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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die prophetischen Worte aus Hesekiel 26 und 27 über die mächtige Handelsstadt Tyrus. Es wird die Zerstörung der Stadt durch verschiedene Mächte beschrieben und wie ihr einstiger Reichtum und ihre Pracht einem Ende zugehen. Die Verse verdeutlichen die Vergänglichkeit weltlicher Macht und des materiellen Besitzes im Angesicht göttlichen Gerichts.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 881. Wir sind mitten in Kapitel 26 und werden noch ein paar interessante und spannende Sachen über die Stadt Tyros, die große phönizische Handelsstadt, lesen und machen dann in Kapitel 27 weiter mit dem Klagelied über Tyros. Und wir haben hier zwischen Kapitel 26 und 32 immer den Wechsel zwischen Weissagung und Klagelied, Weissagung und Klagelied. Und behaltet das mal im Hinterkopf, das brauchen wir noch in den nächsten Tagen.

[1:04] Und bevor wir in das Wort Gottes hineingehen, lasst uns beten. Lieber Gott, danke für dein Wort, das so spannend und so aufschlussreich ist, dass so viel Geschichte enthält, auf der wir lernen können. Und ich bitte dich, dass wir auch heute ganz persönlich berührt werden und etwas mitnehmen können. Amen.

[1:23] Wir haben gestern gelesen, dass Tyrus von Nebukadneza eingenommen wurde, jedenfalls der Festlandteil dieser Stadt. Denn es gab ja noch auf der Insel vor der Küste, 800 Meter vor der Küste, eine kleine Insel, die auch zu der Stadt gehörte. Und wir werden heute sehen, wie es weitergeht mit dieser Stadt. In Vers 11: "Er wird mit den Hufen seiner Pferde alle seine Gassen zerstreuen. Er wird dein Volk mit dem Schwert töten, und die Gedenksäulen deiner Macht werden zu Boden sinken." Und damit ist immer noch Nebukadneza gemeint.

[2:02] Und jetzt switchen wir von "er" auf "sie", also im Plural. Und "sie werden deinen Reichtum rauben und deine Handelsgüter plündern. Sie werden deine Mauer niederreißen und deine prächtigen Häuser zerstören." Das ist erstmal genau das, was auch Nebukadneza wird. "Sie werden deine Steine, dein Holz und deinen Schutt ins Wasser werfen."

[2:21] Und wenn wir uns die Geschichte anschauen, was passiert ist mit der Stadt Tyrus im weiteren Verlauf der Jahrhunderte, stellen wir fest, dass die Griechen mit Alexander dem Großen gekommen sind, die nicht nur das Festland der Stadt Tyros eingenommen haben, sondern auch die kleine Insel davor. Und was hat Alexander gemacht? Der war ja ein großer, sehr gewiefter Feldherr und hat viele, viele Länder eingenommen. Und er hat den ganzen Schutt, der ja die ganzen Trümmer, die vom Festland noch übrig waren, hat er ins Mittelmeer geworfen und hat eine 800 Meter lange Mole gebaut, auf der dann seine Reiter und seine Pferde und seine Krieger rüber laufen konnten zur Insel Tyros, die sich natürlich in Sicherheit gewähnt hat, weil ja umgeben von Wasser und schwer einzunehmen und so.

[3:19] Und so hat er aber geschafft, dass er durch diese Mole, die aus Schutt bestand, auf die Insel gekommen ist und sie tatsächlich auch eingenommen hat. Und es heißt weiter: "So will ich den Lärm deiner Lieder ein Ende machen und dein Saitenspiel künftig nicht mehr gehört werden. Und ich will einen kahlen Felsen aus dir machen. Du sollst ein Ort werden, wo man die Fischernetze ausspannt, und du sollst nicht wieder aufgebaut werden, denn ich, der Herr, habe es gesagt, spricht Gott, der Herr."

[3:47] Also Tyrus war einmal eine ganz reiche Stadt, aber nun ist es eine ganz einfache Fischerstadt, nur noch ein paar Fischer, die dort mit ihren Booten herumfahren. So spricht Gott, der Herr, zu Tyrus. "Werden nicht von dem Getöse deines Falls, von dem Seufzen der Schlagenden, von dem Morden in deiner Mitte die Inseln erleben? Und alle Fürsten am Meer werden von ihren Thronen herabsteigen. Sie werden ihre Mäntel ablegen und ihre gestickten Gewänder ausziehen. In Schrecken werden sie sich kleiden. Auf dem Boden sitzen sie werden jeden Augenblick erzittern und sich über dich entsetzen."

[4:23] Also, dass Tyrus gefallen ist, das schreckt auch die umliegenden Städte und Länder, denn wenn Tyrus bezwungen werden kann, dann haben sie Angst, dass auch sie bezwungen werden könnten. Und sie werden ein Klagelied über dich anstimmen, nämlich diese Nachbarstädte und Länder und zu dir sagen: "Ach, wie bist du zugrunde gegangen, du, die man über den Bergen thronte, du berühmte Stadt, die mächtig war auf dem Meer! Sie und ihre Einwohner, die Schrecken einflößte allen, die um sie her wohnen. Jetzt werden die Inseln zittern am Tag deines Falls."

