In dieser Predigt von Rabea Kramp geht es um die prophetischen Botschaften Hesekiels in Kapitel 5, Vers 14 bis Kapitel 6, Vers 14. Die Verse beschreiben Gottes Gericht über Israel wegen ihrer Abgötterei und Untreue. Es werden die Folgen von Sünde und die Notwendigkeit der Umkehr beleuchtet, aber auch die Hoffnung auf einen Überrest und Gottes unendliche Liebe und Vergebungsbereitschaft betont.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 5:14-6-14
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute zusammen die Verse 8:56. Wir beenden Kapitel 5 und werden Kapitel 6 lesen. Und wir werden noch mehr Zeichenhandlungen heute lesen von Hesekiel. Und ja, sehr erschütternde Nachrichten. Und bevor wir das tun, lass uns gemeinsam beten.
[0:56] Lieber Herr Jesus, dein Wort ist im Buch Hesekiel sehr klar und sehr unverblümt, ungeschönt. Und die Botschaft, die du durch Hesekiel gegeben hast, geht an Menschen, deren Herzen sich schon seit Jahrzehnten von dir abgewendet haben, die hart geworden sind. Und deswegen muss Hesekiel auch so radikal predigen. Und ich bitte dich, dass wir das verstehen und dass auch wir getroffen werden von diesen Versen und Kapiteln. In deinem Namen, Amen.
[1:38] Sind in Kapitel 5, ab Vers 14: „Und ich will dich zu einer Einöde und zur Schmach machen unter den Heidenvölkern, um dich her, vor den Augen aller, die vorübergehen. Und es soll Schmach und Hohn, Warnung, Entsetzen bewirken bei den Heidenvölkern, die um dich her sind, wenn ich an dir das Urteil vollziehe im Zorn und Grimm und mit grimmigen Strafen. Ich, der Herr, habe es gesagt. Wenn ich die bösen Pfeile des Hungers gegen sie abschieße zu ihrem Verderben, und ich werde sie abschießen, um euch zu verderben, so werde ich immer größeren Hunger über euch bringen und werde euch den Stab des Brotes zerbrechen. Ja, ich werde Hunger über euch senden und auch wilde Tiere, damit sie dich der Kinder berauben. Pest und Blutvergießen sollen bei dir umgehen, und das Schwert werde ich über dich bringen. Ich, der Herr, habe es gesagt.“
[2:37] Wir erinnern uns noch mal, dass hier dieser Umstand, das was hier Hesekiel beschreibt, die Geschehnisse während der dritten Belagerung sind, die hier passieren. Der große Hunger in Jerusalem, wo die Väter ihre Söhne essen und umgekehrt, und wo wirklich ganz, ganz viel Leid passiert in der Stadt, weil sie sich nicht dem Rat Jeremias beugen und nicht sich ergeben möchten, sondern gegen Nebukadnezar kämpfen möchten. Hätten sie sich ergeben, wäre das Ganze ganz gewiss anders ausgegangen.
