In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die prophetischen Worte Hesekiels über die umliegenden Nationen. Es wird die Gerichtsbotschaft über Moab, Edom und die Philister behandelt, die für ihre Feindschaft und ihren Hochmut gegenüber Gottes Volk bestraft werden. Anschließend wird die detaillierte Weissagung gegen die mächtige Handelsstadt Tyrus analysiert, deren Zerstörung als Zeichen göttlicher Macht und Gerechtigkeit dient.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 25:8-26:9
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Hesekiel Kapitel 25 und dort geht es über die Fremdvölkersprüche. Und wenn wir heute Kapitel 26 beginnen, werden wir mit der Weissagung über Tyrus, also über die Phönizier beginnen, und das wird uns noch eine Weile begleiten in den nächsten Tagen. Und bevor wir in das Wort Gottes einsteigen, lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, schenke uns deinen Heiligen Geist, wenn wir dein Wort lesen, und dass wir es richtig verstehen. Das wäre aber auch ganz persönlich etwas für uns mitnehmen können heute. In deinem Namen bin ich das. Amen.
[1:09] Wir beginnen Kapitel 25, Vers 8. Und wir haben gestern noch über die Ammoniter gesprochen, und heute geht es weiter mit den Moabiter und der Weissagung über ihren Untergang. So spricht Gott der HERR: Weil Moab und Seir sprechen: „Siehe, das Haus Juda ist wie alle Heidenvölker.“ Darum, siehe, will ich Moabs Bergseite entblößen von den Städten, von den Städten an seinen Grenzen, die eine Zierde des Landes sind, nämlich mit Jeser und Kirjathaim. Den Söhnen des Ostens will ich sie mitsamt dem Ammoniterland zum Erbe geben, so dass man unter den Heidenvölkern nicht mehr an die Ammoniter gedenken wird. Und über Moab will ich Gericht halten, und sie sollen erkennen, dass ich der HERR bin.
[2:00] Also, wir sehen, dass es den Moabiter ganz ähnlich gehen wird wie den Ammonitern. Auch sie werden von den Arabern überlaufen, eingenommen von den Söhnen des Ostens. Und Gott sagt: Ich tue das, damit auch ihr erkennt, dass ich der HERR bin. Also, Gott möchte vor allem auch die Heiden erreichen. Er möchte auch, dass sie verstehen, dass sie auch Gottes Kinder sind, auch wenn sie heidnische Götzen anbeten.
[2:30] Nun kommen wir zu den Edomitern. So spricht Gott der HERR: Weil Edom im Rachesucht geübt hat am Haus Juda und sich damit schwer verschuldet hat, indem es sich an ihnen rächte. Darum, so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will meine Hand gegen Edom ausstrecken und Menschen und vielerlei ausrotten. Von Teman an will ich es in Trümmer legen. Und bis nach Dedan sollen sie durch das Schwert fallen. Und ich will meine Rache an ihnen vollstrecken durch die Hand meines Volkes Israel, sollen an ihrem Handeln nach meinem Zorn und nach meinem Grimm, so dass sie meine Rechte erkennen sollen, spricht Gott der HERR.
[3:08] HERR. Wir lernen, dass die Edomiter Israels Schwäche ausgenutzt haben und dass sie sie überfallen haben, als sie gerade, ja, wahrscheinlich eine Wegführung von den Babyloniern erlebt haben oder ähnliches. Jedenfalls in einer sehr schwachen Situation waren und die Edomiter, ihre Nachbarn, haben das ausgenutzt, sind rüber gelaufen und haben judäisches Territorium sich zu eigen gemacht. Und in Vers 14 lernen wir, dass sie Israeliten sich eines Tages, eines Tages dafür rächen werden. Sie werden das ja, Volk oder das, sie werden die Edomiter wieder verscheuchen, sie werden ihr Land wieder zurückerobern. Und wir wissen nicht ganz genau, welches geschichtliches Ereignis das gewesen ist. Das kann man zurzeit noch nicht genau sagen. Vielleicht gibt es eines Tages Quellen dazu, aber es muss geschehen sein, denn es steht hier in der Bibel.
[4:05] Und nun kommen die Philister. Und ihr merkt schon, wir gehen im Uhrzeigersinn. Und jetzt wir oben zu den Philistern. So spricht Gott der HERR: Weil die Philister aus Rachsucht gehandelt und Rache geübt haben mit Verachtung des Lebens und den ewiger Feindschaft, um zu verderben. Darum, so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will meine Hand gegen die Philister ausstrecken und die Kreter ausrotten und den Überrest an der Meeresküste umbringen. Ich will große Rache üben.
[4:36] Ihnen durch grimmige Züchtigungen, und sie sollen erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich meine Rache über sie bringe. Also, bei den Edomitern waren die Einwohner von Juda, die Rache geübt haben. Und hier ist es bzw. meine Edomiter, dann hat auch Gott Rache, gibt aber auch die Israeliten. Und hier sagt Gott: Ich will nicht nur eine Rache über euch bringen, ich will eine große Rache über euch bringen, weil die Philister so verachtenswert gehandelt haben. Sie haben das Leben nicht geachtet, sie waren sehr feindlich gegenüber dem Volk Gottes. Und Gott sagt: Ich werde auch euch züchtigen und eure, auch euch richten. Und das ist wiederum auch durch die Babylonier passiert.
