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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Video aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ thematisiert Rabea Kramp Hesekiel 33:1-20. Es geht um die Rolle des Propheten als Wächter, der das Volk vor drohendem Unheil warnt und die Verantwortung, die damit einhergeht. Weiterhin wird die Bedeutung von Umkehr und Gottes unendliche Bereitschaft zur Vergebung beleuchtet, sowie die Konsequenzen von Gerechtigkeit und Gottlosigkeit im Leben eines Gläubigen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute die Seite 889 und wir starten mit einem ganz neuen Kapitel, dem Kapitel 33. Und ich habe gute Nachrichten für euch: Nach einer ganzen Reihe düsterer Kapitel im Buch Hesekiel werden wir ab heute wieder aus der Dunkelheit aufsteigen und werden bis zum Ende des Buches die Wiederherstellung, Hoffnung und den guten Ausblick sehen, den Gott seinem Volk verheißen hat. Also, von nun an geht es bergauf. Und das tut uns, glaube ich, auch ganz gut. Nach 32 Kapiteln, die über Gericht und Untergang und ja, von schlimmen Sünden gesprochen haben, dann ist es schön, wenn wir heute mit Kapitel 33 beginnen und über die herrscht Wiederherstellung ist als sprechen.

[1:22] Und heute geht es über den Wächterdienst des Propheten. Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass nach der Dunkelheit das Licht kommt und dass du heute mit dem Licht in unsere Herzen scheinen willst. Gib, dass deine Worte, die wir heute lesen, unseren Tag erhellen und dass sie uns helfen, dir näher zu kommen.

[1:46] Kapitel 33, Vers 1: Und das Wort des Herrn ging an mich folgendermaßen: Menschensohn, rede zu den Kindern deines Volkes und sage ihnen: Wenn ich das Schwert über ein Land bringe, so nimmt das Volk des Landes einen Mann aus seiner Mitte und bestimmt ihn zu seinem Wächter. Und damit ist der Prophet gemeint, der Prophet oder der Wächter. Der Wächter ist hier für den Propheten ein Wächter auf der Mauer, ist ja da, um vor Gefahr zu warnen und zwar so rechtzeitig, dass alle sich vorbereiten können. Und das gilt natürlich auch für den Propheten, der von Gott instruiert wird durch Visionen, damit er das Volk so rechtzeitig warnen kann, dass sie sich vorbereiten können auf das Unheil oder sogar durch ihre Umkehr das drohende Unheil abwenden können.

[2:35] Wenn nun dieser das Schwert über sein Land kommen sieht, so stößt er ins Schofar-Horn und warnt das Volk. Ja, das Schofar-Horn war dieses Warninstrument, das Warnsignal, wenn Krieg oder etwas drohte. Wenn dann jemand den Schall des Schofar-Horns hört und sich nicht warnen lassen will und das Schwert kommt und rafft ihn weg, so kommt sein Blut auf seinen Kopf. Also, wer die Warnung in den Wind schlägt, der muss auch die Konsequenzen tragen. Denn da den Schall des Schofar-Horns hörte, sich aber nicht warnen ließ, so sei sein Blut auf ihm. Hätte er sich warnen lassen, so hätte er seine Seele gerettet.

[3:13] Wenn aber der Wächter das Schwert kommen sieht und nicht ins Schofar-Horn stößt und das Volk nicht gewarnt wird und das Schwert kommt und einen von ihnen wegrafft, so wird derjenige zwar um seiner Sünde willen weggerafft, aber sein Blut werde ich von der Hand des Wächters fordern. Also, ein Wächter, bzw. ein Prophet, der nicht seine Aufgabe nachkommt, der wird zur Rechenschaft gezogen für die Menschen, die sterben, weil sie nicht die Warnung hören konnten.

[3:42] Nun habe ich dich, oh Menschensohn, für das Haus Israel zum Wächter bestellt, damit du das Wort aus meinem Mund hören und sie von mir aus warnen sollst. Das war Hesekiels Aufgabe. Wenn ich zu dem Gottlosen sage: Du Gottloser, du musst gewisslich sterben, und du sagst es ihm nicht, um den Gottlosen vor seinem Weg zu warnen, so wird jeder der Gottlosen um seiner Sünde willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. Also, der Wächter muss die Botschaft weitergeben.

[4:14] Und wer ist heute der Wächter? Ja, das sind Gottes Kinder, die auch eine Botschaft für diese Welt haben. Es geht ja immer noch Prophetien, die nicht erfüllt sind und die im Begriff sind, sich zu erfüllen. Aber wir sind dazu berufen, diese Botschaft mit dem Evangelium in die Welt zu bringen.

[4:36] Wenn du aber den Gottlosen vor seinem Weg warnst, damit er davon umkehrt, und er von seinem Weg nicht umkehren will, so wird er um seiner Sünde willen sterben. Du aber hast deine Seele gerettet.

[4:49] Du, nun Menschensohn, sprich zu dem Haus Israel: So redet ihr und sagt: Unsere Übertretungen und unsere Sünden liegen auf uns, dass wir darunter verschmachten. Wie können wir leben? Und das war so wieder ein Sprichwort, das in Israel herrschte. Wir haben ja im Buch Hesekiel sehr viel mehr solche Aussprüche.

