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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Rabea Kramp wird Hesekiel Kapitel 24 und 25 behandelt. Es geht um das Gleichnis vom rostigen Topf, das den Untergang Jerusalems symbolisiert, und um die persönliche Tragödie Hesekiels, dessen Frau stirbt. Weiterhin werden die Gerichtssprüche über die umliegenden Völker, insbesondere die Ammoniter, beleuchtet, die für ihre Schadenfreude über das Leid Israels bestraft werden. Die Botschaft betont Gottes Gerechtigkeit und die Bedeutung von Zeichenhandlungen im göttlichen Plan.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen Seite 879. Wir beenden Kapitel 24, das Gleichnis über den rostigen Topf, und wir haben noch eine andere, sehr traurige Begebenheit in diesem Kapitel. Und wir beginnen dann einen neuen Abschnitt, die Fremdvölker-Sprüche in Kapitel 25. Und bevor wir starten, und wir haben heute viel vor, lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, lehre uns durch dein Wort und leite uns mit dem Heiligen Geist, wenn wir heute dein Wort lesen.

[1:12] Wir haben noch zwei Verse übrig von diesem Gleichnis über den rostigen Topf, das Jerusalem ja dargestellt hat. Und hier heißt es in Vers 13: "Du begehst wieder Unzucht in deiner Unreinheit, weil ich dich reinigen wollte und du dich nicht reinigen ließest. So sollst du von deiner Unreinheit nicht mehr gereinigt werden, bis ich meinen Zorn an dir gestillt habe." Also Gott sagt, das Gericht, das ich schicken werde, das wird so vollständig sein, bis mein Zorn gestillt ist, also bis es wirklich das Maß voll ist. Und das Gericht haben natürlich die Babylonier vollstreckt. "Ich, der Herr, habe es gesagt, es kommt dazu und ich werde es tun. Ich lasse nicht nach, ich schone nicht und es soll mich auch nicht reuen. Man wird dich richten nach deinem Wandel und nach deinen Taten", sprich Gott der Herr. Und da wird so richtig deutlich, wie fest beschlossen dieses Gericht ist und dass Gott sich auch nicht mehr umstimmen lässt, weil er hat so viele Jahrhunderte Geduld gehabt.

[2:21] Ein neuer Abschnitt beginnt in Vers 15, den Hesekiel, der Hiesige, ganz persönlich betrifft. Und das Wort ist wie eine Gänge an mich, folgendermaßen: "Menschensohn, siehe, ich will die Lust deiner Augen durch einen plötzlichen Schlag von dir wegnehmen, aber du sollst weder klagen noch weinen und keine Tränen darüber vergießen." Was hier passiert ist, dass die Ehefrau von Hesekiel sterben wird. Sie wird als "Lust seiner Augen" bezeichnet, und Gott sagt ihm: "Du sollst nicht trauern, du sollst nicht klagen. Seufze still, aber veranstalte keine Totenklage. Binde deinen Kopf bunt um und lege deine Schuhe an deine Füße. Verhülle den Bart nicht und iss das Brot der Leute nicht." Also erlaubt ihm für sich privat zu trauern, aber es gab ja auch damals diese äußeren Bräuche, so wie wir heute noch schwarz tragen, wenn wir trauern. Gab es damals diese Bräuche, sich die Schuhe an die Füße zu legen, den Bart zu verhüllen, das Brot nicht zu essen oder das Brot zu essen? Und so ja, diese ganzen äußerlichen Dinge sagt Gott: "Hesekiel, tu sie nicht, damit das Volk sieht, Hesekiel trauert nicht öffentlich."

[3:41] "Und ich redete am Morgen früh zu dem Volk, und am Abend starb meine Frau. Und ich handelte am anderen Morgen so, wie mir geboten war." Und man kann sich vorstellen, dass das Hesekiel überhaupt nicht leicht gefallen ist, wenn man einen Menschen verliert, der einem lieb ist, der einem so nah ist, wie die eigene Ehefrau oder der eigene Ehepartner, und man darf nicht öffentlich Trauer zeigen. Man kann sich überlegen, warum Gott das von Hesekiel gefordert hat, und wir werden im Nachhinein in den folgenden Versen ein bisschen davon lesen. Aber ich möchte schon mal so viel sagen, dass Hesekiel hier auch natürlich eine Zeichenhandlung vorführen soll, damit das Volk etwas versteht, aber auch Hesekiel soll Gott besser verstehen. Ähnlich wie Abraham Isaak opfern sollte und Gottes Anliegen war, dass Abraham Gott besser versteht, indem er seinen Sohn bereit war zu opfern.

