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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte Hiobs aus Kapitel 1:12-2:11. Er zeigt, wie Hiob trotz des Verlusts seines gesamten Besitzes und seiner Kinder standhaft bleibt und nicht gegen Gott sündigt. Auch als Hiob mit schmerzhaften Geschwüren geplagt wird und seine Frau ihn zum Fluch auffordert, hält er an seiner Frömmigkeit fest. Die Botschaft unterstreicht, dass unser Glaube und Verhalten in schweren Zeiten ein weitreichendes Zeugnis sein können.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 554. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du uns jeden Tag die Kraft schenkst, aus deinem Wort zu leben, dir wohlgefällig zu leben, und dass, wenn wir im Gebet zu dir kommen und in der Morgenandacht unser Leben übergeben, wir die Kraft für unseren eigenen Alltag in Anspruch nehmen können. Wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst, uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass unser Charakter verändert werden kann, sodass du Wohlgefallen an uns haben kannst. Ja, das wünschen wir uns von ganzem Herzen und danken dir dafür. Amen.

[1:18] Wir sind in Hiob Kapitel 1.

[1:26] Während es Hiob auf der Erde sehr, sehr gut geht und er sehr gesegnet ist, tritt der Satan in der himmlischen Ratsversammlung auf und behauptet, dass Hiob nur deswegen Gott fürchtet, weil dieser ihn besonders segnet, also de facto besticht.

[1:44] Wir lesen in Vers 12: Da sprach der Herr zum Satan: Siehe, alles, was er hat, soll in deiner Hand sein; nur nach ihm selbst strecke deine Hand nicht aus! Und der Satan ging vom Angesicht des Herrn hinweg. Und es geschah eines Tages, als seine Söhne und Töchter im Haus ihres erstgeborenen Bruders aßen und Wein tranken, da kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflügten und die Eselinnen weideten neben ihnen; da fielen die Sabaäer ein und nahmen sie weg und erschlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwertes. Ich bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten. Während dieser noch redete, kam ein anderer und sagte: Feuer Gottes fiel vom Himmel und hat die Schafe und die Knechte verbrannt und verzehrt. Ich bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten. Während dieser noch redete, kam ein anderer und sagte: Die Chaldäer haben drei Banden aufgestellt und sind über die Kamele hergefallen und haben sie weggenommen. Wir haben die Knechte mit der Schärfe des Schwertes erschlagen. Ich bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten. Während dieser noch redete, kam ein anderer und sagte: Seine Söhne und Töchter aßen und tranken Wein im Haus ihres erstgeborenen Bruders, und siehe da, kam ein heftiger Wind drüben von der Wüste her und erfasste die vier Ecken des Hauses, sodass es auf die jungen Leute stürzte und sie starben. Ich bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten.

[3:10] Innerhalb von Minuten, von wenigen Augenblicken, hat Hiob fast alles verloren, was er in vielen Jahren und Jahrzehnten gehabt hatte, was er sich aufgebaut hatte, was er durch den Segen Gottes eigentlich empfangen hatte – alles auf einmal. Wir sehen hier, mit welcher Vehemenz und Planung der Satan ihn zu vernichten drohte, der Satan, der sich genau überlegt, was er alles tun kann, um den Hiob in die Enge zu treiben.

[3:45] Da stand Hiob auf, zerriss sein Gewand und raufte sein Haupt, warf sich auf die Erde nieder und betete an. Was tun wir? Was tust du, lieber Freund, liebe Freundin? Was tue ich, wenn wir sogenannte Hiobsbotschaften erhalten? Meistens sind sie gar nicht so drastisch und dramatisch wie hier, wo gleich vier Hiobsbotschaften aufeinanderfolgen. Ist auch unsere erste Reaktion, dass wir zu Gott beten und ihn um Kraft und Weisheit bitten?

[4:20] Und da sprach: Nackt bin ich aus dem Leib meiner Mutter gekommen, nackt werde ich wieder dahingehen. Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen; der Name des Herrn sei gelobt! Und Hiob verstand, er wusste, dass nichts von dem, was er gehabt hatte, sein Eigentum im eigentlichen Sinne gewesen ist. Nichts hatte er sich durch eigenes Verdienst erworben. Alles war letztendlich Geschenk Gottes gewesen.

[4:52] Bei alledem sündigte Hiob nicht und verhielt sich nicht ungebührlich gegen Gott.