[5:09] Und Gott erklärt dann immer und antwortet darauf: Spricht zu ihnen: So weich, spricht Gott der Herr: Ich habe keinen Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern daran, dass der Gottlose umkehre von seinem Weg und lebe. Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen! Warum wollt ihr sterben, oh Haus Israel?

[5:29] Und wenn ihr denkt, diesen Vers haben wir doch schon mal gelesen, seid ihr genau richtig, denn in Kapitel 18 haben wir eigentlich wortwörtlich diese Worte schon einmal gesehen. Gott liebt Vergebung und er möchte eigentlich unbedingt und sofort und bereitwillig vergeben. Und er wartet darauf, dass wir zu ihm kommen.

[5:48] Und du, Menschensohn, sprich zu den Kindern deines Volkes: Den Gerechten wird seine Gerechtigkeit nicht retten an dem Tag, da er sich versündigt. Und den Gottlosen wird seine Gottlosigkeit nicht so vollbringen an dem Tag, da er von seiner Gottlosigkeit umkehrt. So wenig wie den Gerechten seine Gerechtigkeit am Leben erhalten wird an dem Tag, da er sündigt. Dieser Vers ist ein ganz, ganz interessanter Vers dafür, dass wir zeigen, dass die Bibel zeigt, dass es nicht so ist, dass man einmal gerettet ist und dann immer gerettet.

[6:23] Sondern wer gerecht ist, aber dann doch sündigt, der ist ungerecht vor Gott. Erst wenn er wieder Vergebung erlangt hat, hat er wieder diese Gerechtsprechung. Und umgekehrt gilt es genauso. Und es geht darum, dass wir in unserem Leben konstant Gott dienen, dass wir nicht irgendwann mal unser Leben Gott übergeben haben und seitdem haben wir nach in Freiheit, nein, jeden einzelnen Tag fahren wir mit Gott leben und an seiner Seite sein. Und die Gerechtigkeit soll immer mehr in uns keimen und Frucht bringen.

[6:56] Und die Gerechtigkeit, das wissen wir, gibt es in einem Augenblick. In dem Augenblick, wo wir um Vergebung bitten. Und ich, wenn ich von meinem, von dem Gerechten sage, er soll gewisslich leben, und er verlässt sich auf seine Gerechtigkeit und tut Unrecht, so soll nicht mehr an all seine gerechten Taten gedacht werden, sondern um seines Unrechtes willen, dass er getan hat, soll er sterben. Also, Gerechtigkeit muss ich im Leben täglich zeigen. Man muss außen ein Christ sein und innen ein Christ sein. Es muss den ganzen Menschen erfassen.

[7:30] Und wenn ich zu dem Gottlosen sage: Du sollst gewisslich sterben, und er erklärt von seiner Sünde um und übt Recht und Gerechtigkeit, so dass der Gottlose das Pfand wiedergibt, den Raub zurückerstattet und in den Satzungen des Lebens wandelt, ohne Unrecht zu tun, so soll er gewisslich leben und nicht sterben. Also, Gott sagt ja, wenn du umkehrst, natürlich wirst du dann gerettet werden. Auch soll bei ihm nicht mehr an alle Sünden gedacht werden, die er getan hat. Er hat Recht und Gerechtigkeit geübt. Er soll gewiss nicht leben.

[8:02] Dennoch sagen die Kinder deines Volkes: Der Weg des Herrn ist nicht richtig. Und das war wieder so ein Sprichwort. Dabei ist es doch ihr Weg, der nicht richtig ist. Wenn der Gerechte sich von seiner Gerechtigkeit abkehrt und Unrecht tut, so muss er deshalb sterben. Wenn aber der Gottlose sich von seiner Gottlosigkeit abkehrt und Recht und Gerechtigkeit übt, so soll er deswegen leben.

[8:24] Und ja, natürlich hier auch die Antwort auf Vers 10, den zweiten Teil auf diese Frage: Wie können wir leben? Gott sagt, ja, indem ihr euch zu mir bekehrt, indem ihr umkehrt, und dann werdet ihr sofort wiederhergestellt werden.

[8:41] Da ihr aber sagt: Der Weg des Herrn ist nicht richtig, so will ich jeden von euch nach seinen Wegen richten, Haus Israel. Und das ist die große Traurigkeit, die Gott hat und die wir haben, wenn wir das Wort Gottes lesen, dass viele Menschen einfach nicht diesen Weg der Umkehr gegangen sind. Und es wäre so einfach gewesen, sie zu retten, aber sie haben nicht gewollt.

[9:04] Und so liegt es auch an uns, dass wir unseren eigenen Willen und eigenen Sünden Gott übergeben, denn dann kann er mit uns neu anfangen und dann wird alles besser. Das wünsche ich euch, dass ihr das in eurem Leben und vielleicht sogar heute ganz praktisch erleben könnt. Lass uns beten.

[9:21] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du immer sofort und bereitwillig vergibst und dass wir wissen dürfen, in einem Augenblick sind wir gerecht, gerecht gesprochen vor dir. Und dann fängst du an, die Früchte des Geistes in uns zu formen, wenn wir konstant jeden Tag aufs Neue mit dir gehen. Und mögen wir auch fallen, dann hilft es, dass wir wieder zu dir kommen und dass du wieder mit uns weiterarbeiten kannst und du uns aufrichtest und wiederherstellst in deinem Namen. Sagen wir dafür Amen.


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