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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um Hesekiel 42 und 43. Es wird die Struktur des Tempels und die Bedeutung der Kammern für die Priester beleuchtet. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rückkehr der Herrlichkeit Gottes in den Tempel durch das Osttor und der symbolischen Trennung zwischen heilig und profan. Die Predigt erklärt, wie Gott seinen Wohnort im Tempel sieht und wie wichtig die Reinheit und Heiligkeit dieses Ortes ist.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 902, werden das Kapitel 42 beenden und 43 beginnt. Und wir werden noch ein bisschen in den Kammern und den inneren Räumen des Tempels bleiben, aber uns dann in Kapitel 43 auf die Herrlichkeit Gottes konzentrieren, die wieder in den Tempel zieht. Und das ist ein ganz spannendes Kapitel, das uns auch noch ein bisschen die nächsten Tage beschäftigen wird.

[1:00] Und bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten. Vater im Himmel, hab Dank für diese Einblicke durch dein Wort, die wir bekommen. Den Tempel, den du vorhattest, dass er gebaut wird, dein Zuhause sollte es sein, der Ort, wo deine Herrlichkeit wohnt und wo du regierst und dein Volk führst. Und wenn wir diese Zeilen und diese Verse lesen, Herr, lass uns verstehen, was dein innerer Beweggrund war, das hier zu schreiben. Amen.

[1:29] Wir beginnen Vers 5 von Kapitel 42. Die obersten Kammern, und das waren die Kammern der Priester, aber waren schmäler als die unteren und die mittleren des Baus, weil die Galerien in ihnen einen Teil vom Raum wegnahmen. Also, wir haben ja gesehen gestern, dass diese Galerien so übereinander waren und unten sind sie noch breiter, dann in der Mitte schmäler und oben am schmalsten, denn sie standen dreifach übereinander und hatten keine Säulen wie die Säulen der Vorhöfe. Darum waren sie schmäler als die unteren und mittleren vom Boden an.

[2:03] Also wie so eine Terrasse und eine äußere Mauer, die den Gang entlang in Richtung zum äußeren Vorhof verlief, befand sich an der Vorderseite der Kammern. Sie war 50 Ellen lang, denn die Länge der Kammer, die nach dem äußeren Vorhof zulag, betrug 50 Ellen. Und siehe, gegenüber dem Tempel waren es 100 Ellen. Und unterhalb dieser Kammern befand sich der östliche Eingang, wenn man vom äußeren Hof her zu ihnen kam, an Breitseite der Mauer des Vorhofs gegen Osten. Vor dem abgegrenzten Hof und dem Gebäude waren auch Kammern vor ihnen. Ihr Eingang hin und ihr Aussehen gleich demjenigen der Kammern gegen Norden. Sie waren von gleicher Länge und gleicher Breite und alle ihre Ausgänge und Einrichtungen waren gleich. Und wie ihre Eingänge, so waren auch die Eingänge der Kammern, die nach Süden lagen. Ein Eingang am Anfang des Weges, nämlich des Weges, der entsprechenden Mauer entlang gegen Osten, wo man hineinkam.

[3:01] Und er sprach zu mir: Und wer spricht hier? Das ist immer noch dieser Engel, der aussieht wie Erz mit der leinenden Schnur und der Messschnur. Und er sprach: Die Kammern gegen Norden und die Kammern gegen Süden, gegenüber dem abgegrenzten Hof, sind heilige Kammern, in denen die Priester, die dem Herrn nahen, das Hochheilige essen sollen. Dort sollen sie das Hochheilige und das Speisopfer und das Sühnopfer und die Schuldopfer niederlegen, denn es ist ein heiliger Ort.

[3:29] Und hier fahren wir, du diese vielen Kammern, die da im Heiligtumsbezirk gebaut werden sollten, eigentlich da waren. Sie waren nicht Wohnorte der Priester, sondern sie waren Aufenthaltsorte. Sie haben dort unter anderem das hochheilige Fleisch, das Opferfleisch, zu sich genommen. Sie durften ja von einigen Opfern tatsächlich essen, und diese Opfer waren hochheilig und das Fleisch war hochheilig. Und diese Akt des Essens des hochheiligen Opferfleisches war natürlich ein ganz besonderer. Wenn die Priester hineingegangen sind, sollen sie nicht aus dem Heiligtum in den äußeren Vorhof hinaus treten, sondern sollen dort ihre Kleider, in denen sie gedient haben, ablegen, weil sie heilig sind. Und sie sollen andere Kleider anziehen, um sich mit dem zu befassen, was das Volk angeht.

[4:19] Und diesen Hinweis lesen wir nicht nur hier in dieser Stelle, sondern werden ihn auch noch in den nächsten Tagen lesen, dass die Priester bestimmte Kleider gehabt haben für den Innenraum des Heiligtums und für den äußeren Vorhof, also da, wo dann die Menschen auch hinkommen konnten mit ihren Opfertieren und ja, mit den Priestern verkehren konnten. Und Gott wollte natürlich dadurch deutlich machen, dass es eine ganz strenge Trennung gab zwischen heilig und profan, zwischen dem, was im Heiligtum geschah und zwischen dem, was im Vorhof und um das Heiligtum herum passiert.

