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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beginnt Christopher Kramp mit dem Buch Hiob, einem der ältesten und tiefgründigsten Bücher der Bibel. Er stellt Hiob als einen untadeligen, gottesfürchtigen Mann vor, der reich an Familie und Besitz ist. Die zentrale Frage, die Satan aufwirft – ob Hiob Gott aus reiner Liebe oder nur für seinen Segen dient – bildet den Kern der kommenden Studien und fordert die Zuhörer heraus, ihre eigene Motivation im Glauben zu hinterfragen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 553. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben und dass es aus so vielen verschiedenen, interessanten Büchern besteht, die aus verschiedenen Zeiten, verschiedenen literarischen Gattungen, von verschiedenen Menschen geschrieben und die ganze Vielfalt deines Wirkens und der Geschichte zeigen, die Schönheit deines Charakters, dass wir auf sehr vielen verschiedenen Wegen dich besser verstehen und kennenlernen können. Wir möchten dich bitten, dass du heute unser Studium segnest, dass du uns echte Freude an deinem Wort schenkst und dass dein Wort seine Kraft entfaltet in unserem Leben. Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:20] Wir beginnen heute ein neues Buch, das Buch Hiob. Und damit sind wir auch an das Ende gelangt der geschichtlichen Bücher des Alten Testamentes, die wir bisher angeschaut haben und gelesen und studiert haben. Wir werden uns jetzt in den kommenden Monaten mit der sogenannten Weisheitsliteratur beschäftigen, mit Büchern wie den Psalmen, den Sprüchen oder auch dem Buch Hiob. Bücher, die eher poetischer Natur sind, obwohl im Falle des Buches Hiob tatsächlich auch eine reale Geschichte als Rahmenhandlung und als Grundlage zugrunde liegt. Aber Bücher, die auch aufgrund ihrer, ihres poetischen Charakters, ihrer hohen sprachlichen Schönheit und der vielen Weisheitsgedanken, die darin enthalten sind, eine gewisse Einheit für sich auch bilden.

[2:12] Wir wollen heute mit Hiob beginnen, diesem unfassbar wichtigen Buch. Ein Buch, das, wie ich glaube, zu den ältesten der Bibel gehört, gemeinsam mit 1. Mose, von Mose geschrieben, noch bevor er nach Ägypten zurückgekehrt und das Volk aus Ägypten mit Gottes Hilfe, Gottes Führung herauszuführen. Ein Buch, das die ganz existenziellen Grundfragen des Lebens anspricht, uns auf eine Art und Weise, die uns alle herausfordert. Dieses Buch ist kein einfaches Buch, obwohl die Geschichte sehr einfach zu verstehen ist. Mittendrin gibt es sehr viele Texte, die uns herausfordern, die uns sehr zum Nachdenken anregen werden. Und wir werden unter gar keinen Umständen hier in dieser Serie dieses Buch erschöpfend behandeln können. Aber es soll uns dazu führen, mehr Gedanken auch über dieses Buch zu machen.

[3:03] Wir wollen direkt vorne beginnen in Kapitel 1, Vers 1: „Es war ein Mann im Land Uz, der hieß Hiob.“ Passt ja wörtlich „der Angefeindete“. Man, das beschreibt schon ganz gut, worum es in dieser Geschichte geht. Es geht um den großen Kampf und die Feindschaft, die Satan gegen uns hat. „Der war ein untadeliger und rechtschaffener Mann, der Gott fürchtete und das Böse mied.“

[3:30] Hier haben wir jemand, der tatsächlich echte Gerechtigkeit, wie Gott sie allein geben kann, in seinem Leben erlebte. Der und natürlich, man kann das Wort umsetzen: perfekt, vollkommen. Der tatsächlich diese Gottesfurcht, die in der Bibel immer wieder angesprochen wird, die auch wir der ganzen Welt predigen sollen, in seinem Leben praktizierte.

