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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt analysiert Rabea Kramp Hesekiel 27 und beleuchtet den einstigen Reichtum und die globale Handelsmacht der Stadt Tyros. Sie zeigt auf, wie die detaillierte Beschreibung der Handelspartner und Waren die damalige Weltwirtschaft widerspiegelt und Parallelen zu modernen Phänomenen wie der Globalisierung aufweist. Die Predigt verbindet die Geschichte von Tyros mit biblischen Prophezeiungen und deutet auf tiefere theologische Zusammenhänge hin.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen Hesekiel Kapitel 27 und werden es beenden. Wir haben gelesen, dass das ein Klagelied ist über Tyros, das angestimmt wird von den Völkern drumherum. Und wir haben darin beschrieben, wie wunderbar, wie groß und mächtig Tyros war. Wir werden aber heute auch lesen, wie jämmerlich es zugrunde gegangen ist. Und bevor wir hier hineingehen in das Wort Gottes, lass uns beten.

[1:03] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit gibst, wenn wir dein Wort jetzt lesen, dass wir auch ja die Brücke schlagen und verstehen, was du uns damit sagen möchtest, dass dieser Reichtum, diese Schönheit und Größe von Tyros vergangen ist und was mit dir passiert ist und wie vergänglich die Dinge dieser Welt sind. In deinen Namen bitte ich das an.

[1:33] Wir beginnen Kapitel 27, Vers 10. Die Perser, die Leute von Nut und Put, waren in deinem Heer als deine Kriegsleute. Sie hängen ihre Schilde und Helme bei dir auf, sie verlieren dir Glanz. Wir haben hier die Perser erwähnt und interessant ist, dass das geschrieben wurde, lange bevor die Perser überhaupt irgendeine Bedeutung erlangten, geschweige denn Weltmacht wurden. Aber es gab schon persische Söldner in der Armee von Tyros. Und auch die Lydia im Form von Put und auch Libia als Puth werden hier schon erwähnt. Die Söhne Awwads, das sind die Küstenstädte, die eine Küstenstadt, die nördlich von Zidon liegt, waren mit einem Heeresum auf deinen Mauern und Gammadita auf deinen Türmen. Sie hängten ihre Schilde rings um an deinen Mauern auf. Sie machten deine Schönheit vollkommen.

[2:29] Tarsis, das ist Spanien, hat mit dir Handel getrieben mit einer Menge von allerlei Gütern. Mit Silber, Eisen, Zinn und Blei hat es seine Waren bezahlt. Also Tyrus hat bis in den Westen von Europa, in den Südwesten Handel betrieben. Und Zinn ist eine Zutat, die man ja braucht, um Bronze herzustellen, und Kupfer ergeben Bronze. Und dieses Zinn hat man aus Britannien geholt und gewonnen. Also das gibt uns auch einen Hinweis, wohin die Schiffe von Tyros gelangt sind.

[3:05] Javan, das sind die Griechen, sind deine Kunden gewesen. Mit Menschenseelen und ehren Geräten haben sie Tauschhandel mit dir betrieben. Und das sind die ganzen Jahre waren mäßig. Die vom Haus Togama haben mit Pferden, Reitern und Maultieren deine Waren bezahlt. Togama waren sehr wahrscheinlich Steppennomaden aus dem Norden des Kontinents. Die Söhne Dedans, das sind die Araber, waren deine Kunden. Viele Küstenländer standen in Handelsbeziehung mit dir. Sie lieferten dir Stoßzähne aus Elfenbein und Ebenholz als Zahlung.

[3:42] Die Aramäer waren mit dir Handel getrieben wegen der Menge deiner Erzeugnisse. Für deine Waren gaben sie dir Karfunkel, roten Purpur, bunte Stoffe, feines Leinen, Korallen und Rubinen, also Edelsteinen und ganz viele tolle andere Stoffe. Juda und das Land Israel waren deine Kunden. Sie lieferten dir Weizen, aus Minute, Backwaren, Honig, Öl und Balsam im Austausch.

[4:05] Und wir bekommen den Eindruck, dass hier ja ganz, ganz rege Handel betrieben wurde mit allen möglichen Ländern, sowohl mit denen im Mittelmeerraum und darüber hinaus, aber auch mit den Ländern im Nahen Osten auf dem Festland.

[4:21] Damaskus trieb Handel mit dir wegen der Menge deiner Erzeugnisse, mit einer Menge von allerlei Gütern, mit Wein von Hellborn und Wolle von Zacher wedern und Javern von USA, das Südarabien gaben dir geschmiedetes Eisen für dein Handelsgut. Cassia und Zimtrohr hatten sie für dich als Tauschware, also Gewürze.

[4:45] Dedan hatte mit Satteldecken zum Reiten mit dir gehandelt. Die aber und alle Fürsten von Kedar suchten dich auf mit scharfen Widdern und Böcken. Damit trieben sie Handel mit dir. Die Kaufleute von Saba und Rama, das ist auch Südarabien, waren deine Kunden. Sie haben dir allein alle köstlichste Spitzen, allerlei Edelstein und Gold für deine Ware gegeben.

[5:10] Haran, Kanne und Eden, das ist heute Nord Syrien. Die Kaufleute aus Saba, als Syrien und Kilmert sind deine Kunden gewesen.

[5:20] Wenn man diese ganze Liste so liest, dann hat man richtig den Eindruck, dass Globalisierung keine Erfindung des 20. und 21. Jahrhunderts ist, sondern dass das schon damals passiert ist, dadurch, dass Tyros so eine Nahtstelle war zwischen dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten und dort einfach alles zusammengekommen ist und ein unglaublicher Reichtum herrschte und dieser Tauschhandel so richtig aufgeblüht ist.

