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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um die detaillierten Anweisungen Gottes für die Priester und die Aufteilung des Landes Israel, wie sie in Hesekiel 44 und 45 beschrieben sind. Es wird beleuchtet, wie Gott durch Kleidung, Lebensführung und die Organisation des Landes seine Heiligkeit und Ordnung zum Ausdruck bringen wollte. Die Predigt thematisiert auch, wie dieser ursprüngliche Plan Gottes nie vollständig umgesetzt wurde, aber dennoch wertvolle Einblicke in Gottes Absichten gibt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen Hesekiel 44, Vers 19 bis Kapitel 45, Vers 8.

[1:00] Bevor wir hineingehen, bitten wir um den Heiligen Geist, damit wir es auch verstehen. Lieber Vater, für dein Wort, Herr, lass uns dein Wort verstehen heute, auch wenn wir Verse lesen, die uns nicht so vertraut sind, nicht so bekannt sind. Gib uns deinen Heiligen Geist, damit er uns in alle Wahrheit führt. Amen.

[1:20] Wir beginnen in Kapitel 44, ab Vers 19. Wenn sie aber in den äußeren Vorhof hinausgehen, gemeinsam die Priester in den äußeren Vorhof zum Volk, so sollen sie ihre Kleider, in denen sie gedient haben, ausziehen und in den Kammern des Heiligtums niederlegen und andere Kleider anziehen, damit sie nicht das Volk mit ihren Kleidern heiligen.

[1:44] Nun, wie könnte das gemeint sein? Wir haben ja schon öfters gelesen in diesen Kapiteln, dass Gott wollte, dass die Priester einen Unterschied machen zwischen dem Heiligtum und dem Vorhof anhand ihrer Kleidung. Dass sie im Gebäude andere Kleidung tragen sollten als außerhalb des Gebäudes. Und so ist das zu verstehen, dass sie einfach mit diesen hochheiligen Kleidern nur im Inneren des Tempels dienen sollten und mit den etwas gewöhnlicheren Priesterkleidern dann Kontakt mit dem Volk haben konnten.

[2:19] Auch kennen wir ja die Geschichte von Mose, der, als er aus dem Heiligtum herauskam, geleuchtet hat. Und so ähnlich können wir uns das wahrscheinlich bei diesen Priestern vorstellen, denn der Heiligtumsdienst hat etwas auch mit ihnen gemacht.

[2:35] Ihr Haupt soll sie nicht kahl scheren, aber auch das Haar nicht frei wachsen lassen, sondern ihr Haupthaar geschnitten tragen. Das ist ganz interessant, hier dieser Hinweis, dass Gott sogar einen Haarschnitt an befiehlt, dass er sagt: Ihr sollt nicht ohne Haare, aber auch nicht mit langen Haaren, sondern ihr sollt einen schönen, gepflegten Haarschnitt haben, ihr Priester.

[2:59] Und kein Priester soll Wein trinken, wenn er in den inneren Vorhof hineingehen hat. Das ist natürlich auch ein Gebot aus dem Buch Levitikus.

[3:08] Auch sollen sie keine Witwe noch Verstoßene, Jungfrauen nehmen zur Frau, sondern Jungfrauen vom Samen des Hauses Israel. Noch dürfen sie eine Witwe nehmen, die zuvor mit einem Priester verheiratet war.

[3:22] Also die ähm ja, die Moral hier für die Priester, die war ein bisschen höher gesteckt als die für das normale Volk. Es galten ein bisschen höhere Standards für die Priester. Sie durften keine verstoßenen Frauen nehmen, keine Witwe, sondern sollten eine Jungfrau annehmen.

[3:38] Aber sie sollen mein Volk unterscheiden lernen, zwischen Heiligem und Unheiligem und ihm den Unterschied erklären zwischen Unreinem und Reinem.

[3:47] Und weil sie eben diesen Unterschied lehren sollten, gab Gott vorher diese ganz praktischen Hinweise, damit das Volk auch sehen kann: Sie lehren es nicht nur, sondern sie verkörpern es auch. Sie legen ihre Kleider ab, machen den Unterschied zwischen heiligen Kleidern und normalen Kleidern.

[4:03] Und ja, auch andere Lebensbereiche sind davon betroffen. Sie sollen mein Volk unterscheiden lernen zwischen Heiligem und Unheiligem.

[4:12] Und über die Streitigkeiten sollen sie zu Gericht sitzen, um nach meinen Rechtsbestimmungen zu urteilen. Und meine Gesetze und meine Satzungen sollen sie an allen meinen Festen befolgen und meine Sabbate heilig halten.

[4:25] Also sie waren auch Richter, sollten Recht sprechen. Auch sollen sie zu keinem Menschen Leiche gehen, so dass sie sich verunreinigen, nur an der Leiche von Vater oder Mutter, Person oder Tochter, Bruder oder Schwester, sofern sie keinen Mann gehabt hat, dürfen sie sich verunreinigen.

