In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um die prophetischen Aussagen aus Hesekiel 28:23-29:15. Es wird die Weissagung über Zidon und Ägypten beleuchtet, wobei die Hybris des Pharaos und die daraus resultierende göttliche Strafe im Fokus stehen. Die Botschaft betont Gottes Souveränität über alle Nationen und die letztendliche Wiederherstellung seines Volkes.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 28:23-29:15
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Hesekiel 28Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 884 und wir sind noch mitten in Kapitel 28, in der Weissagung über Zidon. Und werden heute die Weissagung über Ägypten und den Pharao und Kapitel 29 beginnen. Und bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater Himmel, danke dir für dein Wort und dass du uns durch Weissagung immer im Voraus wissen lässt, was geschehen wird. Wir danken dir dafür, dass es auch unseren Glauben stärkt und dass du das gegeben hast, weil du uns nicht in Unwissenheit lassen möchtest.
[1:11] Wir beginnen in Kapitel 28, Vers 23. Da heißt es über Zidon: "Denn ich will die Pest zu ihm senden und Blut vergießen auf seine Gassen, und es sollen erschlagene in seiner Mitte durchs Schwert fallen, das von allen Seiten her über es kommt, und sie sollen erkennen, dass ich der HERR bin." Dieser Refrain, den wir ja schon gut kennen aus dem Buch, geht auch für Zidon. Auch Gott möchte, dass die Heiden ihn erkennen. "Es soll künftig für das Haus Israel keinen stechenden Dorn und keinen schmerzenden Stachel mehr verbleiben von Seiten derer, die rings um sie her wohnen und sie verachten. Und sie sollen erkennen, dass ich Gott der HERR bin." Wir erinnern uns, als Israel das Gelobte Land eingenommen hat, da blieben ja noch so ein bisschen Gegenden für die Philister und für die Definition übrig, die ja nicht eingenommen wurden und wo diese Heidenstämme weiter gelebt hatten. Und Gott sagt: "Ich werde die Einwohner von Zidon vernichten und auch von Tyros, und dann wird das meinem Volk gehören." Und wir lernen aus diesem Vers auch, dass das kein gutes Verhältnis gab, ähnlich wie mit den Philistern und den Israeliten, wo das Verhältnis ja auch von ständigem Krieg geprägt war.
[2:27] "So spricht Gott der HERR: Wenn ich das Haus Israel wieder sammle aus den Völkern, unter die zerstreut worden sind, so werde ich mich an ihnen heiliger weisen vor den Augen der Heiden, und sie sollen in ihrem Land wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe. Ja, sie sollen sicher wohnen darin, Häuser bauen und Weinberge pflanzen. Ja, sie werden sicher wohnen, wenn ich das Urteil vollziehen werde an allen, die rings um sie her diese verachten. Dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin, ihr Gott." Ja, Gott wird die Feinde vernichten und möchte den Israeliten sagen: "Ich bin auf eurer Seite, ich bin euer Gott, ihr braucht nicht fürchten, und ich möchte euch euer Land zurückgeben." Und Gott hat damit gleichzeitig impliziert, dass er das Volk wieder zurückführen wird aus dem Exil in Babylon wieder nach Hause zurück.
[3:23] Nun beginnt die Weissagung über Ägypten und den Pharao in Kapitel 29. Im 10. Jahr, das war ungefähr 586/87, als Winter war es so der Übergang, am 12. Tag des 10. Monats, erging das Wort des Herrn an mich folgendermaßen: "Menschensohn, richte dein Angesicht gegen den Pharao, den König von Ägypten, und weissage gegen ihn und gegen ganz Ägypten." Also hier sollte jetzt Richtung Ägypten weissagt. Der Pharao zu der Zeit war Abriss, und wir haben schon in den letzten vergangenen Bibelbüchern, auch in Jeremia, immer schon über diesen Abriss gehört und gelesen.
[4:04] "Rede und sprich: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich komme über dich, Pharao, du König von Ägypten, du großes Seeungeheuer, das mitten in seinen Strömen liegt, und sprichst: Mein Strom gehört mir, und ich habe ihn mir gemacht." Nun, der Strom, der Ägypten durchzieht, ist natürlich der Nil, und er bezeichnet hier TV als ein sehr ungeheuer. Es gab ja, wir wissen, in der Bibel auch andere Seeungeheuer, den Leviathan und den Behemot und andere, und die waren wahrscheinlich so eine Art Dinosaurier. Und der Pharao wird hier als solches beschrieben.
[4:46] Interessant ist, dass Ägypten in der Bibel mehrere Namen hat. Zum Beispiel in Jesaja 51 wird Ägypten Rahab genannt, nicht zu verwechseln mit der Rahab in Josua, denn sie werden anders geschrieben. Die Rahab in Josua heißt eigentlich Rachab, und hier ist Ägypten aber mit Rahab beschrieben. In Jesaja war so viel heißt "sie stolz oder Stärke", was ja auch dazu passt.
[5:10] "So will ich dir den Haken in deine Kinnbacken legen und die Fische in deinen Strömen an deine Schuppen hängen, und ich will dich herausziehen aus deinen Strömen samt allen Fischen in deinen Strömen, die an deinen Schuppen hängen. Und ich will dich samt allen Fischen in deinen Strömen in die Wüste schleudern, dass du auf dem freien Feld liegen bleibst. Man wird dich weder auflesen noch einsammeln, sondern ich will dich den Tieren des Feldes und den Vögeln des Himmels zum Fraß geben."