[5:01] Als er nun das innere Haus fertig ausgemessen hatte, führte er mich durch das nach Osten gerichtete Tor hinaus und maß den Bau von außen, den ganzen Umfang. Er maß die Ostseite mit der Messrute 500 Routen, nach der Messrute ringsum. Er macht die Nordseite 500 Routen, mit der Messrute ringsum. Ist immer noch dieser Mann, dieser Engel. Er maß die Südseite mit der Messrute 500 Routen, dann ging er herum nach Westseite, nach der Westseite und maß 500 Routen mit der Messrute. So war sie nach allen vier Windrichtungen. Und es war eine Mauer ringsherum 500 Routen lang und 500 Routen breit, und das Heilige von dem Gemeinen zu trennen.

[5:39] Und das ist diese ganz äußerste Mauer. Es gab ja drei Mauern, die vom Heiligtum, die vom äußeren und die vom ganz äußeren. Und die ist tatsächlich 1,5 km lang auf jeder Seite. Und das war der ganze große, heilige Tempelbezirk auf dem Tempelberg, der hätte gebaut werden, wenn er sein richtig großes Areal. Und die Bibel sagt hier eben um das Heilige vom Gemeinen oder vom Profanen, vom ganz normalen Leben, ein Ja zu trennen, damit die Menschen ja merken, je mehr man durch die Mauern geht, umso näher kommt man Gott. Und durch die letzte Mauer kamen sie ja in den Vorhof des Heiligtums zum Brandopferaltar.

[6:26] Kapitel 43. Und er führte mich zum Tor, zu dem Tor, das nach Osten liegt, er zum Osttor. Und was dieses Osttor jetzt besonders macht, das werden wir jetzt sehen. Und siehe, da kam die Herrlichkeit Gottes Israels von Osten hier, und seine Stimme war wie das Rauschen großer Wasser, und die Erde wurde von seiner Herrlichkeit erleuchtet. Und hier sehen wir eine Brücke oder die Brücke zu Kapitel 10. In deinem Kapitel 10 sind die Gräuel dieses Volkes und die Priester verüben so groß, dass die Herrlichkeit infolgedessen den Tempel verlässt.

[7:00] Hier sieht die Heiligkeit, die Herrlichkeit Gottes wieder in den Tempel ein, und zwar durch das Osttor. Und der Anblick der Erscheinung, die sah, wie war wieder Anblick, den ich sah, als ich kam und die Stadt zu zerstören. Die Erscheinung liegt derjenigen, die ich am Flussufer gesehen hatte, und ich fiel nieder auf mein Angesicht. Ich sehe war am Flussufer in Kapitel 1. Und Kapitel 1 ist natürlich das Kapitel über die Herrlichkeit Gottes, wo er die lebendigen Wesen sieht, den Thron, die Räder, die Cherubim.

[7:35] Und er sagt: Hier sah ich wieder diese Erscheinung, als die Herrlichkeit Gottes in den Tempel einzog. Und die Herrlichkeit des Herrn kam zu dem Haus des Tempels auf dem Weg durch das Tor, das nach Osten gerichtet war. Gott geht quasi durch dieses Tor hindurch. Gott zieht nicht einfach von oben hinein das Heiligtum, sondern er nimmt sich dieses eine Osttor und sagt: Ich gehe durch dieses Tor. Und da zeigt Gott auch so einen Wesenszug von sich, dass er sich nicht über alles erhebt, sondern er geht durch dieses gebaute Tor. Und ja, vielleicht ist es auch so eine Art Erniedrigung, dass Gott sagt: Ich gehe durch so ein Tor, das ihr gebaut habt, und durch dieses Tor ziehe ich ein.

[8:19] Und interessant ist ja, dass nur wenige Männer in der Bibel eine Vision bekommen haben über die Innenräume des Tempels. Nur wenige von ihnen haben diese Räume in einer Vision von ihnen gesehen. Mose hat die Anweisung von Gott bekommen, wir das die Stiftshütte bauen soll. David hat Anweisungen für den Bau bekommen und hat daraufhin die Materialien gesammelt. Hesekiel hat die Anweisung über den großen Tempel bekommen, der hätte gebaut werden sollen. Und Johannes sah in den Visionen, die eine Offenbarung hat, wieder geschrieben hat, auch in die Tempelräume hinein.

[9:00] Und der Geist hob mich empor und führte mich in den inneren Vorhof, und siehe, die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus. Also, wir sind hier im inneren Vorhof beim Brandopfertag, und ich hörte jemand vom Haus her mit mir reden, während der Mann neben mir stand, nämlich der mit der Messrute. Und er sprach zu mir: Menschensohn, dies ist der Ort für meinen Thron und die Stätte für meine Fußsohlen, wo ich inmitten der Kinder Israels ewiglich wohnen will. Und das Haus Israel wird künftig meinen heiligen Namen nicht mehr verunreinigen, weder sie noch ihre Königin durch ihre Reihe, durch die Leichname ihrer Könige und ihre Höhen.

[9:40] Also Gott sagt, dieser Tempel soll mein Wohnort sein. Das hätte Gott sich gewünscht, und stattdessen wurde ihm ein viel kleinerer Tempel gebaut, weil nicht so viele Exilanten zurück...


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