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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ von Rabea Kramp geht es um die prophetischen Kapitel 30 und 31 aus dem Buch Hesekiel. Es wird die Zerstörung Ägyptens und der Fall Assyriens thematisiert, wobei die Macht und der Stolz dieser Reiche mit der Souveränität Gottes verglichen werden. Die Botschaft betont, dass kein Reich ewig Bestand hat und Gott letztendlich die Kontrolle über alle Nationen und Herrscher hat.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Sie lesen heute zusammen Seite 886, sind mitten in Kapitel 30 im Klagelied über Ägypten und werden heute ein weiteres Kapitel beginnen, auch über Ägypten, aber auch über Assyrien. Und das wird ganz spannend sein, was wir dort lesen. Und bevor wir das Wort Gottes aufsagen, lass uns beten.

[0:54] Lieber Vater, wir danken dir, dass dein Wort spannend ist, dass es aufschlussreich ist, dass wir darin forschen können und dass es so viele Schichten gibt, dass wir nie zum Ende kommen und nie sagen können, wir haben alles verstanden. Danke, dass dein Wort so komplex ist und dass wir auch immer wieder gefordert sind im Geist, darüber nachzudenken. Amen. Wir beginnen in Kapitel 30, Vers 18.

[1:24] In Tachpanches soll der Tag verfinstert werden, wenn ich dort das Joch Ägyptens zerbreche und ihre stolze Macht dort ein Ende findet. Es wird sie eine dunkle Wolke bedecken und ihre Töchter sollen in die Gefangenschaft wandern. Nach Tachpanches kennen wir tatsächlich schon aus Jeremia, denn dort kamen auch die Juden hin, die geflohen waren, weil sie doch den Statthalter Guedalja ermordet hatten. Und ja, sie sind dort nach Ägypten gegangen, nach Tachpanches.

[2:00] Und es geschah im elften Jahr, das war 586 vor Christus, also die dritte Wegführung, im ersten Monat am 7. Tag des Monats. Da erging das Wort des Herrn an mich folgendermaßen: Menschensohn, ich habe den Arm des Pharao, des Königs von Ägypten, zerbrochen. Und siehe, er ist nicht gebunden worden, man hat kein Heilmittel angewandt, keinen Verband angelegt, um ihn zu verbinden, dass er stark genug würde, das Schwert zu fassen.

[2:40] Dieser Vers beschreibt, dass der Pharao abgerissen geschlagen wurde und dass das passiert ist, was Gott vorhergesagt hat, das eingetroffen ist. Darum so spricht Gott, der Herr: Siehe, ich komme über den Pharao, den König von Ägypten, und werde ihm seine beiden Arme, den starken und den zerbrochenen, zerschmettern, so dass das Schwert aus seiner Hand fällt. Also nicht nur, dass der eine Arm kaputt geht, sondern der zweite auch, damit er dann völlig unfähig ist zu kämpfen und aktiv zu werden.

[3:13] Und die Ägypter will ich unter die Völker zerstreuen und in die Länder versprengen. Ja, ich werde in dem König von Babel die Arme stärken und ihm mein Schwert in die Hand geben. Aber die Arme des Pharao werde ich zerbrechen, dass er vor ihm stöhnen wird wie ein zu Tode verwundeter. Da haben wir den ganz großen Kontrast, ja, vom König von Ägypten, vom Pharao, werden die Arme beide zerbrochen, und dem König von Babel gibt Gott die Arme, stärken, damit er besiegen kann.

[3:40] Ja, die Arme des Königs von Babel will ich stärken. Dem Pharao aber werden die Arme sinken, und sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich dem König von Babel mein Schwert in die Hand gebe, dass er es gegen das Land Ägypten ausstreckt. Und ich werde die Ägypter unter die Heidenvölker zerstreuen und in die Länder versprengen.

[4:05] Und sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin. Das wünscht sich Gott von ganzem Herzen, dass auch die Heiden zu ihm finden. Und wenn ihr je gedacht hättet, dass es immer Gott nur um sein eigenes Volk geht, nein, es geht ihm genauso um die Heidenmission. Das haben wir auch schon in Jesaja gesehen, in Jeremia gesehen, und wir sehen es auch wieder in Hesekiel. Gott ist die Heidenmission sehr am Herzen.

[4:26] Kapitel 31. Und es geschah im elften Jahr, wieder 586 vor Christus, die dritte Wegführung, im dritten Monat am ersten Tag des Monats. Da erging das Wort des Herrn an mich folgendermaßen: Menschensohn, sprich zum Pharao, dem König von Ägypten, und zu seiner Menge: Wem gleichst du in deiner Größe?

[4:47] Siehe, der Assyrer war eine Zeder auf dem Libanon mit schönen Ästen, so dicht, dass er Schatten gab, und hoch aufgeschossen, dass ein Wipfel bis zu den Wolken reichte. Also, Gott sieht hier den Vergleich eines Baumes, der beschreibt, wie mächtig Assyrien war. Und wir wissen, Assyrien war eine große Weltmacht, die zu diesem Zeitpunkt, dass das geschrieben wurde, schon 40 Jahre lang nicht mehr bedeutend war, aber vorher ungefähr 200, gut 200 Jahre regiert hat und niemand hätte sich je vorstellen können, dass das Syrien irgendwann untergehen würde oder bezwungen werden könnte und jemand anders an die Macht käme.