[5:01] Hiob hat verstanden, dass er kein Anrecht hatte auf diese Dinge. Und dennoch war sein Innerstes zutiefst aufgewühlt. Das werden wir in den kommenden Seiten, in den kommenden Kapiteln, in einer unfassbar berührenden Art und Weise sehen. Interessant ist, dass Hiob trotz der tiefen emotionalen Niedergeschlagenheit, von der wir noch viel lesen werden, trotzdem Gott nicht, nicht gegen Gott sündigte. Das zeigt uns, dass durch Gottes Hilfe wir auch in den schlimmsten Situationen des Lebens nicht gegen Gott rebellieren müssen.

[5:50] Es geschah aber eines Tages, dass die Söhne Gottes vor den Herrn traten und unter ihnen kam auch der Satan, um sich vor den Herrn zu stellen.

[6:01] Diese Geschichte ist ganz offensichtlich jetzt über diesen Abschnitt parallel zu dem, was wir in Kapitel 1 gelesen haben.

[6:04] Da sprach der Herr zum Satan: Wo kommst du her? Und der Satan antwortete dem Herrn und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Herumwandeln darauf. Da sprach der Herr zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Denn seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenen Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet und der immer noch fest an seiner Frömmigkeit festhält, obwohl du mich gereizt hast, ihn ohne Ursache zu verderben.

[6:32] Der Satan aber antwortete dem Herrn und sprach: Haut für Haut! Ja, alles, was der Mensch hat, gibt er hin für sein Leben. Aber strecke doch deine Hand aus und taste sein Gebein und sein Fleisch an, so wird er dir jetzt sicher ins Angesicht absagen.

[6:46] Da sprach der Herr zum Satan: Siehe, er ist in deiner Hand; nur schone sein Leben!

[6:50] Auch hier gilt dasselbe, was wir schon in Kapitel 1 gesehen haben: Gott weiß, wie Hiob sich entscheiden wird, aber er lässt den Satan gewähren. Es ist ganz entscheidend, obwohl der Satan immer wieder sagt: „Tue das!“, und quasi Gott auffordern möchte, diese Dinge zu tun, sagt Gott sehr deutlich: „Er ist in deiner Hand.“ Alles, was Negatives hier dem Hiob passiert, ist die direkte Folge des Wirkens von Satan.

[7:21] Gott weiß, wie Hiob sich entscheiden wird, aber er möchte, dass auch all die anderen, die dort im himmlischen Rat sind, all die anderen Bewohner des Universums und letztendlich auch Menschen wie wir, die Geschichte lesen, dass wir sehen, wie Hiob sich entschieden hat. Er möchte demonstrieren allen anderen um ihn herum das, was er selbst schon weiß. Wenn wir schlimme Nachrichten in unserem Leben erhalten, wenn wir gebeutelt und geschüttelt werden, dann dürfen wir nicht vergessen, dass es einen großen Kampf zwischen Licht und Finsternis gibt und dass, egal was uns passiert, wir durch unser Verhalten und unseren Glauben ein Zeugnis sein können, weit über unseren persönlichen Kreis hinaus.

[8:11] Da ging der Satan vom Angesicht des Herrn weg und er plagte Hiob mit bösen Geschwüren von der Fußsohle bis zum Scheitel, sodass Hiob eine Scherbe nahm, um sich damit zu kratzen, während er mitten in der Asche saß. Da sprach seine Frau zu ihm: Hältst du immer noch fest an deiner Frömmigkeit? Sage dich los von Gott und stirb! Er aber sprach zu ihr: Du redest, sowie eine törichte Frau redet. Wenn wir das Gute von Gott annehmen, sollten wir da das Böse nicht auch annehmen? Bei alledem versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.

[8:49] Satan hat die Frau nicht umgebracht. Offensichtlich, das ist eine traurige Notiz, hat er durch sie noch Hiob versuchen können.

[9:02] Als aber die drei Freunde Hiobs von all diesem Unglück hörten, das über ihn gekommen war, kamen sie, jeder von seinem Ort, nämlich Elifas, der Temaniter, und Bildad, der Schuchiter, und Zofar, der Naamatiter. Diese verabredeten sich miteinander, hinzugehen und ihm ihr Beileid zu bezeugen und ihn zu trösten.

[9:20] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du allein kennst unser Herz und du bringst manchmal Situationen in unser Leben, die wir nicht verstehen, aber die deutlich machen, was in unserem Herzen ist, nicht nur für uns, sondern für viele Menschen um uns herum und vor allem auch für das Universum. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass, egal was passiert, wir nicht gegen dich sündigen. Erhalte uns durch deine Kraft bei deinem Wort und bei der Treue zu dir. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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