[4:40] Da sprach das Volk zu mir: "Willst du uns nicht wissen lassen, was das für uns bedeuten soll, was du da tust?" Also die Leute werden aufmerksam, sie merken, dass Hesekiel hier nicht trauert. Ich antwortete ihnen: "Das Wort des Herrn ist so an mich ergangen: Sprich zu dem Haus Israel: So spricht Gott, der Herr: Seht, ich will mein Heiligtum, den höchsten Stolz, die Lust eurer Augen und das Verlangen eurer Seelen, eure Söhne und eure Töchter, die zurückgelassen habt, durchs Schwert fallen lassen."

[5:16] Gott erklärt, dass Jerusalem die Lust der Augen des Volkes Gottes ist, und damit stellt er Jerusalem gegenüber der Ehefrau von Hesekiel, sozusagen eine hier so ein kleines Gleichnis, und ist austauschbar. Also die Ehefrau und Jerusalem, und das zeigt, was für ein Stellenwert Jerusalem für das Volk Gottes hatte. Es war ihm so kostbar wie die eigene Ehefrau, so eng war die Bindung zwischen dem Volk und ihrer Stadt und ihrem Tempel.

[5:50] "Da werdet ihr handeln, wie ich gehandelt habe. Ihr werdet den Bart nicht verhüllen und das Brot der Leute nicht essen, und ihr werdet euren Kopf bunt auf dem Kopf behalten und eure Schuhe an euren Füßen. Ihr werdet weder klagen noch weinen, sondern ihr werdet in euren Missetaten dahinschwinden und miteinander seufzen." Also werden auch die Einwohner von Jerusalem und die Einwohner von Juda nicht trauern.

[6:23] Die Frage ist, warum können sie nicht trauern oder wollen sie nicht trauern? Ich kann mir das fast nur so erklären, dass sie so abgestumpft sind durch ihre gottlose Lebensweise, dass sie den Verlust dieser Stadt gar nicht richtig begreifen und dass sie wie paralysiert vor dem kaputten Jerusalem stehen, das die Babylonier ja eingenommen haben, und können gar nicht begreifen, dass das, was sie überhaupt nicht in Bewegung gezogen haben, weil sie immer nur auf die falschen Propheten gehört haben und nicht auf Jeremia und andere, dass sie das jetzt überhaupt nicht begreifen, dass das doch eingetreten ist.

[7:06] Und so wird Hesekiels Hilfe für euch ein Zeichen sein. Ihr werdet genauso handeln, wie er gehandelt hat, und wenn es eintreffen wird, werdet ihr erkennen, dass ich, Gott der Herr, bin. Und hier haben wir wieder diesen Schlüsselsatz, der ganz typisch ist für Hesekiel.

[7:24] "Du aber, Menschensohn, wir an dem Tag, ich ihnen eine starke Burg wegnehmen werde, nämlich Jerusalem, den prächtigen Gegenstand ihrer Freude, die Lust ihrer Augen, das Verlangen ihrer Seelen, ihre Söhne und ihre Töchter. An jedem Tag wird ein Entflohener zu dir kommen, dass du es mit eigenen Ohren hören kannst. An jenem Tag wird dein Mund vor dem Entflohenen aufgetan werden, dass du reden und nicht mehr stumm sein wirst. Und du wirst für sie ein Zeichen sein, und sie werden erkennen, dass ich, der Herr, bin."

[7:58] Wir erinnern uns, dass in Kapitel 3 Hesekiel verstummte. Gott machte ihn stumm und hat ihm gesagt: "Du wirst nur reden, wenn ich dir deinen Mund auftun, nämlich wenn du Prophezeiung sagen sollst zu dem Volk." Und es verwundert ja nicht, dass seit Kapitel 3 bis jetzt in Kapitel 24 viele Zeichenhandlungen geschehen sind. Hesekiel spricht kaum, und er soll das, was das Volk begreifen soll, als Zeichen darstellen. Er hat sich auf die Seite gelegt, er ist ausgezogen, er hat eine Wand durchbrochen und viele, viele andere Zeichen, die er einfach pantomimisch, wenn man so sagen will, dargestellt hat, damit das Volk darauf aufmerksam wird. Und genauso war es auch mit der Trauer seiner Frau, dass er halt nicht getrauert hat, war auch eine Zeichenhandlung. Das heißt, nicht öffentlich dargestellt hat, dass er getrauert hat.

