In dieser Predigt über Hesekiel 7:1-26 beleuchtet Rabea Kramp die dringende Botschaft des Propheten über das bevorstehende Unheil für das Volk Israel. Sie erklärt, wie Gott seinen Zorn über die Sünden des Volkes bringt und warum materieller Besitz in Zeiten des Gerichts wertlos wird. Die Botschaft unterstreicht die Konsequenzen von Gottlosigkeit und die Notwendigkeit, Gottes Warnungen ernst zu nehmen.
Gott auf (m)einer Seite: Hesekiel 7:1-7:26
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: HesekielPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, wir kommen bei Gott auf einer Seite. Wir lesen euch zusammen die Seite 857 und werden uns mit Kapitel 7 im Buch Hesekiel beschäftigen. Und wir werden sehen, wie rasch das Unheil über das Volk Gottes in Jerusalem und Juda kommt. Und Hesekiel wird eine sehr drängende, dringende Botschaft predigen. Und bevor wir das lesen, lasst uns gemeinsam beten.
[0:58] Lieber Vater im Himmel, nicht nur Hesekiel damals hatte eine dringende Botschaft, auch dein Wort heutzutage hat eine dringende Botschaft. Der noch du wirst bald kommen, so sagt es die Offenbarung, dass du bald wiederkommst. Und wenn wir heute diese Botschaft lesen, dann lass uns auch immer im Hinterkopf haben, dass diese Botschaft ganz aktuell ist. Und dafür danke ich dir. Amen.
[1:24] Wir beginnen in Hesekiel, Kapitel 7, Vers 1. Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: Du Menschensohn, so spricht Gott der HERR über das Land Israel: Das Ende kommt, ja, das Ende über alle vier Gegenden des Landes. Nun wird das Ende über dich kommen, und ich will meinen Zorn gegen dich entfesseln und dich nach deinen Wegen richten. Und ich will alle deine Gräuel über dich bringen. Mein Auge soll dich nicht verschonen, und ich will mich nicht über dich erbarmen, sondern ich will deine Wege über dich bringen, und deine Gräuel werden in deiner Mitte sein. Und so sollt ihr erkennen, dass ich der HERR bin.
[2:10] Wieder begründet Gott dieses ganze Unheil damit, dass er sagt: Ich möchte Gottes Erkenntnis. Ich möchte, dass ihr versteht, dass ich Gott der HERR bin, der das alles zulässt, und der bin, der euch davor bewahren hätte bewahren können. So spricht Gott der HERR. Es kommt ein einzigartiges Unheil. Das Unheil kommt, das Ende kommt. Es kommt das Ende. Es erwacht gegen dich. Siehe, es kommt.
[2:38] Diese Verse haben ja so eine richtig hineinkomponierte Dringlichkeit. Und man hat das Gefühl, Gott steht hier mit Megafon und möchte seinem Volk sagen: Es kommt, es kommt, es kommt. Das Unheil, das Ende, es kommt.
[2:52] Das Verhängnis kommt über dich, du Bewohner des Landes. Die Zeit ist da. Der Tag naht. Und nicht jauchzen auf den Bergen. Also Gott, je näher das Ende kommt, werden Gottes Botschaften immer deutlicher, mal lauter, immer heftiger, immer klarer. Und das ist auch ja eine wichtige Sache für uns heute, die wir leben, dass wir das im Hinterkopf haben.
[3:17] Nun gieße ich bald meinen Grimm über dich aus und vollende meinen Zorn an dir. Ich will dich nach deinen Wegen richten und alle deine Gräuel über dich bringen. Mein Auge soll dich nicht verschonen, und ich will mich nicht erbarmen, sondern dir vergelten nach deinen Wegen. Und deine Gräuel werden in deiner Mitte sein. Und so sollt ihr erkennen, dass ich der HERR bin, der die Schläge austeilt.