[4:58] Ja, die Inseln im Meer sind bestürzt wegen deines Untergangs, denn so spricht der Herr, Gott, der Herr: "Wenn ich dich zu einer verwüsteten Stadt mache, gleich den unbewohnten Städten, wenn ich die Flut gegen dich aufsteigen lasse und die großen Wasser dich bedecken, dann lasse ich dich hinabfahren mit denen, die in die Grube hinabfahren, zu dem Volk der Vorzeit, dass du in den untersten Ort in der Erde wohnen sollst, gleich uralten Ruinen mit denen, die in die Grube hinabgefahren sind, damit du unbewohnt bleibst. Aber im Land der Lebendigen schenke ich Herrlichkeit."

[5:35] Also Gott sagt hier: Du wirst ins Totenreich hinabfahren. Diese ganzen Bilder von dem Volk der Vorzeit, den uralten Ruinen, das ist alles sind alles Metaphern für das Totenreich. Zum Schrecken will ich dich machen, und du sollst nicht mehr sein. Man wird dich suchen, aber du sollst ewiglich nicht mehr gefunden werden, spricht Gott, der Herr.

[5:56] Also mit Tyrus wird es aus sein. Gott wird diese ja anmutige, geschäftige, wunderschöne Handelsstadt durch das Gericht zugrunde machen. Und nun kommt in Kapitel 27 das Klagelied über Tyros.

[6:14] Und das Wort des Herrn ging an mich folgendermaßen: "Du Menschensohn, stimme ein Klagelied über Tyros an und sprich: Zur Tyros, die am Meeresstrand liegt und mit den Völkern Handel treibt nach vielen Inseln hin, so spricht Gott, der Herr: Tyros, du hast gesagt: Ich bin von vollkommener Schönheit."

[6:35] Und wenn ihr das Kapitel 28 im Hinterkopf habt, wo es ja um den Fürsten von Tyros geht, dann merken wir schon, dass hier bestimmtes Vokabular auftaucht, was auch in Kapitel 28 wieder auftaucht. Denn auch dort wird der Fürst von Tyros als jemand beschrieben, der in vollkommene Schönheit gewesen ist. "Deine Grenzen liegen mitten im Meer, und deine Baumeister haben deine Schönheit vollkommen gemacht." Ja, sie war ja eine Inselstadt. "Aus Zypressen von Senir haben sie alle deine Planken gemacht. Zeder vom Libanon haben sie genommen, um einen Mast für dich zu fertigen."

[7:13] Also Tyros wird jetzt in den folgenden Versen als Schiff dargestellt, und es werden lauter Teile eines Schiffes beschrieben und aus was für einem edlen Gegenstand oder edlen Materialien sie gemacht wurden. Aus Eichen von Waschan haben sie deine Ruder hergestellt. Sie haben dein Deck aus Elfenbein gemacht, eingefasst in Cher-binzle, Shabbinse. Zederholz von den Insel Kithea, also von den Griechen. Und es sind hier ganz offensichtlich nur die besten Materialien: Eichen, Elfenbein und Zeder vom Libanon.

[7:49] Und es geht so weiter: "Deine Segel waren aus feinem Leinen, in bunt gewirkt, damit es dir als Kriegsbekleidung dient. Und aus blauem und rotem Purpur von den Küsten Elischa, das sind auch wieder die Griechen, war dein Zeltdach."

[8:08] "Die Einwohner von Zidon und Arwad waren deine Ruderknechte. Eigene Weisen und Tyros, die in dir wohnten, waren deine Steuermänner." Also nicht nur, dass das Schiff aus guten Materialien war, aus edlen und besonderen Materialien, auch die, die auf dem Schiff gearbeitet haben, die Ruderknechte, die Steuermänner, das waren auch gute Männer, starke Männer, weise Männer. "Die Ältesten von Gebal und ihre Weisen waren bei dir gewesen und haben deine Schiffe ausgebessert. Alle Schiffe des Meeres samt ihren Matrosen sind bei dir gewesen, um Tauschhandel mit dir zu treiben."

[8:48] Ja, und das hat natürlich Tyros ausgezeichnet. Es war eine Handelsstadt und es hatte viel kulturellen Austausch mit den Völkern drumherum. Es war so eine Stadt, die ja vom Mittelmeer her befahren wurde, die aber auch vom Land, vom Nahen Osten angesteuert wurde über den Landweg. Und da war so ein Treffpunkt, ein Umschlagpunkt, wo sich die Kulturen getroffen, aufeinander geprallt sind und natürlich auch die Waren. Und das hat natürlich auch viel Reichtum und viel ja Besitz gegeben.

[9:26] Und wie es mit Tyrus weitergeht und wie diese reiche Stadt noch ausgesehen hat und wie es um sie bestellt war, das werden wir morgen weiter lesen. Lasst uns gemeinsam beten.

[9:36] Lieber Gott, Schönheit, Stolz, Reichtum, das ist alles vergänglich, wie wir heute sehen konnten in der Bibel. Das wird vergehen, aber was nicht vergeht, ist unser Glaube und unser Charakter, und dass wir an dir festhalten. Das sind ewige Dinge. Herr, gib, dass wir uns an diese Dinge klammern und nicht an die vergänglichen. Auch heute, wenn wir durch den Tag gehen, hab du Dank dafür. Amen.


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