[3:52] „Ihm wurden sieben Söhne und drei Töchter geboren. Und an Herden besaß er 7000 Schafe, 3000 Kamele, 500 Jungrinder und 500 Eselinnen. Und seine Dienerschaft war sehr groß, so dass der Mann größer war als alle Söhne des Ostens.“

[4:09] Halten wir fest: Hiob, so wird uns am Anfang gesagt, hatte drei Dinge: einen tadellosen Charakter, der natürlich nur durch Gottes Geist möglich gewesen ist. Er hatte eine Familie und er hatte Besitz. Merken wir uns diese drei Dinge.

[4:25] „Seine Söhne pflegten einander zu besuchen und ein festliches Mahl zuzubereiten, jeder in seinem Haus oder an seinem Tag. Und sie sandten hin und luden auch ihre drei Schwestern ein, um mit ihnen zu essen und zu trinken. Wenn dann die Tage des Festmahls zu Ende waren, ließ Hiob sie holen und heiligte sie. Er stand früh am Morgen auf und brachte Brandopfer für jeden von ihnen. Denn Hiob sagte sich: „Vielleicht könnten meine Kinder gesündigt und sich in ihrem Herzen von Gott losgesagt haben.“ So machte es Hiob allezeit.

[4:58] Er war nicht nur tadellos, was seinen eigenen Lebenswandel betrifft. Er war ein echter Vater, ein Vater, der sich nicht nur um das materielle Wohl und das gesellschaftliche Wohl seiner Kinder sorgte, sondern vor allem auch um das geistliche Wohl. Er wünschte sich so sehr, dass seine Kinder bei Gott bleiben würden, dass sie ihn nicht verlassen würden. Welcher Vater, welche Mutter wünscht sich das nicht, wenn sie gläubig sind, dass die Kinder bei Gott bleiben? Und so hat er entsprechend Opfer gebracht, als Sinnbild dafür, dass er auf den kommenden Erlöser vertraute, dessen Opfer ihn selbst und seine Kinder erlösen würde und dessen Opfer allein er und seine Kinder auch treu bleiben würden.

[5:39] Ein wirklich vollkommener Charakter, wie ihn die Bibel hier beschreibt und wie die Bibel auch uns nahelegt und von dem Gott sagt, dass er möglich ist. Das zeigt sich eben daran, dass wir nicht nur auf uns selbst achten, ganz im Gegenteil, sondern dass wir uns um das Seelenheil, das ewige Leben anderer sorgen und für sie da sind und uns darum dafür einsetzen, dass sie nicht Gott verlassen.

[6:02] „Es geschah eines Tages, dass die Söhne Gottes vor den Herrn traten und unter ihnen kam auch der Satan.“

[6:11] Es gibt eine interessante Diskussion, ob die Söhne Gottes hier Engel sind oder Vertreter ungefallener Welten. Das erstmal hier mal undiskutiert. Es sind auf jeden Fall himmlische Wesen, die zusammenkommen zu einer Beratung. Und auch der Satan, der vom Himmel ausgestoßene Engel, kommt hier mitten unter sie. Das könnte dafür sprechen, dass hier eine Versammlung all derer, die bestimmte Welten vertreten, einberufen worden ist.

[6:39] „Da sprach der Herr zum Satan: „Wo kommst du her?“ Der Satan antwortete dem Herrn und sprach: „Vom Durchstreifen der Erde, um auf ihr herzuwandeln.““

[6:45] Darauf, als Engel, hat er zwar keinen Zugang mehr zum Thron Gottes, aber er konnte als Repräsentant der Erde hier für etliche Jahrtausende, bevor Jesus am Kreuz von Golgatha starb, die Anliegen der Erde sozusagen vertreten, weil er ihr Fürst geworden war, seitdem Adam und Eva gesündigt hatten und damit die Kontrolle dieses Planeten in gewisser Weise oder die Vizekönigschaft, muss man vielleicht sagen, dem Satan übergeben hatten. Letztendlich der König war natürlich immer Gott gewesen.

