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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video beleuchtet Hiob (Job) Kapitel 36 bis 38, wo Elihu Gottes majestätische Macht in der Schöpfung hervorhebt und Hiob zur Anerkennung göttlicher Weisheit aufruft. Christopher Kramp reflektiert, wie Naturphänomene uns dazu anregen können, Gottes Wirken zu betrachten, selbst in Momenten menschlicher Hilflosigkeit. Die Botschaft gipfelt in Gottes direkter Herausforderung an Hiob, die die Grenzen des menschlichen Verstandes angesichts der unbegreiflichen Schöpferkraft und Souveränität Gottes aufzeigt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde! Willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 579. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten uns vor dir beugen und dich bitten, dass du heute in besonderer Weise unser Lehrer bist. Wir haben gelesen, dass niemand ein Lehrer ist wie du, und wir möchten dich bitten, dass du uns nicht nur theologische Wahrheit offenbarst, sondern praktische Weisheit, die wir für unseren Alltag so dringend benötigen. Lehre uns das, was wir heute brauchen, durch deinen Heiligen Geist, den du gesandt hast, um uns zu lehren. Das bitten wir im Namen Jesu, des größten Lehrers aller Zeiten, der diese Erde gewesen ist. Amen.

[1:27] Wir sind im Hiob Kapitel 36. Elihu redet noch immer. Er hat Gottes Erhabenheit betont und dabei jetzt auch wieder auf die Schöpfung verwiesen, auf den Wasserkreislauf und die meteorologischen Phänomene, die wir alle kennen, von Wolken und Blitzen, um damit zu zeigen, wie Gott mächtig und erhaben ist. Und wir lesen in Vers 33: „Sein Donnerruf kündigt ihn an, sogar das Vieh sein Heranziehen.“ Und er verweist jetzt auf etwas, was im Laufe der nächsten Verse ganz interessant sich gestalten wird, nämlich dass im Gewittersturm Gott selbst sich offenbaren wird. „Ja, darüber entzündet mein Herz und fährt auf von seiner Stelle. Hört, hört auf das Donnern seiner Stimme und auch das Grollen, das aus seinem Mund hervorkommt. Er lässt es dahinfahren unter dem ganzen Himmel und sein Licht bis zu den Enden der Erde.“ Er scheint hier ein Gewitter zu beschreiben, die Blitze, die den ganzen Himmel erleuchten, das Grollen, das von Ferne herkommt. „Hinter ihm her brüllt der Donner. Er donnert mit seiner majestätischen Stimme und erspart damit nicht, damit seine Stimme gehört werde.“ Dieses Phänomen, das auf den Blitz folgt, der Donner folgt, wird hier ausgedrückt: „Hinter ihm her brüllt der Donner.“ Und die Lautstärke wird ebenfalls betont, damit seine Stimme gehört werde. Gott donnert mit seiner Stimme wunderbar. Er tut große Dinge, die wir nicht verstehen. Elihu zeigt oder möchte zeigen, dass der Gewittersturm selbst zum Symbol für Gottes Handeln wird. „Er gebietet dem Schneefall auf die Erde und lässt Regen fließen, heftige Regengüsse. Dann zwingt er die Hand jedes Menschen zur Untätigkeit, damit alle Leute sein Werk erkennen.“ Wenn der Gewittersturm kommt, dann strömt der Regen heftig hinab, und das bedeutet, dass Menschen mit ihrer Arbeit aufhören müssen. Wir alle können das bildlich vorstellen, wie Menschen, die mit einer Sache beschäftigt gewesen sind, aufhören, weil es plötzlich in Strömen regnet. Und Elihu sagt: Dieser Moment der Untätigkeit, des Schauens auf den Gewittersturm, ist eigentlich ein Mittel Gottes, damit der Mensch innehält und über Gottes Werk nachdenkt. Vielleicht ist das eine interessante Idee, wie wir das nächste Mal in einem Gewittersturm geraten und aufhören müssen mit dem, was wir gerade getan haben, und im Gewittersturm sehen, dass wir uns daran erinnern und über Gottes Wirken, auch in unserem Leben, in dieser Welt nachdenken.