[5:27] Weil es eben so eine, ja, so eine große Zeder war im bildlichen Sinne, die Wassermassen machten ihn groß und große Wassermassen machten ihn hoch. Ihre Ströme umspülten seine Pflanzung und ihre Kanäle streckten sich zu allen Bäumen des Feldes. Darum wuchs er höher als alle Bäume des Feldes, er bekam viele Äste und lange Zweige von den vielen Wasser, in dem er sich ausbreitete.

[5:57] Und dieses Bild eines Baumes, das eine Herrschaft darstellt, das kennen wir tatsächlich auch noch aus einem anderen Buch, aus dem Buch Daniel in Kapitel 4, wo auch Nebukadnezar und Babylon beschrieben wird als wie ein Baum, ein großer, mächtiger Baum, in dem die Vögel sich aufhalten. Und so beschreibt Gott hier auch Assyrien, also ein gängiges Bild, was Gott immer wieder benutzt.

[6:20] Alle Vögel des Himmels nisten in seinen Zweigen und unter seinen Ästen warfen alle Tiere des Feldes ihre Jungen. Unter seinem Schatten wohnten alle großen Völker. Er wurde schön in seiner Größe und wegen der Länge seiner Äste, denn seine Wurzeln waren an vielen Wassern. Assyrien hat seine Wurzeln überall ausgestreckt und wurde genährt von dem Wasser. Und in der Bibel steht Wasser für Völker.

[6:44] Die Zedern im Garten Gottes stellten ihn nicht in den Schatten. Die Zypressen waren seinen Ästen nicht zu vergleichen. Die Platanen waren nicht wie seine Zweige. Kein Baum im Garten war ihm zu vergleichen in seiner Schönheit. Ich hatte ihn schön gemacht durch die Menge seiner Äste, so dass ihn alle Bäume, eben, beneideten, die im Garten Gottes standen.

[7:07] Nun, das ist natürlich eine sehr metaphorische Beschreibung. Gott führt hier andere Bäume auf, die Gott geschaffen hat, und damit meinte er auch andere Königreiche. Aber er sagt, keiner, was so schön, so anmutig, so mächtig wie die Zeder, die Assyrien beschreibt und verkörpert. Und selbst im Garten Gottes wäre die assyrische Zeder noch der schönste Baum gewesen.

[7:32] Darum so spricht Gott, der Herr: Weil du so hochgewachsen bist, ja, weil sein Wipfel bis zu den Wolken reicht und sein Herz sich überhoben hat wegen seiner Höhe, so habe ich ihn in die Hand eines Mächtigen unter den Völkern preisgegeben, dass er ihn behandelte nach seinem Belieben. Ich habe ihn verstoßen wegen seiner Gottlosigkeit.

[7:53] Und hier haben wir natürlich ein Déjà-vu, denn auch dem König von Tyrus hat sein eigenes Herz, ist ein eigenes Herz zum Verhängnis geworden. Und auch Assyrien ist stolz geworden, hat sich überhoben und war dazu auch noch gottlos. Und dieser Mächtige, der kam, damit ist sehr wahrscheinlich Nebukadnezar gemeint, der dann Assyrien erobert und eingenommen hat. Und fremde, die gewalttätigsten unter den Heidenvölkern hieben ihn um und warfen ihn hin.

[8:23] Also immer noch diese Baumsprache, die der jetzt gefällt wurde, auf die Berge und in alle Täler fielen seine Äste und seine Zweige zerbrochen. In allen tiefen Schluchten des Landes, so dass alle Völker der Erde seinen Schatten verließen und den Aufgaben auf seinem gefällten Stamm wohnten alle Vögel des Himmels und auf seinen Ästen lagerten sich alle Tiere des Feldes.

[8:47] Damit sich künftig kein Baum am Wasser wegen seiner Höhe überheben und seinen Wipfel bis zu den Wolken erheben soll, damit auch alle Großen unter ihnen, die vom Wasser getränkt werden, nicht mehr in ihrer Höhe da stehen, dass sie doch alle dem Tod preisgegeben sind, in die untersten Orte der Erde, inmitten der Menschenkinder, zu denen hin, die zur Grube hinabfahren.

[9:11] Ja, man kann zwei Sachen daraus lernen. Dass einmal auch das prächtigste und mächtigste Reich irgendwann untergeht und dass alle sterben müssen, auch der mächtigste Herrscher und die größte Dynastie wird irgendwann zugrunde gehen.

[9:30] Ja, und die zweite Lehre, die wir daraus ziehen können, ist für den Pharao. Wir sind ja eigentlich immer noch im Vergleich zwischen Ägypten und Assyrien. Und wenn sogar Assyrien fallen kann, wie viel mehr dann der Pharao und Ägypten? Auch wenn es unvorstellbar war, dass Assyrien überhaupt fallen kann, wie viel mehr ist es dann wahrscheinlich, dass Ägypten dieses Unheil erleiden wird. Das nicht annähernd so bedeutend war wie Assyrien.

[9:59] Und wir lernen: Gott setzt Könige ein und Gott setzt Könige ab und Gott hat alles in der Hand. Der Name des Herrn sei gelobt. Lass uns beten.

[10:11] Lieber Vater im Himmel, das erfüllt uns mit Frieden und mit Ruhe und Gelassenheit, wenn wir wissen, dass du nicht nur die großen Mächte und Herrscher dieser Welt in der Hand hältst, sondern auch uns, uns unbedeutende, kleine Menschen. Und dass du auch alle Lebewesen, die auf diesen Planeten sind, führst, leitest und dass dir nichts entgeht, dass du alle kennst und alle Beweggründe untersuchst und sie dir bewusst sind. Und dafür möchten wir dir danken, dass wir einen allwissenden, allmächtigen Gott haben. Amen.

[10:45] Amen. [Musik]


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