[3:42] Wir haben hier noch mal genau die Worte, die wir schon ein paar Verse vorher hatten. Sie sollen verstehen, wer sie straft und warum. Siehe, da ist der Tag. Siehe, er kommt. Das Verhängnis bricht an. Die rote blüht es, grünt der Übermut. Die Gewalttätigkeit erhebt sich als Route der Gottlosigkeit. Es wird nichts von ihnen übrig bleiben, weder von ihrer Menge, noch von ihrem Getümmel, noch von ihrer Herrlichkeit.
[4:11] Die Zeit kommt, der Tag naht. Wer etwas kauft, der freue sich nicht. Wer verkauft, der traure nicht, denn zornglut ist ein Brand über ihre ganze Menge. Denn der Verkäufer wird nicht wieder zu dem verkauften Gut gelangen, auch wenn er noch lebt unter den Lebendigen. Denn die Weissagung gegen ihre ganze Menge wird nicht rückgängig gemacht werden, und niemand wird sich durch seine Missetat am Leben erhalten. Es gibt kein Zurück.
[4:43] Gott hat diese, dieses Gericht, dieses Unheil, dieses Urteil beschlossen. Er hat lange gewartet. Wenn wir vorher die Propheten Jesaja und Jeremia gelesen haben, dann müssen wir konstatieren: Gott hat sich ganz viel Zeit gelassen. Er hat ganz viele Botschaften gesandt, ganz viel Geduld gezeigt. Und es war kein anderer Weg mehr möglich, seine Kinder zu sich zurückzuholen.
[5:14] Man stößt ins Horn und macht alles bereit. Alles wird, niemand in die Schlacht ziehen, denn mein Zorn kommt über ihre ganze Menge. Draußen wird das Schwert wüten, drinnen aber Pest und Hunger. Und wer auf dem Feld ist, der soll durchs Schwert umkommen. Wer bei der Stadt ist, den sollen Hunger und Pest verzehren.
[5:35] Und wenn welche von ihnen entkommen, die werden auf den Bergen sein wie die Tauben in den Schluchten. Sie werden alle seufzen, jeder um seine Missetat willen. Alle Hände werden erschlaffen, und alle Knie wie Wasser zerfließen. Sie werden Sacktuch umgegürtet, Schrecken wird sie bedecken. Alle Angesichter werden schamrot sein, und alle Häupter kahl.
[5:57] Hier wird deutlich, dass es durchaus Reue geben wird und dass sie auch erkennen werden, warum dieses Unheil so gekommen ist. Denn die kahlen Köpfe und das Sacktuch sind ein Zeichen der Trauer und der Reue. Sicher werden nicht alle bereuen. Es werden manche natürlich auch auf Gott schimpfen, dass sie jetzt das erleben müssen. Aber es wird auch diese Reue geben. Und die Hände werden erschlaffen, und sie werden verstehen und Gott erkennen und Gott verstehen, warum all das über sie gekommen ist.
[6:31] Sie werden hier Silber und auf die Gassen werfen, und ihr Gold wird so Unrat werden. Ihr Silber und Gold kann sie nicht retten am Tag des grimmigen Zornes des Herrn. Es wird ihre Seele nicht sättigen und ihren Leib nicht füllen, denn es ist ihnen ein Anstoß zur Sünde geworden.
[6:47] Ein interessanter Vers auch für uns heute, den wir ohne weiteres in unserer Zeit übertragen können. Das, wo wir uns an Habseligkeiten, an Materiellem festhalten, werden wir es eines Tages wegwerfen. Das Gold wird so Unrat werden in unseren Augen, weil wir feststellen, dass Gold uns nicht erlösen wird. Nur unser Gott, mit dem wir eine lebendige Beziehung haben, der unser Erlöser, der unser Freund ist. Wenn wir mit ihm verbunden sind, dann haben wir Rettung.
[7:27] Und ich will es den Fremden zum Raub und den Gottlosen auf Erden zu Beute geben, dass sie es entweihen. Und ich will mein Angesicht von ihnen abwenden, und man wird meinen verborgenen Schatz entweihen. Denn es werden Räuber dort hineinkommen und es entweihen. Mache Ketten, denn das Land ist ganz mit Blutes erfüllt, und die Stadt ist voller Frevel.
