In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ behandelt Rabea Kramp die Kapitel 31 und 32 des Buches Hesekiel. Der Fokus liegt auf den Weissagungen gegen Ägypten, die als Klagelieder über den Fall mächtiger Reiche und Herrscher dienen. Es wird die symbolische Sprache der Bibel beleuchtet, die den Untergang von Nationen und die Vergänglichkeit weltlicher Macht darstellt.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 31:15-32:15
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 887, sind mitten im Kapitel 31 und werden Kapitel 32 beginnen. Wir beschäftigen uns heute die ganze Zeit noch mit Ägypten und wir werden sehen, dass Hesekiel vier Kapitel insgesamt über Ägypten geschrieben hat. Weissagungen, klare Lieder, Trauerlieder. Und es war ja ein wichtiges Thema, dass Ägypten untergegangen ist und bestraft wurde.
[1:04] Bevor wir Gottes Wort lesen, lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir dein Wort lesen können, dass es uns Mahnung ist, dass es uns aber auch Trost ist und dass es uns trägt durch schwierige Zeiten. Amen.
[1:16] Wir beginnen in Kapitel 31, ab Vers 15. So spricht Gott der HERR: An dem Tag, als er ins Totenreich hinabfuhr, ließ sich eine Klage abhalten. Ich verhüllte um seine Willen die Tiefe, ich hemmte ihre Ströme und die großen Wasser wurden zurückgehalten. Und ich ließ den Libanon um ihn trauern und alle Bäume des Feldes verschmachteten seinetwegen. Vom Getöse seines Falls ließ sich die Heidenvölker erbeben. Als ich ihn ins Totenreich hinabstieg, mit denen, die in die Grube hinabfahren, und es trösteten sich in den untersten Wörtern der Erde alle Bäume Edens samt allen auserlesenen und besten Bäumen Libanons, alle, die vom Wasser getränkt worden waren.
[2:07] Die Bibel bedient sich hier des Bildes des Totenreichs, und das ist natürlich eine metaphorische Darstellung. Und die Bäume sind Symbole für die Reiche, die untergegangen sind, und die sich dort im Totenreich dann gegenseitig trösten, dass sie nicht mehr sind, dass sie untergegangen sind. Und das, ja, ist natürlich keine buchstäbliche Darstellung der Dinge. Und das möchte uns sagen: Selbst ein großes Land, ein mächtiges, prächtiges Land und eine Herrschaft wie Ägypten wird eines Tages ihr Ende finden. Und das ist ja auch passiert. Und es war für die Leute nicht vorstellbar, dass ein Land wie Ägypten, und vorher war es ja auch aus Syrien, untergehen könnte. So mächtige und kraftvolle und prächtige Herrscher und Herrschaften.
[2:57] Aus sie fuhren mit ihm ins Totenreich hinab, zu denen, die durchs Schwert gefallen sind, die als seine Helfer unter seinem Schatten gewohnt haben inmitten der Heidenvölker. Wem bist du an Herrlichkeit und Größe zu vergleichen unter den Bäumen Edens? Und dieses Mal ist diese Frage taucht schon zum zweiten Mal auf. Die haben wir schon mal in Vers 2 gehabt, wo auch gefragt wird: Ja, Ägypten, wem bist du eigentlich zu vergleichen? Du bist so unvergleichbar. Dennoch wirst du mit den Bäumen Edens in die untersten Orte der Erde hinabgestoßen, wo du mitten unter den Unbeschnittenen liegen sollst, bei denen, die du es Schwert gefallen sind. So soll es dem Pharao gehen und seiner ganzen Menge, spricht Gott der HERR.
[3:41] Wenn wir das vielleicht in unserer heutigen Zeit übertragen, dann würden wir sagen, dass vielleicht so ein Land wie die USA droht unterzugehen. Das wäre genauso unvorstellbar für uns heutzutage, dass die USA morgen nicht mehr gibt, wie es damals für die Menschen gewesen ist, die Vorstellung, dass Ägypten nicht mehr existiert oder nicht mehr die Macht hat, dass der Pharao gestürzt ist, dass Ägypten eingenommen wird von dem Babylonien und besiegt.
[4:14] Und nun kommt im Kapitel 32 das Klagelied. Und wie gesagt, es ist bereits das vierte Kapitel im Buche über Ägypten. Also es nimmt einen ganz großen Platz hier ein im letzten Drittel dieses Buches. Es geschah im 12. Jahr, im 12. Monat. Wir befinden uns im Jahr 584 vor Christus, am ersten Tag des Monats. Da ging das Wort des Herrn an mich folgendermaßen: Menschensohn, stimme ein Klagelied an über den Pharao, den König von Ägypten, und sprich zu ihm: Du warst einem jungen Löwengleich unter den Heidenvölkern und du warst ein sehr ungeheuer in den Meeren.
[4:55] Wir erinnern uns, dass schon einmal in den letzten Kapiteln Ägypten als ein sehr ungeheuer beschrieben wurde. Ein ja, ein Bild, das deutlich macht, dass Ägypten als ein Ungeheuer angesehen wurde von den anderen Ländern drumherum. Es war gefährlich und es war ja mächtig. Du brauchst hervor in deinen Strömen, du trübtest das Wasser mit deinen Füßen und wühltest ihre Flüsse auf.
[5:23] Du sprichst, Gott der Herr: Ich will mein Netz über dich ausspannen, durch eine Schar vieler Völker, die werden dich in meinem Garn heraufziehen. Und ich will dich auf das Land werfen und aufs freie Feld schleudern. Und ich will bewirken, dass alle Vögel des Himmels sich auf dir niederlassen sollen. Ich will die Tiere der ganzen Erde mit dir sättigen.
[5:44] Also dieses Bild eines Tieres, das im Wasser lebt, was aufs Land geschleudert wird, das hatten wir ja schon einmal. Und hier wird es aber nicht einfach nur verkommen, weil es vertrocknet, sondern wir haben ein Bild, das wir auch in Offenbarung 19, Vers 17 finden, nämlich die Vögel des Himmels kommen und bedienen sich nun dieses ja, dieses Tieres und machen werden satt davon und fressen es auf.
[6:11] Es heißt weiter: Ich will dein Fleisch auf die Berge werfen und die Täler mit deinem Arzt füllen. Ich will das Land mit den Strömen deines Blutes tränken, bis an die Berge hin, und die Talsohlen sollen voll werden von dir. Also Ägypten wird ja besiegt von den Babyloniern, es wird verschleppt, es wird versprengt. Es ist ja nicht mehr bevölkert. Das passiert eigentlich das Gleiche, was mit allen anderen Ländern auch drumherum passiert ist durch die Babylonier.
[6:40] Wenn ich dich auslöschen werde, so will ich den Himmel bedecken und seine Sterne verdunkeln. Ich will die Sonne in Gewölkühlen und der Mond wird seinen Schein nicht geben. Ich will alle leuchtenden Himmelslichter über dir verdunkeln und Finsternis über dein Land bringen, spricht Gott der HERR.
[7:01] Also Ägypten wird untergehen. Und Gott sagt, ich werde an dem Tag auch den Himmel so aussehen lassen, als wenn Trauer herrscht. Und es ist natürlich interessant.
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