[5:41] Wir sehen, dieses Bild wird bedient von diesem Nil, von diesem Seeungeheuer, und Gott sagt: Ihr seid die gibt da sind wie Fische und wie ja Tiere, die im Wasser leben, und deswegen bestrafe ich euch damit, dass sie in die Wüste geschleudert werdet, was natürlich für Fische den Tod bedeutet.
[6:00] "Dann sollen alle Einwohner Ägyptens erkennen, dass ich der HERR bin, weil sie für das Haus Israel wie ein Rohrstab gewesen sind." Diese Aussage, dass Israel das Ägypten wie ein Rohrstab gewesen ist, das hat schon jemand anderes gesagt, nämlich der Rabschaqe, und ungefähr 15 Jahre vorher, der assyrische Heerführer, der damals Jerusalem bedroht hat und deswegen Hiskia gebetet hat, möge abziehen, was da noch passiert ist. Und damals hatte Rabschaqe schon gesagt: "Also auf Ägypten kannst du dich auf gar keinen verlassen." Du vollgefrei und Israel hat wieder besseren Wissens und ratet immer noch auf Ägypten vertraut und wurde bitter enttäuscht, wie wir sehen.
[6:46] "Wenn sie dich in die Hand nahmen, so knicktest du ein und durchstachst ihnen die ganze Schulter. Und wenn sie sich auf dich lehnten, so zerbrachst du und lähmtest ihre Hüften." Also es ist kein Verlass auf die gibt da gewesen. Sie haben militärisch sporadisch unterstützt, und wenn es ernst wurde, sind sie abgezogen.
[7:05] "Darum so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will das Schwert über dich bringen und Menschen und vielen dir ausrotten, und das Land Ägypten soll zur Wüste und Einöde werden, und sie sollen erkennen, dass ich der HERR bin." Weil der Pharao sagt: "Der Strom gehört mir, und ich habe ihn gemacht." Also was für eine Anmaßung, dass der Pharao hier vorgibt, er wäre der Schöpfer des Nils. Denn ohne den Nil wäre Ägypten tatsächlich pure Wüste, und es ist eigentlich nur Leben wegen diesen Gewässern möglich.
[7:36] Es ist die Ade gibt uns, darum siehe, ich komme, komme ich über dich und über deine Ströme, und ich will das Land Ägypten zu Trümmerstätten machen, zu einer schrecklichen Einöde von Viktoll bis nach Sien, bis an die Grenze von Kusch. Also von Nord bis Süd kein Fuß eines Menschen soll es durchwandern, auch kein Fuß eines Tieres soll es durchwandern, und es soll 40 Jahre lang unbewohnt bleiben.
[8:03] Nun, das ist eine wirklich spannende Zeit prophezeit, und ganz ehrlich, haben wir dafür keine außerbiblischen Quellen, weswegen wir gar nicht so richtig sagen können, wann diese 40 Jahre gewesen sein sollen oder waren. Die sicher ereignet haben. Und ich will das Land Ägypten zu einer schrecklichen Wüste machen, inmitten verwüsteter Länder, und seine Städte sollen unter zerstörten Städten 20 Jahre lang verwüstet sein. Aber die Ägypter will ich unter die heiligen Völker zerstreuen und in die Länder versprengen.
[8:36] Also noch einmal die Aussage, dass Ägypten hier untergehen wird, dass es sich verteilen wird unter die Heiden und so ja keine Bedeutung mehr dann bekommen wird, keine Weltmacht mehr werden wird, was er auch dann so kam. Dennoch spricht Gott der HERR: "So, wenn die 40 Jahre vollendet sind, will ich die Ägypter aus den Völkern, wo diese zerstreut worden sind, wieder zusammenbringen." Also ganz ähnlich die Sammlung der Israeliten, gibt es auch eine Sammlung der Ägypter, der Heiden.
[9:07] Und ich will das geschickt ergibt verwenden, ja, in das Land Patros, in das Land ihres Ursprungs will ich sie zurückbringen, dass sie dort ein geringes Königreich sein sollen. Nun, dieses Patros, das beschreibt oder Ägypten, also das Ägypten, was mehr südlich am Nil liegt, das beschreibt Luxor und Theben. Daher kam ja auch dieses ganze Königreich, die sind dann nach Norden gezogen, haben sich am Nil entlang ausgebreitet. Ja, es soll geringer sein als andere Königreiche, so dass es sich künftig nicht über die Völker erheben wird, denn ich will sie so vermindern, dass sie nicht mehr über die Völker herrschen werden.
[9:48] Und das hat sich gezeigt in der Geschichte, dass Ägypten nie wieder diese Macht bekommen hat, die es damals hatte, und nicht über die Völker geherrscht hat. Und wenn wir uns das Standbild aus Daniel 2 anschauen, dann müssen wir sagen, ja, da taucht Ägypten nicht auf.
[10:08] Ja, Gott setzt Könige ein und selbst Könige ab. Gott hat alles in seiner Hand, auch das Weltgeschehen heute hat Gott in seiner Hand, und das ist eine beruhigende Tatsache, auf die wir vertrauen können, dass Gott auch heute die Herrscher einsetzt und absetzt und dass er alles in der Hand hält, auch wenn wir manchmal meinen, es sieht nicht so aus. Es ist so.
[10:33] Und dafür können wir dankbar sein. Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du die Geschichte der Welt in deiner Hand hältst, dass du kein siehst, was ja, dass du nichts übersiehst. Jedes Haar, das gekrümmt wird, entgeht dir nicht, und du siehst alles Leid, du siehst alle Freude, du siehst jeden Schmerz und jede Krankheit. Herr, du siehst auch in unsere Herzen, wie es uns geht. Wir bitten dich, dass du uns heute begleitest, an diesem Tag uns Mut machst und bei uns bist und uns erfüllst mit deinem Geist.
[Musik]
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