[3:15] Kapitel 6: „Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: Menschensohn, richte dein Angesicht gegen die Berge Israels und weissage über sie und sprich: Ihr Berge Israels, hört das Wort Gottes, des Herrn! So spricht Gott, der Herr, zu den Bergen und zu den Hügeln, zu den Gründen und zu den Tälern: Siehe, ich selbst will ein Schwert über euch bringen und eure Höhen verderben.“
[3:46] Wir versuchen uns erstmal zu vergegenwärtigen, was hier für eine Szene beschrieben ist. Hesekiel betet westwärts gewandt, denn er ist ja in Babylon, westwärts gewandt nach Israel, zu den Bergen. Er predigt quasi die Berge an. Und wir werden in 30 Kapiteln, also Kapitel 36, sehen, dass er wieder zu den Bergen predigen wird, und dann aber eine andere Botschaft bringt. Und wir behalten das mal im Hinterkopf für die nächsten paar Wochen, dass Hesekiel hier zu den Bergen predigt. Das ist nämlich ganz interessant. Er predigt hier nicht zu den Menschen, nicht zu den Exilanten, sondern hier zu den Bergen und redet sie an und sagt: „Eure Altäre sollen verwüstet und eure Sonnensäulen zerbrochen werden.“
[4:37] Wir erinnern uns, dass er die Israeliten auf den Höhen ihre Heiligtümer und ihre Götzenanbetungsstätten hatten. Und ich will eure Erschlagenen vor euren Götzen hinsinken lassen, also in Gegenwart der Götzen, der Astarte und der Sonnensäulen, sollen nun die Anbetenden einfach tot umfallen und erschlagen werden. Ja, ich will die Leichname der Kinder Israels vor ihre Götzen hinwerfen und will eure Gebeine rings um eure Altäre streuen. An allen euren Wohnsitzen sollen die Städte öde und die Höhen berichtet werden, damit eure Altäre verlassen und zerstört sein, eure Götzen zerbrochen und vernichtet, eure Sonnensäulen umgestürzt und eure Machwerke vertilgt.“
[5:26] Das klingt ein bisschen wie in den Klageliedern von Jeremia, dass das Land öde gelassen wird, dass es ja verlassen sein wird. Und wir haben auch so ein bisschen die Erinnerung an König Josia, der ja diese ganzen Dinge auch schon mal abgeschafft hatte und diese ganzen Götzenbilder hat zerstören und zerschlagen lassen. Und nun werden es die Babylonier sein, die das kaputt machen. Und Gott wird dafür sorgen, dass die Götzenanbetung aufhören wird. Und es wird auch deutlich hier, dass die Israeliten und die Einwohner von Juda und Jerusalem tatsächlich Sonnenanbetung betrieben haben. Also sie haben sich wirklich vor der Sonne niedergeworfen, was Gott ein großes Gräuel war.
[6:15] Und Erschlagene sollen mitten unter euch fallen. So werdet ihr erkennen, dass ich, der Herr, bin. Und wieder bringt Gott das in einen Zusammenhang, so wie schon in Kapitel 5, wo er sagt: „Ihr sollt erkennen, dass dieses Gericht von mir kommt, damit ihr erkennt, dass ich der Herr bin.“ Und hier sagt er: „Diese Erschlagenen, die umkommen werden vor den Götzen bei der Anbetung, vielleicht sogar, das soll euch zeigen, dass ich, der Herr, bin, der nicht duldet dieses Verhalten nicht länger.“
[6:46] Doch ich will einen Überrest bestehen lassen. Solche, die dem Schwert entkommen, sollen unter den Heidenvölkern, wenn ihr in die Länder zerstreut werdet. Diejenigen aber von euch, welche entkommen sind, werden an mich gedenken bei den Heidenvölkern, wohin sie gefangen weggeführt wurden, wenn ich ihr hureisches Herz gebrochen habe, das von mir abgewichen ist, und ihre Augen, die ihre Götzen nachholten. Dann werden sie Abscheu über sich selbst empfinden wegen der Bosheit, die sie mit allen ihren Gräueln verübt haben. Und sie werden erkennen, dass ich, der Herr, bin. Nicht umsonst habe ich geredet, dass ich dieses Urteil über sie bringen werde.
[7:30] Aus diesen Versen wird ganz deutlich, warum Gott dieses Gericht bringt. Er möchte, dass sein Volk Ekel bekommt vor diesen Götzen und vor dieser falschen Anbetung und umkehrt und erkennt, dass sie falsch, in eine falsche Richtung gegangen sind und dass sie zu Gott zurückkehren und sich ja demütigen und bereuen und Vergebung erlangen. So spricht Gott, der Herr.
[7:56] Und nun kommt wieder so eine Aktion, seine Zeichenhandlung: „Schlage deine Hände zusammen und stampfe mit deinem Fuß und rufe ein Wehe aus über alle schändlichen Gräuel des Hauses Israel! Durch Schwert, durch Hunger und Pest sollen sie umkommen.“ Also Hesekiel soll auf den Boden stampfen und mit den Händen schlagen und ein Wehe ausrufen. Wer in der Ferne sein wird, der wird an der Pest sterben. Und wer in der Nähe sein wird, soll durch das Schwert umkommen. Wer aber übrig geblieben und bewahrt worden ist, soll verhungern.