[5:25] Und nun gehen wir noch ein bisschen weiter gen Norden und wir kommen nach Tyrus zu den Phöniziern. Kapitel 26. Und es geschah im 11. Jahr, am ersten Tag des Monats, da ging das Wort des HERR an mich, nämlich folgendermaßen: Und wenn wir im 11. Jahr sind, dann sind wir im Jahr 586. Und da müssen wir euch die Alarmglocken klingen, denn 586 hat die dritte Wegführung durch die Stadt gefunden. Also, das war die ganz letzte Wegführung, wo dann auch Jerusalem zum Teil zerstört wurde und später ganz zerstört wurde durch die Babylonier. Und dort sind dann die letzten Einwohner Jerusalems und von Juda ins Exil nach Babylon gebracht worden. Also, in diesem Jahr befinden wir uns, aber hier geschieht in diesem Jahr nur die Prophezeiung über Tyrus und nicht schon die Zerstörung.
[6:23] Menschensohn, weil Tyrus über Jerusalem ausgerufen hat, haha, also ist auch schadenfroh gewesen. Es ist zerbrochen das Tor der Völker. Es öffnet sich mir. Nun werde ich alles in Fülle haben, weil es verwüstet ist. Also, die Einwohner von Tyrus haben sich einen Vorteil erhofft durch den Untergang Jerusalems, einen wirtschaftlichen Vorteil. Und wir werden gleich noch sehen, dass Tyrus eine große Handelsmacht war. Darum, so spricht Gott der HERR: Siehe, ich komme über dich, Tyrus, und will viele Völker gegen dich heraufführen, wie das Meer seine Wellen heraufführt.
[7:04] Tyros war eine Handelsstadt und sie lag am Mittelmeer. Und Tyrus lag, und das muss man wissen, teilweise auf dem Festland, aber teilweise auch auf einer Insel. Diese Stadt, es gab 800 Meter vom Festland entfernt im Mittelmeer eine Insel und einen Teil der Stadt lag auf dem Land und ein Teil der Stadt lag auf dieser Insel. Und das müsste man im Hinterkopf behalten, weil wir darüber noch ein bisschen sprechen werden in diesem Kapitel. Und sie werden die Mauern von Tyrus zerstören und ihre Trümmer niederreißen, gemeinsam die Babylonier.
[7:37] Und ich will das Erdreich von ihr wegwerfen und sie zu einem kahlen Felsen machen, zu einem Ort, wo man Fischernetze ausspannen soll. Sie mitten inmitten des Meeres sein. Ich habe es gesagt, spricht Gott der HERR. Sie soll den Völkern zur Beute gemacht werden. Und Tyrus muss man wissen, war eine Handelsmetropole und eine sehr schöne Stadt, eine sehr stolze Stadt. Und wenn hier gesagt wird, dass dort einfach nur Fischernetze ausgespannt werden, dann könnte man vielleicht sagen, dass so eine große Küstenstadt wie vielleicht Athen einfach so werden wird, wie eine Stadt, wo man einfach nur ein paar Fischer finden wird. Also, sie wird ganz jämmerlich enden.
[8:19] Und durch ihre Tochter steht auf dem Festland soll das Schwert umkommen. Und sie sollen erkennen, dass ich der HERR bin, denn so spricht Gott der HERR: Siehe, ich bringe Nebukadnezar, den König von Babel, der ein König aller Könige ist, also der höchste von Norden her über Tyrus. Na ja, kommt von oben von Norden mit Rosen und Streitwagen und Reitern und mit einem großen Haufen Volk.
[8:43] Und Nebukadnezar, das wissen wir, hat Tyrus belagert. Die genaue Dauer ist nicht ganz klar. Manche Quellen sagen, dass es 13 Jahre waren, aber Nebukadnezar hat tatsächlich nur das Festland von der Stadt Tyrus belagert, nicht diese Insel, die im Mittelmeer lag. Es wird deine Tochter, er wird deine Tochterstädte auf dem Festland mit dem Schwert umbringen und gegen dich wird er Belagerungstürme aufstellen und einen Wall gegen dich aufwerfen und den Schild gegen dich aufstellen. Das alles finden.
[9:15] Er wird auch seine Sturmböcke gegen deine Mauern einsetzen und deine Türme mit seinen Brecheisen niederreißen. Und da haben wir so ein paar Hinweise auf die ganz typische assyrische, babylonische Kriegsführung hier mit Sturmböcken zu agieren und mit Brecheisen und die Mauern einzureißen, damit die Stadt nicht mehr geschützt ist. Und wie es morgen weitergehen wird mit Tyrus und wer sich noch der großen Stadt Tyrus für mächtig wird, das werden wir dann sehen.
[9:43] Lass, lieber Vater im Himmel, du hast nicht nur dein eigenes Volk gerichtet, du wolltest auch, dass die Heiden erkennen, dass du Gott bist. Du hast auch sie gerichtet durch die Babylonier, und du wolltest auch, dass sie erkennen, dass du ihr Gott sein möchtest. Und so möchtest du auch heutzutage alle Heiden zu dir ziehen und zu dir bringen. Und du wünschst dir, dass sie zu dir kommen, ohne dass du sie richten musst. Ja, und du wünschst dir auch, dass wir heute bei dir sind, dass wir unsere Herzen auf dich richten und nah bei dir sind. Und das wollen wir tun und bitten dich in deinem Namen. [Musik]
Lizenz
Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.