[7:48] Damit meint er Jerusalem, die Stadt. Ich habe, will die schlimmsten Heidenvölker herbringen, dass sie ihre Häuser in Besitz nehmen. Und ich will dem Hochmut der Starken ein Ende machen, und ihre Heiligtümer sollen entweiht werden.
[8:05] Die schlimmsten Heidenvölker waren in dem Fall die Babylonier, die sehr gewalttätig waren. Und dass die Bibel hier sagt, die schlimmsten heimvölker, das vermittelt uns den Eindruck, wie schlimm die Babylonier wirklich waren und wie grausam und ja, unbarmherzig.
[8:22] Die Angst kommt, sie werden Frieden suchen und ihn nicht finden. Unglück über Unglück kommt, und eine Schreckensnachricht nach der anderen. Da werden sie vom Propheten ein Gesicht verlangen, aber die Priester haben das Gesetz verloren, die Ältesten den Rat.
[8:41] Wenn wir uns noch mal an das Ende von Jeremia erinnern, dann sehen wir genau diese Prophezeiung vom Vers 26 bestätigt. Denn auch dort haben CD4 und andere nach Jeremia verlangt und gerufen, damit er ihnen sagt, wie es weitergeht, ob die Babylonier wirklich Jerusalem einnehmen werden. Und er hat es ja bestätigt. Und trotzdem haben sie ihre Herzen nicht gebeugt und sich nicht gedemütigt und sind nicht umgekehrt. Also sie wollten das Gotteswissen, aber als es erfahren haben, haben sie es doch ja verworfen.
[9:19] Und der Grund, der hier genannt wird, ist, dass die Priester das Gesetz verworfen haben. Man kann sich vielleicht fragen, warum Hesekiel diese Botschaft den Exilanten predigt, denn sie sind ja nun weit weg von zu Hause. Aber man muss verstehen, dass diese Exilanten immer noch, trotz allem, was sie erlebt haben, gedacht haben, sie werden bald wieder zurückkehren nach Hause. Dieses Exil wird nicht lange dauern. Es wird vielleicht ein paar Monate, ein paar Jahre, und dann werden sie zurück nach Juda und Jerusalem kommen.
[9:56] Aber dadurch, dass Hesekiel immer wieder sagt, es wird alles zerstört werden und es wird brach liegen, es wird öde sein, will er ihnen deutlich machen: Gewöhnt euch an den Gedanken, dass ihr die nächsten 70 Jahre hier in Babylon bleiben werdet. Verabschiedet euch von dem Gedanken, dass ihr bald zurückkommen werdet. Eure Häuser werden zerstört werden, eure Ländereien werden zerstört werden. Man kann da jetzt nicht gleich wieder anbauen und Ackerbau betreiben. Es wird alles kaputt gehen und es muss brach liegen, weil Gott es so beschlossen hat.
[10:29] Und ja, es ist wichtig im Buch Hesekiel, sich immer wieder zu vergegenwärtigen, warum und in welchem Setting hier Hesekiel diese Botschaften von Gott predigt. Das ist einfach wichtig, damit man diese schlimmen Botschaften, die sich ja hier aneinanderreihen, auch richtig einordnet.
[10:55] Lasst uns gemeinsam danken und beten. Lieber Vater im Himmel, du hast dein Wort gegeben, damit wir daraus lernen für unsere Zeit heute. Und dass auch das Buch Hesekiel, was damals vor ja über 2000 Jahren relevant war für die Zeit, das soll auch relevant sein für uns heute, damit wir verstehen, dass du auch heute eine dringende Botschaft für uns hast, dass du wiederkommen willst und dass du auch uns wieder ins verheißene Land zurückbringen willst, in dem Fall in den Himmel. Und dass wir noch eine kleine Weile auf dieser Erde bleiben müssen, bis wir dann bei dir sein dürfen. Und dafür danken wir dir.
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