[8:56] Ja, und Hesekiel soll hier Gott besser verstehen. Und ich habe vorhin gesagt, dass Jerusalem ja auch die Lust der Augen war. Hier haben wir es noch mal gelesen, die Lust der Augen des Volkes, Jerusalem. Aber es war genauso auch eine Lust der Augen Gottes. Es war auch Gottes heilige Stadt, es war auch Gottes Tempel, es lag auch Gott am Herzen. Und wenn Jerusalem zugrunde geht und kaputt gemacht wird, dann ist das ähnlich, als wenn Hesekiels Frau stirbt. Und diesen Umstand wollte Gott emotional sichtbar machen.

[9:36] Wir beginnen in Kapitel 25, und ich habe schon gesagt, hier beginnen die Fremdvölker-Sprüche, die Gerichtssprüche über die Nachbarvölker von Israel. Und wir haben, wir erinnern uns, wir haben diese Fremdvölker-Sprüche auch schon in Jeremia und in Jesaja gelesen, und sie sind tatsächlich sehr ähnlich. Und das Wort des Herrn ging an mich folgendermaßen: "Menschensohn, wende dann dein Angesicht gegen die Ammoniter und weissage ihnen und sprich zu den Ammonitern: Hört das Wort des Herrn, heute das Wort Gottes des Herrn! So spricht Gott, der Herr: Weil du 'ha ha' gerufen hast über mein Heiligtum, weil es weit ist, und über das Land Israel, weil es verwüstet ist, und über das Haus Juda, weil es in die Verbannung wandern musste, darum siehe, will ich dich den Söhnen des Ostens zum Besitz umgeben. Die sollen ihre Zeltlager in dir aufschlagen und ihre Wohnungen in dir errichten. Sie sollen deine Früchte essen und deine Milch trinken." Nun, die Söhne des Ostens, das sind die Araber. Und hier sagt Gott den Ammonitern voraus, weil ihr schadenfroh gewesen seid über den Fall Jerusalems. Und wir erinnern uns, dass ja Nebukadnezar zuerst nach Jerusalem gegangen ist und dann zu den Ammonitern... Wegen dieser Schadenfreude lässt Gott die Araber, die Söhne des Ostens, über die Ammoniter kommen, die dann ja sie einnehmen, ihre Zelten Beschlag nehmen, ihre Obstplantagen, ihre Fruchtbäume.

[11:08] Ich will Rabbah, und Rabbah ist die Hauptstadt, auch des heutigen Amman, die Hauptstadt von Jordanien, zu einer Weide für Kamele machen und das Ammoniterland zu einem Lagerplatz der Herren. Und ihr sollt erkennen, dass ich, der Herr, bin. Also nicht nur das Volk Gottes soll erkennen, dass Gott der Herr, sondern auch die Ammoniter. Denn so spricht Gott, der Herr: "Weil du mit den Händen geklatscht und mit den Füßen gestampft hast, ja, dich von Herzen mit aller Verachtung über das Land Israel gefreut hast, darum siehe, will ich meine Hand gegen dich ausstrecken und ich den Heiden zum Raub übergeben und dich aus den Völkern ausrotten und dich aus den Ländern vertilgen und dich verwüsten, und du sollst erkennen, dass ich, der Herr, bin."

[11:53] Also dieses Gericht über Ammoniter ist auch, dass sie ausgerottet werden, dass sie ja dahin gegeben werden den Feinden. Und wir werden morgen sehen, wie das Gericht über die anderen Nachbarvölker, über die Moabiter, die Edomiter und auch über die Philister ergehen wird. Lass uns gehen. Lieber Vater im Himmel, Dank, dass wir in deinem Wort so viele interessante Geschichten haben. Wir haben heute gelesen vom Tod der Ehefrau von Hesekiel und dass du riesige, diese diesen Verlust zugemutet hast. Aber ja, du hast doch Hesekiel das Beste gewollt und auch für seine Frau. Und manchmal verstehen wir deine Wege nicht, auch in unserem Leben sind sie manchmal schwer zu verstehen. Aber Herr, am Ende möchtest du das Beste für uns, und daran müssen wir immer glauben, und das wollen wir auch. Amen.

[Musik]


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