[5:49] Das heißt weiter, sie trieben mit dir Handel mit prächtigen Gewändern, mit Mänteln aus blauem Purpur und bunt gewirktem Stoff, mit zweifarbigen Stoffen, mit Schiffstauen und festgetretenen Seilen im Tausch gegen deine Waren. Persische Schiffe zogen für dich dahin mit deinen Tauschwaren. Davon wurdest du sehr reich und geehrt im Herzen der Meere. Also es war der Mittelpunkt, das im Herzen der Meere. Es war sehr, ja, ein Dreh- und Angelpunkt könnte man sagen.

[6:26] Und uns erinnert diese Handelstätigkeit von Tyros auch ganz arg an Babylon, an den Fall Babylons. Wenn wir in Offenbarung 18, Vers 11 bis 13 mal schauen, wenn ihr das nach diesem Video tut, dann werdet ihr sehen, dass es ganz viele Parallelen zwischen Tyros und Babylon gab. Denn auch Babylon wird dargestellt als ein König, der viel Handel betreibt, der reich ist. Und wir werden ja noch lesen im Kapitel 28, wie auch der König von Tyros, der Fürst von Tyros, aufgestellt war, dass er auch wunderbar war, wunderschön und sehr reich. Und wenn wir jetzt weiter lesen, werden wir auch diesen Fall von Tyros sehen.

[7:19] Hesekiel 26: Deine Ruderknechte haben dich über viele Wasser gebracht. Ein Ostwind, der Ostwind ist ein Bild für die Zerstörung, soll dich zerbrechen im Herzen der Meere. Und hier geschieht der Turning Point in diesem Kapitel. Hier schlägt es um. Deine Reichtümer und ein Absatz, deine Tauschware, deine Seeleute und deine Steuermänner, deine Schiffszimmerleute und deine Tauschhändler und alle deine Kriegsleute, die bei dir sind, samt der ganzen Volksmenge in dir, werden mitten ins Meer stürzen am Tag deines Falls.

[7:54] Von dem Geschrei deiner Steuermänner wird das Festland erzittern. Alle, die das Ruder führen, die Schiffsleute und alle Steuermänner auf dem Meer werden aus ihren Schiffen steigen und ans Land treten. Und sie werden deinetwegen ihre Stimme erheben und bitterlich schreien. Sie werden Staub auf ihre Häupter werfen und sich in Asche wälzen. Auch werden sie sich um deines Willen Karl scheren und Sacktuch anlegen. Sie werden dich mit traurigem Herzen und in bitterer Klage beweinen.

[8:22] Also hier gibt's Trauer und Entsetzen über die Zerstörung von Tyros. Und in die Jammer, in ihrem Jammer werden sie ein Klagelied über dich anstimmen und über dich Wehklagen. Wer ist wie Tyros, das so still geworden ist mitten im Meer? Es ist ganz verstummt. Als deine Waren von den Meeren herkamen, ernährt, dass du viele Völker mit der Menge deiner Reichtümer und mit deinen Tauschwaren hast du die Könige der Erde bereichert. Also es war eine unglaublich reiche Stadt, die auch viele versorgt hat.

[8:57] Nun aber, da du zerschellt und von den Meeren verschwunden und in die Wassertiefen gestürzt worden bist, sind dein Tauschwaren und all dein Volk in deiner Mitte gefallen. Alle Einwohner der Inseln sind entsetzt über dich, und alle ihre Könige sind von Schauder erfasst. Ihre Angesichter beben. Die Kaufleute unter den Völkern zischen über dich. Du bist zum Schrecken, Schreckbild geworden und bist für immer dahin.

[9:24] Ja, wenn wir diese Verse lesen, dann erinnert uns das ganz stark an diesen Fall auch von Babylon, die ja auch so furchtbar gefallen ist und wo sich die Kaufleute entsetzt haben über ihren Fall. Und wir sehen, dass Tyros und Babylon ganz eng verknüpft sind. Und in Jesaja 14 haben wir dieses Bild von Luzifer, der ja als König von Babylon dargestellt wird. Und wir haben hier in Kapitel 28, dass die Luzifer, der als König von Tyros dargestellt wird. Und sowohl in Jesaja 14 als auch in Hesekiel 28 fällt dieser Luzifer, dieser Satan, einmal durch den König von Babylon dargestellt, einmal durch den König von Tyros dargestellt.

[10:15] Und ihr könnt schon ganz gespannt sein, was wir morgen lesen werden in Kapitel 28. Und diese Kapitel über den Fall von Tyros, die möchten uns sehr, sehr viel sagen und sehr, sehr viel mitteilen. Und daraus können wir sehr viel lernen, auch für die Prophetie, auch für die Offenbarung. Und ihr dürft das noch weiter studieren und dürft euch noch weiter darin vertiefen, als es diese Andacht in 10 Minuten tun kann. Und lass uns jetzt am Ende gemeinsam beten.

[10:41] Lieber Vater im Himmel, deine Bibel ist so reichhaltig und so tief, dass wir immer wieder neue Dinge entdecken können, dass wir Neues lernen dürfen und dass wir nie Gefahr laufen, dass uns langweilig wird. Nein, dein Wort hat so viele Schätze, und wenn wir graben, heben wir immer mehr von ihnen. Und dafür möchten wir dir danken in deinem Namen.


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