[4:41] Und nachdem es sich gereinigt hat, soll man ihm sieben Tage lang dazu zählen. Und an dem Tag, da wieder in das Heiligtum, in den inneren Vorhof tritt, um im Heiligtum zu dienen, soll er sein Sündopfer darbringen.

[4:56] Sprich Gott daher, und darin soll die Erbschaft stehen: Ich will ihr Teil sein. Kein Besitztum soll ihnen Israel geben. Ich bin ihr Besitztum.

[5:06] Und das erinnert uns natürlich auch an die Geschichten aus den Mosebüchern, wo die Leviten und aus Josua, wo die Leviten kein eigenen Landbesitz bekommen haben, sondern Gott war ihr Erbteil. Und ihnen wurden dann ja Orte zugeteilt, Städte zugeteilt.

[5:26] Sie sollen aber das Speisopfer und das Sündopfer und das Schuldopfer essen, und alles, was in Israel dem Bann verfallen ist, soll ihnen gehören. Das Beste von den Erstlingsfrüchten aller Art und alle Abgaben jeder Art von allen euren Hebopfern sollen den Priestern gehören.

[5:43] Auch die Erstlinge eures Mehls solltet ihr den Priestern geben, damit der Segen auf deinem Haus ruhe. Aber die Priester sollen keinen Asche und kein zerrissenes Essen seines Vogels oder vier Füße.

[5:56] Also hier noch mal auch der Auftrag ganz klar: Das Volk soll die Priester versorgen mit den Erstlingsfrüchten, mit den Gaben, denn sie konnten ja, weil sie kein eigenes Land hatten, nicht selber für sich anbauen und für sich sorgen und waren daher abhängig vom Volk.

[6:11] Und nun beginnen wir in Kapitel 45 mit der Aufteilung des Landes und vor allem dort mit dem heiligen Bezirk für den Herrn, woher auch der Tempel stand. Wenn Ihnen das Land durch das Los zum Erbe austeilt, so solltet ihr dem Herrn eine Weihgabe als heilige Abgabe des Landes erheben, 25.000 Routen lang und 10.000 Routen breit. Das soll in seinem ganzen Umfang heilig sein.

[6:37] Also sie sollten, wie damals auch bei Josua, das Land in Besitz nehmen nach der Rückkehr aus dem Exil. Sie sollten es aufteilen durch das Los, wie auch bei Josua. Und ja, diese Rückkehr aus dem Exil sollte eigentlich sein wie ein zweiter Exodus, aber ein viel größerer.

[6:55] Und hier bedeuten daran, und das war, und das habe ich die letzten Tage immer schon wieder erwähnt, das war Gottes Plan A. Das wäre der Plan gewesen, den Gott gemacht hat für das Volk, das alle Exilanten aus dem Nordreich, aus dem Südreich, alle zurückkehren, um das Land wieder in Besitz zu nehmen.

[7:15] Und in dieser Aufteilung des Landes sagt Gott: Nun, ihr sollt euch so einen Längsstreifen abnehmen, 25.000 Routen lang und 10.000 Routen breit. Das sind 2250 Quadratkilometer in etwa, und das ist ja so ungefähr die Fläche von Luxemburg. Und diese Fläche sollte nur für den heiligen Bezirk sein, da wo der Tempel dann mittendrin steht.

[7:44] Und das ist natürlich eine ganz interessante Botschaft, die hier seht ihr hier bringt. Das im Zentrum sollte das später sein, wenn wir die nächsten Tage noch lesen, dass in diesem Zentrum von Israel dieser heilige Bezirk mit dem Tempel mit einer Fläche von ungefähr so groß wie Luxemburg sein sollte.

[8:05] 75 km lang, 30 km breit, wo das Tempelland ist. Als Weihgabe davon soll ein Quadrat von 500 Routen für das Heiligtum verwendet werden und dazu 50 Ellen freien Raum ringsum. Und nach diesem Maß sollst du einen Landstrich abmessen: 25.000 Routen lang und 10.000 Routen breit. Und darauf soll das Heiligtum und das Allerheiligste kommen.

[8:29] Also in diesem Tempelland nun der Tempel selber. Und wenn man sich das mal durchdenkt, was wir in den letzten Kapiteln so von Hesekiel gelesen haben, dann kann man feststellen, dass es hier mehrere Stufen der Heiligkeit gibt, genau gesagt sieben.

[8:45] Es gab nämlich das gewöhnliche Land, wo das Volk an sich angesiedelt hat. Es gab das Tempelland, von dem wir eben gerade gelesen haben. In diesem Tempelland gab es den heiligen Bezirk. Und der vierte Bereich war dann der äußerste Vorhof, also die ganz große Mauer mit 1,5 km Länge, Breite. Und darin war der innere Vorhof, und darin war das Heilige, und darin das Allerheiligste.