[4:06] „Da sucht das Wild seinen Schlupfwinkel auf und bleibt in seinen Höhlen. Aus der Kammer des Südens kommt der Sturm, von den Orten, woher die Kälte durch den Hauch Gottes entsteht Eis und die weiten Wasser frieren zu. Mit Wasser füllen belastet er die Wolken. Er zerstreut sein helles Gewölk, und dieses zieht hin und her, wohin er es lenkt. Sie überall hin, um alles auszurichten, was den Befehl auf dem ganzen Erdenrund.“ Gott hat auch den Zug der Wolken unter Kontrolle. „Bald zur Rute für sein Land, bald als Wohltat lässt er es über sie kommen.“ Der Regen kann eine Rute sein, wie es hier beschrieben wird. Ja, kann dann auch Unheil anrichten, wenn er zu heftig ist, kann aber auch als Wohltat für das Gedeihen der Ernte sorgen.

[5:01] „Nimm dies zu Ohren, Hiob! Steh still und erwäge Gottes Wundertaten. Weißt du, wie Gott ihnen Befehle gibt, wie er das Licht seiner Wolken leuchten lässt? Verstehst du das Schweben der Wolke, die Wunder dessen, dessen Verstand vollkommen ist? Zu dem die Kleider zu warm werden, wenn das Land still wird vom Südwind? Bereitest du mit ihm das Firmament aus, also den Lufthimmel, dass es feststeht wie ein gegossener Spiegel? Lehre uns, was wir ihm sagen sollen? Wir können nichts vorbringen, lauter Finsternis.“ Elihu weist schon auf diesen wichtigen Gedanken hin, dass alles, alle menschliche Erkenntnis letztlich Stückwerk ist. „Soll ihm gemeldet werden, dass ich rede? Oder sollte der Mensch wünschen, vernichtet zu werden? Jetzt zwar sieht man das Licht nicht, doch es steht leuchtend hinter den Wolken. Aber der Wind wird sich erheben und sie wegfegen.“

[5:57] Das ist ein sehr schöner Gedanke: Wenn Wolken über uns sind, dann mögen wir das Licht nicht sehen, doch es ist dennoch da. Und so gibt es manchmal in unserem Leben auch Wolken, die uns daran hindern, das Licht zu sehen. In solchen Momenten müssen wir lernen zu glauben, dass das Licht dennoch da ist und dass Gott Kraft hat, die Wolken, auch die schweren Wolken, wieder wegzubringen, dass wir wieder das Licht auch sehen können. Ich denke, wir alle, du und ich, haben schon Situationen erlebt, in denen wir das Gefühl hatten, dass Wolken uns beschwert haben. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, und wir müssen, wir dürfen dann lernen, dass auch dann, wenn es uns schlecht geht, auch dann, wenn wir das Gefühl haben, überwältigt zu sein, wenn es sich so anfühlt, als ob Gott nicht antwortet, dass wir trotzdem wissen: Das Licht ist, Gott ist da. So wie das Licht nicht ausgelöscht wird durch die Wolken, auch wenn die Wolken sich momentan zwischen uns und das Licht geschoben haben. Gott kann die Wolken und wird die Wolken wieder beiseite tun.

