Wird dein Herz es aushalten und werden deine Hände stark sein in den Tagen, da ich mit dir abrechnen werde? Ich, der Herr, habe es geredet und werde es tun. Ich will dich unter die Heidenvölker versprengen und in die Länder zerstreuen und deine Unreinheit gänzlich von dir wegtun." Und das ist hier natürlich ein ganz deutlicher Hinweis auf das Exil, dass sie unter die Heidenvölker kommen werden.

[6:59] Und du wirst durch dich selbst entweiht werden vor den Augen der Heidenvölker, und du sollst erkennen, dass ich der Herr bin. Also sie werden nicht mehr das Volk Gottes so leben können unter den Heiden. Sie werden ja verunreinigt werden, einfach dadurch, dass sie unter die Heidenvölker gekommen sind. Aber dann wird die Gotteserkenntnis irgendwann einsetzen.

[7:19] Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: "Menschensohn, das Haus Israel ist mir so schlackern geworden. Sie alle sind wie Erz, Eisen und Blei im Schmelzofen, zu Silberschlacken sind sie geworden." Die Bibel kennt ja dieses Bild von dem Reinigen von Metall, und die Schlacke ist der Abfall, das, was als Nebenprodukt dabei entsteht. Und Gott sagt: Ihr seid nicht Eisenerz, Zinn oder Blei. Nein, ihr seid die Schlacke, ihr seid der Abfall.

[7:53] Und durch Prüfung und Gericht werde ich sichtbar machen, dass ihr nichts wert seid. Darum spricht Gott, der Herr: Weil ihr alle zu Schlacken geworden seid, darum, siehe, will ich euch mitten in Jerusalem zusammenbringen, wie man Silber, erst Eisen und Blei und Zinn mitten in einem Schmelzofen zusammenbringt und ein Feuer darunter anbläst, um es zu schmelzen. So will ich euch in meinem Zorn und in meinem Grimm zusammenbringen, euch hineinlegen und schmelzen.

[8:22] Ich will euch versammeln und das Feuer meines grimmigen Zorns und euch anfachen, damit ihr darin geschmolzen werdet. Ja, Gott bringt sein Volk in ein Gericht und erpresst durch dieses Feuer alles raus, was drin ist, und es kommt nur Schlacke dabei heraus. Und Gott muss mit seinem Volk neu anfangen.

[8:46] Und deshalb Sinnbild auf uns auch, die wir auch in uns nichts Gutes haben. Die Bibel sagt, dass das Herz ist ein trotzig und verzagt. Dinge, wer kann es ergründen? Und nur alles, was wir Gutes in uns haben, das haben wir von Gott bekommen. Alles, was wir Gutes tun, tun wir, weil Gott in uns mächtig und wirksam ist. Und dafür können wir ihm danken.

[9:09] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass dein Heiliger Geist so stark an uns wirkt, dass wir Gutes tun, Gutes denken, Gutes sagen. Er begleitet uns täglich mit dem Heiligen Geist, damit wir ihm dir bleiben und in dir die guten Werke vollbringen, die du schon für uns vorbereitet hast. Amen.


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