[9:17] Und dann sehen wir, dass es so sieben Stufen gibt der Näherung an Gott, also sieben Stufen der Heiligkeit vom gewöhnlichen Land über die Stufen bis hin ins Allerheiligste hinein, was dann ziemlich genau im Zentrum von Jerusalem sein sollte.

[9:39] Diese heilige Bezirk des Landes soll den Priestern gehören, den Dienern des Heiligtums, die herzu nah sind, um dem Herrn zu dienen. Er soll ihnen als Platz für ihre Häuser dienen und dann ein dem Heiligtum geheiligter Raum sein.

[9:54] Also es war Land für die Leviten, die im Haus dienen sollen. Ein Gebiet von 25.000 Routen Länge und 10.000 Routen Breite überlassen werden. 20 Parzellen zum Eigentum. Ihr sollt auch der Stadt einen Grundbesitz geben.

[10:07] Ja, die Stadt. Kann man jetzt vermuten, dass die Jerusalem. Tatsächlich werden wir am Ende des Buches lesen, was diese Stadt noch einen anderen Namen bekommen sollte. Aber wir nennen es jetzt erstmal Jerusalem.

[10:20] 5000 Routen breit und 25.000 Routen lang, entsprechend der heiligen Weihgabe, soll das dem ganzen Haus Israel gehören. Und das ist hier der Vers, der sagt: Ja, es gibt dieses Tempelland und daneben soll es aber auch Land für die Stadt geben.

[10:38] Und das ist genauso auch groß wieder fünf, 5000 Routen breit, also ein bisschen weniger breit ist das Tempelland, aber auch 25.000 Routen lang.

[10:46] Und das bringt uns natürlich zu der Schlussfolgerung, dass der Tempel nicht in der Stadt steht, dass der Tempelbezirk eine eigene Landstrich hat, einen eigenen Landstreifen, und die Stadt daneben ihren eigenen Landstreifen.

[11:00] Und wenn wir in die Offenbarung gehen, dann sehen wir auch dort, dass der Tempel nicht in der Stadt steht, sondern es heißt dort: Der Tempel wurde in ihr nicht gefunden in Jerusalem. Und so sollte es auch hier im wiedereingenommenen Israel sein.

[11:15] Dem Fürsten aber soll das Land zu beiden Seiten der heiligen Weihgabe und des Grundbesitzes der Stadt gehören, zur Seite der heiligen Weihgabe und zur Seite des Grundbesitzes der Stadt, westlich von der Westseite und östlich von der Ostseite. Und die Länge soll einem dem Stammesanteil entsprechen, von der westlichen bis zur östlichen Grenze.

[11:37] Das soll sein eigener Grundbesitz in Israel sein, damit meine Fürsten künftig mein Volk nicht mehr bedrücken. Und das übrige Land soll mit dem Haus Israel nach seinen Stämmen überlassen.

[11:47] Also wir haben das Tempelland, wir haben dann für die Leviten, wir haben im Land für die Stadt, und wir haben Land für den Fürsten.

[11:54] Nämlich die äußersten Ränder sollen jetzt Land für den Fürsten sein, damit der Fürst aus sein eigenes Land hat und nicht das Volk bedrückt.

[12:01] Also ganz interessant hier, was die Bibel uns hier ja erzählt über diesen Plan, der leider nie in Existenz gekommen ist, dass Gott geplant hat: Im Zentrum von Israel soll dieser Streifen Land in mehrere Streifen aufgeteilt werden für Stadt, für Leviten, für Fürsten und natürlich für den Tempel, für den heiligen Tempelbezirk.

[12:27] Und ja, man kann sich noch mehr Gedanken darüber machen, warum Gott das genauso wollte und was dahinter liegt. Aber so weit sind wir heute erstmal gekommen.

[12:35] Und morgen werden wir weitersehen, was Gott noch für Anweisungen gibt für den Tempeldienst selber. Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, hast du Dank für deine Bibel, die so spannende Pläne ja enthält. Auch wenn diese Pläne nie eingetroffen sind, ist es trotzdem erstaunlich, dass du sie hast aufschreiben lassen, dass wir sie heute lesen dürfen, damit wir ein bisschen mehr verstehen, was eigentlich dann ursprünglicher Plan gewesen wäre.

[13:03] Und das bringt uns zu der Frage, ob wir in unserem Leben eigentlich Plan A umsetzen, oder ob du mit uns auch Plan C, D, F oder noch andere Pläne mit uns ja verfolgst, weil wir Plan A nicht in Anspruch genommen haben und nicht verstanden haben.

[13:21] Und wir danken dir dafür, dass du uns nicht aufgibst, sondern immer noch einen weiteren Plan in der Tasche hast, um das Ziel zu erreichen, nämlich die Erlösung von Menschen in deinem Namen. Deinem Namen. Dank dir dafür. Amen.

[13:33] [Musik]


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