[6:56] „Von Norden her kommt Goldglanz. Gott ist von wunderbarer Pracht umgeben. Den Allmächtigen finden wir nicht. Er ist von unbegreiflicher Kraft, voll Recht und Gerechtigkeit. Er beugt sie nicht. Darum fürchten die Menschen ihn. Aber er sieht keinen an, der sich selbst für weise hält.“

[7:15] Da antwortete der HERR dem Hiob aus dem Gewittersturm und sprach: „Wer verfinstert den Ratschluss mit Worten ohne Erkenntnis?“ Ganz offensichtlich hat Hiob nicht wirklich durchdrungen, was eigentlich in dem ganzen Fall passiert ist. Er versteht nicht den großen Kampf, und so sind seine Worte, die Worte von Hiob, bei all ihrem Leid, haben letztlich Gottes Plan verdunkelt oder die Erkenntnis des Planes Gottes verdunkelt. „Gürte doch deine Lenden wie ein Mann! Ich will dich fragen, und du sollst mich belehren. Wo warst du, als ich den Grund der Erde legte? Sprich es aus, wenn du Bescheid weißt! Wer hat ihre Maße bestimmt, weißt du das? Oder wer hat die Messschnur darüber gespannt?“ Das sind natürlich rhetorische Fragen. Niemand war bei der Schöpfung dabei. Übrigens auch ein ganz wichtiger Punkt: Wir können über die Schöpfung eben auch nicht allzu viel sagen, außer das, was Gott offenbart, denn wir waren nicht dabei. Gott allein weiß, was er dort getan hat.

[8:22] „Worauf wurden ihre Grundpfeiler gesenkt, und wer hat ihren Eckstein gelegt, als die Morgensterne miteinander jauchzten und alle Söhne Gottes jubelten?“ Die Söhne Gottes haben wir schon kennengelernt in Kapitel 1, Vers 6. Sie waren damals dabei, als Gott die Welt geschaffen hat. Es gibt also Dinge, die tatsächlich im Universum Realität sind, von denen der Mensch nichts oder nicht ausreichend genug weiß. Und das ist ein entscheidender Hinweis für Hiob: Es gibt Dinge, die über deinen Verstand hinausgehen, Dinge, von denen ich nichts weiß, die aber trotzdem Realität sind. Es gibt noch andere Welten, es gibt noch andere Lebewesen, die diese Schöpfung beurteilt haben, gesehen haben, sich daran gefreut haben. Und das, was du erlebst, Hiob, das ist sozusagen vielleicht der Subtext, ja? Es ist Teil einer größeren Sache, die du noch nicht völlig durchdrungen hast.

[9:21] „Wer hat das Meer mit Schleusen verschlossen, als es hervorbrach, austrat wie aus dem Mutterschoß? Als ich es dann Wolken kleidete und Wolkendunkel zu seinen Windeln machte? Als ich ihm seine Grenze zog und Riegel und Tore einsetzte?“ Übrigens ist es vielleicht noch mal wichtig zu betonen, dass all diese Formulierungen letztlich Bilder sind aus der menschlichen Erfahrungswelt. Natürlich hat das Meer keine echten Riegel, und die Wolken sind auch keine Windeln im eigentlichen Sinn. Und genauso ist auch das Firmament wie ein gegossener Spiegel (Hiob 37:18), kein tatsächlicher Spiegel. Wir dürfen also diese Bilder nicht naturwissenschaftlich eins zu eins nehmen, sondern verstehen, wie Gott hier etwas, was den Menschen damals und zum Teil auch heute noch zu groß ist, so erklärt, dass wir es mit unserer Vorstellungswelt begreifen können. Und sprach: „Bisher sollst du kommen und nicht weiter! Hier soll sich der Stolz deiner Wellen legen.“

[10:16] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hilf uns zu verstehen, dass es auch in unserem Leben Dinge gibt, die zu hoch für uns sind, Dinge ablaufen, die wir nicht erklären können. Wenn wir uns immer nur beschweren, weil die Dinge nicht so laufen, wie wir uns das gewünscht haben, dann verfinstern wir den Ratschluss durch Worte ohne Erkenntnis, weil wir an der Macht zweifeln und nicht verstehen, dass es Dinge gibt, die über unseren Verstand hinausgehen. Herr, schenk uns die Demut, die wir brauchen, dass wir wissen, dass du mehr weißt als wir. Das bitten wir im Namen Jesu.


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