[8:33] „So will ich meinen grimmigen Zorn vollstrecken, und es wird deutlich, niemand wird dem Gericht entkommen. Für jeden wird es ein Urteil geben und eine Art des Todes. Dann werdet ihr erkennen, dass ich, der Herr, bin, wenn eure Erschlagenen mitten unter ihren Götzen, um ihre Altäre her liegen, auf allen hohen Hügeln, auf allen Berggipfeln und unter allen grünen Bäumen und unter allen dichtbelaubten Bäumen an den Städten, wo sie allen ihren Götzen lieblichen Geruch dargebracht haben.“
[9:06] Also es wird deutlich, überall werden Tote sein. Diese ganzen Götzenaltäre werden auch entweiht werden, sie werden zerstört werden. Und es soll für jeden deutlich und sichtbar werden, dass bei diesen Götzen nur der Tod lauert und dass man sich diesen Götzen eigentlich nicht mehr nahen kann, ohne umzukommen.
[9:27] Und ja, das hat so ein bisschen so ein Geruch von Fluch. Und ja, das ist auch so eine gewisse Angst dann, wenn man weiß, wenn man zu den Götzen geht, dann kommt man um, dann wird man erschlagen und stirbt man, fällt man um oder was auch immer.
[9:42] „Und ich will meine Hand gegen sie ausstrecken und das Land zur Wüste und Einöde machen, mehr als die Wüste nach Dibla hin, an allen ihren Wohnorten. Und so sollen sie erkennen, dass ich, der Herr, bin.“
[9:54] Und wir haben hier wieder diesen Satz, den wir jetzt schon ein paar Mal gelesen haben, dass Gott sagt, das ganze Ziel dieser Sachen ist die Gotteserkenntnis, dass ihr merkt, dass wenn ihr ohne mich lebt, wenn ihr euch von mir entfernt, dann seid ihr alleine auf euch angewiesen und dann werdet ihr sterben, dann wird es nur Unfrieden, Unheil geben. Aber der Segen und den Frieden, den gibt es nur bei mir.
[10:23] Und das ist der ganze Punkt, den Gott hier machen möchte und warum und ja, dass er möchte, dass das Volk wieder zurückkehrt zu ihm und von ganzem Herzen ihn wieder anbetet und ihn gern hat.
[10:39] Auch für uns ist das ein wichtiger Punkt in unserem Leben, dass wenn wir viel gegangen sind in unserem Leben, große Fehler begangen haben, zu Gott umkehren, ja, dass Gott mit offenen Armen eigentlich dasteht. Und das Gericht, das er vielleicht über uns hat kommen lassen, weil wir abgerutscht sind, weil wir irgendwo gelandet sind, wo wir uns nie erträumt hatten, das sollte nur dazu dienen, dass wir eines Tages, sowie der verlorene Sohn, der gemerkt hat: „Ich sitze bei den Schweinen und esse aus ihrem Trog“, dass wir genauso wie er merken, dass wir Gott brauchen und dass wir zu Gott zurückkehren können und er uns lieb hatte mit offenen Armen auf uns wartet.
[11:25] Lass uns eben dafür danken. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du trotz dieser ganzen schlimmen Gerichtsbotschaften, von denen wir hier lesen, ein liebevoller Gott bist, der hinter allem ein Ziel hat, nämlich, dass ein Volk Buße tut und du ihm vergeben kannst und dass du sie wieder in deine Herde zurückführen kannst. Herr, du hast jeden Menschen lieb und du freust dich nicht am Tod von Menschen.
[11:55] Und du möchtest auch, dass wir in unserem Alltag, in unserem Leben unser Herz dir ganz geben. Und darum möchte ich dich bitten, dass wir das heute erleben, dass wir das tun und das uns näher zu dir bringt. In deinem Namen, Amen.
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