[7:12] „Da sprach der Herr zum Satan: „Hast du meinen Knecht Hiob beachtet?“ Die Frage ist sehr interessant. „Denn seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenen Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet.““

[7:26] Gott hat den Satan gefragt, woher er kommt. Und Satan, der jetzt zunächst einmal bei der Schöpfung allein auf den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen beschränkt war, sagt mit seiner Antwort im Wesentlichen: „Ich habe die gesamte Erde unter meiner Kontrolle. Ich habe sie erobert, ich habe sie von dir weggenommen.“ Das ist quasi so ein bisschen auch impliziert. Aber Gott sagt: „Auch wenn du denkst, dass du die ganze Erde unter deiner Kontrolle hast und auf ihr herwandeln kannst, hast du doch keine Kontrolle über ihm, der gehört Hiob.“

[7:52] So wünsche ich mir, dass Gott über mich sagen kann und über dich sagen kann, dass wir seine Knechte sind, unter seiner Kontrolle stehen und Satan keine Macht über uns hat.

[8:04] „Der Satan aber antwortete dem Herrn und sprach: „Ist Hiob umsonst gottesfürchtig? Hast du nicht ihn und sein Haus und alles, was er hatte, ringsum eingehegt? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet und seine Herden breiten sich im Land aus.““

[8:18] Vor der versammelten Gruppe der himmlischen Heerscharen und der himmlischen Wesen, die zusammengekommen sind, bezweifelt Satan, dass Hiob Gott aus reiner Liebe dient, sondern eher vermutet und behauptet, dass Hiob nur gekauft ist.

[8:40] Die Frage, die sich hier ganz am Anfang des Buches auftut und die dann das ganze Buch eigentlich mitgedacht werden soll: Lohnt es sich, Gott zu folgen, einfach nur, weil er ist? Oder lieben wir Gott und dienen wir ihm, eben weil wir einen großen Lohn empfangen wollen? Lieben wir ihn, weil es uns besser geht, weil wir gesegneter sind? Oder lieben wir ihn, weil er liebenswert ist? Wie ist es mit dir? Dienst du Gott, weil du dich auf den Himmel freust, weil du auf die Krone wartest, weil du dir Vorteile in diesem Leben erhoffst? Und all diese Dinge sind ja zu haben, und Gott wird sie uns auch schenken. Aber ist das der Grund, warum wir ihm dienen? Oder lieben wir ihn, weil Gott so ist, wie er ist?

[9:24] „Aber strecke doch einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat! Lass sehen, ob er dir da nicht ins Angesicht absagen wird!“

[9:31] Gott wusste, dass Hiob das nicht tun würde. Aber alle anderen kannten Hiobs Herz nicht. Alle anderen, die dort umher standen und das hörten, die hörten die Worte Satans. Aber sie kannten das Herz von Hiob nicht. Und etwas, was wir hier lernen wollen, ist, dass Gott oft Dinge in unserem Leben zulässt, damit wir selbst, andere Menschen oder das ganze Universum erkennen, was in unserem Herzen ist.

[10:01] Lasst uns gemeinsam beten.

[10:03] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für das Buch Hiob. Wir danken dir, dass es uns anspricht und gerade dann auch, wenn wir schwierige Phasen in unserem Leben durchmachen. Wir danken, dass wir wissen dürfen, dass du für uns da bist und dass wir deine Knechte sein dürfen, auch wenn der Satan die ganze Welt zu beherrschen scheint. Danke, dass wir wissen dürfen, dass du für uns da bist und dass, wenn der Satan uns attackiert, dass du uns nicht alleine lässt. Ja, wir wollen dir von ganzem Herzen aus Liebe dienen und nicht aus Berechnung. Reinige du uns Motive, wo sie falsch gewesen sind und zeige uns, wie du wirklich bist. Und Herr, möchte ich auch bitten, dass du uns diese Liebe schenkst, die Hiob gehabt hat, dass wir in unserer eigenen Familie echte Priester sind, die für dich einstehen, die dafür sorgen, dass dein Wesen in der ganzen Familie oder auch der ganzen Gemeinde bekannt wird. Alles im Namen Jesu. Amen.


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